Gemischter Salat mit dem Victorinox Tomatenmesser
Ich war auf der Grünen Woche in Berlin und ich habe mich da echt schwer getan etwas zu essen. Überall gab es nur so halbherzig aufgewärmtes TK und anderweitiges Conveniencezeug, zu Preisen die echte Ansagen waren. Mir hat das jedenfalls ziemlich den Appetit verdorben und deswegen bin ich nach dem Messebesuch noch schnell bei “meinem” Aldi gewesen, bei dem ich früher immer einkaufen war, als ich noch um die Ecke gewohnt habe. In Cuxhaven kaufe ich nicht alle drei Monate bei Aldi ein, weil die einfach zu teuer sind, aber hier war das immerhin günstiger als sich auswärts schlecht für viel Geld verköstigen zu lassen. Bei meinem Freund Chris ist die Ausstattung in der Küche recht überschaubar, in sofern ist das für mich immer ein guter Gradmesser, wie andere Leute kochen müssen, die sich über die Jahre keinen bescheidenen Fuhrpark für die Küche gekauft haben, sondern immer noch mit dem Spätfolgen umgehen, dass der Hausstand halt immer bei der Exfrau bleibt, nachdem die sich dann irgendwann mal für Selbstverwirklichung entschieden hat. Immerhin habe ich ihm schon mal zur Anschaffung eines Victorinox Tomatenmessers geraten.

Zutaten für vier kleine Beilagensalate:
1/2 Eisbergsalat
2 Tomaten
1 Rote Zwiebel
3 Esslöffel gehackte glatte Petersilie
Saft einer Zitrone
60 Milliliter Olivenöl
1 Teelöffel grobes Salz
50 Milliliter Wasser
reichlich Pfeffer aus der Mühle

Gurke der Länge nach vierteln und den Glibber ausschneiden

Gurke in Stücke schneiden

Tomaten halbieren und dann in vier Reihen schneiden. Das Messer geht durch die Butter und man kann das gut zusammenhalten.

Rote Zwiebel häuten

Zwiebel in Ringe schneiden

Eisbergsalat halbieren und in Streifen schneiden

Das wird so ein richtig schmutziger gemischter Salat, wie man den beim guten Italiener zur Pizza bekommt, oder als Vorspeise.

Eine grob geriebene, oder gehobelte Möhre wäre auch noch gut dazu

Petersilie hacken. Ich nehme auch das hintere Ende.

Salatschüssel steht bereit

Gemüse einfüllen

Eine Zitrone halbieren und auspressen

Den Saft in ein Glas umfüllen

Daraus machen wir das Salatdressing

Olivenöl

Das schmeckt am Ende wie Urlaub im Süden und wenn man das frisch mariniert isst, dann öffnet es einem die Hirnwindungen vor Frische.

Grobes Salz

Pfeffer aus der Mühle

Kaltes Wasser, alles miteinander verrühren

Dressing zum Salat gießen

Salat mit dem Dressing vermischen

Ganz frisch und knackig schmeckt es am besten

Gesundheit die man sich anschauen kann.

Außer gepflegtem Geschlechtsverkehr gibt es nicht viel, was eine leckere Salamipizza und einen knackigen Salat toppt. Die Pizza zeige ich Euch auch noch, weil sie jede Bringdienst- und falsch herum belegte Ranjidpizza schlägt.

Viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit
Moin Moin early bird,
zu so früher Stunde schon gleich wieder einen Beitrag zu finden, überrascht mich, da ich ja noch neu hier bin.
Chapeau!
Daher aber auch gleich mal die erste meiner wahrscheinlich noch etlichen Rookie-Fragen:
Wo kauft man denn als Auskenner besser – also v. a. preiswerter – ein als bei Aldi?
Sonnigen Tag,
Ina🌞
Hallo Ina, ich habe fünfzehn Jahre in Berlin gewohnt und irgendwann hatte ich da meine Runde für Gemüse und Fleisch und Wurst. Das wechselte auch mal. Da hatte ich am Ende einen Gemüsemann im Mix Markt und einen Fleischtresen für einfache Fleischstücke, dann hatte ich Metro am Ostbahnhof für besseres Fleisch, das Preisgewitter für Wurst und Käse und einen Gemüsemann am U-Bahnhof Kaulsdorf. Jetzt wohne ich in Cuxhaven und vieles musste sich da erstmal hinschleifen. Da habe ich dann im Orientmarkt gekauft, bin nach Bremerhaven zum Mixmarkt gefahren, zu Metro nach Debstedt. Meine Wendepunkte waren hier der Wochenmarkt am Samstag mit dem Bananen Fred, wo ich kistenweise Obst un Gemüse kaufe, zu Preisen zu denen Hausfrauen teilweise ein, oder zwei Kilo davon kaufen und dann der Handelshof, wo ich oft 80 % beim Fleisch spare und generell andere Qualität als im Handel bekomme. Die Frage ist auch ob Du Single, Paar, kleine Familie, oder so wie wir immer mindestens sechs Leute bist? Ich gehe immer ohne festen Plan einkaufen, wenn es nicht gerade um Grundnahrungsmittel geht. Mehl, Eier, Butter, Milch, Öl kaufe ich wenn ich es brauche, aber bei allem anderen warte ich immer bis mir der Preis gefällt, weil der Handel es loswerden will. Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Äpfel, versuche ich immer für einen Euro zu bekommen, sonst warte ich ab. Beim Fleisch ist 10 Euro meine Obergrenze pro Kilo, die erziele ich meistens aber auch nur im MHD Verkauf. Wenn ich Geflügel oder Schwein nehme, können es dann eben durch die kurze Haltbarkeit nur 2, oder 3 Euro pro Kilo sein. Alles was in den 10 Euro Rahmen passt, ist eine Option. Wenn ich sowas gefunden habe, fällt mir auch schnell irgendwas ein, was ich damit machen kann. Was man auch nicht unterschätzen darf ist, dass die Leute mich immer sofort auf dem Schirm hatten, wenn ich einmal dagewesen bin. Ich war immer Samstagnachmittag mit vier kleinen Kindern im schwarzen Anzug unterwegs und habe mich mit dem Personal über kochen unterhalten, das brennt sich ein. Die kamen dann oft von selbst auf mich zu, wenn sie irgendwas loswerden wollten. Das klappt bei Aldi nicht, sondern immer nur wenn man da mit dem Chef, oder einem leitenden Angestellten zu tun hat. Wenn Du fragen hast, frage einfach.
Wow, ich danke ganz dolle für die ausführliche Antwort 💋.
Mal schauen, was ich mit meinen Möglichkeiten und Gegebenheiten daraus machen kann…
Aber bei Handelshof (mal abgesehen davon, daß man erstmal einen in der Nähe haben muß) braucht man ein Gewerbe, oder? Der Verein-Trick wird meines Wissens nach nur von Metro akzeptiert.
LG Ina
Metro ist auch besser als nichts zu haben. Handelshof heißt teilweise auch C+c Markt, oder Mios. Wo bist Du?
Handelshof ist auch nicht gleich Handelshof. Wir haben hierorts auch einen. Da gibts aber nur “Stahl und Werkstoffe”, “Heizung und Sanitär” und “Bau und Werkzeugtechnik”. Mit etwas Glück gibts Schneidwerkzeuge, die man auch in der Küche verwenden kann. Grünzeug ist nur die Rabatte außen vor der Tür. 😉
Das Tomatenmesser von Victorinox ist eine Erleichterung bei den Kochvorbereitungen. Es eignet sich auch zum Brötchen schneiden. Das Brötchen oder das Baguette wird nicht niedergedrückt, die Klinge gleitet durch. Ich bin total begeistert, heute mache ich Kirschmichel aus älteren Brötchen, die klein geschnitten werden müssen. Das wird mir eine Hilfe sein. Ich wählte bei diesem Messer die Farbe Rot.
Das Thema Messer hatten wir unter “Coleslaw mit dem Messer geschnitten”. Hinzufügen möchte ich, daß das Gemüsemesser der Firma “Kuppels” auch prima ist. Nun besser gerüstet, dauert das Putzen und Zerkleinern von Gemüse nicht mehr so elend lange.
