Spätzle einfach

Ich habe einen Tafelspitz gekocht und brauchte noch eine Sättigungsbeilage. Meine Frau kommt aus Franken, die erwartet dann Bandnudeln, aber das war mir zu stressig und deswegen habe ich stattdessen Spätzle gemacht. Nicht so opulent wie es vielleicht ein Schwabe machen würde, die angeblich 2 Eier auf 100 Gramm Mehl nehmen und noch eins für den Gast und eines im Sinn und so krause Regeln, mit denen man immer konfrontiert wird, wenn man als Nichtschwabe mal Spätzle zeigt. Auch wenn Schwaben darüber wie immer nichts Nettes sagen werden, so sind das sehr leckere Spätzle für jeden Tag, mit einem normalen Materialaufwand, ohne zu prassen

Zutaten:

600 Gramm Weizenmehl
9 Eier
200 Milliliter Wasser
80 MIlliliter Rapsöl
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Salz für das Kochwasser

Röstzwiebeln (anklicken)
Grünkraut wie Petersilie

Mehl abwiegen

Neun Eier aufschlagen

200 Milliliter Wasser (Sünde in Schwaben)

Rapsöl

Salz

Teig mit der Maschine und einem Besenaufsatz so lange rühren, bis der Teig Blasen schlägt.

Ich habe wie immer extra 10 Minuten Rührzeit benötigt

Das ist der fertige Teig. Den soll man 15 Minuten stehenlassen, damit sich die Zutaten gut miteinander vermischen können

Salzwasser im Topf zum Kochen bringen. Nicht zu salzig machen, sonst schmecken die Spätzle auch zu salzig

Wenn das Wasser kocht, den Spätzleteig in die Presse geben und durchpressen.

Das Wasser mit einem Kochlöffel durchrühren, damit der Teig sich sicher trennt und dann warten, bis die Spätzle an die Wasseroberfläche aufsteigen.

Wenn die Spätzle aufsteigen sind sie gar

Mit einem Schaumlöffel abschöpfen

In ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken, damit die Spätzle nicht verkleben

Ich habe den Spätzleteig in vier Durchgängen in den Topf gegeben, das geht ganz schnell.

Vor dem Servieren Öl, oder Butter in die Pfanne geben und die Spätze aufbraten, damit sie ein paar Röstaromen bekommen. –

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Regelmäßig alle drei Minuten wenden und bis zur gewünschten Bräune anbraten

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Röstzwiebeln habe ich aus roten Zwiebeln gemacht

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Jetzt wird serviert

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Aus einem Teil der Tafelspitzbrühe habe ich eine braune Soße gebunden, das zeige ich Euch auch noch.

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Das habe ich vor allem für die Leute am Tisch gemacht, die vielleicht kein Fleisch essen wollen, aber keine Sorge mit brauner Soße haben. Sagt jetzt nichts, ich bin froh wenn das gegessen wird und weise nicht auf Logikfehler hin.

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Röstzwiebeln

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Grünkraut für die Frische

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Sehr rund und lecker. Dazu gibt es noch einen sahnigen Gurkensalat.

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Und wer mag, bekommt natürlich auch Tafelspitz

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Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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4 Kommentare

  • Sonja

    Ich würde nie was böses sagen wenn jemand viele Eier in seinen Spätzleteig gibt, das spielt doch überhaupt keine Rolle, die Hauptsache ist doch SELBSTGEMACHT, oder 🙂 ?
    Liebe Grüße von einer aus dem Schwabenland
    Sonja

    • das ist so ein normalo rezept für jeden tag. ich habe mich aber auch schon über alles bei spätzle unterhalten. die presse, die eier, das mehl und und und. ich sehe das so wie du, andere machen lieber einen fetisch davon.

  • Edith

    Ich finde das Rezept auch in Ordnung ,
    habe als badisch / schwäbische Familienköchin nie nach Rezept Spätzleteig gemacht , sondern immer nur nach “Farbe” – viel Eigelb macht schön gelb ( es soll Köche geben welche Curcuma deswegen dazugeben ) und Konsistenz – beim Schlagen müssen sich schöne Blasen bilden .
    Ich schwöre auf Sprudelwasser, und , geriebene Muskat kann auch was .
    Übrigens , mein Sohn schlägt den Teig in einer großen Schüssel mit der Hand , das sind die besten Spätzle .
    Wir lieben Kässpatzen ! Und wir machen immer viel mehr als gerade benötigt , gebraten am nächsten Tag muß sein .
    Und einfrieren geht auch wunderbar : Noch leicht warme Spätzle , bevor sie zusammenkleben , mit Butter oder Öl , mit Gefühl in der Hand , einarbeiten . In Beutel einfrieren , schmecken dann wie frisch .

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