Auberginen à la Creme nach Paul Bocuse

Auberginen sind auch eher schwieriges Gemüse, wenn man damit nicht aufgewachsen ist. Bis ich die mochte, musste ich auch locker 30 werden, aber die gab es bei mir zuhause in Kindertagen auch nicht. Meine Mutter hätte nie irgendwas gekocht, was sie nicht seit ihrer Kindheit kannte und erst recht nicht mit Öl und nicht mit Knoblauch die ganze Litanei. Deswegen war ich gespannt, wie Maître Paul Bocuse damit umgeht. Für mich ein ziemlicher Kulturschock, weil ich Auberginen eher mit Olivenöl und Zitrone in Verbindung bringe. Paul Bocuse tut das was er 1977 immer tat, nicht an der Butter sparen und gerne noch einen Topf Sahne hinterher kippen. Das kommt einem nur komisch vor, wenn man es bislang nicht so kennt.

Zutaten:

1 – 3 Auberginen
Salz
50 Gramm Butter am Anfang
20 Gramm Butter vor dem Servieren
200 Gramm Sahne
100 Gramm Creme Fraiche
Pfeffer
1 Esslöffel Kerbel (oder Kräuter der Provence)

Aubergine vorne vom Grün befreien

Aubergine in Streifen schneiden

Auberginenscheiben salzen und eine halbe Stunde das Wasser ziehen lassen

Nach einer halben Stunde die Auberginen abtupfen

Butter in der Pfanne erhitzen

Später wird eine Mischung aus Creme Fraiche und flüssiger Schlagsahne in der Pfanne mit den Auberginen eingekocht.

Das mischen wir jetzt schon zusammen

Butter ist geschmolzen

Auberginen in der Pfanne auslegen

Auberginen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten garen. Röstaromen sind zu diesem Zeitpunkt nicht angestrebt.

Deckel auf die Pfanne legen

Nach 5 bis 6 Minuten wenden

Das sieht dann so aus.

Sahnemix in die Pfanne gießen

Sahne circa um 50 % einkochen lassen, bis sie die Auberginen umhüllt und daran haftet.

Auf die Gefahr hin, dass jemand unterfettet, kommt jetzt noch mehr Butter in die Pfanne

Butter unterziehen, nur an der Pfanne rütteln, damit die Auberginen nicht zerreißen.

Einkochen lassen

Mit Kerbel, oder Kräutern der Provence würzen und weiter reduzieren.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken

So fett war Aubergine noch nie!

Ganz geiler Scheiß. Richtig weiche Aubergine, sehr geschmackvoll, so satt und voll und rund. Dazu braucht eigentlich gar nichts mehr, wenn man geröstete Kartoffeln, oder frisches Weißbrot hat. Ein knochentrockener Weißwein passt auch gut dazu. Komplett anders als ich sie bislang kannte, aber sehr empfehlenswert.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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4 Kommentare

  • peter eitel

    Ei ganz lieben Dank, Jörg, für deine “schnelle Lieferung”; hat mich echt gefreut…
    Schon beim ersten Blick auf diese Komponente bei deinem Möhrenmenu hab ich gedacht, dass das nach einer mächtig leckeren Sache ausschaut,
    und jetzt beim lesen hab ich erkannt, dass das nicht nur so ausschaut, sondern dass das
    echt “mächtig ” ist. Bravo, erster Gedanke; Bommerlunder, das muß man sich mal trauen.
    2, Gedanke: unbedingt antesten! Ist jetzt wohl eher nix für ein leichtes vegetarisches Hauptgericht, aber ich habe erkannt, wie ausgebufft du dein Abendessen kombiniert hast. So in der Kombi muss das doch köstlich gewesen sein.
    Aber mir passt das bestimmt auch ganz bescheiden mit Ofenkartoffeln oder so.
    Ach, und der knochentrockene Weißwein: meintest du in die Sauce oder in Koch/ Esser??

    Und noch was habe ich kapiert:
    Kochen und Bloggen haben wohl etwas gemeinsam; gute “Mise en Place” ist wichtig,
    dann haut man anschließend die Dinge ruckzuck grad so raus.

    • Hallo Peter, das war gar nicht so einfach. Ich bin nämlich gestern Abend noch von Berlin nach Bremen gefahren und musste es vorher fertig bekommen. Dann fiel mir heute Morgen auf, dass ich auf dem Handy nicht schaffe das Bild rauszunehmen wo man noch das Rezept sehen konnte und so weiter und sofort. Freut mich aber, dass du zufrieden bist. Wenn ich irgendwas schneller schreiben soll, dann mache ich das gerne, wenn es zeitlich passt.

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