Gulasch, dry aged im Krups cook 4 me
Hier gibt es gerade häufiger Klassiker der deutschen Küche. Ja, ich weiß Gulasch ist ungarisch, aber je weiter man von dort in nördliche Richtung geht, verändert sich auch das Rezept und die Zutatenliste. Meine Mutter hat z.B immer Paprikaschoten geschnitten und mitgeschmort, aber wenn man sich das “richtige” Rezept aus Österreich/Ungarn anschaut, dann haben die nur Paprikapulver benutzt. Bei Zwiebeln und Fleisch herrscht in Ungarn ungefähr Parität, ich habe es bei einem Kilo Zwiebeln auf zwei Kilo Rindergulasch belassen. Um ein paar Stunden Schmorzeit einzusparen, habe ich meinen Krups cook 4 me benutzt. Damit kann man ebenfalls an Werktagen Sontagsgerichte zubereiten, weil man zeitlich mit dem Druckkochen viel Boden gutmachen kann.

Zutaten:
2 Kilo Rindergulasch dry aged
1 Kilo rote Zwiebeln
Butterschmalz
3 Knoblauchzehen
1 Esslöffel grobes Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
1-2 Peperoni
2 Esslöffel Paprika edelsüß
2 Esslöffel Paprika rosenscharf
3 Esslöffel Esslöffel Mehl
8 Wacholderbeeren
3 Lorbeerblätter
300 Milliliter Rotwein
500 Milliliter Wasser
Beilagen:
Salzkartoffeln
1 Kilo Kartoffeln
1 Esslöffel Salz für das Kochwasser
50 Gramm Butter
2 Esslöffel gehackte Petersilie
Rotkohl (anklicken

Zwiebeln häuten

Zwiebeln und Knoblauch zerkleinern

Knoblauch noch mal aus der Nähe

Wenn Ihr einen Schnellkochtopf benutzt, dann braucht Ihr auch so lange wie ich. Konventionell im Topf bin ich bei drei Stunden Schmorzeit.

Butterschmalz erhitzen im Cook 4 me

Hier ist das Fleisch

Zwei Kilo dry aged Gulasch von true Wilderness. Gab es für 9 Euro pro Kilo im MHD Verkauf, sonst hätte ich sowas kostbares gar nicht gekauft.

Salz

Chiliflocken

Zwiebeln

Peperoni

´Lorbeerblätter und Wacholderbeeren

Kommen auch in den Topf

Paprika rosenscharf

Paprika edelsüß

Alles vermischen

Mehl

Rotwein trocken

Wasser

Jetzt schalte ich von konventionellem Braten auf Druckgaren um.

Deckel schließen

Sensationell kurze 20 Minuten Kochzeit. Es ist immerhin Rindergulasch

Feuer frei

Topf heizt auf

Kartoffeln kann man schon nebenher vorbereiten, die brauchen im Kochtopf ja auch nur 18 Minuten.

Kartoffeln schälen

Kartoffen halbieren

Kartoffeln in den Kochtopf legen

Mit Wasser auffüllen

Salzen

Herd auf Vollgas stellen und dann 18 – 20 Minuten kochen, ab dem Moment, wenn das Wasser kocht

20 Minuten Kochzeit unter Druck, gehen beim Druckkochtopf ebenfalls los.

Zeit ist rum, Dampf wird abgelassen

Zum Andicken wird der Topfinhalt mit offenem Deckel noch einmal 15 Minuten auf Vollgas reduziert. Es können auch nur 10 Minuten sein, je nachdem wie dick Ihr die Soße eingekocht haben wollt.

Auf Vollgas stellen.

Schon mal probieren, wie zart das Fleisch ist. Alter Vatter! Das ist mal ein Stück Fleisch.

Soße kocht ein auf Wunschkonsistenz

Petersilie hacken. Auch das hintere Ende nennt sich Petersilie

Kartoffeln abgießen

Petersilie beim Gulasch einstreuen

Petersilie in ein bisschen Butter, oder Rapsöl zu den Kartoffeln geben

Für das Gulasch geht es an den Tisch

Als Beilage gibt es Rotkohl. Den habe ich am Vortag, oder Ihr könnt es auch direkt vor dem Gulasch kochen. Das dauert 20 Minuten im Cook 4 me und danach erwärme ich das in einem normalem Topf, wenn ich den Cook 4 me schon wieder für die nächste Arbeit brauche. Überlegt mal, ich habe bei diesem Gericht zwei Gerichte, die drei Stunden dauern, in 20 Minuten (plus Aufheizzeit) gekocht

Gulasch und Kartoffeln

Das ist sensationell lecker und zart und schmeckt wie verrückt. Das essen andere Leute zu Weihnachten, Ostern, oder zu anderen christlichen Feiertagen. Oder wie bei uns mitten in der Woche, weil der MHD Verkauf dazu anrät.

