Aprikosenkonfitüre im Krups cook 4 me

Was interessiert mich mein Geschwätz von letzter Woche? Natürlich mache ich noch eine Konfitüre mit Aprikosen, weil ich zwei Kilo vom Vorwocheneinkauf übrig habe und sie nicht dem Verfall preisgeben möchte. Als Gelierzucker habe ich mir eins zu drei besorgt, also 1,5 Kilo Obst auf 500 Gramm Gelierzucker. Ansonsten ist Aprikosenkonfitüre, die man immer noch nicht Marmelade nennen darf, weil sie nicht aus Zitrusfrüchten gemacht wird, sondern nur anteilig welche enthält, immer eine gute Idee. Das ist ein ganz einfacher und schneller Job mit dem Krups cook 4 me

Zutaten: 

2 Kilo Aprikosen
667 Gramm Gelierzucker eins zu drei
Saft von 2 Zitronen
100 Milliliter Wasser für den Topf

Ganz schmale Zutatenliste. Ich wiege tara aus und dann die Obstmenge

Das ist das Obst mit Kernen

Das sind die Steine außerhalb der Aprikosen

Das sind die verlesenen Früchte ohne Steine

Gelierzucker. Ich brauche mehr als eine Packung und weniger als zwei, nämlich 667 Gramm

Gelierzucker auf den Aprikosen

Zwei Zitronen Bio, ist aber egal, weil wie die Schale nicht benutzen. Könnte man als Abrieb in die Konfitüre machen, aber dann singen meine Kinder immer rum, weil es nicht kindgerecht bitter ist. 

Saft zweier Zitronen in den Topf pressen, Fautformel eine Zitrone pro Kilo Frucht

Untermischen

Wasser für den Topf, weil wir mit Druckkochen arbeiten. Wenn da kein Wasser drin ist, meckert der Cook 4 me dass zu wenig Wasser im Topf ist.

Deckel verriegeln

10 Minuten kochen unter Druck einstellen

Abfahrt

Aufheizen

Gläser mit kochendem Wasseer ausspülen, damit die Konfitüre lange hält. 

Heizt immer noch auf

Zehn Minuten kochen unter Druck

Anschließend Druck ablassen

Deckel öffnen

Mit dem Esge Zauberstab, oder einem Pürierstab werden die Aprikosen grob, oder fein püriert, so wie Ihr das mögt

Schriiiiiiiiiiiing

Dabei stelle ich den Topf wieder auf konventionelles Braten ein, damit die Masse noch ein bisschen einkocht.

So ist es mir fein genug

die bereits erwähnte Bratfunktion

Während der Topf aufheizt mache ich eine Gelierprobe, wenn die fest wird, weiß ich, dass ich den Topf abstellen kann, sonst würde ich noch weiter einkochen. Sie wird fest, also geht es jetzt ins Glas

Mit dem Wasserkocher mache ich heißes Wasser, um die Gläser auszuspülen

Gläser mit kochendem Wasser befüllen

Ich habe die Konfitüre in ein Litermaß umgefüllt und daraus die Marmeladengläser befüllt

Sechs Gläser sind es geworden und das ist echt einfach, wenn man das Obst nur entsteint, zuckert, Deckel drauf und anschließend druckkocht, bevor man es final zerkleinert.

Natürlich schmeckt die Konfitüre traumhaft nach dem was drin ist und man hat noch Platz für eigene Ideen wie Vanille, Tonka, Rum, Gin, Deine Mutter. Das ist toll auf Brot, als Kuchenfüllung, für Ketchup, oder im Joghurt. 

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

16 Kommentare

  • Haifisch

    Man kann die Gläser so wie Du heiß ausspülen,
    das funktioniert besonders bei eher kurzen Stehzeiten super.
    Bei mir stehen die Gläser inzwischen zu lang.

    Für mich funktioniert es besser,
    die Spülmaschine mit den Gläsern laufen zu lassen.
    Vorsichtig rausnehmen, sodass die Finger
    nirgends drankommen, und Marmelade heiß rein.

    Das Entsteinen dauert am längsten.
    Hab schon versucht, die Aprikosen GANZ zu lassen,
    und durch das Kochen das Entsteinen hinzukriegen.

    Besonders bei einer Spülmaschine Gläser
    denkt man dann schon über so eine Lösung nach,
    das wären dann so um 70-100 Gläser :-),
    ja nach Fassungsvermögen der Gläser.
    (Hab ich früher gemacht,
    Erdbeer und Aprikose war ein sehr gefragtes Geschenk).

    Das geht schon, ganze Aprikosen kochen,
    aber die Kerne muss man dann vor dem Pürieren rausfangen.
    Ich hab nicht nachgemessen, was schneller geht.
    Rausfangen oder entsteinen. Mir erschien es gleich schnell,
    nur meine Finger waren nicht so braun hinterher.

    Deine kleine Variante ist wunderbar.
    Ein paar Früchte übrig – ab in Gläser.
    Geht nebenher und macht kaum Mühe.

    • Habe ich ebenfalls schon mit Mirabellen und mit Aprikosen gemacht, die Kerne drin zu lassen und dann mit der flotten Lotte aus der Konfitüre zu holen. Das war mir aber immer zuviel Verlust bei der Fruchtmasse, die dann im Sieb bleibt. Deswegen entsteine ich vorher

      • Haifisch

        Bei “flotte Lotte” brauchst einen eigenen Baum,
        sonst ist der Frucht-Verlust einfach zu viel, stimmt.
        Das war ja der Ursprung der anderen Variante,
        mir tats um das viele Fruchtfleisch leid.
        Alles für die Ameisen und so, fand ich blöd.

