Gebratener Salat

Während der Coronakrise waren auf Radioeins, einem Berliner Sender, der nur für Erwachsene ist, wieder Robert Skupin und Volker Wiebrecht am Moderieren. Die hatten früher regelmäßig eine gemeinsame Sendung, aber nachdem Skupin Programmchef geworden ist, machen sie normal nur noch einmal im Jahr die Weihnachtssendung am Heiligabend. Nun haben sie durch die Coronazeit immer mittwochs, den ganzen Abend moderiert und dann kam, wie in der Weihnachtssendung auch irgendwann mal Koch Marco Müller zu Wort. Den haben sie in einem Nebensatz gefragt, was er denn gerne essen würde, wenn es nicht gerade in seinem drei Sterne Lokal ist. Die überraschende Antwort war, gebratenener Salat. Der hat gar nicht großartig erzählt wie er das macht, aber mir reichte das als Anregung meinen eigenen gebratenen Salat zu machen, so wie er mir schmeckt. Da er meiner Frau auch schmeckt, habe ich Hoffnung, dass Ihr damit auch etwas anfangen könnt.

Zutaten:

1 Kopf Eisbergsalat
1 Teelöffel Salz
1 Prise Pfeffer
3 Esslöffel Öl oder 25 Gramm Butter
Zitronensaft aus einer Zitrone
1 rote Zwiebel
1/2 Bund Petersilie

Eisbergsalat grob mit dem Messer zerkleinern, oder rupfen

Wer es vegan mag nimmt Öl, oder wer es noch leckerer haben möchte, nimmt Butter, die volle Pulle in der Pfanne erhitzt wird.

Salat in die Pfanne geben

Nun schnell eine rote Zwiebel häuten

Zwiebel zerkleinern

Zwiebel ebenfalls in die Pfanne legen

Wenn der Salat drei Minuten in der Pfanne ist, alles wenden.

Den Saft einer Zitrone darüber auspressen

1 Teelöffel Meersalz

1 Prise schwarzen Pfeffer nach Geschmack.

Alles verrühren

Nach insgesamt 6 Minuten in der Pfanne, seid Ihr am Ziel

Petersilie hacken

Die rührt Ihr auch noch unter den gebratenen Salat

Schon fertig

Das ist eine schöne Beilage, oder Vorspeise. Schmeckt super lecker. Dezente Säure, würzig salzig und pfeffrig, mit einem Rest Knackigkeit, aber doch total anders als gemischter Salat, wie man den landläufig kennt. Sehr geil!

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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12 Kommentare

  • Ursula

    Oh wie ungewöhnlich! Hört sich einfach und lecker an, ich glaub, heute wandert ein Salatkopf in den Einkaufswagen…:)

  • kochaddict

    interessant, dass zum Einen ein 3 Sterne Koch eine Sendung macht die sich da nennt “Einfach kochen” und zum anderen er so ein einfaches Gericht mag, wenn ich mir da so die Menues im Rutz ankucke, ist das ja nen ganz anderer Planet 🙂

  • Ellen

    Gab es gestern, noch etwas Balsamico dazu. War sehr lecker und wird es öfter geben

  • Peter Eitel

    Ooh ja, unbedingt.
    Bin zufällig eigentlich wegen was anderem eben bei der Google Bildanzeige drauf gestoßen, dass da was vom Glatzkoch drin ist und hab das dann natürlich gelesen.

    ( ich machs mittlerweile so, wenn ich noch ne Anregung suche:
    Zutaten eingeben, evtl die Garmethoden und dann sofort auf Bilder. >
    Wenn da dann was so richtig arschig lecker ausschaut, ists oft auch ne gute Site mit nem feinen Rezeptvorschlag. Da hab ich echt schon viel gelernt.)

    Und: Jawollja!! Gebratener Eisbergsalat ist echt ne Wucht,
    ich kann das so wegfressen, geht defig sogar mit Bandnudeln und Speck,
    oder am allerbesten natürlich in asiatisch kurzgebratenem mit Sojasauce im Wok.
    Knackiger wirds echt nimmer, wenn man schön rührt und den Garpunkt findet.
    Hab auch den Plan, das mal demnächst geviertelt mit Nüsschen und sowas im Backofen zu testen. Glaube, das könnt was geben…

    Ach und von wegen Eisbergsalat:
    Ich kenn da auch so selbsternannte Diplom-Oberschleckermäuler, die dazu sagen:
    “Oh Gottchen; nöö echt jetzt?. Also wirklich das ist doch vulgär; bei dem Preis und dann noch in Plastik eingepackt. Das kann doch niemals mit frischem xyz mithalten…

    Naja, denk ich dann immer: ” Och Gottchen, dann mach doch du grad in deiner blöden Bulthaupt-Küche beim Glotzen in die Einbau-Dampfgareinheit den letzten
    Schnaufer. Mir doch egal. du wirst nie bei mir essen, und ich nie bei dir. ”
    Ist doch so.

    • eisbergsalat kann gebraten ne menge. ich mag das auch sehr. schöne küchen sind meistens mehr statussymbol als dass da jemand irgendwas schönes zubereitet.

  • Peter Eitel

    Naja, klar doch. Bei diesen Leuten wird die Küchenzeile zum Preis eines Neuwagens
    von der angestellten Haushaltshilfe bis zum letzten Blutstropfen gegen jegliche
    wertmindernden Verunreinigungen verteidigt.
    Also ich meine hiermit: richtig echtes kochen mit bissele Dreck und sowas unnötigem.
    Dafür hat man doch in unseren Kreisen den Cateringservice.
    Ach, hört doch uff..Nönö.

    • so weit würde ich nicht gehen. die kochen nur einfach nicht das, was man mit so einer küche machen könnten. ich möchte nicht den eindruck erwecken, dass ich das jemandem neiden würde. ich würde mir aber keinen geländewagen für die stadt und keinen porsche zum 100 km/h schnell fahren kaufen.

  • Peter Eitel

    Naja, sag bitte nicht, dass du nicht auch mal gerne weit gehst in deinen Ansagen…
    Und Neid ist eh überhaupt keine relevante Kategorie.

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