Pommes frites aus mehliger Lilly
Von der mehligen Lilly hatte ich zwei Säcke mit insgesamt 5 Kilo. Einen Sack habe ich zu Kartoffelklößen verarbeitet. Kartoffelsalat traue ich mich ehrlich gesagt nicht aus einer mehligen Kartoffel zu machen, es sei denn einer von Euch ruft rein, dass das so elementar ist wie zu heiraten, ein Haus zu bauen und Söhne zu zeugen. Auf Pommes frites wäre ich auch nicht automatisch gekommen, aber ich habe das bei Heston Blumenthal gelesen, dass er Pommes frites mit mehligen Kartoffeln macht. Der besingt, bespricht, kocht sie vor und friert sie ein, bevor sie dann am Ende doppelt frittiert werden. Dazu fehlt mir irgendwie die Muße, aber ich habe hier immer strenge Testesser, inklusive einer schwer zu begeisternden Ehefrau. Mit denen kann ich die Probe auf’s Exempel machen, ob es irgendwem aus dem Mund staubt. Es werde Pommes

Zutaten:
1,5 Kilo Lilly Kartoffeln mehlig
Rapsöl
grobes Salz

Kartoffeln abwaschen, damit die Erde runtergeht

Es hat sich bei mir bewährt, die Pommes bei der Zubereitung im Ofen auf Backpapier zu legen. Dann kleben sie nicht am Backblech fest

Mit Rapsöl besprenkeln. Ich messe nicht nach, aber auf das großer Blech werden es schon 80 Milliliter sein,.

Backofen auf 200 Grad Umluft aufheizen

Nach 30 Minuten umdrehen und noch einmal 15 Minuten weiter garen und bräunen

Mit grobem Salz bestreuen

Wohl bekommt’s. Die Kinderschar fordert dazu immer frische, selbst gemachte Mayonnaise. Die Pommes frites haben den Herrschaften zur dicken Rippe gemundet, selbst meine kritische Ehefrau hat sie am Ende auf Nachfrage gelobt. Die Lilly hat in der Tat einen sehr feinen Geschmack, den ich Euch ans Herz legen möchte. Eine perfekte Begleitung zu Wurst, Schnitzel und Steakgerichten.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
Und – wie magst sie jetzt lieber?
Pommes mehlig oder festkochend?
Ich mach die nur noch mehlig, mag es lieber.
Sehr gern mit Sosse rot-weiss.
Ohne weitere Proteine, egal welche
Ich habe Euch meine aktuelle Lieblingskartoffelsorte noch gar nicht gezeigt
🙂
Kommt noch
Dann wird es aber Zeit! Ich bereite heute ein Püree aus der Kartoffelsorte “Institute de Beauvais” zu!
Oha, wo gibt es denn so ne Kostbarkeit?
Im Netzt etwas suchen, da gibt es zwei drei Händler, die auf Kartoffeln spezialisieret sind.
Ich habe im Netz schon einiges gesucht, aber noch nie Kartoffeln. Dafür waren sie mir nie wichtig genug und ich verbrauche auch zuviel davon, um daraus einen Luxusartikel zu machen. Ich finde den Gedanken aber gut.
klein, braun, dreckig und mehr oder weniger rund? 🙂
Ich bin da ein treuloser Geselle. Meine Lieblingsknolle heißt zur Zeit Belana. Das aber hauptsächlich weil sie hierzulande unsere Wald-und Wiesen-Winterkartoffel ist, sprich, man kriegt das Ding überall günstig. Nein, im Ernst, die Belana taugt auch was. Pommes, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, alles kein Problem. Nur Schupfnudeln nicht, da zickt sie rum.
Belana mag ich auch, aber erst nach der Allians Kartoffel und Linda. Ich habe aber gerade eine echte Hammerkartoffel in Arbeit, die nennt sich Goldmarie. Die hat vielleicht ein tolles FLeisch.