Kartoffelsalat aus Simonetta festkochend

Kartoffeln sind echt so krasser Scheiß. Hätte ich niemals gedacht wieviele Sorten es gibt und was da für Unterschiede vorhanden sind. Das gilt für die unterschiedlichen Ausrichtungen, festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend, aber auch innerhalb der Sortenvielfalt. Bei Edeka habe ich diese Simonetta Kartoffeln im Angebot gefunden. Richtig fest, richtig gelbes Fleisch, total dreckig, was ich irgendwie auch als Qualitätskriterium empfinde und als wenn das nicht reichen würde, sind die auch noch bio. Daraus habe ich als erstes einen ziemlich geilen Kartoffelsalat gemacht, der den Winterblues vertreiben hilft, denn der schmeckt nach Sonne. 1,5 Kilo für einen Euro und elf Cent.

Zutaten:

800 Gramm Simonetta Kartoffeln
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer aus der Mühle
1 rote Zwiebel
70 Gramm Ruccola
250 Gramm Minitomaten
1 Teelöffel Senf
50 Milliliter Rapsöl
50 Milliliter Balsamicoessig

Die Kartoffeln wasche ich erst einmal

Guter Preis

Sorte, falls Ihr die auch bekommen könnt, ansonsten auf die to do Liste nehmen

Kartoffeln in drei Minuten unter Druck kochen, oder 22 Minuten im normalen Kochtopf bis sich die Schale löst

Topf aufheizen

Schon fertig

Kartoffeln ausdampfen lassen, Ich habe die komplett gekocht, verwende jetzt aber nur einen Teil davon. Nach 12 Stunden bilden die Kartoffeln resistente Stärke, dann treiben sie den Blutzucker nicht mehr hoch. Dann sind sie für mich optimal. Entweder lässt man sie jetzt alle 12 Stunden oder einen Tag liegen, wenn man darauf achten muss, oder verwendet sie spontan. Ich lagere die Kartoffeln im Kühlschrank.

Das ist der Teil den ich für den Kartoffelsalat verwende, da pelle ich die Schale ab.

Gepellte Kartoffeln in Scheiben schneiden

Kartoffeln mit gehackter Petersilie bestreuen

Senf

Tomaten zerkleinern

Ruccola zerkleinern

Tomaten und Ruccola in die Salatschüssel geben

Balsamico Essig

Salz

Rapsöl

Pfeffer aus der Mühle

Rote Zwiebel abziehen und zerkleinern

Alles in die Schüssel geben und vermischen

Der Salat schmeckt traumhaft lecker. Einer meiner Favoriten. Sehr frisch, tolles Dressing, ordentlich bums. Gefällt mir sehr.

Hier ist der Kartoffelsalat solitär in einer Schale angerichtet

Hier auf einem Teller mit einer sensationellen dicken Rippe und Krautsalat aus Wirsing.

Sehr zu empfehlen. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

12 Kommentare

  • Esther

    Derzeit köcheln namenlose Festkochende im Pott, die Vorbereitung für die obige Kreation. Was Du alleine an Kartoffelsalat-Rezepten raushaust, ist stattlich. Ich freue mich auf die Zubereitung und die Verkostung und gebe beizeiten meinen ( selbstgemachten ) Senf dazu ab.

  • Esther

    Leider war kein Rucola zu bekommen. Er ist immerhin ein wichtiger Bestandteil. Also machte ich einen hybriden Kartoffelsalat aus diesem Rezept mit Tomaten und dem mit dem Bacon.

    Er war gut und saftig, aber hat mich nicht ganz überzeugt. Irgendetwas fehlte. Es muß ein zweiter Versuch her, wenn ich an Rucola gelange.

    Rucola mochte ich nicht, bis vor 20 Jahren eine Pizzeria in unserem Viertel eröffnete mit einem begnadeten Koch, er setzte Rucola final auf die Steinofenpizza. Zunächst war ich nicht erfreut, aber beim ersten Bissen war mir klar, wie gut sich alles zusammen fügte.

