Bratkartoffelsalat – öfter mal was Neues

Kartoffelsalat ist ein Kulturgut. Die pappige Version mit Mayonnaise aus dem Glas, Gurken aus dem Glas, fettiger Wurst und anderen Chemieplünnen, kennen wir schon von Mutti, Oma und Tante Hilde. Sowas fördert bei mir immer den Forschergeist, ob es nicht auch noch andere Wege gibt, einen Kartoffelsalat zu “erfinden”, der alles das kann, was man sich von einem leckeren Salat erhofft und darüber hinaus noch ein paar neue Aspekte ins Spiel bringt, die man bisher so noch nicht kannte. Pünktlich zur Grillsaison kann es sowieso nicht schaden, mal einen mehr zu kennen, in der Hoffnung, dass man sein Wissen oft nutzen kann.

Zutaten:

1 Kilo Kartoffeln, festkochend
125 Gramm Rucola
3 Tomaten
1 Zwiebel
500 Milliliter Brühe (am besten selbst gemacht)
Salz
Pfeffer
Zucker
Essig
Öl
Schnittlauch

Ich habe mich zu dem Salat inspirieren lassen, durch ein Rezept, das ich in einem Vegetarierforum bei Facebook gefunden habe. Dort wurden die Kartoffeln auf einem Backblech gebacken. Dafür ist mein Ofen aber zu lahm und weil der keine Oberhitze hat, mache ich damit keine Punkte.  Zumindest habe ich so die Idee bekommen, die Kartoffeln mit Kontakthitze zu garen und nicht nur zu kochen, danke Britta Mcg.

Kartoffeln schälen

Mit dem Messer dünne Scheiben schneiden.

Pflanzenöl in die Pfanne geben, nur ein bisschen den Pfannenboden bedecken.

Zusätzlich ca 250 Milliter Brühe in die Pfanne geben. Es ist nicht so wichtig, dass die Kartoffeln unbedingt braun werden, die sollen eher nur al dente weich werden, wenn sie dabei noch ein paar Röstaromen bekommen, umso besser. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Brühe einkochen lassen, die bringt gleichzeitig auch noch guten Geschmack. Durch die Brühe kochen die Kartoffeln schneller weich, aber nicht vergessen, Ihr wollt einen Kartoffelsalat machen, keine Bratkartoffeln. Die müssen deswegen noch Biss haben.

Schnell die Zwiebel in Ringe schneiden und nach 10 Minuten Bratzeit zu den Kartoffeln in die Pfanne geben.

Nach ungefähr 15 Minuten sind die Kartoffeln gut, das ist aber sicherlich subjektiv, wie hart Ihr die Kartoffeln mögt und zweitens kommt es auch die Temperatur an, mit der Ihr die Kartoffeln zubereitet. Ich habe mit 3/4 Kraft gearbeitet, auf der größten Herdplatte.

Prima, ein bisschen Farbe haben die Kartoffeln auch noch bekommen. 

Ich habe die Kartoffeln in die Salatschüsseln gepackt, in der ich später den Kartoffelsalat marinieren möchte und dann mit einem Holzbrett abgedeckt, dann kühlen sie nicht ganz so schnell aus. Den Bratkartoffelsalat kann man nämlich lauwarm, oder auch kalt essen. 

Rucola Salat in der Salatschleuder entsanden, waschen und trocknen

Jetzt geht es ans Marinieren, Die Kartoffeln und Zwiebeln, kann man darin auch länger liegen lassen, der Rucola nimmt einem das erfahrungsgemäß schnell übel, deswegen mische ich den immer erst direkt vor dem Servieren unter.

Kartoffelsalat braucht Flüssigkeit. Nur mit Essig, oder nur mit Öl wäre mir in diesem Fall zu sauer und/oder zu fett. Deswegen nehme ich nun noch einmal 300 Mililiter Brühe

Dazu dann noch Pflanzenöl geben

Mit Branntweinessig für Säure sorgen.

Abschmecken und mit Salz, Pfeffer sowie Zucker zu einem runden Geschmack verhelfen. 

Noch ein bisschen Grünkraut für die Frische und die Farbe benutzen. Dafür kann man Schnittlauch, Petersilie, oder irgendwas anderes nutzen, gerne auch frisch.

Rucola zu den Kartoffeln in die Salatschüssel füllen.

Tomaten in Würfel schneiden und auch zum Kartoffelsalat fügen.

Das ist jetzt die ganz schlanke Version, da kann man noch diverse andere Gemüsesorten, oder Knoblauch benutzen. Ich verkünde hier nicht das Evangelium, sondern gebe nur Anstöße, was man machen kann und der Rest fällt unter künstlerische Freiheit.

Das ist eine leckere Komposition mit der Marinade, den lauwarmen Kartoffeln (wenn man es so serviert) und dem nussig, knackigen Rucola Salat. Die Zwiebel mit Röstaromen und die Tomaten steuern natürlich auch Ihren Teil bei.

Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich einen Kartoffelsalat mal als “leicht” bezeichnen würde.

Dazu habe ich ein Cordon bleu aus Rinderhack serviert. Das war zusammen ein echtes Fest. Natürlich kann man dazu auch Gemüse, oder Fisch, oder wonach einem der SInn steht, essen. 

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Print Friendly, PDF & Email

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert