Rotkrautsalat, wie er immer war

Guten Tag, man sieht mich ein bisschen genervt! Warum? Weil gerade eine Bande von ungelernten Köchen unsere Landesküche auf den Kopf stellt. Nachdem Araber und Türken sich schon an der italienischen, mexikanischen, koreanischen und japanischen Küche vergangen haben, setzen sie nun ihren massiven Angriff auf die Geschmacksnerven fort und wichsen klassische deutsche Krautsalate mit Industriemayonnaise voll, bevor sie das in Kombination mit tiefgefrorenen Hühnerschnitzeln aus der Fritteuse und Mac’n cheese für 14 Euro in Pappbechern servieren. Ich glaube mein Kamel pfeift, aber Hauptsache man kann dazu noch was von halal plärren. Falls Ihr Euch also 2035 fragt, wo ist denn der gute Rotkrautsalat geblieben? Den haben vier Generationen von Kochverweiger*innen plus deren doofe Brut auf dem Gewissen, weil sie so einen Scheiß kritiklos fressen und man denen sowas vorsetzen kann, weil sie zuhause keine anderen kulinarischen Vorbilder hatten

Zutaten:

400 Gramm Rotkraut
1/2 Teelöffel Salz
50 Milliliter Rapsöl
30 Milliliter Rotweinessig
gehackte Petersilie

Rotkohl mit der Hand schneiden, oder mit der Maschine hobeln

Salz mit den Händen einkneten, bis Flüssigkeit aus dem Rotkraut austritt

Rapsöl

Rotweinessig

Das war es auch schon. Kann man sofort essen, oder auch marinieren lassen. Gehackte Petersilie dient dem Gesamtergebnis, wenn man sie darauf verstreut.

Und schon sind wir im Thema, womit man sein Schnitzel genießen kann.

Nach meiner Beitragsserie könnt Ihr nicken, weil Ihr es schon immer gewußt habt, oder müsst sowas nie wieder kaufen, geschweige denn so einen adaptierten Schwachsinn zu Paschapreisen essen und schon gar nicht aus einem Pappeimer.

Knackig, frisch, gesund und macht nicht fett. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

36 Kommentare

  • Esther

    Danke für das Rezept. Ich liebe Rotkohl, er ist auch als Salat eine gute Variante zum Weißkohl. Außer daß man ihn zerkleinerm muß ist die Zubereitung kaum Aufwand und die Zutaten sind günstig. Er wird bald nachgemacht.

  • peter

    Mit Verlaub, Jörg; aber bist du noch ganz bei Trost ?
    Was sollen denn diese kruden Hasstiraden gegen Türken, Araber und Muslime ?

    Glaubst du ernstlich in ner komplett “gutdeutschen” Gaststätte, in der man mit
    ” Grüß Gott” empfangen wird und in der ein Kruzifix an der Wand hängt, sieht es hinten
    in der Küche auch nur nen Pups besser aus? – Im Leben nicht…..

    Und beim deutschen Kulturgut Schnitzel sieht’s leider halt auch mau aus:
    Nicht alleine, weil das zuerst die Österreicher zubereitet haben, sondern weil die das
    auch nur von den Milanesen in Italien geklaut haben. Dort war das “Costolette
    Milanese” schon seit ca 1500 bekannt. Der ” Dieb” ist namentlich bekannt; es war der
    Feldmarschall Radetzky ( der mit dem Walzer ) der das Rezept nach Wien brachte.

    Lustigerweise hat nun ein österreichischer Historiker bei seinen Forschungen in der
    Sammlung des Topkapipalasts in alten Handschriften entdeckt, dass es schon so ca.
    vor 1200 ein Rezept gibt, bei dem dünne Fleischscheiben in einer Schicht aus zerkeinertem Brot und Ei heiß in Öl gebraten werden. Tja. Klar ein Schnitzel, oder?
    Der Standort des Palastes befindet sich übrigens in der früheren Hauptstadt des byzantinischen Kaiserreichs Konstantinopel.
    Heutzutage umbenannt in Istanbul. — irgendwie doof jetzt, nicht war….

    Übrigens:
    unsere geliebten Kartoffeln kommen aus Südamerika ; ebenso wie die Tomate und der Mais: der Pfeffer ist aus Madagaskar ; die ersten “Spätzle” haben die Chinesen vor
    schon bald 4000 Jahren gegessen; deine geliebten Chilis sind von den Andenhängen ; und mit die ersten, die Menschenleben durch Operationen retteten, waren islamische Ärzte.

    Kulinarische und folkloristische Traditionspflege sind ja durchaus was schönes, aber
    deswegen gleich regerechte Kreuzzüge loszutreten finde ich persönlich arg daneben.

