Pfannenkartoffeln Annabelle mit Butter

Immer wenn ich meine festkochenden Kartoffeln im Test gezeigt habe, rief jemand noch Annabelle rein. Angefangen habe ich mit der Allianskartoffel, dann hatte ich Bellana, schließlich Linda und dann fiel mir die Musica aus der Pfalz in die Hände. Nun gelang es mir einen Sack Annabelle beim Bananen Fred zu ergattern. Erster Aufruf waren 12 Euro für den 10 Kilo Sack, aber das ist immer nur ein relativer Preis, weil ich immer eine “halbe LKW Ladung” pro Woche für die Familie kaufe und der wird dann immer noch nach unten abgerundet. Die Annabelle teste ich jetzt gerade, wie sie in dem Vierkampf der Kartoffelsorten abgeschneidet. Normal mache ich vorher Pellkartoffeln daraus und lasse sie danach übernachten, damit sich resistente Stärke bildet, die den Blutzucker nicht hochtreibt, wie bei einer frischen Kartoffel. Hier war ich so spontan unterwegs, dass ich dazu keine Zeit hatte und deswegen habe ich am Ende nur probiert, um mir ein Urteil bilden zu können. Alle anderen acht Personen außer mir, die am Tisch saßen, haben mir die Pfanne aber bis zum letzten Kartoffelkrümel ausgeplündert.

Zutaten:

1,3 Kilo Annabelle Kartoffeln
80 Gramm Butter
1 Teelöffle grobes Salz
reichlich Pfeffer
Zitronensaft einer Zitrone
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Die Kartoffeln habe ich mit heißen Wasser gewaschen und abgebürstet

Kartoffeln in Würfel schneiden und in die Pfanne legen

Pfanne ungefähr bis zur halben Höhe der Kartoffeln mit Wasser befüllen.

Butter, da habe ich sonst immer Olivenöl, oder Rapsöl genommen, je nachdem wie mediterran die Kartoffeln am Ende sein sollten.

Den Saft einer Zitrone auspressen

Einen Teelöffel grobes Salz und ordentlich Pfeffer

Auf den Herd stellen und bei Vollgas aufkochen lassen.

In der Zwischenzeit bereite ich meine Schnitzel vom Hirschrücken zu. Meine Kartoffeln sind meine Uhr. Die brauchen gute 30 Minuten und bis die fertig sind, sollten die Schnitzel auch paniert und ausgebacken sein.

Wasser kocht und verkocht. Die Kartoffeln werden bei der Gelegenheit schon von innen gar und was noch wichtiger ist, bekommen richtig Geschmack.

Petersilie hacken, das vordere, oder hintere Ende ist egal. Hauptsache grün und knackig.

Wenn das Wasser verkocht ist, werden die Kartoffeln schön kross geröstet. In dem Maße wie sie Farbe bekommen, gehe ich mit der Temperatur runter. Mit Vollgas anfangen und am Ende bei warmhalten landen.

Am Ende die Petersilie dazu geben. Die Kartoffeln dürfen gerne in Butter schwimmen, das ist der pure Geschmack.

Alles vermischen und ab an den Tisch damit.

Ein Traum zu jedem Gericht, hier zu panierten Hirschschnitzeln aus dem Rücken, mit selbst gemachtem Aprikosenmus, statt Preiselbeeren. Keine Sorge, Ihr bekommt beides noch zu sehen.

Die Kartoffeln schmecken total butterig, mit Zitrone und gut gewürzt. Sie sind knusprig und einfach lecker. Die Annabell hat ein schönes Fruchtfleisch und einen angenehmen Biss. Ich würde sie aber hinter der Linda und hinter der Allianskartoffel einreihen. Kann man auf jeden Fall machen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

4 Kommentare

  • Esther

    Eine tolle Art, Bratkartoffeln zu machen. Durch das Wasser verteilt sich die Butter gleichmäßig, die Stärke der Kartoffeln macht alles zuerst cremig, dann kross. Zur Feier des Tages wählte ich die Kartoffelsorte Leyla.
    Nächstens nehme ich die beschichtete Pfanne, die Eisenpfanne weicht gerade mit etwas Natron ein.

    • Leyla kenne ich noch gar nicht als Kartoffel. Ich dachte die wäre jünger, schöner, geiler?

      • Esther

        Das ist sie auch und damit sogar politisch inkorrekt. 😉

        Versuche es, eine tolle Knolle. Man bekommt sie nicht oft, aber letzte Woche war ich auf einem hochwertigen Wochenmarkt in Köln, das Viertel hat eine solventere Kundschaft, das wirkt sich auf die Qualität der Ware aus. Dort stand eine ältere Dame mit drei Sorten: Leyla, Annabelle und Laura. Bei den L’s schlug ich zu und hatte einen schweren Rucksack auf dem Rücken.

        Die ältere Dame wurde regelrecht belagert und freudig gelobt. Das hatte was.

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