Dicke Rippe vom Duke of Berkshire in 75 Minuten

Die schlechte Nachricht vorweg. Edeka verkauft das Duke of Berkshire Schwein nur noch als TK Ware und nicht mehr frisch, weil die Leute keine 25 Euro pro Kilo bezahlen wollten und vor allem den Fettgehalt nie verstanden haben, der ja nur vor der Zubereitung am Fleisch zu sehen ist und dann verbrät und das Resultat so unnachahmlich saftig macht. Ich habe es ja auch immer erst gekauft, wenn es zwischen 99 Cent und vielleicht maximal 6 Euro pro Kilo lag. Ich bin mal gespannt, was als nächstes kommt, aber dem Blog wird es nicht schaden, weil ich durch die Vorratslage bedingt so viel Duke oft Berkshire verarbeitet habe und nun zwangsweise etwas anderes kommt. Noch sind aber um die 6 Kilo im Frost, das war es also auch noch nicht. Hier kommt eine dicke Rippe die in einer Stunde und fünfzehn Minuten ganz zart in der Pfanne gegart wurde. Das ist ein Gericht für die ganze Woche von Montag bis Freitag und die Zeit kann man gut mit den Beilagen rumbringen. Egal wie schlecht der Tag war, damit ist er wieder rund.

Zutaten:

2,6 Kilo dicke Rippe vom Duke of Berkshire
50 Milliliter Rapsöl
2 Kaki
1 Zwiebel
3 Peperoni
600 Milliliter passierte Tomaten
400 Milliliter Wasser
3 Esslöffel Mehl
1 Esslöffel Salz
Chiliflocken / Pfeffer

Krautsalat aus Wirsing (anklicken)
Kartoffelsalat aus Simonetta (anklicken)

Drei Euro neunzig Cent plus MwSt. ist für das Fleisch jedenfalls ein echtes Geschenk im MHD Verkauf

Oben ist ein schöner Fettdeckel und unten die Silberhaut lasse ich dran. Die interessiert hinterher keinen

Fleisch kommt mir Rapsöl in die knallheiße Pfanne.

8 Minuten pro Seite anbraten

Deckel auf die Pfanne legen, sonst gibt es Ärger mit Mutti wegen der Fettspritzer an den Fliesen

Timer einstellen auf 75 Minuten

Im Cook 4 me kann man Beilagen zaubern

Kaki aufschneiden und zerkleinern. Je reifer desto besser

Wenden und die andere Seite ebenfalls acht Minuten anbraten

Das Fleisch bekommt eine schöne Farbe

Salzen

Das Salz verteilt sich gleich noch.

Chiliflocken

Zwiebel häuten und zerkleinern

Geht gleich weiter damit

Hier noch einmal die zerlegte Kaki

Kaki und Zwiebel in die Pfanne geben, die immer noch auf Vollgas läuft, mit Mehl bestäuben

Peperoni

Passierte Tomaten

Wasser

Wasser

Pfanneninhalt zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze reduzieren, dass es nur noch leicht simmert.

Deckel drauf

Nach dreißig Minuten wenden

Nach 75 Minuten ist das Fleisch zart und durch, aber auf kleiner Flamme kann man es auch weiter in der Pfanne lassen, wenn man bei den Beilagen noch hängt.

Fleisch aus der Pfanne holen

Fleisch mit einem scharfen Messer gegen die Faser aufschneiden

Das Fleisch ist sensationell zart, kann man auf dem Bild auch erkennen

Als vertrauensbildende Maßnahme ein Stück an die Kinder verfüttern, die dann auch entsprechend heiß auf das Essen sind.

Das Fleisch bleibt in der Soße damit es nicht auskühlt und so kann man es am nächsten Tag ebenfalls schonen wieder in 30 Minuten auf kleiner Flamme erwärmen

Fleisch mit der leckeren Soße servieren. Es ist super zart und sehr geschmackvoll. Die Soße ist fruchtig und rund mit Tomaten und Kaki. Dafür kann man auch eine andere Frucht nehmen, aber ich mag dieses Zusammenspiel.

Mit Krautsalat und Kartoffelsalat kann man das sehr gut kombinieren, oder mit Pommes frites aus dem Ofen, oder Salzkartoffeln, Pfannenkartoffeln, Röstkartoffeln und sogar Reis, oder Nudeln zu der Soße. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

8 Kommentare

  • Haifisch

    Jörg, ich fürchte,
    Dein “frisches” Berkshire war auch schon aufgetaut.

    Wenn Deine Fleischbrocken / Schweine
    nicht in der Umgebung portioniert wurden,
    konkret z.B. beim Fleischer neben Edeka geschlachtet wurden,
    dann ist es schon aus Hygienegründen
    sehr unwahrscheinlich, dass das rohe
    Fleisch weite Strecken
    durch die Gegend gefahren wurde.

    Ich vermute, Edeka hält jetzt die Kühlkette aufrecht,
    damit die nicht dauernd “zu billiges”,
    also wegen Auftauen abgelaufenes, Fleisch abgeben müssen.

    Ohne Auftauen können die den hohen Preis
    etwa 1 Jahr verlangen, das Fleisch wird nicht schlecht.
    Könnte für die Bilanz besser sein.

    Es ist schon sehr schade,
    dass das Fleisch so schlecht ankommt.
    Es ist wirklich zarter als das extrem magere Zeug.

