Eisteekonzentrat selbst gemacht

Das ist gerade mein ganz besonderer Favorit, als sommerliche Erfrischung. Ich mag Eistee, aber ich mag weder Lipton (Unilever) noch Nestea (Nestlé), weil das generell Schweinepelze sind, oder/und mit Palmöl rumgesaut wird, wo es nur geht. Die können sich deswegen auf meiner Einkaufsliste gepflegt selbst ficken, wenn ich es irgendwie umgehen kann. Ich koche schwarzen Tee ein, verwende Zitronensaft und weil ich auf diese Zuckerbomben keine Lust habe, nehme ich entweder Erythrit, oder Birkenzucker zum Süßen. Beides zu totalen Puffpreisen zu kaufen und beim Birkenzucker fühle ich mich auch ein bisschen gefoppt, weil der immer noch genug Kalorien hat, im Gegenzug zum Erythrit, aber auf die Menge gesehen hält sich das im Rahmen. Natürlich geht auch anderer Süßstoff, aber die haben oft so einen künstlichen Geschmack, deswegen habe ich mich von denen ferngehalten. Für mich gibt es bei der Hitze jedenfalls keinen schöneren Drink

Zutaten:

30 Gramm schwarzer Tee lose
100 Milliliter Zitronensaft (2 Zitronen ausgepresst
6 Esslöffel Erythrit, oder Birkenzucker
6 Liter Wasser

Aufgießen mit Wasser, oder Mineralwasser (mein Favorit)

Das ist die untere Hälfte eines Gewürzeis

25 bis 30 Gramm Teeblätter

Teeei verschließen

6 Liter Wasser erhitzen

Das ist Birkenzucker. Hätte ich mal beim Kaufen sehen sollen, dass der immer noch 60 % der Kalorien von Zucker hat.

Wasser kocht

Tee in das kochende Wasser geben und 10 Minuten ziehen lassen.

Da kann man zusehen, wie das Wasser immer dunkler wird.

Zwei Zitronen auspressen

Zitronensaft zum Tee geben

Teesieb aus dem Topf holen und den Tee wieder kochen lassen.

Die Flüssigkeit soll bis auf einen Liter eingekocht werden. Das dauert bestimmt eine Stunde, aber vielleicht ist Euer Herd schneller als meiner?

Da hat man erstmal flott zu tun

Birkenzucker abwiegen, abmessen, ablöffeln. Den stellen wir erstmal zur Seite.

Prüfen, dass man die Menge auf einen Liter reduziert hat

Dann Birkenzucker, oder Erythrit in die Reduktion gießen. Wer sowieso keine Gewichtsprobleme hat, kann auch Zucker nehmen. Müsst Ihr wissen. Ich bin eher das Modell Zuckeraustauschstoff.

Aufkochen lassen

Zwei in kochendem Wasser sterilisierte Flaschen bereitstellen.

Teereduktion mit einem Litermaß durch einen Trichter in die Flaschen gießen

Die mit kochendem Tee gefüllten Flaschen schnell mit Deckeln verschließen, damit sie ein Vakuum ziehen.

Entweder erst Teereduktion oder zuerst Wasser, bzw. Mineralwasser in ein Glas einfüllen. Ich nehme lieber zuerst Wasser und beurteile dann über die Farbe des Getränks, ob die Mischung stimmt. Hier hatte ich noch einen Rest im Litermaß, der nicht mehr in die beiden Flaschen passte, also habe ich mit der Reduktion angefangen. Man kann 1 zu 6 mischen, um so viel haben wir die Menge reduziert, oder eben noch weniger und es schmeckt trotzdem richtig intensiv.

Mineralwasser mit Eisteereduktion

Gerne noch Eiswürfel dazu geben.

Sehr geil, schmeckt leicht herb und säuerlich, wenn man nicht zu viel Süßungsmittel benutzt und man hat immer ein limonadenartiges Getränk griffbereit, wenn man so wie wir einen Sodastream besitzt und damit Wasser sprudelt.

Ein ganz tolles sommerliches Getränk. Die Basis bewahrt man nach dem Öffnen im Kühlschrank auf, ansonsten hält die ungeöffnete Flasche ewig im Regal. Das trinkt sich aber schnell aus und vor allem trinkt man davon auch mehr, als wenn man nur blankes Wasser zu trinken hat.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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10 Kommentare

  • Hoffen wir mal, dass dein Xylit-Dealer als Quelle wirklich Birkenholz genommen hat. Xylit gibts mittlerweile auch in Massen aus der Chemiebude. Vielelicht steht die ja in Finnland … 😉

  • Michl

    Ich spar mir die Energie zum Verdampfen von 5 Litern Wasser und mach das Teekonzentrat direkt mit der Endmenge, so wie die Türken und Russen für dem Samowar. Geht sogar als Cold Brew Konzentrat wie beim Kaffee.

    Traubenzucker ist reine Glucose und macht nicht ganz so fett wie Haushaltszucker, Agaven usw mit 50% Fructose

    • wie geht das? einfach überdosieren?

      • Michl

        Jo, genau.
        2 gehäufte Esslöffel Teeblätter kurz mit kaltem Wasser den Staub abspüleen (oder 6-8 Teebeutel, brrr) und 6-10 min in 1 Liter Heisswasser ziehen lassen. Zucker u Zitrone rein, nach Abkühlen umfüllen. Oder als Cold Brew mit kaltem Wasser über Nacht.

        Die Perser mischen den Aufguss gern mit Minzblättern (sogar bis 1:1), dann ohne Zitrone; auch recht erfrischend bei der Hitze und macht auch weniger hippelig u schwitzig.

  • Michl

    interessant.
    wahrscheinlich entsteht beim langen einkochen mit säure aus dem zucker hydroxymethylfurfural als aroma. nicht weiter schlimm, angeblich.

    • die farbe wird auch viel dunkler. ich habe die flaschen nebeneinander gestellt und auch gegeneinander probiert. das ist wie der unterschied zwischen über stunden schmoren, oder schnellkochtopf.

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