Nudelsalat – alles frisch

Den Nudelsalat muss ich Euch unbedingt zeigen. Ich bin ja so überhaupt kein Fan davon, weil meistens einer nen Eimer Fleischsalat reinkippt und dann schmeckt alles nur nach dem Konservierungsstoff. Ich gehe einen anderen Weg und nehme nur frisches Zeug, selbst gemachte Mayonnaise und Nudeln vom Vortag, denn die bilden resistente Stärke und die kann man ebenfalls essen, wenn man auf seinen Blutzucker achten muss. Nach 12 Stunden bilden die Nudeln resistente Stärke und diese wird dann nicht mehr in Zucker verwandelt, sondern im Darm verstoffwechselt. Ein Nudelsalat mit Bildungsauftrag und ein Mutmacher, dass das Leben nicht vorbei ist, wenn man ein paar Ernährungseinschränkungen auferlegt bekommen hat. Wer damit nichts zu schaffen hat, kann auch frisch gekochte Nudeln verwenden. Ein frischer Salat schadet ja nur dem, der einen aus der Kühlung kauft und deswegen keinen abbekommt.

Zutaten:

500 Gramm Nudeln
250 Gramm Mayonnaise selbst gemacht (anklicken)
250 Gramm Joghurt
1 Paprikaschote
1 Roscoffzwiebel
4 Spiegeleier vom Vortag, oder gekochte Eier
1 Stange Porree
50 Milliliter Essig
150 Milliliter Wasser

Oben sind die Nudeln vom Vortag. Das sind Rigatoni, aber Ihr könnt jede andere Sorte nehmen.

Paprikaschote zerkleinern. Roscoffzwiebel häuten und zerkleinern

Das Spiegelei ist ebenfalls vom Vortag und das zerkleinern wir auch mit dem Messer in kleine Stücke

Paprika, Ei, Zwiebel zu den Nudeln geben

Porree abziehen

Porree zerkleinern und zu den anderen Zutaten in die Salatschüssel geben.

Jetzt machen wir schnell eine Mayonnaise

250 Milliliter Rapsöl, 1 Esslöffel Essig, 1 Esslöffel Zitronensaft

1 Teelöffel Salz

Schwarzer Pfeffer

2 Teelöffel Senfmehl (oder Senf)

1 ganzes Ei aufschlagen

Jetzt wird es einfach

ESGE Zauberstab, oder einen Pürierstab in den Mixbecher stellen

Auf Feuer drücken

Schriiiiiiiiiiing

Da kann man in Sekunden sehen, wie die Mayonnaise emulgiert und das ist wirklich total einfach

Schon fertig

Ich nehme 250 Gramm von der Mayonnaise und den gleichen Anteil Joghurt mit 3,8 %. Es ist reiner Zufall, dass der laktosefrei ist. Habe ich nur gekauft, weil er 50 Cent im MHD Verkauf gekostet hat.

Joghurt ist auch in der Schale.

Alles vermischen und schauen, wie sich das Dressing mit dem Salat verhält.

Mir fehlte noch Pfeffer

Noch ein Schuß Essig für die Tiefe, aber das kann bei Euch schon wieder ganz anders aussehen, weil Ihr es mit weniger Säure mögt.

Gehackte Petersilie

Das war mir noch zu trocken, deswegen noch ein wenig Wasser dazugießen.

Jetzt noch einmal alles vermischen und abschmecken. Dann kann serviert werden.

Ich bin ja nicht als Nudelsalatfanatiker verschrien, aber der ist richtig lecker. Schön knackig mit dem frischen Gemüse, geschmacklich ganz weit vorne mit der cremigen, selbst gemachten Mayonnaise, ohne den Nachgeschmack von Konservierungsmitteln und am Ende total rundes Aroma.

So stelle ich mir einen möglichst frischen Nudelsalat vor. Natürlich könnte man ebenfalls einen mit Fleischeinlage machen, aber das war hier nicht der Plan.

Dieser Nudelsalat ist prima zum Grillen, auf einem Büffet, für ein Picknick, als Snack, als Mittagessen bei der Arbeit, in und nach der Schule, oder auch zum Abendessen

Making Nudelsalat great again! Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

12 Kommentare

  • Esther

    Nicht wie der herkömmliche Nudelsalat wie aus den 90ern. Ich glaube, Sechser Salat wurde er genannt er tauchte auf jeder Fete auf.
    Mit dem knackigen Lauchringen stell ich mir das gut vor. Das Rezept habe ich auf dem Schirm.

  • ReinerF.

    Moin
    Der Schuß Wasser zum Schluß kann auch Milch sein? – Habe ja immer Rohmilch hier zur verfügung.

  • Miriam

    Der einzige Bereich, in dem „make it great again“ unbedingt sinnvoll und unterstützenswert ist. Da bin ich dabei!

  • Barbara

    Mayo, Joghurt, und nochmal Eier.
    Da klackern aber die Gallensteine.

  • Esther

    Letzten Samstag gab es diesen Salat bei uns. Zunächst war er mir zu laff und langweilig. Der Fairness halber muß hinzugefügt werden, dass ich muschelförmige Nudeln genommen hatte, und weil ich die angegebene Zwiebel nirgends fand, entschied ich mich für eine süße Zwiebel.

    Bei den Nudeln dachte mich, dass diese halbrunden Dinger mehr von der Sauce aufnehmen werden. Ich kochte sie ab und machte den Fehler, das Dressing nicht sofort hinzuzufügen. Am nächsten Tag pappte alles zusammen, es ergaben sich kleine rosenkohlartige Zusammenschlüsse, die akribisch getrennt werden mußten.

    Die Zwiebel banchierte ich, weil rohe Zwiebeln am nächsten Tag nicht besonders schmecken. Vielleicht lag es an den Änderungen, es war nicht meins.

    Aber nach 12 Stunden entfalte die Paprikaschote eine feine Süße, was hervorragend zu dem Pfeffer passte, der fruchtig-würzig daher kam. Seinen Namen weiß ich nicht mehr, er endete in der Mühle und macht dort anonym was er soll.

    Insgesamt war der Salat nach 24 Stunden schön durchgezogen. Nächsten schneide ich aber noch angebratene Merguez hinein. Generell, Nudeln mag ich lieber warm, ich denke, ich mache den Salat kein zweites Mal. Die 90er-Nudel-Salate bin ich auch über….Erbsen, Fleischwurst…..das war einfach eine trockene Grundlage für das Trinkgelage.

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