Champignons in Osaft aus dem Ofen
Zu einer Gemüseauswahl gehören für mich immer Champignons. Die sind zwar ein Wackelkandidat, weil sie grundsätzlich irgendwer nicht mag, aber deswegen muss bei zehn verschiedenen Gemüsen auf dem Tisch trotzdem niemand verhungern. Ich halte mich hier strikt an mein Konzept für die kalte Jahreshälfte und mariniere mit Salz; Chiliflocken, Knoblauch, Olivenöl, Orangensaft und Oregano, bevor das Gemüsekollektiv zusammen für 35 bis 40 Minuten im Backofen verschwindet. Ich habe mich selbst ein bisschen erschrocken, wie klein die Champignons im Ofen geworden sind, da würde ich nächstes Mal eine größere Form nutzen, weil die echte Bückware gewesen sind und alle hätten gerne mehr davon gehabt.

Zutaten:
5 größere Champignonköpfe
2 Prisen Salz
1 Prise Chiliflocken
1 Knoblauchzehe
30 Milliliter Olivenöl
50 Milliliter Orangensaft
2 Prisen Oregano
1 Teelöfel gehackte Petersilie

Die Stiele aus den Champignons raustrennen. Mit denen mache ich nichts, die werfe ich heute einfach mal weg

Orangensaft abmessen

Salz und Chiliflocken

Eine Knoblauchzehe pressen und über den Champignons verteilen

Oregano

So schnell kann es gehen und deswegen empfinde ich das auch nicht als große Mühe hier 10 verschiedene Gemüsesorten für die Weiterbehandlung im Ofen zu marinieren, weil es immer wieder gleich ist, damit alles am Ende unterschiedlich schmeckt. Verrückt, oder? Wenn man sich nicht damit beschäftigt, würde man den Eigengeschmack der einzelnen Hauptdarsteller pro Ofenform, gar nicht als so prägnant vermuten. Ich finde das ziemlich wild, dass man damit machen kann was man will, damit es am Ende wieder nach sich selbst schmeckt Deswegen ist sortenreine Zubereitung auch so wichtig, damit sich das nicht vermischt.

Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen und die verschiedenen Gemüse 35 bis 40 Minuten reduzieren und garen.

Das ist so alt wie das Kochen, dass Gemüse mehr nach sich selbst schmeckt, wenn das Wasser rausgegart wurde. Eine meiner persönlichen Lieblingsweisheiten der letzten 12 Jahre täglicher Rezepte für Euch.

Die Pilze schmecken von heiß bis kalt

Frischer schmecken sie auf jeden Fall, wenn man sich noch mit ein bisschen gehackter Petersilie bestreut.

Die ganze Serie gewinnt leider keine Fotopreise, aber ich kann Euch versichern, dass alles durchgehend wie eine Million schmeckt. Die Champignons haben einen angenehmen Biss, sind fruchtig -würzig pikant ausgebaut und selbst Deine Mutter würde sie mögen.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Ach, wie langweilig. Jedes Jahr nach Wehnachten, also im Januar werden wir mit den Vor-, Haupt – oder sonstwie Speisen, die alle die Bockwurst und den Kartoffelsalat vertreiben sollen gelangweilt. Das ist, so wie Jörg immer sagt, so spannend wie die mittlere Beamtenlaufbahn. Also diesmal alles in O-Saft.
Erstens wird in deutschen Wohnzimmern auch Unterschiedliches gegessen an Hl. Abend und wenn es in Familien Tradition ist und alle damit glücklich, dann gibts halt Kartoffelsalat, ist es doch wunderbar. Und Jörg soll sein O-Saft Gemüse schlabbern.
Ist halt so. Es gibt auch Alltag in Kochblogs
Ich kenne das gar nicht, dass es zu Weihnachten Bockwurst und Kartoffelsalat gibt. Evtl. ist das nur in manchen Regionen Deutschlands der Fall? Bei uns gab es in meiner Kindheit meist Blätterteigpastete. Ich wüsste aber nicht, dass das irgendwie Standard ist. Ich komme aus Niedersachsen.
Wenn man älter wird, macht man ja sowieso, was man mag.
Das ganze Gemüse finde ich jedenfalls schon gut. Auf O-Saft als Zutat bin ich noch nicht gekommen, muss ich mal probieren. Aber bestimmt trinken es mir meine Kinder vorher weg…
In Scheeßel bei meiner Oma, gab es die Bockwurst von Schlachter Meinke entweder mit Kartoffelsalat, oder mit Bratkartoffeln. Ich habe das gehasst und ab 11 Jahren bei meinen Eltern das Essen an Heiligabend gekocht, weil mir der Tag zu feierlich für so einen Scheiß war.
Dein Blog erleichtert mir den Alltag, Jörg. Die Freude macht alles leichter. Bald werde ich mehrere Gemüse auf die Art im Ofen zubereiten, der O-Saft steht auf dem Einkaufszettel.
Die von Dir favorisierten Mitköche habe ich online besucht. Von Wes Food habe ich drei Rezepte erfolgreich nachgekocht, bald wage ich mich an Stevan Paul, ein Hähnchengericht von ihm wird bald zubereitet. Mit Brühe und allem drum und dran.
Mir ist es egal, ob ich eventuell wie ein Schleimer rüberkommen könnte – ich bin dankbar, hier gelandet zu sein. Mir ist wichtig, dass Du das weißt, Jörg.
Vielen lieben Dank, wenn sich jemand mit mir freut und / oder die Rezepte nachkocht, dann ist das für mich das größte Lob.