Da schlagen dann zwar alle zu, aber danach wird das Eis schon wieder verdammt dünn für Fleisch- und insbersondere Schmorgerichte. Mindestens eine Woche lang. In meinem nächsten Leben werde ich entweder schwul, oder zeuge nur Söhne.
Aus dem Rest habe ich am nächsten Tag eine Gulaschpastete gemacht. Falls das von Interesse ist, dann schreibe ich dazu auch noch ein Rezept, wenn ihr hier laut reinruft.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

GIB MIR DEINE VERDAMMTE GULASCHPASTETE DU HENGST !!
Meine neue Muffinform muss sich doch amortisieren….
Das Teil bewährt sich bislang super und macht mir echt Laune. Ich habe mich nach langem Zögern für eine aus Silikon und mit nem stabilen Draht im oberen Rand entschieden. Funzt super und die Dinger pflutschen grad so raus wie nix. Dolle Sache.
Das ist doch mal ne Ansage. Danke!
Für dich immer Klartext Schatzi …..😙
Also wenn das so weiter geht, dann kauf ich mir auch noch so ne ollet Ding 😛
Die werden gerade fast verschenkt und gehen bei 10 Euro funktionierend los.
Ich zitiere einfach mal den Schluss des Vaterunser….
” und führe(t) mich nicht in Versuchung. Amen.”
Stelle Dich nicht so an, Du willst es doch auch
Aufwachen, junger Mann.
Heutztage gibt es sogar Gesetze, die klar regeln: Nein heißt Nein !
Und was im Bett gilt, gilt genauso in meiner Küche….
Deine Küche, Deine Regeln.
Ich glaub ich schrub schon mal was zum Crockpot. Gerade wieder einen 6-Stunden-Rinderbraten darin geschmort, butterzart geworden. Die Dinger kriegt man auch über Kleinanzeigen für wenig Geld.
Zu Weihnachten wird es hier tatsächlich ein Gulasch geben, eine Novität. Bisher gab es immer was am Tisch zu Garendes, aber das immer schwächere werdende Sehvermögen des Mannes lässt das leider nicht mehr zu.
Als Beilage gibt es hier Seidenknödel, und ja, das ist ein Fertigteig. Aber wie die über die Zunge flutschen, das ist einmalig.
Noch mal, der cook 4 me kann schnell und langsam
Ich bin ja auch mehr für das langsame schmurgeln im Slowcooker . Ochsenbäckchen, Putenkeule, Grünkohl oder Hühnersuppe über Stunden gegart, einfach das Beste.
Aber man muss ja sehen wie es am besten passt für die Familie
LG AnneD aus NRW
.
Ja klar, für den Slowcooker muss man früh aufstehen. Deshalb gibt es das Essen daraus hier meist erst am nächsten Tag. Wenn aber hungrige Löwen hinter einem lauern, nimmt man besser die Krups.
Hallo Barbara,
ich kenne dich ja nicht persönlich, aber manchen deiner Aussagen entnehme
ich, dass wir wohl zu den ” Älteren, Erfahrenen 😉” gehören.
Wobei ich da eher ein Jungspund bin mit gerade man bald 64 Lenzen;
aber die Privilegien eines Lebens ohne tägliche Arbeitspflichten habe ich ruckzuck
kapiert zu schätzen gelernt – und mag die ja nie wieder verlieren.
Mein größter Genuss und Freude ist hierbei, dass ich nun alle Zeit der Welt habe,
um mir genüsslich und gaanz geduldig die leckersten Speisen zubereiten und dass mir hierbei Nix und Niemand im Nacken steht um mich zur Eile anzutreiben.
Aber klaro ist das nicht jedem und in jeder Lebensphase so möglich….
Ich lade Euch alle mal zum Altennachmittag ein 😉
Au ja, das wird bestimmt lustig mit den Damen, und du darfst
schuften und das Essen herbeischleppen….🤭
Da würde sich nur der Altersschnitt erhöhen und ansonsten alles gleich bleiben
Ja, bin alt. Older than dirt. Wir haben sehr lange gearbeitet, der Mann hat mit Ende 70 gezwungenermaßen aufgehört. Ich würde noch immer was tun, aber da findet sich nichts mehr.
Da genieße ich halt das Prokrastinieren, das habe ich inzwischen perfektioniert.
Gekocht wird täglich, bemühe mich aber um Minimalaufwand. Deshalb liebe ich auch die ganzen chicen Geräte so sehr. Als nächstes versuche ich mal ein komplettes Gericht im Reiskocher.
Hi Barbara, prokrastinieren finde ich auch super und der Plan mit
dem Reiskocher muss dringend unterstützt werden.