    • Sorry, typischer Lehrerreflex. Man darf Namen und Nationen nicht nennen, ohne dass einem pauschal irgendwas unterstellt wird, selbst wenn man recht hat. Du hast nicht einmal ein richtiges Handy und schaust kein Social Media. Über was willst Du Dich mit mir unterhalten? Ich finde Länderküchen super, so lange sie authentisch sind und so lange Italiener, Spanier, Portugiesen, Jugos und wer weiß ich, das kochen was sie kennen und können, ist das genau mein Ding. Das ist aber lange vorbei und so wie früher in die deutschen Gasthöfe ein ausländisches Lokal mit deren Länderküche, von einem mit der passenden Herkunft und dem Lebensgefühl reinging, wird das heute nur noch von Leuten betrieben, die dazu gar keinen Bezug haben und um deren Lebensweise beschnitten wird. Beispiel, Blocki030 ist ein berliner Foodtester und geht überall hin und manchmal eben auch deutsche Küche. Schreibt ihm gleich ein Kopftuch drunter, dass er nur noch halal testen soll. In Deutschland wohlgemerkt. Wenn irgendwas neu aufmacht, betonen sie immer dass es halal ist und wenn einer die top Foodspots in einer Stadt aufzählt, sind es auch immer die gleichen Läden. Falls irgendein Laden nicht betont, dass es halal ist, kreischt gleich einer rum, ob es nicht halal ist und wenn nein, warum es nicht halal ist? Die haben alle gemeinsam, dass da keine gelernten Köche am Herd stehen, dass sie keinen Italienern, Spaniern, Jugos, Griechen gehören und dass sie sich alle gegenseitig übertreffen zu betonen, dass sie keinen Alkohol ausschenken und dass alles halal ist. Das ist 95 % der Bevölkerung egal, aber die diktieren wie es hier weitergeht, wenn es nach ihnen geht. Ich kann doch nichts dafür, dass sie alle Araber und Türken sind, sondern das ist deren Idee, wie sie die Kulinarik von innen aushöhlen. Nach der Revolution im Iran, haben unheimlich viele hängengebliebene Studenten aus dem Iran in Deutschland Gastro gemacht. Die waren ja nicht weniger Moslems, aber die haben den Leuten ganz charmant so einen mediterranen Mix, mit leichten Orienteinflüssen serviert und da war halal kein Thema und niemand trug dabei Kopftücher, oder grenzte sich selbst aus und völlig selbstverständlich wurde Schwein serviert, weil die Leute das haben wollten und es gewohnt waren. Die Läden konnte man immer schon am Namen erkennen, hießen oft wie klassische Komponisten usw. Danach kamen dann die Tamilen und haben dann vieles übernommen von den Persern, die dann doch noch Akademiker, oder irgendwie anders reich geworden sind. Das hat sich auch nichts geändert.

      Dann kamen Länderküchen für die wir überhaupt nicht genug Leute unter der Einwohnerschaft hatten, damit sie hier großartig in Erscheinung treten konnten. Mexikaner, Koreaner, Japaner, Chinesen. Alles was asiatisch ist, haben die Vietnamesen abgedeckt und die sind weit weg davon, Leute zu bekehren und zu missionieren. Mexikaner haben sich komischerweise die Araber von der Persern “gesichert” und dann gab es immer mehr Dönerbuden, und Inder mit Fünfländerküche, die dann noch falsch herum belegte Pizza, Hähnchen, Burger, schlechte Schnitzelgerichte, Carbonara mit Sahne und Analogkäsemassaker veranstaltet haben.

      In den letzten zwanzig Jahren hat dann die Alterspyramide, plus das Stadtbild zugeschlagen und in den Städten hat sich die Struktur komplett verändert. Klassische Geschäfte wie Bäckereien, Schlachtereien, Handel wurden aus Altersgründen und in Ermangelung von Nachfolgern aufgegeben, das Internet macht dem lokalen Einzelhandel das Leben schwer und auch in der Gastro verschwanden die Länderküchen der ersten Gastarbeitergeneration. Die haben es nämlich wie die deutschen Eltern auch gehalten und gesagt, unsere Kinder sollen es mal besser haben. Deswegen betreiben sie kein Restaurant mehr, sondern sind Ärzte Apotheker, Anwälte, machen was mit Immobilien usw. Der Laden wurde frei und dann wurde aus Handelsfläche oft Bürofläche und aus deutscher, oder Länderküche wurde so eine Multinationale verwässerte Küche, die vor allem von Araber und Türken betrieben wird. Weil in den Städten mittlerweile über 50 % Migrationsanteil herrscht, können sie da jetzt auch diktieren welche Musik gespielt wird.

