Fruchthaus Hulsberg – Tag der offenen Tür 31.08.2025

Am Samstag war ich beim Tag der offenen Tür beim Fruchthaus Hulsberg. Die Firma gibt es seit 1991 und die war quasi in Laufweite meines ersten Ladens in Hastedt. Den Chef Engin kenne ich sogar noch länger, als er als Jugendlicher nachts Döner im Laden seines Vaters geschnitten hat, wenn wir aus der Disco kamen. Der erste Laden war jedenfalls nicht größer als mein heutiges Wohnzimmer und aus einem normalen Gemüseladen wurde relativ schnell ein Lieferant für die Gastronomie, für bestimmte Gemüsesorten und Südfrüchte. Als in Bremen der Großmarkt in den Europahafen gezogen ist, zogen sie dann mit dem kleinen Laden in den großen Großmarkt und gefühlte zwanzig Jahre später, hat die Firma dann 2023 in Ganderkesee ein paar tausend Quadratmeter Lager- und Produktionsfläche gekauft bzw gebaut. Irgendwann zwischendrin Anfang der zweitausender Jahre, waren wir dann auch persönlich miteinander befreundet und haben uns viele Nächte miteinander um die Ohren geschlagen. Ein paar neue Lebensabschnittsverschönerinnen später und nach fünfzehn Jahren Berlin, hatten wir wenig Kontakt, aber uns nie aus den Augen verloren. Deswegen war das ein echt freudiges Ereígnis sich nach langer Zeit zu treffen. Ich hatte Margarete und eine Ihrer Freundinnen im Schlepp.

Die Lieferwagen vom Fruchthaus Hulsberg sieht man im Norden regelmäßig, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Die Ape ist nur ein Werbeträger.

Das Fruchthaus Hulsberg hat sich darauf spezialisiert aus Gemüse Salate, Beilagen, Hauptgerichte herzustellen. Ich kann mich noch an früher erinnern, als sie die ersten Maschinen zum Spargelschälen hatten und den Spargel bereits geschält an Restaurants geliefert haben. Mittlerweile kann man da komplette Gerichte bestellen und was abends bestellt wird, kommt am nächsten Tag fertig zubereitet mit dem LKW. Damit reagieren viele Lokale auf den Personalmangel, oder stellen sich gleich so auf, dass sie sich vom Salat bis zum Dressing alles liefern lassen. Nicht meine Vision von Gastronomie, aber deutlich besser, als wenn man für teuer Geld irgendwo eine Packung Fertigfutter aufreißt und in der Mikrowelle erhitzt. Das ist alles frisch hergestellt, zum baldigen Verzehr und aus richtig guten Zutaten.

Wir hatten die Chance unterschiedliche Lieferanten und Produzenten kennenzulernen und neben dem Ausgangsmaterial standen dann auch immer Beispiele was man daraus machen kann und die Artikelnummern zum Bestellen.

Besonders bemerkenswert finde ich, dass man schmeckt wie frisch die Ware ist und dass es überhaupt nicht diesen Nachgeschmack von Konservierungsmitteln gibt, wie man den kennt wenn Antipastigemüse eingeschweißt aus der Kühlung kommt. Wenn einem das ein Restaurant vorsetzt, glaubt man nicht, dass es da gar nicht vor Ort hergestellt wurde.

Regionales Gemüse

Viele Kräuter, von denen Margarete gegen Feierabend noch ein paar erbeutet hat.

Hier immer gleich mit der passenden Bestellnummer.

Salat mit vielen Dressings, alle frisch hergestellt

Krasser Scheiß, oder? Da kann man fast einen Schimpansen in die Küche stellen und der Salat schmeckt trotzdem.

Verschiedene Krautsalate, alle durch die Bank lecker.


Ich esse ja nur noch kleine Portionen, aber da habe ich mal richtig zugeschlagen

Geschälte Kartoffeln aus der Umgebung gibt es auch. Als Außenstehender kann man sich gar nicht vorstellen, was es alles schon halbfertig zu kaufen gibt. Ich sehe das ja jeden Tag im Handelshof, aber das ist von der Verarbeitung echt next Level.

Erdbeeren gab es auch, die haben sogar immer noch gut geschmeckt.

Fisch, aber da bin ich schnell dran vorbei gelaufen.

Das ist richtig geil. Obst und Gemüse aus Italien. Sensationelle Tomaten, tolle Trauben, alles zum Probieren. Da wäre ich am liebsten gleich eingezogen. Das kann man sich so unverarbeitet liefern lassen, oder eben zu Produkten verabeitet. Ein tolles Konzept von dem ich mir wünsche, dass es meine Idee gewesen wäre.

Obst und Gemüse mit Käse

Ganz tolle Beeren, die sich richtig trocken anfassen und sehr saftig und süß sind. Da haben sich meine Damen richtig dran bedient.

Hier geht es dann in die Produktion und ins Lager, da durfte ich aber nicht fotografieren und das kann man verstehen, dass das nicht jeder Mitbewerber sehen können soll

Das Fruchhaus Hulsberg versorgt einen Gnadenhof mit Abschnitten und überflüssigem Gemüse und Obst.

Ein paar Tiere waren deswegen heute auch vor Ort und meine Begleiter*Innen haben sich gefreut. Für das Kinderschminken sind beide schon zu alt.

Dann habe ich noch ein paar weitere Proben getestet und bin immer noch begeistert, welche Qualität dort hergestellt wird.

Für mich war es toll alte Kontakte wiederzubeleben und auch neue Leute zu treffen. Da habe ich nie Pause, weil ich das natürlich auch mit dem Vergleiche, was ich selbst koche und man ist mit anderen im Austausch. Dafür lohnt es sich auch mal 120 Km pro Weg durch die Gegend zu fahren. Meine Begleiterinnen waren auch komplett begeistert.

Das machen wir auf jeden Fall wieder. Vielen Dank für die schöne Veranstaltung.

2 Kommentare

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