    Leider zog die Familie wegen Streitigkeiten mit dem Besitzer der Immobilie weg. Sie sollten für den Strom der Tochter und deren Familie aufkommen, die nebenan lebte. Der Besitzer lebt in Athen und hat seit dem nur noch Probleme mit dem Laden. Scheiße gelaufen.

    • Ich kann überall Rucola bekommen. Zumindest gesichert immer bei Edeka, oder Rewe.

    • Haifisch

      @Esther: Ohne die Hintergründe zu kennen,
      kann ich kaum was zu der Pizzeria sagen.
      Trotzdem: Es ist so hanebüchen,
      als neutraler Leser muss man fast reagieren.

      Es klingt schon sehr seltsam,
      dass der offensichtlich griechische Besitzer
      den italienischen Pächter so behandelt.
      Der Pächter soll den Strom der Tochter des Griechen zahlen?
      Das klingt nach nicht gelesenem Kleingedrucktem.
      (Das nebenbei auch unanständig formuliert sein musste).

      Rucola ist etwas feines.
      Ich hab das Zeug eine zeitlang überall dazu gegessen.
      Inzwischen seltener, aber immer noch gern.

      Schönes Silvester wünscht der Haifisch

      • Esther

        Meine Erfahrung mit den werten Hellenen im Urlaub und sonstigen Begegnungen ist, dass sie sehr geschäftstüchtig sind.

        Bei einer Zugreise saß ein griechischstämmiger Mann neben mir und fragte unverblümt, was ich verdiene, ob ich Kinder mag und bereit wäre, die Eltern zu versorgen. In einer Kölschen Kneipe widerfuhr mir Ähnliches mit einem Herren. Einfach so aus dem Stand heraus, dem war nichts vorausgegangen. Ich blieb freundlich, war über das Werbungsverhalten verblüfft und beantwortete nichts.

        Aber mir kam der Gedanke, dass die Idee einer Liebesheirat recht neu ist. Früher fusionierten bei einer Eheschließung zwei Familien zum Nutzen aller. Als ich meiner Oma meinen heutigen Mann vorstellte, fragte sie hinterher: Ist er in Arbeit? Kann er dich versorgen? Wie geht er mit seiner Mutter um?

        Die andere Oma, die Mutter meines Vaters, meinte zu mir: Kind, Männer sind alle Schweine. Und Dein Vater ist ein Arschloch. Heirate einen reichen Kerl, dann kannst du dir wenigstens etwas kaufen, wenn du frustriert bist.

        Gerade muß ich so lachen. Vermutlich hat jede Ansicht ihre Berechtigung.

        Guten Rutsch!

      • Dir auch einen guten Rutsch. Ich esse gerade mein letztes Eis des Jahres, habe ein paar Feuerwerksartikel aus dem Lager geholt und kümmere mich anschließend darum, dass das von meinen Kindern eingeforderte Raclette nicht so langweilig wird.

    • Es kommt häufig vor, dass jemand Rucola nicht mag – und dann, plötzlich in einer Pizzeria kommt Rucola auf das Teigstück oder in den Salat und diese Gemüsepflanze schmeckt. Das kann daran liegen, dass italienische Rucola viel milder ist als deutsche Rucola. Der deutsche Name für Rucola ist Rauke und die Gartenrauke ist die mildeste Sorte. Die Wegrauke ist häufig als Wildpflanze anzutreffen und enthält das meisten Senföl. Inzwischen gibt es die Hybridzüchtungen ’Runway’, die würzig mild schmeckt und meist in den Supermärkten oder auf Wochenmärkten angeboten wird.

      • Wo hast Du Dich denn so lange versteckt? Schöne Expertise, gefällt mir sehr.

        • Esther

          Finde ich auch und freue mich über Toettchens Anwesenheit. Seine Internet-Seite habe ich mir angesehen und bin erstaunt, viele Knödelrezepte zu sehen.
          Ich bin nämlich auf den Kloß gekommen. Heute wurden übrigens die ersten Germknödel gemacht. Gefüllt mit selbstgemachter Pflaumenmarmelade und selbstgemachter Vanillesoße. Zum Reinstetzen. Ohne Nachgeschmack von Chemie wie bei den Gekauften.

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