Brot mit Sauerteig für Anfänger

Mein erstes Brot mit Sauerteig. Backen ist wie alles andere auch einem stetigen Wandel unterworfen. Irgendwie geht es immer weiter und jetzt geht es für mich vom schnöden Weizenmehlteig mal in die Richtung Sauerteig, bis ich irgendwann keinen Bäcker mehr brauche.  

Zutaten:
500 Gramm Weizenmehl 405
300 Milliliter Wasser
1,5 Teelöffel Salz
1 Würfel Hefe (frisch)
75 Gramm Natursauerteig
1 Pfütze Wasser zum Hefe Auflösen
1 Prise Zucker für die Hefe

Ich weiß, man kann Sauerteig auch selbst machen, aber an der Stelle bin ich noch nicht. Deswegen habe ich probeweise beim letzten Einkauf zwei Tüten Natursauerteig gekauft. Die Zutaten erschienen mir auch vertrauenswürdig. Nur als ich gesehen habe, dass es von Seitenbacher ist, habe ich kurz gezuckt. Von denen kaufe ich normal schon wegen der doofen Radioreklame nichts. Egal, ich wollte einfach mal schauen, wie sich Sauerteig beim Backen verhält.

500 Gramm Mehl abmessen und in eine Rührschüssel geben..

300 Milliliter Wasser dazu kippen

1,5 Teelöffel Salz

Seitenbacher, Seitenbacher, Seitenbacher *rumschwäbel*…. 

Das schaue ich mir als nächste Amtshandlung an, wie man das selbst macht. 

Sauerteigmischung zu Mehl, Wasser und Salz geben. Die klassischen Brotzutaten.

Ich weiß schon, jetzt ningeln sie wieder alle rum, dass ich einen ganzen Hefewürfel nehme. Mir doch egal, ich bin kein Chemiker und wiege nix ab, was nicht unbedingt nötig ist. Außerdem mag ich den ursprünglichen Geruch und Geschmack von Hefe. Die Hefe in einer Pfütze Wasser bis maximal 40 Grad Temperatur auflösen. Damit die Hefe richtig abgeht, gebe ich eine Prise Zucker dazu. Hefe 15 Minuten gehen lassen.

Wenn die Hefe gut aufgegangen ist, mit dem Pfannenwender rühren. 

Der Teig verbindet sich sehr gut und deswegen muss man weder kneten, noch mit der Maschine rühren.

Ich habe meinen Entenbräter ein wenig mit Mehl bemehlt, damit das Brot nicht am Boden festklebt.

Den Brotteig in den Bräter legen. Sieht hier noch ganz kompakt aus. Im Bräter wird das Brot gebacken, weil es abgedeckt gebacken, besser bräunt und aufgeht.

Deckel drauf, halbe Stunde ruhen lassen, je länger desto besser. Das könnt Ihr auch über Stunden machen.

Nach dem Aufgehen ist der Teig in alle Richtungen marschiert. Den Ofen habe ich auf 220 Grad vorgeheizt. Ich lasse mich mal überraschen, wie weit das Brot im Ofen nach oben aufgeht.

Deckel auf den Entenbräter legen und 45 Minuten in den Ofen geben.

Nach einer dreiviertel Stunde kommt das gut gebräunte Brot aus dem Ofen.

Sieht toll gebräunt aus, aber durch die große Fläche des Bräters, geht das Brot vor allem in die Breite und nicht in die Höhe.

Daraus entspann sich dann ein schon jetzt legendärer Dialog mit meiner Ehefrau. Sie sagte “bei Sarah geht das Brot immer viel besser auf als bei Dir”, darauf schlug ich ihr vor, dass sie mir jetzt mal einen blasen könnte und mittendrin werde ich ihr dann sagen, dass Sarah, das auch viel besser kann. Mutti macht Schweppes Gesicht, ich lache immer noch. 

Ich finde das Brot jedenfalls lecker und das hat genug Kruste und alles ist gut.

Sowas kann ich echt nicht gut ab, aber während ich keinen geblasen bekomme, bekommt die Dame wie immer recht und ich backe das gleiche Brot erneut. Jetzt aber mit einer Silikonform, die ich in den Bräter stelle. So bekommt das Brot beides. Gleichmäßige Hitze plus eine ehefrauentaugliche Kastenform. 

Die Kastenform eine halbe Stunde in den Bräter stellen und einen Deckel auf den Bräter legen.

Boah, 30 Minuten später ist das Sauerteigbrot ganz schön aufgegangen

Das Brot habe ich eine Stunde lang bei 220 Grad, abgedeckt in den Ofen gestellt.

Schöne feste Kruste, gesunde Gesichtsfarbe, alles da.

Da es schon wieder mitten in der Nacht war, habe ich das Brot am nächsten Tag angeschnitten.

Die Kruste ist schön fest, die Krume gut aufgegangen. Der Geschmack ist auch gut, ordentlich gesalzen, so soll es sein und mit solchen Scheiben finden sich dann auch Ehefrauen klaglos zurecht.

Das passt zum Frühstück, so gut wie zum Pausenbrot, zum Grillen, oder in hundert Jahren auch als Paniermehl. 

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

24 Kommentare

Antworte auf den Kommentar von Lars Westerhausen Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert