Rotkraut wie auf dem Balkan

So mag ich Salat. Knackig, frisch, spritzig gewürzt. Eigentlich brauche ich dazu auch nur ein frisches Weißbrot, dann bin ich zufrieden. Hier gab es aber einen richtigen Balkanteller mit verschiedenen Fleischsorten, für Grill oder Pfanne. Der Salat existiert für mich aber gleichberechtigt daneben und ist nicht nur lästiges Anhängsel, weil man ja Gemüse essen soll. Sowas erkennt man immer an der Verwendung von Tiefkühlgemüse, dass jemand eigentlich keine Lust auf Gemüse hat und einer imaginären Pflicht nachgehen möchte. Das muss man nicht schneiden, gewürzt wird es so langweilig, wie es auf dem Teller Platz wegnimmt und das Elend wird dann meistens auch noch unter schlechten Fertigsoßen von hollandaise, bis Mehlwichse begraben. PÄH, PÄH, PÄH, wenn ich das mal anmerken darf. Hier ist der Ausgangspunkt Spitzpaprika wie auf dem Balkan gewesen und damit die sich nicht so alleine fühlen, habe ich Weißkraut wie auf dem Balkan gemacht und es kommt auch noch ein Gurkensalat in dem Style. Alles Dinge, die andere mit schön totgekloppten Vitaminen aus dem Glas kaufen. Päh, falls ich vergessen haben sollte, das erwähnen.

Zutaten:

300 Gramm Rotkraut
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
50 Milliliter Rapsöl
50 Milliliter Rotweinessig
Dill gehackt

Rotkraut hobeln, oder schneiden

Salz und Pfeffer

Salat mit der Hand, oder den Händen, je nach Menge verkneten. Wenn die Kanten brechen tritt Wasser aus dem Rotkohl aus und man bräuchte eigentlich gar keine Flüssigkeit mehr hinzu geben, wenn man nicht den Geschmack beeinflussen wollte.

Dill hacken

Dill in die Schüssel geben

50 Milliliter Rapsöl

50 Milliliter Rotweinessig

Alles vermischen

Traumhaft gut, wie nur ganz frisch zubereiteter Salat schmeckt. Kann man auch ein paar Tage gekühlt lagern und der ist dann immer noch besser als jeder gekaufte. Eine schöne Vorspeise, oder eine tolle Beilage zum Grillen, oder zu Balkanküche, oder zu Nudeln, oder Pizza, oder Kartoffelgerichten. You name it!

Ich wünsche viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • Simone Binder

    Wie lange knetest du die 300g Rot-und Weisskrauthobel im Schnitt?

    Ich bin immer wieder begeistert von deinen tollen Rezepten.

    • das kann man gar nicht so genau sagen, weil ich nicht weiß wie hart du knetest und dann kommt es auf die salzmenge und den wassergehalt des kohls an.
      ich stehe nicht mit der stoppuhr daneben, aber würde auf 2 bis 3 minuten tippen, bis man das austretende wasser an den händen spürt

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