      So einen Scheiß mit “Grüß Gott” und Hygiene beschreibe ich nicht. Ich rede darüber wie mit klassichen Gerichten, die aus Deutschland und dem Rest der Welt umgegangen wird. Wie Schwein gecancelled wird, wie das Tierschutzgesetz unter dem Deckmantel der Religion ausgehebelt wird, wie der Kochberuf entwertet wird, weil man da auch Schimpansen an den Herd stellen könnte. Frage mal einen Dönermann, ob er weiß wie ein Schnitzel paniert wird? Ich kenne keinen der Dir das sagen kann, obwohl es mit Sicherheit auch irgendwo einen gibt der das kann und wegen dem man das dann wieder nicht behaupten soll. Von denen kocht auch keiner zuhause, wenn er mal jenseits von seinem Dönerspieß unterwegs wäre. Ich sehe das jeden Tag im Handelshof wie da die immer gleichen Leute den Kuchen von Pfalzgraf raustragen und teuer in ihren Cafés verkaufen, ohne backen zu können, wie die halale Fertigschnitzel kaufen, wie sie Antipasti aus der Kühlung kaufen, Nachtisch und und und. Wenn wir uns darüber einig sind, dass Kochen ein Handwerk ist, das ist es nicht und damit macht man das Kochen und Backen komplett doof. Im Moment vermurksen sie gerade Tiramisu ohne Alkohol und Kaiserschmarrn den sie mit irgendwelchen bunten Scheißtoppings zukleistern. Die italienischen Eicafes, die seit 70 Jahren von Familien betrieben werden, werden gerade inflationär von Arabern und Türken übernommen. Erste Amtshandlung die ganzen Eisbecher mit Alkohol werden nur noch ohne ALkohol angeboten. Was bilden die sich ein, ihre Kunden für so viel Geld zu bevormunden? Ich wollte das eigentlich erst später schreiben, aber diese reflektgesteuerten Reaktionen, die immer nur so unreflektiert rausgehauen werden, sobald man mal Ross und Reiter nennt, veranlassen mich das hier mal geballt zu formulieren. Wenn es so ist, kann ich es sowieso nicht ändern, aber ich werde mir nicht nehmen lassen, meinen Unmut darüber zu äußern.

      • peter

        Ach Jörg,
        dass du als erstes mal die vermeintliche Totschlagkarte mit der Lehrerpsyche
        auf den Tisch knallst war mir schon so klar wie Kloßbrühe zu bevor ich
        überhaupt zu Ende geschrieben hatte.
        Dieses billige Argument gibt es schon seit ewiger Zeit immer irgendwo im
        Abverkauf und es wird quasi fast gratis unters Volk gebracht. Ehrlichgesagt wäre ich sogar verwundert gewesen, wenn dir was besseres eingefallen wäre… Mich juckt das jedenfalls null.

        Verwundert war ich allerdings tatsächlich, dass du dann noch ne regelrechte Fleißarbeit zum Thema ablieferst; – grad so wie ein Pennäler in alten Zeiten,
        der wegen irgendnem Kleinscheiss ne Strafarbeit aufgebrummt bekam.
        Darüber habe ich mich dann wirklich köstlich amüsiert…haste brav gemacht…
        wär aber irgendwie schon schlauer gewesen, das deinem Schnitzelfeldzug
        voranzustellen, damit man wenigsten halbwegs kapieren kann, wieso du
        plötzlich den Schaum vorm Mund hast. So haste halt den Start deiner dollen Kampagne dummerweise irgendwie selber versemmelt. Tja..

        Dass du mir dann noch vorwirfst ich hätte ja gar kein Handy und deswegen auch
        null Ahnung von social media ist meinetwegen ein netter aber halt komplett
        vergeblicher Versuch nen Punkt zu landen, weil er schlichtweg nicht stimmt.
        Klar hab ich ein Handy weil man ja bei Zahlungen ohne diese Freischalt -SMS gar nicht weiterkommt, aber meine Nr geht niemanden was an, weil ich das nur dafür benutze und es ansonsten ausgeschaltet in ner Schreibtischschublade rumliegt.
        Ich habe halt keinen Bock, mir wie ein dressierter Schimpanse meinen Tages-
        ablauf von Alertgebimmel oder ner zappelden Hosentasche diktieren zu lassen. Punkt aus Ende.
        Und dass man sich den ganzen Tiktok-, Insta- UtubeTrash auch am Rechner
        geben kann, wenn einem halt ums verrecken nix besseres einfällt weißt du ja
        schon, oder? Naja ; mir auch egal.

        Unterirdischste Schublade ist aber, dass du mir wegen deiner Falschannahmen
        eintütest, es gebe ja gar nix worüber ich mich mit dir unterhalten könne.
        Klaro, du schwebst ja mit deiner Weisheit in anderen Hemisphären und verbietest mir also ganz sebstverständlich das Wort .
        Jungejunge, das was da lieferst ist allerplumpestes Foulspiel für das du sogar in ner berühmt-berüchtigten Knochenbrecher Kreisliga nicht etwa mit mem Frei-
        stoß für die Gegner durchkämst, sondern ruckizucki > Platzverweis.

        Nun gut , gebongt. Die meisten Menschen mögen es nicht so gerne, wenn sie
        überraschenderweise persönlich und „völlig zu Unrecht- klaro – “ kritisiert
        werden. Da wird man dann halt mal zum Tier – ganz normales Verhalten..
        Ebenso normal wie der Umstand, dass viele Männer um die 60 irgendwann
        so ne Art nagende allgemeine Unzufriedenheit entwickeln.

        Meist beginnt das damit, dass einem die frühere Geschmeidigkeit abhanden kommt. Bald gesellen sich erste Zipperlein dazu und irgendwann beginnen
        ernstere Malaisen. Dann dämmert einem so langsam, dass die Ideen auch nicht
        mehr so locker sprudeln und dass die Welt eben nicht mehr wartet auf die siebenundneunzigste Variante von Krautsalat, Ofengemüsevarianten und in viel Fett gebratenen Fleischstücken.

