Rotkohl mit Portwein und Backpflaumen

Ich lege großen Wert darauf, dass Rotkohl frisch gemacht wird, also nicht aus einer Konserve kommt und ich mag den immer wieder gerne anders, versuche also Wiederholungen zu vermeiden. Dieser Rotkohl hat als Besonderheit Backpflaumen für die Süße und Portwein für ein leckeres Aroma, plus ein paar Gewürze die immer dabei sein sollten. Vielleicht ist das ja auch ein passender Rotkohl für Euer Weihnachtsessen?

Zutaten:

1,3 Kilo Rotkraut
2 Zwiebeln insgesamt 500 Gramm
250 Gramm Backpflaumen
200 Milliliter Portwein
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
8 Nelken
3 Lorbeerblätter
7 Piment
8 Wacholderbeeren
2 Esslöffel Zucker
1 Prise Zimt
50 Milliliter roter Balsamicoessig
60 Milliliter Rapsöl, oder Schmalz
500 Milliliter Wasser

Kohlstrunk ausschneiden

Kohl halbieren, erst in Streifen schneiden

Streifen anschließend würfeln

Einen großen Top nehmen. Der Rotkohl verliert zwar jede Menge Volumen beim Garen, aber am Anfang braucht er halt Platz

Rapsöl im Topf erhitzen. Schmalz ist auch o.k, aber brauche ich nicht unbedingt.

Rotkraut in den Topf geben und anschwitzen

Zwiebeln häuten und zerkleinern

Zwiebeln ebenfalls zum Rotkohl in den Topf geben

250 Gramm Backpflaumen

Backpflaumen hacken

Backpflaumen kommen ebenfalls in den Topf

Jetzt kommen die Gewürze. 8 Wacholderbeeren.

7 Piment, 3 Lorbeerblätter

8 Nelken

Ich packe die ganzen Gewürze in ein Teeei. Dann kommt der Geschmack ins Rotkraut, aber keiner beißt hinterher drauf. Mir ist das egal, aber wieso sollte man es nicht mal ein bisschen schöner machen?

1 Teelöffel Salz

1/2 Teelöffel Chiliflocken

Portwein

200 Milliliter

Portwein in den Topf gießen

500 Milliliter Wasser

Das Wasser köchelt über die Zeit wieder raus.

Das Gewürzei

1 Prise Zimt

50 Milliliter roter Balsamico.

2 Esslöffel Zucker, als Gegenpart zum Essig

Deckel auf den Topf legen und den Herd auf kleinste Flamme einstellen.

Es reicht einmal pro Stunde zu rühren

Nach zwei Stunden den Deckel abnehmen und dann köchelt die Flüssigkeit raus.

Nach vier Stunden ist der Rotkohl gut eingekocht. Man kann den Rotkohl jetzt essen, aber noch besser wird der Rotkohl, wenn man ihn jetzt noch einmal im Topf übernachten lassen würde. Dann ist er richtig durchgezogen.

Geschmacklich ist der Rotkohl großartig. Vergesst solche Geschichten die man immer wieder liest oder hört, von Leuten die behaupten sie hätten Dosen, oder Tütenrotkohl “gepimpt”, verbunden mit dünnem Gequatsche der üblichen Faulpelze, dass es “so gute Fertigprodukte zu kaufen gibt, da lohnt sich selbst zu machen nicht”. Das sagen nur die Trottel, die nie irgendwas selbst machen, sprich da reden Blinde über die Farbe. Wer so einen selbst gemachten Rotkohl isst, weiß dass es ahnungsloses und substanzloses Gelaber ist.

Sehr schönes Mundgefühl, nicht so platt süß wie aus der Konserve, schöne Würzung, leichte Säure, merkliches Salz, pikante Note und der Portwein kommt am Ende noch sanft über den Gaumen. Ich muss meine Kinder jedes Jahr wieder davon überzeugen, dass Rotkohl schmeckt. Ich habe sie probieren lassen und danach musste ich den Topf fast mit Waffengewalt verteidigen.

Etwas Besseres kann ich Euch über ein Rezept von mir sagen

Dazu gab es Schweinesteak aus der Normandie und karamellisierte Kartoffeln

Das Rezept zeige ich Euch auch noch. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

10 Kommentare

  • Dirk H

    “Früher” war mir das Rotkraut zum Selbermachen viel zu aufwendig, weil das Kraut jaaaaa soooo feeeeiiiiinnn gehobelt werden MUSS. Seitdem ich deine hemdsärmlige “Hobeltechnik” übernehmen durfte, mache ich meine Konserven selber. Muss dich schon wieder nachkochen ^^.

  • Ute Franz

    Danke für das leckere Rezept. Hallo Jörg, habe bei Kaufland Sarma Kohl bekommen. Das ist ein im Ganzen fermentierter Kohlkopf, ist echt lecker. Das ist vielleicht was für Dich, aus unserer Küche nicht mehr weg zu denken. Die Mutter einer Reiterin bei uns gab die Idee aus, daraus eine “gesprente” Kohlroulade zu machen. war so was von Lecker mit Kartoffelbrei.

    • ich kenne sarma. habe die köpfe aus rumänien mitgebracht, aber damals nix damit gemacht, bis es schlecht geworden ist. habe auch noch mal beim Russenmarkt so einen fermentierten weißkohl mitgebracht. mag außer mir niemand hier, erst recht nicht mit hackfleisch.

  • kochaddict

    Bin heut bei dem Mistwetter mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück und beim Einkaufen hatte ich so richtig Lust auf was Herzhaftes wie Rotkohl 🙂 Dachte dann, och der fertige im Glas is ja gar nich so schlecht, aber dann erinnerte ich mich an dein Post und hab ihn selbst gemacht, ok eher klassisch mit Rotweinessig, Apfel und Zwiebel, dazu Kartoffeln und Rostbratwurst, genau richtig bei diesem Wetter.
    Von daher danke für den virtuellen Hinterntritt 😀

    • haha, ich finde nicht, dass das eine große anstrengung ist. dafür wirst du das auch öfter als einmal benutzen können. alles richtig gemacht.
      vielen dank für den fruchtbaren austausch über so lange zeit.

  • Anne

    Sorry, aber den werde ich nicht nachkochen : ) Dein Rotkohl nach Stevan Paul ist nicht mehr zu toppen , den gibt es bei uns in größeren Mengen dieses Weihnachten.

  • Jörg

    So den gibts bei uns am 27. da sind alle zusammen! Oder darf man das heute nicht mehr sagen. 😉

    • hallo jörg, kommt drauf an, wie viele leute “alle zusammen sind”. Eigentlich sind es immer noch ne menge, wenn die kinder unter 14 nicht gezählt werden. da sind 10 leute auch schnell mal 30 köpfe
      ich habe heute auch schon wieder einen neuen rotkohl mit neuem rezept gekocht. der ist auch voll lecker. kommt demnächst im blog

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