Spargelsuppe mit Noilly Prat im Krups cook 4 me
Eigentlich wollte ich dieses Jahr weder eine weitere Spargelsuppe kochen noch darüber schreiben. Dann habe ich aber eine so leckere Spargelsuppe gekocht, dass ich sie Euch unmöglich nicht zeigen konnte, denn die ist mit Noilly Prat gekocht, einem wirklich sehr ordentlichen Wermut aus Frankreich, der ein noch feineres Aroma gibt, als wenn man Weißwein verwenden würde. Den Spargel habe ich als 5 Kilo Kiste beim Bananen Fred kostenlos dazu bekommen, weil ich ohnehin schon 100 Euro bezahlt habe. Der war sehr dünn und ich musste mir ziemlich den Arsch abschälen, aber das weiß man ja alles nicht mehr, wenn die Suppe erstmal im Teller ist.

Zutaten:
Abschnitte und Schalen von 2 Kilo Spargel zum Aufkochen
500 Gramm Spargel
1 Liter Wasser für den Sud
80 Gramm Butter
3 Esslöffel Mehl
6 Kartoffeln
1 Esslöffel Salz
1,5 Liter Wasser für die Suppe
250 Milliliter Noilly Prat
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Muskatnuss
200 Milliliter Sahne
Abrieb einer halben Bio Zitrone
Petersilie

Spargel an den Enden abschneiden. Ich nehme 500 Gramm für die Suppe und die 1,5 Kilo werden Stangenspargel. Die Schalen und Abschnitte nutze ich aber in der Suppe

Schalen und Abschnitte in meinen Krups cook 4 me geben, es ginge auch ein normaler Topf und mit einem Liter Wasser auffüllen

Salz

Deckel verriegeln und auf Druckkochen umstellen. Kochzeit 10 Minuten eingeben

Dann aufheizen. Das geht auch in einem normalen Topf da dauert es nur länger bis der Sud ausgekocht ist.

Jetzt zehn Minuten den Sud auskochen

Kartoffeln machen mir später die Spargelsuppe sämig. Deswegen schäle ich die nun schnell, während der Spargelsud kocht.

Spargelsud ist gekocht

Den Spargelsud in ein Gefäß umgießen, die Spargelschalen und Abschnitte können weg.

Spargelsud stellen wir kurz zur Seite

Den Krups cook 4 me konventionell aufheizen

Gute Butter schmelzen

Mehl einrühen

Nach und nach den Spargelsud eingießen

Das Mehl soll die Flüssigkeit aufnehmen

Dann den restlichen Sud einfüllen und aufkochen lassen

Kartoffeln und extra Wasser einfüllen

Mehr Wasser geht später immer noch

Kartoffeln sind im Topf

Muskatnuss reiben

8 Minuten unter Druck kochen, damit die Kartoffeln weich werden

Aufkochen lassen

Der Druck baut sich schnell auf, die Zutaten sind schon heiß

Fladenbrot gibt es auch.

Druckkochen läuft

Hier ist Druckkochen schon wieder vorbei

Esge Zauberstab, oder einen Pürierstab verwenden

Schriiiiiiiiiiing

Konventionell aufheizen auf der Bratfunktion

Jetzt wird es gemütlich

Wermut abmessen und zur Suppe gießen

Aufkochen lassen

Sahne

Aufkochen lassen

Mit dem Kiwischäler (danke) Zitronenabrieb produzieren

Abrieb in die Spargelsuppe geben

Spargel zerkleinern

Wenn die Suppe kocht, kommt der Spargel hinzu. Dann schalte ich die Kochfunktion ab und stelle auf warmhalten um.

Spargel zehn Minuten ziehenlassen, der hat dann noch Biss und ich wollte das so haben. Wer das nicht will, lässt 10 Minuten sprudelnd kochen

Petersilie hacken. Danach wird abgeschmeckt, ob noch Salz und Pfeffer fehlen. Ich habe von beidem benutzt.

Dann geht es auf den Tisch. Ich mag diese Spargelsuppe sehr, denn die ist cremig, würzig, hat leichte Anflüge von Säure, durch den Schalenabrieb ohne davon so quietschig zu werden und mein Highlight ist der Noilly Prat Wermut, der so einen schönen weinig-kräuterigen Geschmack gibt.