        Es wird also allmählich Zeit für die Suche nach den Schuldigen.
        Häufig werden zunächst einmal genaueste Listen mit den Vergehen anderer gesammelt – wer weiß wofür die noch mal nützlich sein könnten-..
        Manche begnügen sich mit der Kontrolle der Kehrwoche oder inkorrekter
        Mülltrennung der Nachbarn; andere behalten genauestens den störenden
        Lärm ungezogener Jugendlicher in der Abenddämmerung im festen Blick;
        und gelegentlich widmet sich einer gründlichst dem allmählichen Niedergang
        der heimischen Restaurantkultur; inclusive penibelst erstellter Fakten zu den
        früheren feindlichen Übernahmen und den entsprechenden Akteuren usw.
        bis hin zur bitteren Erkenntnis, dass es nun noch viel schlimmer geworden ist
        weil finstere Mächte ganz frech an der Ausrottung und Unterjochung der liebgewonnenen Traditionen und Gepflogenheiten arbeiten.
        Endlich sind jetzt mit eindeutigen Beweisen die Gegner und Verursacher allen Übels identifiziert und es kann nun mit großem Tschingdarassabumm der
        Große Kreuzzug zur Verteidigung des Heimatlandes, seiner Traditionen und der
        glorreichen und um so vieles besseren Vergangenheit ausgerufen werden.

        Die selbstverständlich nötige Rekrutierung von treuen Gesinnungsgenossen geht hier ja schon mal gut voran, wenn man sieht wie viele sich plötzlich als
        wackere Verfechter der deutschen Kulinarik und als Halal –Phobiker outen.

        Eigentlich müsste man jetzt herzlich lachen über diesen abgefahrenen wilden Twist im Plot, aber es ist letztlich halt leider einfach nur lächerlich und bitter.

        Keine Sorge, ich werde niemanden mehr hier mit meiner Meinung und meinen anscheinend unpassenden Überzeugungen behelligen.
        Dafür ist mir meine Zeit echt zu schade , und ich werde allenfalls mal ab und an das weitere Geschehen als schweigender und genüsslich in mich reingrinsender
        Zaungast verfolgen. Dazu entwickelt sich diese Geschichte dann doch zu absurd um sich das entgehen zu lassen.
        Aber mir wird das hier gerade einfach zu doof und ich sag
        tschüss, ich bin dann mal weg.

        Jörg,
        ich bedanke mich aufrichtig für die ganze lustige , anregende und interessante Zeit voller teilweise überraschender Begebenheiten hier in deinem Blog.
        Ich mochte das gerne.

        Aber bitte tu mir einen Gefallen: Genieße nach Kräften den Vermouth aber
        verhunze damit nicht eine der braune Soßen, die du hier gerade so großzügig verteilst. Das wäre ganz und gar unpassend: Vermouth ist halt nun mal so gar nix urdeutsches und hat ja darin deswegen eh nix verloren.
        Nehm einfach Jägermeister, das kennen doch alle noch aus der Dorfkneipe und da sind ja dann auch viele Kräuter drin.

        • Haifisch

          @Peter: ich vesteh dich.
          Schade, ich lese dich gern.
          Ich freu mich, dich wieder zu lesen.

        • Der erste Totschläger kam von Dir. Da ist man gleich islamophob und ausländerfeindlich, wenn man die Zustände beschreibt. Dafür kann ich leider auch nichts, dass die Leute um die es hier geht, alle gemeinsam haben, die gleiche Religion und den gleichen Kulturkreis zu haben. Das scheint die Grundvoraussetzung für dieses Phänomen zu sein und es zu bedingen. Ich gebe zu bedenken, dass es in der Türkei, oder im arabischen Raum mit Sicherheit komisch aufgenommen würde, wenn ich da in einem Laden, regionale Küche mit Schwein adaptiert anbieten würde, weil mir das persönlich besser gefällt. Ersatzweise oder zusätzlich vermurkse ich die regionalen Spezialitäten noch mit irgendwelchen neumodischen Marotten, die da nichts zu suchen haben, sagen wir mal Toffifee im Bulgur. Da bekäme ich mit Sicherheit keine Dankschreiben, sondern sie würden mir die Bude abfackeln.

        • AnneD

          Seit 10 Jahren lese ich hier mit, habe einiges nachgekocht , aber jetzt ist Schluß.Dieses ewige Stänkern bin ich leid.
          Der Hammer war aber wie er auf dich losgegangen ist, tiefste Schublade.
          Da gibt es Kochblogs wo ein anderer Ton herrscht

      • Petra

        Nach langer Zeit mal wieder mitgelesen und ich kann deinen Ausführungen nur zu 100% zustimmen.
        Und es gibt einen netten, alten Spruch: Allen Menschen Recht getan – ist eine Kunst, die keiner kann. Steht in meinem Poesiealbum. Eingetragen von meiner Grundschullehrerin. Und dieser Spruch gilt auch für Meinungen.
        Und wenn aus dem Zug des Lebens, sich Menschen verabschieden, die mit einem Statement nicht zurecht kommen, dann sollen sie aussteigen und ein eventuell weiteres, schönes Leben sei ihnen gegönnt.