        Deswegen hatte ich die blöden Kerne rausgefischt,
        die waren ja sauber entfleischt. Dauerte nur recht lang.
        Davon, dass die angeblich Mandel-Aroma abgegeben haben sollen,
        davon hatte ich aber nichts gemerkt.

        Barbara, halbe Früchte in der Marmelade,
        das ist die “Erwachsenen-Variante”.
        Als Kind hab ich das gehasst, meine Kids auch,
        und das, ohne dass sie von meiner Miss-Liebe wussten.
        Ich kenn das gut, so wie Du es beschreibst.

        Nur so richtig angefreundet hab ich mich nie damit.
        Schon wegen den Schalen, die dann drin bleiben…
        diese komischen länglichen Dinger 🙂

      • Esther

        Ich entsteine auch vorher, alles. Als Kind saß ich mit der Oma am Küchentisch, wir entsteinten Sauerkirschen und Schattenmorellen. Das Werkzeug war eine Sicherheitsnadel, das runde Teil, wo die Spannung erzeugt wird, kam in die Kirsche und zog fast schon den Kern heraus. Wir hatten farbige Finger, ich fand das aber toll.

        Meine Großtante hatte einen Tante-Emma-Laden, hinten war die hauseigene Backstube. Wir entsteinten Pflaumen und belegten die Bleche zur Kirmeszeit. Reichte es nicht, gingen mein Vetter und ich in den Garten und pflückten. Die Frauen vom Dorf brachten ihre Bleche mit und ließen ihren Kuchen für kleines Geld abbacken. Es hat mir als Kind viel Freude gemacht, ich fand’s immer schön dort, nur der Plumpsklo war mir unheimlich, weil ich da locker durchfallen konnte. Der Bäckergeselle, “Schäng” ( Jean ) genannt, der bei meiner Großtante arbeitete, verwöhnte uns immer mit Teigresten, Puddingteilchen oder Reistörtchen.

        “Schäng” war ein bodenständiger Mann, der kaum zum Arzt ging. Er bekam einmal Zäpfchen verschrieben und war verblüfft, daß dieser Tee so eklig schmeckt. Wir sind fast umgefallen vor Lachen. Aber nicht bös.

        • Kuchen zum Bäcker zum Backen zu bringen kenne ich aus Erzählungen von meiner Oma. Die hatte auch keinen Backofen, erst später. Nachdem der Holzherd einem Elektroherd gewichen war. Machte aber keinen UNterschied. Die konnte mit beidem nicht umgehen

  • Barbara

    In einigen französischen und auch österreichischen Produkten finden sich teils halbe Früchte, und das schmeckt einfach fantastisch.

  • Barbara

    Wir reisten einst durch Marokko, die Küche war ein Elend. Aber! Zum Frühstück gab es auch im entlegensten Ort frische Croissants und eben diese Marmelade. Der Mann und ich teilten uns was an halben Früchten im Glas war, und es war das Highlight des Tages. So gekocht ist die Haut doch gar kein Fell mehr.

    • Haifisch

      Barbara: “kein Fell mehr”, oh ja, das stimmt schon. 🙂

      Es gibt aber sehr verschiedene Aprikosensorten.
      Ich hatte öfters die mit den dickeren, wachsigen Schalen.
      Mein Trick war: Alles pürieren und dann ein paar Aprikosen rein,
      denen ich die Haut vorher abgezogen hatte.
      Dann wars für mich wieder gut…

      • bei größeren Mengen hat man echt stramm zu tun, beim Häuten mit kochendem Wasser. Das wäre mir nichts.

        • Haifisch

          @Jörg: Es ging ja nur um einen kleinen Topf,
          der war dann rasch gehäutet und
          in den pürierten Topf geworfen.
          Insofern habe ich mir die Arbeit
          beim Warten aufs Aufkochen gemacht.
          Wenn ich das bei allen Aprikosen tun wollen würde –
          geht nicht – viel zuviel Arbeit, wie Du auch schon sagst.

          Und dieses Jahr mache ich
          die Variante auf dem Backblech.
          Das wollte ich schon immer mal probieren.
          Mit Zwetschken schmeckt das prima (Powidl).

  • Esther

    Schön, es ist wieder Aprikosenzeit.
    Meine ließen sich problemlos entkernen, ohne dass Fruchtfetzen dranblieben. Die Marmelade kochte ich im Thermomix, dort pürierte ich die Früchte ( 1 kg ) vorher etwas und ließ sie mit dem Gelierzucker ( 500 g, 2:1 ) etwas ziehen. Dann kam noch 30 ml Amaretto dazu ( ein Tipp aus dem Internet ).

    Der Thermomix ist eine gute Kochhilfe. Nun habe ich auch einen feinen, weiten Trichter aus Edelstahl, es kleckert nichts, sehr angenehm. Im Grunde ist es schnell gemacht.

    Das Problem ist, wenn man sich von der Faulheit entfernt hat, und selbstgemachte Marmelade genoß, dass man einfach nicht mehr in den trägen Zustand zurück kann. 😉

    Jörg bewegt etwas.

    • Ich habe immer den Eindruck, dass die Konfitüre viel frischer schmeckt und das wird sie auch sein, weil Du das mit frischen Früchten machst und nicht mit gefrorenen, getrockneten, oder Konzentrat.

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