Pflaumenkuchen aus Hefeteig

Heute arbeiten wir ein paar alte Kindheitserinnerungen auf.
Meine Oma hatte lange Jahre keinen Backofen, sondern nur einen Herd der noch mit Holz betrieben wurde. Wenn Besuch kam, ist sie mit ihrem fertigen Teig zum Bäcker in der Bahnhofstraße gefahren. Der hat den Kuchen dann in seinem Ofen in der Backstube mitgebacken. Je nach Saison wurde der Blechkuchen belegt. Wenn irgendwas im Hochsommer, oder Spätsommer zu feiern war, dann gab es immer Pflaumenkuchen, den Rest des Jahres Apfelkuchen, aber immer auf so einem Hefeteig.


Zutaten:

Hefeteig mit dem Pürierstab (anklicken)
Pflaumen
30 Gramm Butter
Zimt-Zucker nach Geschmack
Mehl zum Arbeiten

Das Rezept für den Hefeteig findet Ihr unter dem Link. Für die 28 cm Springform braucht man ca 250 Gramm Teig. Ich habe aus dem Rest ein Toastbrot gebacken.


Springform bemehlen
Teig in der Form ausrollen
Teig bin in die runden Ecken ausrollen
Die Pflaumen sind selbst gepflückt und es hätte ruhig noch ein paar mehr sein können.
Pflaumen halbieren, entsteinen und auf den Teig legen
Mit Zimt und Zucker bestreuen
Über den Pflaumen ein paar Stücke Butter verteilen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, Gasofen Stufe 4 und dort den zweiten Einschub von oben für den Rost benutzen.
Nach 35 Minuten ist der Kuchen fertig gebacken
Kuchen entweder gleich warm servieren, oder wie in diesem Fall abkühlen lassen und dann die Springform öffnen.
Der Teig ist schön aufgegangen und wie gesagt, es hätten noch ein paar Pflaumen mehr sein dürfen, aber das könnt Ihr alle besser machen.
Der schmeckt wie bei einer Oma, oder wie früher beim guten Bäcker
Mit einem Klecks Schlagsahne ist der noch besser.
Schöner lockerer und luftiger Hefeteig, mit frischen Pflaumen. Schmeckt auch am nächsten Tag toll, wenn er noch ein bisschen durchgezogen ist.
Meine Kinder verbinden Hefe immer automatisch mit Pizza und haben sofort gerufen, Papa hat Pflaumenkuchen mit Pizzateig gemacht. Das muss ich denen noch mal erklären. Meine Frau fand ihn toll und die Brut hat den anschließend drei Tage zum Frühstück gegessen. Muss denen also auch geschmeckt haben.
Zurück zu den Wurzeln und Kindheitserinnerungen wecken. Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

6 Kommentare

  • Nadja

    Ja, so mag ich meinen auch. Ohne Firlefanz. Das es halt noch nach Pflaume schmeckt. Kenne ein Glück noch einen Bäcker, der so einen im Programm hat.

    (Obwohl ich bekennen muss, dass der Pflaumen(Zwetschgen)kuchen von Tim Mälzer auch phänomenal ist. )

    • das muss ich mir anschauen. von tim mälzer habe ich nur selten irgendwas brauchbares gesehen

      • Nadja

        Bin jetzt nicht unbedingt bekennender Mälzer Fan, aber wenn Du mal in Hamburg bist: unbedingt in sein Restaurant gehen. Eines meiner besten Restauranterfahrungen ever. Wie der Mälzer selber: geiles Essen (ohne Kunst auf dem Teller), alles locker vom Hocker und dabei 1a Service. Die Grätsche kriegen nicht viel Restaurants hin.

  • Philip

    Danke für das Rezept. Hat super geklappt und super geschmeckt!

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