Sushi vegan – mit ohne Fisch

Ich hätte weit von mir gewiesen, dass ich jemals Sushi machen würde, weil ich keinen Fisch esse. Meine Kinder wollten aber gerne veganes Sushi probieren, damit war ich dann auch wieder im Rennen. Immer wenn irgendwas neu ist, fällt mir der Einstieg nicht leicht, aber ich kann das schon vorweg nehmen, dass es wirklich gut von der Hand geht. Nachdem ich das jetzt gemacht habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass 85 % aller Menschen die sich irgendwo über Sushi verbreiten, noch nie selbst welches gemacht haben und sich stattdessen, irgendwo diese überall ausliegenden Fertigboxen kaufen, oder für viel Geld vom Lieferdienst beliefern lassen. Sushi ist ja echt kein billiger Spaß. Das kann man sich echt sparen, weil es nicht schwierig ist und besser als frisch gemacht, gibt es sowieso nicht.

Zutaten:

300 Gramm Sushireis
1 Teelöffel Salz zum Kochen
8 Noriblätter
50 Milliliter Reisessig
1,5 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Meersalz
1 große Möhre
1/2 Salatgurke
1 Avocado
1 Zitrone (Saft)
3 Lauchzwiebeln

Möchtegernwasabi:

1 Avocado
Zitronensaft vom obigen Marinieren
5 cm Meerrettich
Salz

Süß-scharfe Soße (anklicken)

Sojasoße

Sushireis abwiegen. Das ist ein Klebereis

Doppelte Menge Wasser

Einmal kurz aufkochen und dann köcheln lassen. Hat bei mir 20 Minuten gedauert, bis der Reis gar war. Imm mal auf die Feuchtigkeit achten, notfalls noch nachwässern.

Das sind Noriblätter. Gerösteter Seetang. Ich war extra noch beim Vietnamesen und habe die gekauft. Habe ich auch noch nie gehabt und war gespannt. Die fühlen sich gut an, lassen sich leicht aufrollen.

Brauche ich jetzt noch nicht, aber ich wollte mir das schon mal anschauen

50 Milliliter Reisessig abmessen

Reisessig in eine Schale füllen

1,5 Esslöffel Zucker

1 Teelöffel Salz

Zutaten verrühren und Salz und Zucker auflösen

Läuft

Den fertigen Reis in eine Schüssel umfüllen

Die Essigmischung zum Reis gießen

Essig mit dem Reis vermischen. Ich hatte null Idee, wie das zusammen schmeckt, aber der erste Geschmackstest stimmt mich zuversichtlich.

Den Reis abkühlen lassen

Möhre schälen

Möhre in dicke Streifen schneiden

Die Möhren können wir erstmal zur Seite stellen.

Die Möhren dienen später unter anderem als Füllung für die Rollen

Die Avocados halbieren, Kerne raus. Eine geht als Füllung drauf, die andere wird ein Dipp. Das machen wir aber trotzdem in einem Arbeitsgang.

Mit einem Esslöffel werden die Avocados ausgehöhlt. Ich habe übrigens vorgereifte Hass Avocados verwendet. Die sind direkt fertig zum Konsum

Mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden

Damit die Avocados nicht braun werden mit Zitronensaft mariniert.

Der Saft einer Zitrone.

1/2 Salatgurke zerkleinern

Ebenfalls lange Streifen schneiden

Lauchzwiebeln abziehen

Lauchzwiebeln hacken

Dann haben wir die Zutaten für eine einfache Füllung schon zusammen

Der Reis ist auch abgekühlt, dann legen wir mit dem Füllen los.

Zwei Noriblätter auf eine Sushimatte legen

Noriblätter mit dem Reis bestreichen

Circa 5 mm dick ausstreichen

Im unteren Drittel werden die Sushirollen mit Gemüse belegt.

Möhre

Gurke und Avocado

Ein bisschen Lauchzwiebeln

Nun geht es ans Rollen.

Von hinten anheben und die Rollen schließen.

Das ergibt sich von ganz alleine und fällt nicht einmal mir schwer, wo ich doch zu zwei linken Daumen neige.

Zwischenlagern

Nächste Runde.

Ich habe das von meiner Tochter fotografieren lassen, damit man es besser sehen kann.

Schon geschlossen.

Auf die Naht legen und alles ist chic.

Auch die Rolle wird auf dem Brett gelagert.

Dafür dass ich keine Ahnung habe, sieht das echt gut aus.

Noch zwei, dann sind die 300 Gramm Reis (Rohgewicht vor dem Kochen) verbraucht.

Die Rollen stelle ich kalt, damit sich alles miteinander verbinden kann. Ich habe eine Stunde Zeit gehabt. Eine Stunde, oder über nacht ruhen lassen, ist auch o.k.

