Relish mit Nektarinen

Relish ist toll. Das kann man wie Ketchup verwenden und es ist eine schöne Gelegenheit, um saisonales Obst, oder Gemüse zu verwerten, bevor es einem beim Lagern noch schlecht wird. Ich kaufe jede Woche eine Steige Nektarinen beim Bananen Fred. Die kostet mal 5 Euro und mal 8 Euro. Die nehme ich grundsätzlich, weil meine Frau gerne Nektarinen im Porridge zum Frühstück mag. Da sind um die 5 Kilo darauf und das sind Nektarinen bei denen normal das Kilo schon 5 Euro kostet. Deswegen werfe ich davon nicht gerne etwas weg. Mein Plan in der Woche war noch Burger für die Familie zu machen, da passt Relish super dazu. Die Frucht wird süßsauer verarbeitet und es werden Zwiebeln und ein gerüttelt Maß an Schärfe zugefügt. Relish findet man häufig in England und auch in den USA und der Ursprung ist tendenziell Indien mit seinen bekannten Chutneys, aber auch die Karibik wo Frucht mit pikantem verbunden wird.

Zutaten:

1 Kilo Nektarinen
50 Milliliter Rapsöl
400 Gramm Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
100-150 Gramm, Zucker
75 Gramm Peperoni
60 Milliliter Weißweinessig
150 Milliliter trockener Weißwein
Lorbeerblätter und Wacholderbeeren

Nektarinen einschneiden und Steine entnehmen. Ich nehme meinen Krups cook 4 me, aber man kann auch einen normalen Kochtopf benutzen. Das habe ich vorher ja auch gemacht, bevor ich das Höllengerät gekauft habe.

Aufheizen und Rapsöl erhitzen

Zwiebeln häuten

Zwiebeln achteln

Alles in den Topf werfen

Peperoni von den Stielen befreien und grob zerkleinern

Knoblauch häuten

Knoblauch kommt auch in den Topf

Topf läuft auf Vollgas und heizt auf

Weißweinessig

Trockener Weißwein

Das ist ein echter Blindmacher, den ich nur zum Kochen verwende. Wie jeden anderen Wein, weil ich gerade gar nicht mehr weiß, wann ich das letzte Mal Alkohol getrunken habe, vielleicht Silvester.

Salz

Chiliflocken

Zucker

Alles vermischen

Kochzeit 10 Minuten unter Druck

Topf verschließen und Druck aufbauen lassen

Anschalten

Dann unter Druck kochen

Nach zehn Minuten wird automatisch Druck abgelassen.

Die Zutaten sind weich gekocht

Wieder offen aufkochen lassen, um die Flüssigkeit rauszukochen, damit das Relish andickt

Mit einem Pfannenwender die Nektarinen zerstossen. Die fallen jetzt so auseinander. Aufkochen lassen.

20 bis 30 Minuten sprudelnd einkochen lassen.

Lorbeerblätter und Wacholderbeeren kann man auch schon früher in den Topf geben also vor dem Druckkochen. Ich habe es vorher einfach vergessen

Sprudelnd kochen lassen

Jetzt ist die Flüssigkeit wie gewünscht verkocht und aus Erfahrung weiß ich, dass das Relish nach dem Einkochen noch dickflüssiger wird.

Ich fülle vom Topf in ein Litermaß um, damit ich besser Gläser mit dem Relish befüllen kann.

Heiß abfüllen, Deckel fest verdrehen dann ziehen die Gläser ein Vakuum und der Inhalt hält ein Jahr.

Das soll er aber gar nicht, weil man damit ganz tolle Sachen geschmacklich veredeln kann. Der Geschmack ist rechtschaffend scharf, schön süß, sehr fruchtig und es gibt knallige Würze und leichte Säure. Damit macht man gutes noch besser.

Wie geil das auf von selbst gemachten Hamburgern ist, werde ich Euch noch zeigen

Mein eigentlicher Boss move ist aber damit die Gewürzgurken durch eine frische Salatgurke in der Soljanka zu ersetzen und trotzdem knallige süß-sauer Aromen zu erzeugen. Zeige ich Euch auch noch, ist jetzt schon Legende.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

19 Kommentare

  • Esther

    Ich will nicht oberschlau wirken, sieht man da ein vormaliges Honigglas mit Kunststoffdeckel? Meine Schwiegermutter machte einmal Marmelade, keines der Honig- und Nutellagläser zogen ein Vakuum, alle hatten beim Öffnen Schimmel entwickelt.

    Seltsamerweise hatte sie mir genau diese mitgegeben, die mit den Blechdeckeln behielt sie für sich. Sie nahm das nicht gut auf und war sauer auf mich, so als hätte ich die Marmelade konterminiert. Ich war etwas hilflos, eine hässliche Situation, darum fragte ich meine Oma. Diese meinte, nur Blechdeckel mit Innenbeschichtung wären geeignet.

    Vorsichtshalber sofort in Gebrauch nehmen. Wäre schade drum.

  • peter

    Ein praktisch fast identisches Relish habe ich zufällig neulich gemacht. Es war super.
    Nur habe ich statt Wein, Lorbeer und Wachholder einfach geriebenen Ingwer und
    Limettensaft verwendet.
    Zuerst hatte ich Bedenken wegen der Kombi Frucht – Ingwer, aber das hat so der-
    maßen gut gepasst, dass ich das nur jedem empfehlen kann. Give it a try…

  • peter

    @ Jörg & Esther.
    Ja, das ist ein Stück Torf – nur dass es auch noch nach verbrannten Autoreifen
    schmeckt. Brrrrigittigitt….

    Esther hat neulich geschrieben, sie sei pervers; Nun, ich glaube sie hat echt recht…

  • peter

    Betty Page ist natürlich ne prima Schutzpatronin.
    Viel besser als die Sankta Frigidia und der selige Zölibatus, aber die werden eh in
    Köln garantiert nicht verehrt; das sind welche für die finsteren Gesellen vom noch
    viel finsteren Opus Dei….
    Und -leiderleider – muss ich gestehen, dass ich mich bein Anblick von Damen in kniehohen
    Lederstiefeln automatisch frage, wo sie denn ihre Reitpeitsche versteckelt haben.
    Das macht mich ausnahmsweise mal bissele nevös.

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