Hongshaosuji – vegetarisches Huhn

Aus der Rubrik Gerichte mit ausgefallenen Namen, habe ich hier Tofu als Huhn verkleidet. Ich habe mit Tofu überhaupt keine Not und ich mag den sowieso. Mich erinnert Tofu an Eierstich und ich erwarte von dem nicht, dass er so tut, als wenn er aus Fleisch wäre. Für viele Vegetarier geht es aber oft darum, irgendwie Fleischgefühl auf den Teller zu bekommen, ohne Fleisch essen zu müssen. Ich kann selbst jeden Tag Fleisch essen, wenn ich das möchte, also geht es mir in solchen Momenten nur darum, möglichst lecker zu essen und neue Eindrücke zu sammeln. Unter diesem Gesichtspunkt ist das eine ganz tolle Komponente. Gelogen ist es obendrei auch noch, weil das sogar vegan und nicht nur vegetarisch ist. Das Rezept habe ich aus der Zeitschrift Effilee und geschrieben hat es Stevan Paul, einer meiner Lieblingsköche, weil ich bei dem immer etwas lernen kann, sei es bei der Zubereitung, Länderküche, oder Würzung.

Zutaten für 4 Personen:

400 Gramm Tofu
500 Milliliter Rapsöl
20 Milliliter helle Sojasoße
20 Milliliter süße Sojasoße
1-2 Lauchzwiebeln
1 Teelöffel Zucker
50 Milliliter Wasser
Prise Salz
Prise Pfeffer

Tofu in 5 mm dicke Scheiben schneiden

Das Messer sollte scharf und glatt sein, damit der Tofu beim Schneiden nicht ausreißt.

Rapsöl daumenhoch in eine Pfanne, oder Wok geben. Ich nehme meine 32 CM Pfanne von Carote. Die ist dafür echt perfekt. Viel Auflage wie in einer Pfanne und durch den hohen Rand und den Deckel, kann man darin super frittieren.

Pfannenwender in die Pfanne stellen, bis Blasen daran aufsteigen

Dann passt die Temperatur

Tofu drei bis vier Minuten pro Seite ausbacken und dann wenden.

Nach dem Wenden erneut drei bis vier Minuten ausbacken

Der Tofu reduziert dabei und bekommt eine leicht krosse Oberfläche

So sieht der Tofu aus, wenn er aus der Pfanne kommt

Das Öl aus dem Wok, bis auf einen kleinen Rest, den wir gleich noch zur weiteren Verarbeitung brauchen, aus dem Wok gießen

Das Öl war vorher neu, es sind keine Rückstände von irgendwas im Öl, deswegen gieße ich es zurück in die Ölflasche. Salat würde ich damit nicht mehr machen, aber für heiße Öleinsätze wie Schnitzel braten, etc. würde ich das Öl natürlich erneut benutzen.

Für die weitere Verarbeitung brauchen wir 20 Milliliter helle Sojasoße (die natürlich überhaupt nicht hell ist), warum die so heißt, wissen wohl nur die Namensgeber. Das ist die dünnflüssige, eher salzige Sojasoße.

Und 20 Milliliter süße Sojasoße. Die ist immerhin wirklich süß und ziemlich zäh und klebrig. Die gibt aber einen guten Geschmack und eine schöne Konsistenz. Die sollte man, wie die andere Sojasoße auch, als Grundausstattung in der Küche stehen haben.

Ob Ihr 40 oder 50 Milliliter verwendet ist nicht kriegsentscheidend.

Lauchzwiebeln abziehen

Lauchzwiebeln zerkleinern.

Erstmal zur Seite stellen.

Das restliche Öl im Wok erhitzen

Tofu wieder ins Öl legen

Die beiden Sojasoßen in den Wok gießen

50 Milliliter Wasser ebenfalls in die Pfanne geben und einen Teelöffel Zucker.

Alles vermischen

Bei geringer Hitze, die Flüssigkeit mit dem Tofu verbinden lassen.

Nach 5 Minuten Deckel runter und noch 5 Minuten die Flüssigkeit reduzieren, damit sie sich schön um den Tofu legt.

Dann Tofu und Restflüssigkeit aus der Pfanne holen

In einer Schüssel vor dem Servieren zwischenlagern, eine Prise Salz und eine Prise Pfeffer dazu geben.

Servieren könnt Ihr nach Wunsch auf Gemüse, oder mit Reis, oder mit beiden Komponenten. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man könnte auch vegetarische, oder vegane Burger damit bespielen. Geschmacklich ist es wirklich großartig. Auf Huhn wäre ich bei der Konsistenz nicht gekommen, sondern wäre eher bei Leberkäsekonsistenz gelandet. Das ist für mich aber irrelevant für mich, weil bei mir das Stück Soja, nach einem leckeren Stück Soja schmecken darf und nicht wie ein Huhn tun muss.

Das Rezept zeige ich noch, denn das ist so geil, dass man es separat braucht. Ein bissfestes Gemüsenest mit reichlich Butter. Das schmeckt zu allem, aber dazu später. In Kombination mit dem japanischen Plastikhuhn aus Tofu ist es der Knaller, wenn man es asiatisch ausbaut, mit Sojasoße, vielleicht Sternanis, gerne scharf. Ich liebe es jedenfalls.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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