        • Danke für die warmen Worte. Ich will keinen vertreiben und keinen ausgrenzen und das habe ich wortreich erklärt. Wenn das immer noch nicht reicht, kann ich es leider auch nicht helfen

  • Zandra

    Ich bin eigentlich ein stiller Rezepteleser. Aber das geht mir auch zu weit. Gerade zur Zeit, wo jeder gegen jeden ist, sollte man seinen gesunden Menschenverstand noch behalten und nicht noch mitmischen. Ich frage mich auch was ein Kochblog mit Deiner persönlichen religiösen oder politischen Ansicht zu tun hat. Und alle so über einen Kamm zu scheren finde ich auch etwas merkwürdig. Es gibt in jedem Land Menschen, mit denen man nichts zu tun haben möchte und Menschen, die ganz toll sind. Nicht nur kulinarisch wäre da etwas mehr Offenheit doch nett:)

  • Steffen Philipp

    Ich versteh dich, nun haste hier auch eine Truppe von Empörern und Relativierern.
    Naja.
    Tipp an Alle, lest die Blogs und Rezepte, kocht es nach und diskutiert darüber aber lasst bitte jedem seine Meinung.

    • Steht jedem frei das anders zu sehen, oder mir zuzustimmen. Ich muss auch nicht immer mit allen Leuten die gleiche Meinung haben. Das hindert mich aber nicht daran, eine zu haben und dazu zu stehen.

  • AnneD

    Lieber Jörg
    Warum regst du dich über etwas auf was du doch nicht ändern kannst?
    Ich meinendas ganz ehrlich und nicht ironisch.
    Du kochst für deine Familie frisch, abwechslungsreich und lecker, alles andere soll dir doch egal sein.
    Liebe Grüße
    AnneD aus NRW

    • Ich kann mich doch auch über Dinge aufregen, die ich nicht ändern kann, weil sie mir nicht gefallen. Ich bin auch mal unterwegs und esse auswärts. Außerdem hat das Einfluß auf die Essgewohnheiten der Gesamtgesellschaft.

  • Haifisch

    Jeder kann denken was er will.

    Ich finde aber, bei aller Liebe zu Multikulti,
    dass Jörg eine Entwicklung beschreibt,
    die mal mehr, mal weniger schlimm zutrifft.

    Jetzt kann man streiten, warum das so ist.
    Da wird es dann spannend.
    Die Tatsachen aus falschverstandener
    Weltoffenheit verleugnen bringt nix.

    Peter hat ja recht, wenn er moniert,
    das Schnitzel ist aus Istanbul zu uns gekommen.
    Nun, damals wars auch noch christliches Land, oder?

    Wir HABEN eine schleichende
    Veränderung der Gastronomie.
    Ob wir das als Völkerwanderung
    mit zugehöriger Veränderung der Küche
    hin zu den Zugewanderten verstehen wollen,
    oder als Diktat der Zugewanderten,
    die ihre Küche (hier halal) mitbringen,
    und der immer weniger werdenen
    alten Bevölkerung “aufzwingen”,
    darüber lässt sich trefflich streiten.

    Fakt ist, die fette und fleischlastige
    Nachkriegsküche stirbt aus.
    Ich rede von der Gastronomie.
    Privat wird das zwar weniger,
    aber immer noch gekocht.
    Soweit ich weiss.

    Mit der sterbenden Nachkriegsküche
    sterben auch die traditionellen Gerichte und Lokale,
    mit denen meine Generation aufgewachsen ist.
    Und damit das typische Dreierlei
    aus Fleisch, Beilage und Kohlenhydrat.
    Innereien sind inzwischen bähh,
    Fleisch ist nur noch “Filet”.

    Ob das nur schlecht ist,
    darüber lässt sich auch streiten.
    Denn das Zeug damals war zwar “deutscher”,
    aber nicht unbedingt gesund und zuträglich.
    Ausser man war Bauarbeiter oder sowas.

    Besides: Viele der Nachkriegküchen-Verfechter
    starben / sterben an Krebs,
    wegen der nicht wirklich zuträglichen Küche.
    (Tierhaltung, Abiotika, Futter, Essenzusammensetzung, ..usw.)
    Das wird aktuell besser,
    wobei sich das rasch ändern kann,
    wenn der Koch “Convenience” heisst.

    Bei aussterbender alter Gastronomie
    denk ich zum Beispiel an Wienerwald.
    An Blockhouse. An den Fischkutter
    mit den frisch gekochten Krabben.
    (den selbstgefangenen, nicht denen aus Cittygrossmarkt).

    Die klassische Currywurstbude in Berlin.
    Und so weiter. Gibt einiges, was verdrängt wurde.
    Der Maronistand im Winter.
    Der Bäcker mit den guten Semmeln.
    Heute sind die alle gleich schauerlich…

    Nur – der einzige Weg, das aufzuhalten wäre:
    Einen Laden aufmachen, der das wieder anbietet.
    Nur – wer macht das noch? Wer kauft das dann?
    Viel Arbeit, wenig Geld, und das 7 Tage die Woche?

    Ich habe auch schon darüber nachgedacht.
    Nur – das ist einfach nicht wirklich rentabel.
    Ausser: ich machs wie die T+A,
    die einfach handeln.
    Die handeln mit “Alles”.
    Essen, Teppiche, Telefone, egal was.
    Döner und soweiter gehören auch dazu.

    Und dann – steh ich auch 1x die Woche im Grosshandel
    und kaufe die billigesten “selbstgemachten” Sachen.
    Weil es sonst gegen die T+A nicht konkurrieren kann…
    Selbst IKEA bietet inzwischen vegane Würstchen.
    Nicht weil die vegan sind,
    sondern weil viel billiger herstellbar / einkaufbar.

    Eine andere Idee wäre: genau ein Gericht anbieten,
    so wie die asiatischen Strassenküchen..

    Nun. Ich mache es nicht.
    Also halte ich die Veränderung der Gastronomie auch nicht auf.
    Besides: Es gibt ja auch gute Küche, die ist aber teuer…

    Also kann ich den halal-Kram
    nur noch in meiner privaten Küche meiden
    oder kochen, wenn es mir einfach schmeckt.
    Klare Ansage: Es geht um Essen,
    nicht um irgendeine Politik oder Religion.

    Ausnahme: Tiere schächten geht gar nicht.
    Ich will das Tier essen,
    nicht ihm beim langsam sterben zuschauen.
    Genausowenig wie ich frische,
    gebratene Hühnerfüsse NICHT essen will.
    Egal ob das eine Delikatesse ist oder nicht.
    Die sind so frisch, weil die lebenden Hühner
    ins Fett getaucht werden, räusper…
    genauer, deren Füsse.
    Das ist nicht halal, sondern asiatisch.
    Und aus meiner Sicht grausam und unnötig.

    Besides: mir fällt die Aggression
    in den social media langsam unangenehm auf.
    Ich diskutiere gern, ich denke gern nach,
    ich lerne dabei oft dazu, und sei es nur
    eine mir fremde Perspektive.
    Diese teilweise
    so einfach rausgehauenen Kommis
    sind für mich (ver-)störend, machen mich traurig.

    Da bewegen sich manche
    wie die sprichwörtliche Abrissbirne
    durch den Buchstabenwald.

    Das ist sehr schade.
    Ich schreibe und lese nun
    schon weit über ein Jahr hier mit.
    Und auch wenns hier manchmal
    polemisch und auch wild zugeht,
    das ist kein Vergleich
    mit diesen Buchstabenwäldern,
    die ich vorhin ansprach.

    Hier spüre ich die Menschen dahinter,
    den wachen Verstand, der liest und schreibt,
    der sich an der aktuellen Situation reibt.

    In diesem Sinne – habt noch einen schönen Abend 🙂

    • Vor allem sage ich nichts generell gegen Türken und Araber, sondern stelle lediglich fest dass die Leute bei denen ich dieses Diktat vernehme Türken und Araber sind. Deswegen sage ich nichts gegen die Leute, die nicht in der Gastronomie tätig sind, oder nicht so nen Zirkus machen

  • Haifisch

    @Jörg: Das ist so. Nicht wahr?
    Dir ging es um diese
    langsam unangenehme Veränderung
    der Einkaufsstrassen-Gastronomie.

    Döner an Döner an was-weiss-ich.
    Im Laden riecht es unangenehm,
    die Verkäufer sind bekifft und/oder unhöflich.
    Köche sind das keine. Sicher nicht.

    Eher Schulabbrecher.
    Du wollen was?
    Ah, mit ohne Brot. Gut – Döner-Box?
    Gut, probiere ich. Ohne Fritten.
    Mit gestecktem Spiess.
    Ergebnis: mit Fritten. Mit Wurstmasse.
    Ich weise das Zeug zurück.
    Offensichtlich agressiv bereitet
    der A+T eine neue Box zu.
    Ich stand ungelogen 45min im Laden.
    Dann bekam ich das, was ich wollte,
    und es schmeckte nicht.
    Und ich stank nach altem fett.
    Dieser Döner ist für mich tot. Nie wieder.

    Das ist mir erst vor ungefähr 2 Wochen passiert.
    Ich bin die Döner in Berlin gewohnt.
    Na gut, das war vor 20 Jahren.
    Binnen 3min fertiger Döner.
    Nette, alerte Bedienung, leckerer Döner.
    Frisch abgeschnittenes Fleisch,
    frisches Gemüse, selbstgemachte Sosse.
    Im Hinterzimmer schneidet Mama frisch Gemüse.
    Leckeres Brot oder eben keins.

    Du hast einfach recht Jörg:
    Diese neue Art Fress-/Futter-Zubereitung
    spricht von massiver Verachtung der Kunden.
    Die Kunden sollen überhöhte Preise zahlen
    und ansonsten das Maul halten. Sonst nichts.
    Irgendwie passend zur Indrustrie-Fleischherstellung.
    Kuh / Huhn – friss – es gibt nichts anderes.

    Du meintest auch nicht die privaten Köche am Herd.
    Sicher nicht. Aber genau dort ist die letze
    Rückzugsnische für normales einheimisches Essen,
    das nicht in der 3Sterne-Gastro hergestellt wurde.
    Von ausgelernten Köchen.

    Und genau dort, am Wohnungsherd,
    dort stirbt das Kochen auch teilweise.
    Convenience-bedingt, oder auch
    weil schon die Eltern nur Convenience machten.

