Hühnerfrikassee mit Maronen

Ich unterscheide meine Gerichte in verschiedene Kategorien. Eine davon ist Essen, das sich meine Frau von mir wünscht.  Die Ausgangslage war der Einkauf am Samstag Nachmittag. Meine Frau hatte mich gebeten wieder Hühnerbrühe wegen der Erkältungszeit zu kochen und sattelte gleich noch einen Wunsch drauf, nämlich dass sie gerne Hühnerfriskassee hätte. Ich habe lieber mal nachgefragt, wie ihr das Frikassee denn belieben würde und bekam als Antwort, na so klassisch mit Erbsen, Möhren und Pilzen. Ist hier der Weg nach Canossa???
Zutaten:

4 Hähnchenkeulen aus Hühnerbrühe (anklicken) entnommen
1 Korb Maronen
1 Möhre
1 Zwiebel
Erbsen (iiiiiih Tiefkühlschrott)

Soße Béchamel

700 Milliliter Milch
20 Gramm Butter
1 gehäufter Esslöffel Mehl
1 Lorbeerblatt
1 Wacholderbeere
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
150 Milliliter trockener Weißwein

Hier ist die Hühnerbrühe vom Vorabend


Das sind die Hähnchenkeulen aus der Brühe, die ich zur sinnvollen Weiterverwendung aufgeteilt habe. Ein Teil wird ein geiles mariniertes Huhn und die andere Hälfte eben ein Hühnerfrikassee mit Maronen: Das Huhn kommt über Nacht in den Kühlschrank, oder bei der krassen Kälte, kann man auch die Fensterbank benutzen.
Ich mache zuerst die Béchamelsoße, weil die Soße immer auf das Essen warten soll und nicht umgekehrt.
Butter

Butter in der Pfanne erhitzen
1 gehäufter Esslöffel Mehl
Mehl in der heißen Butter anschwitzen
Wenn Butter und Mehl sich vermischt haben, nach und nach die Milch eingießen
Die Soße soll nicht zu dunkel werden
Auf der kleinsten Platte auf kleiner Flamme einkochen
Wichtig ist regelmäßiges Umrühren. Eine Béchamel kocht man nicht im Sessel, da ist man am Herd.
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Wacholderbeere, Lorbeerblatt
150 Milliliter trockener Weißwein

Immer rein in die gute Stube.
20 Minuten einkochen, dann ist der Mehlgeschmack weg. Immer wieder umrühren und aufpassen, dass nichts am Boden anbrennt
Jetzt kommen die Maronen dran. Habe ich vorher noch nie gehabt und ich war neugierig. Am Vorabend habe ich mit dem zweiten Korb schon eine Pizza mit Maronen gebacken.

Maronen klein schneiden
Zwiebel zerkleinern, Würfel wären gut
Eine Möhre in dünne Scheiben schneiden, oder hobeln
Butter in den Wok von diePfanne.com
Butter in der Pfanne erhitzen
Die Möhre und die Zwiebel anschwitzen
Reis kann man jetzt auch schon mal aufsetzen
Jetzt kocht  alles in dem Topf, in dem es kochen soll. vorne links die Béchamel, hinten die Möhren, vorne links der Reis (der noch nicht kocht)
Das Gemüse soll nicht zu dunkel sein, nur anschwitzen.
Als nächstes kommen die Maronen in den Wok, dafür kann man natürlich auch eine Pfanne, oder einen Topf verwenden, aber der Wok ist eben praktisch. Das weiß ich auch erst, seit ich einen habe. Vorher habe ich das nur mit asiatisch kochen verbunden. Das geht damit einfach gut von der Hand.
Maronen vom Wasser befreien, also beim Ausbraten reduzieren.
Das sind die Hähnchenkeulen aus der Brühe
Haut abziehen
Fleisch von den Knochen ziehen
Fleisch mit dem Messer zerkleinern
Ich benutze sonst kein Tiefkühlgemüse und ich habe mich bei meiner Frau extra rückversichert, ob das wirklich sein muss, wenn ich keine frischen Erbsen bekommen kann. Da hätte ich noch lieber Erbsenschoten aus Tansania verbastelt, aber nee es sollten Tiefkühlerbsen sein.
Die Erbsen schnell mit den anderen Zutaten durchwärmen
Dann kommt das Fleisch
Alles vermischen und den Herd maximal auf halber Kraft laufen lassen, weil das Fleisch weder zäh werden, noch ausfasern soll
Anschließend die Bechamel Soße heiß aus dem Topf zu den anderen Zutaten in den Wok gießen.
Umrühren und noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Serviert wird mit Reis.
Jeder könnte sich am Tisch selbst bedienen, oder man serviert direkt auf Tellern.
Noch ein bisschen Petersilie für die Frische darauf dekorieren.
Das Fleisch ist super zart, die Maronen geben einen schönen pilzigen Geschmack und sind sehr cremig, wenn man sonst nur Champignons gewohnt ist.
Mit Reis ist es ein klassisches Familienessen, das man auch gut auf Vorrat herstellen und am nächsten Tag erneut erwärmen kann.
Alle anwesenden Mitesser waren jedenfalls sehr zufrieden.  Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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