Gute Messer kommen nicht in die Spülmaschine, damit habe ich früher alles versaut. Aber ich bin ja auch ein Spätzünder in allen Belangen. 😉
Immerhin gibst Du vor, keine Jungfrau mehr zu sein. Das Tomatenmesser kann Spülmaschine ab. Das habe ich zehn Jahre und es ist beim Schneiden wie am ersten Tag.
Ich war bereits immer Steinbock. Mein Mann zieht mich damit immer auf und meint, ich sei ein eigensinniges Weib. Nun gut, wir haben keine Kinder, ich vermute schwer, dass wir die Theorie durchschlagend meisterten. 😉
Prima, das Tomatenmesser kann in die Spülmaschine. Aber es ging schon manches zu Schanden.
Als Teenager bat ich meinen Stiefvater, mir an einem gusseisernen Nähmaschinenunterteil die Schraube für das fehlende Antriebsrad wegzuflexen. Ich hatte das Teil aus einem Container herausgerettet und renovierte es zu einem Küchentisch. Mein Stiefvater war gerade schlecht gelaunt, also nahm ich mir die Holzsäge und entfernte das Gewinde selber, es war sogar heiß geworden beim Sägen, weil ich wie ein Berserker loslegte. Der Rest wurde weggefeilt. Dummerweise kannte ich nicht den Unterschied bei den Werkzeugen zwischen Holz und Metall. Mein Stiefvater war total entsetzt, muße aber auch lachen.
Ein Bekannter war Steinmetz und besorgte mir einen Verschnitt auf schwarzem Granit. Der Tisch steht bis heute in meiner Küche, Stühle und Bank sind schwarz gestrichen. Sieht ein Bisschen wie ein Bistro aus.
Ich habe so einiges renoviert, alten Dingen eine neue Aufgabe gegeben, mich einfach drangegeben. Gern hätte ich auch Schweißen gelernt, um Kunstwerke zu schaffen, die dann mit Efeu überwuchert werden. Dafür kann ich Gold, Silber und Stahl löten und gießen. Die typischen Handarbeiten der Damenwelt lernte ich ebenfalls, dank Oma.
Ich habe für alle außerhalb der Küche zwei linke Daumen und mit Fummelei kann man mich echt jagen. Da bekomme ich sofort Puls.
Yo, für ne Pizza und Salat würd ich auch alles stehen und liegen lassen 🙂
Ist ja auch sehr geil und die kann man sich immer leisten. Wenn ich die Fleischpreise so anschaue, wofür?
Du beschreibst eingangs sehr schön das Grundproblem der Grünen Woche im allgemeinen und der Lebensmittelhersteller im besonderen: Das böse C-Wort. Leider ist an unverarbeiteten Produkten und Zubereitungsanleitungen kein Geld zu verdienen, deswegen rühren sie allerlei Kram zusammen und verkaufen das (bezogen auf die Zutaten) recht teuer bei zweifelhafter Qualität. Messe steht ja auch für “Neuheiten präsentieren” und die neu gezüchtete Kartoffel oder die Apfelsorte reißt eben nicht jedem vom Hocker. Dafür werden an sich recht gute, wenig verarbeitete Produkte mit Pülverchen aufgehübscht, die ein Hochverarbeitungsprodukt aus einem Abfallprodukt der Käseindustrie ist, das früher an die Schweine verfüttert und heute in Yoghurt und Puddings gerührt wird. Da aber immer weniger Schweinefleisch verzehrt wird, man also immer weniger Molke in den Futtertrögen verklappen kann, wird die zu Milchproteinen extrahiert und der Rest ist Geschichte. Bzw. High Protein. Hängt eben alles zusammen. Und wenn’s nicht stimmt, ist es zumindest schlüssig erfunden. 😉
Die verkaufen an den spanischen und portugiesischen Ständen diese kleinen runden Kuchen, die wie Käsekuchen sind, aber eben kleine, Die holen sie da tonnenweise aus dem Ofen, ohne eine offensichtliche Produktion zu haben und schreiben Puffpreise dran. Das fand ist so frech. Und die Ungarn mit ihrem Gulasch, das nur aufgewärmt wird, die TK Schnitzel, die da für Unsummen verkauft werden und und und. Das kann man wirklich nur machen, wenn man seine Kunden für dumm hält und wenn sie das tatsächlich sind.
Naja, nicht alles ist schlecht. Aufgewärmt schmeckt Gulasch doch am besten … 😉 Also: richtiges Gulasch.
Aber doch nicht schon in Ungarn vorgekocht. Das ist wie dieses Schul- und Altenheimessen, das sie am Vortag in Sachsen Anhalt kochen und am nächsten Tag in Hamburg auf den Tisch stellen.
In Alu-Assiette. Schööön. Man verbrennt sich die Finger dran, aber spätestens nach der Hälfte ist das Essen eiskalt. 😉 Mmmmhhhh.
DirkNB+Jörg: Ihr verderbt mir den Appetit..
Aber ihr beschreibt die Realität:
Hunderte Kilometer voneinander entfernt
die essenden Alten/Kinder und die Köche.