Ich habe das auch erst neulich zum ersten Mal mal gemacht und es war klasse; nein – es war umwerfend.
Ich verweise dich mal ganz keck auf ein Rezept im Blog von Jörgs
ollen Bloggerkumpel L.W.aus H. >
https://wesfood.blogspot.com/2025/11/kabuli-pulao-afghanischer-reis-mit-huhn.html
Lass dich nicht von dem scheinbaren (!) Aufwand abschrecken.
Man kann sich die eigentlich wenigen Schritte total entspannt über
den Tag verteilen und nach Lust und Laune mal 10 Minütchen in
der Küche verbringen und ansonsten genüsslich rumtrödeln.
Wenn der Hunger sich anbahnt kommt alles in den Reiskocher und macht sich von selbst. Total easy eigentlich.
Belohnt wird man dann mit einem ganz großartigen Gericht, das man auf jeder Festtafel kredenzen könnte ohne die eventuelle
Konkurrenz mit anderen Köchen zu scheuen..
Wir haben keine Konkurrenten, nur Mitbewerber
Ich glaube ich habe Dich damals bei der Erfindung des Rades getroffen 😉
So ist das und man kann mit dem Gerät auch slowcooken
Der Krups kann links wie rechts
Bei den Druckdingern (klassischen Druckkochtöpfen und allen moderneren Geräten, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten) immer ein wenig skeptisch. Ich sehe die Vorteile, ich verstehe das Prinzip. Aber manche Aromen entwickeln sich doch auch nicht durch höhere Temperaturen schneller als beim normalen Kochen. Und anderes braucht eben eine gewisse Zeit, um sich aromatisch zu entfalten … Praktisch sind sie ja, aber … ich bin skeptisch. Aber ich habe ja auch die Zeit. 😉
Zeit und Liebe sind die besten Zutaten, aber es sind auch beim Druckkochen die gleichen guten Zutaten und man kann öfter in der Liga essen, auch wenn einem punktuell die Zeit dafür fehlt. Ich finde, es ist ein sehr nützliches Hilfsmittel und kombiniere auch verschiedene Medien.
Peter, danke.
Afghanische Küche kenne ich bisher nur aus dem Restaurant. Da gab es was ähnliches, ohne Sultaninen aber mit Orangenzeste (gibt es getrocknet beim Perser zu kaufen). Und als Beilage einen umwerfend gut gewürzten Spinat, ganz köstlich.
Das Rezept ist machbar, das Garam Masala wird im Asiamarkt beim nächstenmal mitgenommen.
Ein Leben ohne Reiskocher ist……ihr kennt den Spruch.
Persische und afghanische Küche sind ziemlich eng miteinander verwandt
Absolut.
Und die Basis all dieser geilen Gerichte ist das, was man überall auf der Welt seit ewigen Zeiten als ( so oder so ähnlich ) Pilaw kennt.
Was man da halt je nach Verfügbarkeit, bevorzugtem Geschmack usw. mit rein
gibt ist vollkommen wurst. Das wird eigentlich immer irgendwie bombig.
Ei schön, Barbara, wenn du das tatsächlich man nachkochen magst. Es lohnt sich…
Und wenn du mal zum Asiamarkt schlenderst, nehm nicht nur Garam Masala mit,
sondern auch gleich entweder Kurkuma oder ganz nobel Safran. Den hatte ich mit
an die Brühe gegeben und der Reis wurde stinkenobel golden Gelb. Augenschmaus…
Für den Gockel hatte ich zwei ganze Hühnerschenkel jeweils halbiert; das reicht
massig für zwei Hungrige.
Das Rezept habe ich leicht abgeändert. Ich verwandte nur 1,5 kg Fleisch, fügte dafür 1 kg kleingeschnittene Frühkartoffeln mit Schale und drei dicke Möhren in Stücken hinzu. Die Menge stoppte kurz vor der Füllgrenze, sonst streikt der Drucktopf. Die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren steckten in einer Gewürzkugel und mußten somit nicht einzeln herausgefischt werden.
Es wurde ein wunderbarer Gulasch-Gemüse-Eintopf, bzw. Suppe. Das Fleisch war butterzart, die Würzung war genau richtig und hatte Wumme. Das Ganze ist für zwei Tage, aufgewärmt wird es sicher noch mal besser.
Ich bin total begeistert, von dem Cook4me, dem Rezept – einfach allgemein bin ich seit 2,5 Jahren, seit ich bei Jörg strandete, gerne in meiner Küche und fühle mich wohl. Mein Mann war auch hin und weg und aß mehr, als er wollte.
Du hast ein Leben und danke 😉