Mayonnaise selbst gemacht in drei Minuten

Herzlich willkommen in der Abteilung überflüssige Kalorien mit Stil. Mayonnaise selbst gemacht in drei Minuten. Davon verbraucht jeder deutsche Haushalt, laut Statistik zwei Kilo pro Jahr. Ich schätze mal, dass davon statistisch gesehen, ungefähr 20 Gramm selbst hergestellt werden. Wieso man an diesem Missverhältnis etwas ändern sollte? Einfach mal dieses Rezept mit dem Giftzettel einer Tube, Plastikflasche, oder einem Glas Mayonnaise abgleichen. Danach stellt sich die Frage nicht mehr. 

Zutaten 150 Milliliter:
2 Eigelb
Pflanzenöl
Spritzer Zitronen- oder Limettensaft
1 Esslöffel Essig
Prise Zucker
Prise Pfeffer
Prise Salz
Mayonnaise ist eine leckere Soße, die man zu Fleisch, Gemüse, Fisch und bei fast jeder Gelegenheit benutzen kann, weil sie ein verbindendes Element zwischen verschiedenen Komponenten auf dem Teller dient. Man sollte sie wegen der Kalorien gezielt und nicht in großen Mengen einsetzen, aber wenn schon, denn schon. Hier zeige ich Euch, wie man sich in drei Minuten vom Kommerz abkoppeln kann und sich wirkliche Geschmackserlebnisse auf ganz einfache Art zaubern kann.

Zwei Eigelb trennen und in einen Mixbecher geben.

Ich habe eine Limette genommen, aber Zitrone geht natürlich auch.

Auf zwei Eier, brauchen wir natürlich keine ganze Limette

Ein paar Tropfen Limettensaft aus der halben Limette rauspressen.

Salz aus der Mühle dazu geben.

Pfeffer aus der Mühle 

Einen Esslöffel Essig

Eine Prise Zucker

Mit dem Pürierstab das Eigelb und die anderen Zutaten schaumig schlagen.

Hier ist es schon schaumig und dann geht es erst richtig los, mit der Mayonnaise

Nun kommen wir zum Öl. Ich habe ganz ordinäres Rapsöl benutzt. So ein einfaches Pflanzenöl, egal ob gemischt, oder Sonnenblumenöl, ist Bestandteil einer normalen handelsüblichen Mayonnaise. Das ist eine Mayonnaise, wie man sie zu Pommes frites, oder für einen Salat verwenden würde. Olivenöl verwende ich nur, wenn ich südländische Küche imitiere und Aioli herstellen möchte. 

Das ist der einzig kniffelige Moment bei der Herstellung einer Mayonnaise und da hilft einem nur die Routine und das Wissen, dass es am Ende auf jeden Fall gut wird, wenn man sich nicht verrückt machen lässt. Das Öl wird in einem ganz dünnen Strahl zum Ei laufen gelassen und dabei muss der Pürierstab laufen. Am Anfang ist bei diesem Vorgang das Ei weiter schaumig und durch die Luft, die man unter das Ei-Öl Gemisch schlägt, verbindet sich die Masse dann zu Mayonnaise. 

Da muss man nur aufpassen, dass man nicht zu viel Öl auf einmal nachkippt, dann würde einem die Mayonnaise dann auf einen Schlag wieder flüssig. Deswegen immer im Kopf behalten, einen dünnen Strahl Öl zu nehmen und nachdem das erstmalig im Mixbecher fest geworden ist, immer nur so viel nachkippen, dass die Menge weiterhin fest bleibt. Das klingt schwieriger, als es ist und wie gesagt, dafür braucht man nur ein wenig Routine. 

Da ist sie nun, Mayonnaise ohne Dreck, keine Benzoesäure, keine künstlichen Emulgatoren, keine künstlichen Geschmacksstoffe, keine, keine, keine. Jetzt können mich die ganzen Chemiekanten wieder wie nervöse Westies, Yorkshire und Jack Russel Terrier ankläffen, dass jeder selbst wissen muss, wie er kocht und was er/sie isst. Stimmt! Ich weiß nur, was ich nicht esse, wenn ich zuhause koche und über nichts anderes berichte ich hier. Alle anderen können es weiterhin so machen, wie sie es bis jetzt immer getan haben, oder so machen, wie es schon immer gemacht wurde, als man noch nicht fertige Bratkartoffeln in der Tüte kaufen konnte. 

Drei Minuten hat das jetzt maximal gedauert und Ihr habt eine tolle Soße zu allem, was Euch lieb und teuer ist, sowie eine prima Ausgangsbasis für Salate denen Mayonnaise nicht schadet, wie zum Beispiel Kartoffelsalat, Nudelsalat, Geflügelcocktail, oder Eiersalat. Wer sich auf den Unterschied zwischen dem Kaufprodukt und einer selbst gemachten Mayonnaise eingelassen hat, will die Fertigpappe sowieso nicht mehr haben. Wenn die Mayonnaise so gut steht, könnt Ihr auch noch nachwürzen, wenn Ihr mehr Salz, oder Pfeffer, oder Zucker darin haben wollt. Kräuter würden auch noch gut passen, aber hier ging es jetzt nur um das ganz einfache Produkt, ohne karierte Nägel und Pinsel mit Musik.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit

20 Kommentare

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