    Ich fange mir heute noch einen frischen
    Silvestervogel, ganz bio und extra für mich geschlachtet.
    Gestern suchte das Tier noch selbsttätig Futter,
    heute bekomme ich es gerupft und ausgenommen,
    ganz sicher nicht aufgetaut und/oder eingefroren.

    Normalerweise hört das Flatterviech auf den Namen Ente.
    Es ist voraussichtlich fetter als Huhn,
    aber fleischig, weil das ganze Jahr im Freien.
    Die alte Dame hat auch nicht hunderte davon,
    sondern ungefähr 40 Tiere, die zum Teil Eier legen,
    zum Teil zum Schlachten gezogen werden.

    Irgendwie sehr nostalgisch und vertrauenerweckend.
    Keine Antibiotika, kein komisches Futter, kein Stall,
    nur so ein Wetterschutz und Eiablageplatz.

    Nun, das Grundstück sieht entsprechend aus,
    die Flatterviecher haben es schon verändert.
    Nix gepflegter Rasen und Rosenhecke.
    Viel blanke Erde und überall
    die Hinterlassenschaften der flatternden Bewohner.

    Trotzdem finde ich, dass es so richtig ist.
    Ein Teil des Grundstücks wurde dafür abgetrennt.
    Das Ganze funktioniert auch nur,
    weil es keine direkten Nachbarn gibt.

    Ich wünsche einen krachenden Silvester
    mit glücklichen Kindern,
    der Haifisch

    • Das klingt doch sehr gut mit Deiner Ente. Ich weiß gar nicht, wieso ich mit Ente und Gas nur wenig anfangen kann. Vielleicht gibt es wieder welche im Angebot Neujahr. Ich schaue mal am Freitag

      • Haifisch

        @Jörg: Am Freitag watscheln die Enten und Gänse hinter dir her und flüstern:
        Kauf mich, brat mich, ich bin sogar bio und koste fast nichts mehr.. kicher..

        Bei Gänsennicht vergessen, die sind riesig
        (bei dir egal) und sehr fett. Normalerweise…

        Rutsch gut 🙂

        • Hoffe Du hast auch einen guten Rutsch gehabt. Ich hatte 0,0 Promille und war Fahrdienst für die Kinder. War sehr entspannt

          • Haifisch

            @Jörg:Willkommen im Club.
            Man kann auch mit 0.0°% sehr gut drauf sein.
            Mein Glas Champagner musste sein.

            Nun, die Berliner Zeiten sind vorbei.
            Am B-Tor mit einer Flasche Vodka,
            Sektflaschen und was weiss ich.

            Der Vogel abgeschossen
            hatte damals ein Bekannter,
            der in die Vodka-Flasche
            1 Tüte Salzlakritz aus Dänemark
            schüttete, das auflöste,
            und alle fanden das super.
            Ich hab das nicht vergessen.

            Mich schüttelt es heute noch
            in Erinnerung an den Anblick
            (schwarze, etwas klumpige Brühe)
            und den Geschmack (widerlich).
            Genauer: Geruch. Ich hab dran gerochen,
            und dankend abgelehnt. Das ging gar nicht…

            Heute reicht mein Glas Champagner,
            und ein leckeres Essen.
            Je nach Gästen auch Spiele, Tanzen,
            Feuerwerk oder ähnliches – ich mache das schon noch.
            Aber diese riesigen Mengen Alkohol,
            die in Berlin damals üblich waren,
            das ist seit 30 Jahren nicht mehr mein Stil.
            Nun, war es ja eigentlich nie,
            aber es war damals unmöglich,
            am Alkohol vorbeizukommen.

            Das Feiern bis zum Morgengrauen und länger –
            das war schön, aber dafür habe ich keine Zeit mehr.
            Ich erinnere mich aber gern an die Streifzüge
            durch das feierende Berlin,
            von Wohnung zu Wohnung
            und dann am Brandenburger Tor.

            Einen ruhigen sonnigen Neujahrstag wünscht der Haifisch
            PS: Es fängt grade wieder an zu krachen.. 🙂

          • So exzessiv habe ich nie getrunken, wenn natürlich auch viel mehr als jetzt. Silvester war selten so wild, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. In Berlin haben wir auch nur mit den Kindern gewohnt, da konnte man ohnehin nicht weg, weil die alle noch klein waren. So ganz im Osten, war es auch immer eine Tagesreise in die Innenstadt. Diesen komischen Lakritzlikör musste man 2 Wochen vorher durchziehen lassen. Habe ich aber auch nie getrunken

  • Haifisch

    @Jörg: Lakritz 2 Wochen durchziehen,
    das kann sein. Wie gesagt,
    bei dem Zeug war meine Toleranzgrenze überschritten.
    Sowohl beim Trinken als auch beim Machen des Zeugs.

    Also, nur um es klarzustellen,
    exzessiv war das nie.
    Die Flaschen wurden von einer Gruppe
    junger Leute geteilt.
    Unterm Strich waren das ein paar Schluck Vodka
    (wenn man wollte, ich nicht) pro Person,
    und Biere (schon mal 1 Liter über die Nacht),
    und Silvester halt auch Sekt.
    Die einen haben richtig gesoffen,
    die anderen, wie ich, eben nicht.
    Ich musste ja auch immer mit dem Motorrad heim.
    Das war viel zu gefährlich mit mehr als 330ml Bier (Dose).
    Damals war 0.8 die Grenze, und die habe ich peinlichst gemieden 🙂

    Aber: ich war gern dabei, war sehr lustig.

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