    Das, was du immer wieder so genervt konnotierst,
    das ist eine echte Entwicklung.
    Keine gefühlte Wahrnehmung.
    Es trifft sicher nicht alle, aber es trifft nahezu alle,
    die sich besserwisserisch,
    mit riesiger Empörungswelle
    durch die Foren / Blogs bewegen.

    Es ist ja auch kein Zufall,
    dass die Blogs usw. um das Thema kochen
    wie die Pilze aus dem Boden schiessen.
    Früher, vor 10 Jahren, gabs Chefkoch.
    Jetzt gibt es sehr viel Verschiedenes.
    Und die wenigsten haben einen professionellen HIntergrund.

    Ich denke an Galtzkoch, Wesfood,
    Maria-es-schmeckt, Reise-Food, und so weiter,
    und so weiter. Gemeinsam ist vielen,
    aber ohne Glatzkoch/Wesfood:
    Es sind Klickmaschinen
    und Datenabgreifmaschinen. Leider.

    Die die dann keine Klickmaschinen sind,
    das sind dann ambitionierte do-it-yourself-Köche.
    Die ein Bedürfnis, eine Nische im Netz bedienen.
    Normales Essen ohne zuviel Schnickschnack.

    Also: Dein Aufreger weiter oben
    ist vielleicht nicht in schön gesetzten Worten dahergekommen,
    manchen Mitmensche zu wild gewesen.

    Aber: er entspricht meiner Wahrnehmung
    einers immer grösser werdenden Problems,
    oder neutraler: einer Entwicklung, die ich nicht mag…
    und ganz klar: NICHT SCHMECKT!

    Das geht so weit, dass die Hühnerbratereien,
    also diese Wägen mit gebrateten halben Hähnchen
    von mir kategorsich gemieden werden.
    Warum? Weil die Hühner grauenhaft schmecken.
    Billigste Viecher, Massenhaltung. Das schmecke ich,
    und ich habs mehrfach ausprobiert,
    weil die eigentlich lecker riechen.
    Aber nur das.
    Wenn man dann ins Hühnchen beisst,
    vergeht einem alles. Entweder altes Hühnchen,
    (Salmonellen oder was weiss ich, eklig)
    oder so ein undefinierbaer widerlicher Geschmack.
    Antibiotika oder was weiss ich, auch widerlich.

    Nn hab ich 2x Mal sehr lange geschrieben.
    Weil das, was Du, Jörg, schreibst,
    im Kern meine eigene Wahrnehmung ist.
    Natürlich hat Peter auch recht,
    bei uns / bei Dir verschmelzen Einfüsse aus aller Welt.

    Trotzdem: In den Einkaufsstrassen,
    wo man schnell mal eben was Warmes essen will,
    wird es immer schwerer,
    etwas Leckeres und Preiswertes zu bekommen.

    • Das ist eins zu eins meine Wahrnehmung und das hast Du gut beschrieben. Mir geht zusätzlich dieser Halalzwang auf den Geist. Da laufen solche Typen rum, die wie früher auf dem Dorf rumgaffen, wer halaler ist als der andere und prangern die dann an, mit ihren ganzen Spitzfindigkeiten. Das ist so ein unmögliches Verhalten, wie bei meiner Oma auf dem Dorf, wer Sonntag zuerst den Gehweg geharkt hatte und in der Kirche war, wer schon auf dem Friedhof geharkt hatte, wer an Geburtstag, Volkstrauertag, Todestag, Weihnachen, Ostern, Pfingsten zuerst Blumen auf das Grab gelegt hatte, wer kurze Röcke und knappe Hosen trug, mit wem rungehühnert hat und den ganzen Scheiß, der einen nichts angeht. Ich habe es dort deswegen immer gehasst, weil es immer nur darum ging, was andere Leute über einen gedacht und gesagt haben, weil die selbst auch nur über jeden rumgehetzt haben. Ich bin auch gegen diese Verdorfung von Städten, weil sich da irgendwelche Newcomer als moralische Instanz aufspielen und über andere quatschen und auf die Druck ausüben. Wenn ich Essengehen will, dann möchte ich nicht schlechter essen als ich könnte, nur weil dem Koch seine Religion im Wege steht. Er soll es ja nicht essen. Dass er es handwerklich nicht besser als tiefgekühlt kann, steht noch auf einem anderen Blatt.

  • Barbara

    Das Problem ist doch, dass es nur wenige sind, die so genau beobachten wie du, Haifisch, und Jörg.
    Es ist alles richtig, was ihr sagt, das Gros begreift aber nicht, was hier geschieht.
    Die Übernahme auf kulinarischer Ebene ist doch nur ein Aspekt. Könnte eine Liste hier anfügen, werfe nur St. Martinszug vs. Lichterfest in den Ring.
    Ich mag eigentlich gerne uigurisches Essen, die machen so gute Nudelgerichte. Aber zu trinken bekommst du nur Ayran, Tee oder Softdrinks, und natürlich ist der Laden halal. Müssen andere am Laufen halten, Schulternzuck.

  • Haifisch

    @Barbara, Esther:
    “Übernahme beim Essen nur 1 Aspekt”
    Aber ja, das stimmt völlig.
    Weihnachtsmarkt, St. Martin, usw.
    5Mio “Neubürger” versus 70Mio Altbürger.
    Das knallts bereits gewaltig.