Wasabi habe ich keinen, aber bastele mir schnell einen Dipp.

Fünf cm Meerrettich schneiden

Meerrettich kommt in meine Gewürzmühle

Klein Schreddern

Schriiiiiiiiiiing

Darauf kommt die übrige Avocado, die mit Zitronensaft mariniert wurde.

Erneut schreddern

Schon erledigt

Umfüllen und malerisch mit Petersilie verzieren

Das ist unser erster Dipp

Sojasoße

Meine Sweet Chilisoße

Leckere Soßen zum veganen Sushi

Sushi in zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden

Das Messer sollte scharf sein, damit man weder drücken und zu sehr reißen muss.

Auch das klappt gut

Nun dekorieren

Die Rollen auf einem großen Teller servieren. Da kann sich jeder bedienen

Nun geht es an den Tisch.

Sushi und die Soßen auf den Teller geben. Wir essen nicht mit Stäbchen, sondern mit Messer und Gabel.

Das habe ich vorher noch nie probiert, weil ich es noch nie vegan auf dem Teller hatte. Ich bin schwer begeistert. Der Reis ist total lecker mit dem Essig, Die Füllung ist toll, die Soßen der Hammer. Einzige Hürde sind die Noriblätter. Meine Kinder mögen sie nicht und werden wohl noch ein paar Versuche brauchen. Mir war das klar, dass sie geschmacklich schwer werden und daran gemessen, finde ich sie wirklich gut.

Die schmecken ohne Soße und Füllung ein bisschen so, wie man sich das Kleintierheu von Vitakraft für Hasen und Meerschweine im Mund vorstellt, aber unterm Strich viel besser, als wenn sie nach Fisch schmecken, oder duften würden. Bei mir haben sie jedenfalls gewonnen und ich finde es großartig, dass es vegan ist.

Mein Tipp für alle, die bis jetzt nur konsumiert haben, das stattdessen selbst her zu stellen. Für alle, die wie ich Fisch total ablehnen, sind die Rollen total super. Meine Frau hat auch probiert, die isst die Dinger auch mit Fisch und meinte, der Geschmack wäre authentisch, so wie sie die schon immer kennt. Bei mir war es ja, als wenn ein Tauber ein Lied singt, dass er vorher nicht kannte. Klappt aber scheinbar und das gefällt mir.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

13 Kommentare

  • Es gibt ja auch Sushi ohne Alge. Nur mal so als Idee (selbst nie probiert): Statt den Algenblättern Frischhaltefolie auf die Wickelmatte, den Rest wie gesehen. Nur beim Wickeln aufpassen, dass die Folie nicht in die Rolle kommt. Dann schön zusammenzerren (vielleicht die Folie breiter als die Wickelmatte und am Ende alles wie einen Bonbon zusammendrehen. Dann ziehen lassen und vorsichtig auswickeln vor dem Essen.

    • ja, habe ich auch schon gesehen und als option in betracht gezogen, nachdem ich es jetzt einmal so gemacht habe. beim nächsten mal. ich habe aber gar keine frischhaltefolie im haus. muss ich mir erstmal kaufen

      • Anna

        Das geht auch ohne Frischhaltefolie. Die Sushimatte mit Bienenwachstuch/Gefrierbeutel(kann danach abgewischt und wieder verwendet werden) oder verschleichbarem belegen. Dann wie oben beschrieben rollen und vor dem rausnehmen Sesam von allen Seiten auf die Rolle daraufstreuen. Anschließend wie die Variante mit Nori-Blättern weiterverarbeiten.

  • Bremse

    Wow Papa ich bin begeistert, die Algen waren tatsächlich nicht so lecker
    Liebe Grüße Emma

  • kochaddict

    bei Sushi muss ich passen :O not my thing at all

  • Aus gegebenem, aktuellen Anlass muss ich mal auf die käuflich erwerbbaren Sushi zurückkommen, diese Reisröllchen, die den Namen zwar nicht verdienen, die man ohne einen Vergleich mit dem “richtigen” Sushi auch halbwegs mit Genuss verspeisen kann. Warum einige Anbieter ein deutliches Gewese – wie auf Eis lagern usw. – darum machen, verstehe ich allerdings nicht. Da ist nichts wirklich leicht verderbliches drin. Räucherlachs oder gekochter Shrimp sind quasi steril.
    Wenn ich solche Plastepackung mit nach Hause nehme, kommen mir nur immer die Fragen nach der weiteren Zubereitung. Auf der Packung steht ja nix: Muss man das in die Mikrowelle legen oder ins Wasserbad; und wie lange? Bei dem Plaste drumrum verbietet sich ja ein Ofen …

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