Ihr habt vergessen:
Unter Luftabschluss in Alu transportiert,
dann im Convector erhitzt.
Wie war das mit Schwermetallen?
Die Köche verwenden Convenience.
Beispiel vorgeschälte Kartoffeln.
Wie war das mit “frisch”?
Das Zeug schmeckt tot,
wenn es dann bei den Alten / Kindern auf den Tisch kommt.
Da müsste ich jetzt mal ins Periodensystem schauen, aber ich glaube, Alu gehört nicht zu den Schwermetallen. 😉 Wobei es wohl auf die jeweilige Wissenschaft ankommt, die guckt. War es nicht die Astronomie, die alles hinter Helium als Metalle bezeichnet? Aber egal.
Alu hat nix im Essen zu tun. Gerade auch, wenn Säuren im Essen sind. Deswegen ist das ganze Alu auch noch dünn beschichtet, gut für Essen und Mensch, noch schlechter für die Umwelt. Außerdem habe ich noch kein Essen gefunden, dass im fertigen Zustand längere Transporte übersteht. Selbst die vieltransportierte Pizza verliert auf dem Weg zwischen Ofen und heimischen Essenden. Und selbst bei großflächig angelegten Restaurants reicht schon der längere Weg, um den Genuss zu verderben. Ich hatte da mal ein rosa Lammfilet bestellt, das – ich unterstelle das mal – wunderbar rosa die Küche verließ. Da ich aber genau diagonal gegenüber am anderen Ende des Gastraums saß und das Gericht (also das Filet mit Gemüsebeilage) in einer brutzelnden heißen Pfanne serviert wurde, war es, als ich es genießen wollte totdurch.
Fazit: Fertiges Essen übersteht den Transport nicht, von aufgewärmtem Essen ganz zu schweigen.
Aluminium gehört zu den Leichtmetallen und soll als Kochgeschirr schädlich sein und mit Krebs und Demenz in Verbindung stehen. Ich hatte Bekannte, die einige Jahre in Südamerika lebten. Dort wurde Aluminium oft gebraucht, auch weil es billiger war als Edelstahltöpfe, bestimmte Nahrungsmittel sollte man darin nicht kochen. Waren es Bohnen? Ich weiß es nicht mehr. Die Bekannten erzählten, dass man die Wechselwirkung zwischen Erkrankungen und Alu erforschen wollte, habe aber im Netz nichts finden können.
Was das gelieferte Essen angeht, ich fürchte mich vor einer Heimunterbringung im Alter. Im Heim geben sich viele Mühe, man kann nicht jedem Zipperlein der Bewohner gerecht werden, wenn jemand z. B. etwas an der Galle hat, am Magen. Darum ist es mehr oder weniger geschmacklos.
Dann lieber vorher tot umfallen
Alu: jaaa, ihr habt recht.
Hab mich verschrieben.
Flugzeuge aus Schwermetall grrr
Ist einfach Blödsinn.
Alu im Geschirr ist tatsächlich unschädlich,
das ist sowas wie der Spinat und das Eisen.
Ich habs im Urlaub recherchiert,
als die einen Alutopf hatten,
und ich mir überlegt hatte,
ob ich den nutzen kann.
man(n) kann.
Ich hatte da irgendwie einen Kurzschluss im Kopf.
Vor lauter genervt-Sein wegen dem Fertigfrass
hab ich auch gleich das Alu verteufelt. Sorry.
Das Alu ohne Plastiküberzug wäre sogar umweltfreundlich,
wenn wieder eingeschmolzen wird.
Bei den Schmelztemperaturen von Alu ziemlich…
Lieben Gruss ein Haifisch mit zugehaltenen Augen
Ich habe auch einen einzigen Alutopf, den ich sehr gerne benutze, weil er so eine praktische Größe hat.
Säure ist das Ausschlusskriterium für die Verwendung von Alu. Also Essig, Wein, Joghurt, das meiste Obst …
Das stimmt schon.
Da laufen die Tassen so gräulich an.
Schädlich ist das nicht, schmeckt aber komisch.
In der Folge mag ich keine Lieferdienste. ..
Ich habe nach 14 Jahren Berlin, am letzten Abend als alles eingepackt war, zum ersten und einzigen Mal etwas beim LIeferdienst bestellt. Da das nur Pizzen und Salate waren, kam nichts in Aluminium verpackt. Freiwillig würde ich niemals irgendwo etwas zu essen bestellen und liefern lassen.
Irgendwas ist ja immer
Ja, Essen darf nie die Räumlichkeiten verlassen wo es gekocht wurde
Dafür muss man nicht ins Altenheim gehen. Das sehe ich gerade jetzt wieder häufig auf dem Einkaufswagen von Traditionsgaststätten im Handelshof. Grünkohl aus der Dose, eingeschweißte Kartoffeln und Würste aus der Fabrik. Wenn man so will ist das Kassler die einzige rohe Zutat aber wirklich selbst gemacht, haben sie daran auch nichts. Dafür zahlst Du aber Preise, die das nicht abbilden
@Jörg: das ist leider so.
Folge: ich koch selber…