    Ich musste grade lachen: ja,
    ich esse gern uigurisch, mongolisch.
    Das ist ein Ausflug in eine andere Welt,
    von mir dann gewollt und akzeptiert.

    Ayran und halal,
    nun – das ist dann uigurisch,
    oder mongolisch (ohne halal).
    Wenn ich dort essen gehe,
    erwarte ich nichts anderes.
    Wenn ich aus dem Laden geh,
    geh ich zurück in meine Welt.

    Aber die übernommene Würstelbude,
    der kaputtgegangene Bäcker,
    der kleine Laden,
    da erwarte ich irgendwie
    dass hinterher wieder so einer einzieht,
    der dann so was Ähnliches macht.
    Nicht eine “halal” Dönerbude Nummer 45.
    Oder nicht-Döner, egal – Hauptsache “halal”

    Wenn ich dann durch die halbe Stadt muss
    um ein normales Stück Fleisch, nicht halal,
    zu bekommen, dann stimmt einfach was nicht (mehr).

    Als Gast, für kurze Zeit,
    als Tourist, vorübergehend
    die Sitten anderer Leute zu akzeptieren
    das finde ich normal. Ist spannend.

    Aber wenn ich dann jeden Tag
    zuhause.. ne, das will ich dann nicht.
    Wenn ich so leben will,
    kann ich ja in die Türkei oder in irgendein
    islamisch geprägtes Land ziehen.

    • Das war in Bremen schon 20 Jahre lang so, dass man für eine deutsche Bratwurst bis zum Hauptbahnhof fahren musste, aber selbst der Laden hat mittlerweile geschlossen. Bremen ist aber auch definitiv verloren. Alle Schlachter von früher sind weg, da regiert nur noch Multikulti und halal.

  • Esther

    @ Haifisch
    Es ist genau das, was ich an unseren Reisen nach Spanien und Portugal liebe: Man besucht ein kleines Lokal und bekommt spanisches / portugiesisches Essen von Einheimischen. Wir haben die urigsten Sachen erlebt, die Gastfreundschaft, das Original! Den älteren Herren mit Kochschürze, der nachschaut, ob es einem schmeckt ( Porto ). Mutter und Tochter, die in einem winzigen Lokal göttlichen Stockfisch zubereiteten ( Lissabon ). Die Boote, die fangfrischen Fisch oder Muscheln bringen, besonders Sardinen ( Malaga ). Die Oma, die uns in die Kochtöpfe schauen ließ – und mir einen Kuß auf die Wange gab ( Ithaka ). Ich kann nicht beschrieben, wie glücklich mich diese Erlebnisse machen.

    Mein Mann und ich pflegen im Urlaub einen Running Gag. Egal in welchem Land, wir gehen einmal Indisch essen. Dort kochen und servieren immer Inder. Auch in Barcelona haben wir dieses Ziel erreicht, da sprach uns der Inhaber auf Deutsch an, er arbeitete jahrelang in Köln. In Lissabon hatte der Indische Geschäftsführer einen Vetter in Deutschland. Auf Madeira waren wir beim Inder. Auf Teneriffa haben wir das Essen extra scharf bestellt, so dass das Indische Service-Personal besorgt nach uns sah, ob wir vom Stuhl fallen. Und vor Kurzem haben wir auch in Malaga lecker Indisch gegessen; in den Jahren zuvor in Sevilla und Madrid. Da sah man keinen Spanier in der Küche. Aber als Gast.

    Bald wird in Valencia zumindest ein Mal Indisch gespeist. Es würde mich irritieren, wenn der Koch ein blonder Deutscher wäre. 😉

    • Haifisch

      @Esther: kicher…
      indisch at its best…
      Das muss ich auch mal versuchen.
      Ich fange morgen in Wien an, kicher…
      Das wird lustig.

      Mein uralter Onkel wird die Ehre haben,
      da etwas zu finden. Er ist waschechter Wiener.
      Bin schon gespannt, was er macht – lach…

    • Ich kann mit indischer Küche nichts anfangen, aber ich finde die Begebenheit lustig

      • Esther

        Jörg, falls Du in Köln die Messe besuchst, weiß ich, was ich koche. 😉

        In Wien entführten mich Freunde, Wiener seit Generationen, in drei verschiedene Beisl. Diese traditionellen Lokale sind äußerst eigen und gemütlich. In einem sahen die Wandpaneele fast fettig aus. Das Personal serviert mit dem berühmten Wiener Schmäh, leicht stachelig mit Humor, einfach hinreißend. Ich bemühe mich stets, eine feine Frau zu sein, aber bei all dem Zauber platzte prompt das schmerzfreie Kölsche hervor. Wir amüsierten uns prächtig.

        Und dann kam das echte, perfekte Kalbsschnitzel. Meine Freunde beobachteten mich beim ersten Bissen. Das hauchdünne Fleischstück war tränentreibend gut. War man auf den Mount Everest, reizt das Matterhorn nicht mehr.

        Haifisch, ich wünsche Dir eine gute Zeit in Wien. Pass bitte gut auf Deinen greisen Onkel auf, was er beim Inder bestellt. Nicht daß es das letzte Gericht für ihn ist. 😉

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