Eine meiner besten Spargelsuppen auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass vielen Leuten nicht ganz klar ist, wieso sie jetzt die Spargelsuppe so im Cook 4 me kochen und da immer zwei vor, drei zurück rumfummeln sollen. Was Ihr nicht sehen konntet, dass ich nebenbei noch Stangenspargel in der Heißluftfritteuse gegart, eine bearnaise auf dem Wasserbad geschlagen, 2,5 Kilo Cordon bleu geschnitten, geklopft, gefüllt, paniert, ausgebacken, zwei Fladenbrote gebacken, eine vegetarische Beilage gezaubert, Ofenkartoffeln gebacken und einen Muttersalat zubereitet habe. Da ist man froh, wenn man den Deckel mal 10 Minuten verriegeln kann, nichts umrühren und gegen anbrenen sichern muss und weiß, das wird schon von alleine.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Noilly Prat wurde mir vor Jahren vom Fischhändler auf dem Markt empfohlen. Den Marktleuten verdanke ich viel an Tipps, weil mir meine Mutter nichts beibrachte, sie war sieben Jahre allein erziehend. Es musste immer schnell schnell gehen, ich war ihr mit meiner Wissbegier lästig. Darum rührt mich Jörg oder auch der Haifisch an, die sich für die Brut Zeit nehmen/nahmen. Leider ist der Wermut süffig. Nur wenig landet im Kochtopf. Gerade sitzen wir in einer Seitenstraße in Valencia und haben köstliche Tapas gegessen. Unvergleichlich! Grüße!
Ich trinke ja überhaupt keinen Alkohol mehr und wenn kann ich das an einer Hand pro Jahr zählen. Den letzten Noilly Prat habe ich mit meiner Frau getrunken, als sich ihr Cousin mit seiner Jagdwaffe erschossen hat.Das muss irgendwie im Januar, oder Februar gewesen sein. Und dann habe ich noch einen Grappatest mit Emma gemacht, als sich der Freund verabschiedet hat, aber da hat keiner von uns mehr als 2 cl probiert, nur genippt und viel Wasser dazu. Ansonsten fehlt mir einfach total die Lust. Zum Kochen aber total o.k.
@Jörg: uff, Jagdwaffe.
Hoffentlich wars nicht zu schlimm.
Und ist (dank Noilly Prat) eingeordnet.
Ralf hat recht: Der letzte Absatz
vom Rezept-Text war der Beste.
Das passt direkt zu meinem Bild vom
Kochlöffeldirigenten der fünf c4m, 🙂
Tot ist tot. Meine Frau beschäftigt das ziemlich. Ich bin deutlich älter als der Cousin und mehr damit beschäftigt am Leben zu bleiben, als es vorzeitig zu beenden. Verstehe ich überhaupt nicht sowas. Das mit dem Cook 4 me ist einfach praktisch. Ich habe von Samstag auf Sonntag bis halb drei Kuchen gebacken, weil gestern Demokratiefest war. Nebenbei habe ich dann noch eine Tomatensoße auf dem Cook 4 me gekocht und als der letzte Kuchen im Ofen war, einen Pizzateig geknetet, damit wir gestern abend etwas zu essen hatten, wenn wir wieder Zuhause waren. Dafür ist sowas einfach praktisch und man kann den Extrameter gehen, ohne dass es anstrengend wird.
Der Demokratietag klingt wie meine Küche früher. 🙂
3 Kuchen, parallel Teig für Brot.
Und dann noch Tomatensosse einkochen.
Das könnte ich vor 20 Jahren gewesen sein ..
Ich möchte das Thema nicht-mehr-leben-wollen
nicht wirklich vertiefen, es ist einfach zu schwierig.
Ich kann trotzdem verstehen, dass Menschen das tun.
Wenn die Bilanz das ergibt,
dann ist das das Recht eines jeden Menschen,
so zu handeln, wenn er kann und will.
Ich finde nur, man sollte dabei
die Hinterbliebenen nie vergessen.
Die müssen nämlich damit irgendwie weiterleben.
Und bei der gewählten drastischen Form
dann die Räume sauber machen.
Das sieht leider nicht aus wie im Fernsehen,
sauber und ordentlich, und nur ein Fleck oder so.
Ich hoffe, für Eure Verwandtschaft ist es einfach durch.
Ohne Herumgrübeln wieso, warum
und warum hab ich nichts gemerkt…
Nach den schweren Gewittern hier
ist die Luft grade sehr sauber.
Sehr schön, ich genieße das grade.
der nachdenkliche Haifisch
Es waren fünf Kuchen und die sind wirklich gut gelaufen. Die “Familie” war nicht ganz unbeteiligt an seinem Abgang. Das übliche halt. Frau trennt sich, hat gleich einen neuen Typen und ich nehme an, sie hatte ihre Orgasmen nur vorgetäuscht. Das was man dann alles so hören möchte. Mir tun natürlich die Kinder leid, aber es ist halt schlimm was sich Leute nach 15, oder 20 Jahren gegenseitig antun können.
@Esther: Noilly Prat ist eigenartig.
Ich hab den aus dem Ort, wo er “wächst” vor Jahren mitgebracht.
Irgendwie war ich vom Geschmack nicht richtig überzeugt.
Ich hab die Flasche immer noch.
Zum Mixen ist der Geschmack gut, aber nur gering dosiert.
Irgendwas stört mich in diesem Likör beim Purtrinken.
Das geht mir mit Chartreuse genauso.
Ich hatte wunder was erwartet,
und es wurde eine Art Jägermeister.
Auch der bevölkert mein Mix-regal.
Auch dort gekauft, wo es “herkommt”.
Valencia ist lange her.
Ich mag die Wärme, die lebhafte Stadt.
Und seither (fr)esse ich Tapas.
Oft selber gemacht, aber nur in größerer Runde.
Die vielen Kleinigkeiten sind sonst einfach zu aufwendig.
Jede Wirtschaft hat ihre eigenen Favoriten,
somit ist man fast gezwungen, überall hineinzugehen 🙂
Ich wünsche weiter schöne Tage in dieser wunderbaren Stadt.
Man muss immer aufpassen, dass sie einem keinen Fisch unterjubeln, deswegen bin ich beim Spanier immer vorsichtig
Das beste ist der letzte Absatz im Text, da läuft mir schon beim Lesen der Schweiß runter. Also meine Hochachtung hast Du auf jeden Fall. So jeden Tag mit dem Eifer, der Hingabe und Qualität für 6 Familienmitglieder und oft auch noch Besuch zu kochen, das zeugt schon von viel Liebe zum Kochen, Enthusiasmus und Leidensfähigkeit.
Ach ja, und nächstes Mal will ich auch so ne Kiste vom Bananenfred. 😉