Käsespätzle mit Bergkäse

Käsespätzle sind ein Gericht bei dem man im Idealfall nicht auf einem Plateau stehenbleibt und dann nie wieder irgendwas ändert. Ich durchlaufe dabei seit über 10 Jahren eine Evolution und Ihr dürft daran teilhaben. Fleisch ist im Moment sehr teuer und sorgt durch bloße Anwesenheit bei Teilen meiner Familie immer wieder für Diskussionen, weil meine Frau und wechselnde Töchter immer wieder kein, oder weniger Fleisch essen wollen. Käsespätzle sind ein günstiger und gleichzeitig sehr leckerer Weg, um auf seine Kalorien zu kommen und gleichzeitig fleischfrei zu bleiben. Als “Besonderheit” habe ich hier am Mehl rumgetrickst und einen Anteil durch Grieß ersetzt. Dadurch werden die Spätzle ein bisschen kerniger. Dazu gibt es einen sahnigen Blattsalat.

Zutaten:

450 Gramm Mehl
50 Gramm Hartweizengrieß
6 Eier
1 Teelöffel Salz für den Teig
1 Prise Muskatnuss
100 Milliliter Wasser
2 Esslöffel Salz für 4 Liter Kochwasser
80 Gramm Butter
150 Milliliter Weißwein trocken
350 Gramm Bergkäse
500 Gramm Zwiebeln


Beilagensalat

1 Kopf Eisbergsalat
350 Milliliter Joghurt 3,5 % Fett
30 Milliliter Balsamicoessig
50 Milliliter Rapsöl
1 Esslöffel Zwiebelpulver
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer aus der Mühle
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Mehl abwiegen und Grieß dazugeben

6 Eier aufschlagen

Salz

Muskatnuss reiben

Wasser

Spätzleteig zehn Minuten kneten

Wasser zum Brühen der Spätzle aufkochen lassen

Kochwasser salzen

Teig ist fertig geknetet und schlägt Blasen, so wie es sich gehört

Spätzlepresse am Start, aber die taugt nicht den Schuss Pulver. Ich gleich auseinandergefallen und hat keinen Druck und geht mechanisch nicht bis zum Boden. Ist halt Plünnen aus Trompetenblech.

So lange ich nichts besseres habe, nutze ich sie eben

Teig einfüllen

Teig ins kochende Wasser pressen

Wasser im Kreis verwirbeln

Nach kurzer Zeit steigen die Spätzle im Wasser auf, dann lässt man sie da noch für 2 Minuten und die Spätzle sind gar.

Spätzle in ein Sieb über dem Waschbecken abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Falls Ihr irgendwelche Soße dazu kochen wollt, sammelt Euch etwas von dem Kochwasser im Litermaß. Darin ist jede Menge Stärke enthalten und Geschmack, die jeder Soße weiterhilft.

Spätzle kurz ruhenlassen

Bergkäse reiben

Butter in der Pfanne erhitzen

Spätzle in die Pfanne kippen und bei Vollgas anbraten

Nach 5 Minuten durchmischen und sehen wie die ersten Röstaromen entstehen

Zwiebeln häuten

Zwiebeln zerkleinern

Ich habe mich für Zwiebelringe entschieden

Die Spätzle würden ab jetzt ungefähr 10 Minuten brauchen, deswegen werfe ich die Zwiebelringe nun in die Pfanne, damit sie mir nicht schwarz werden. Herd läuft immer noch auf Vollgas.

Zwiebeln untermischen

Im drei Minutentakt wenden, weil schon Röstaromen vorhanden sind. Das geht immer schneller, wenn schon welche da sind. Deswegen rechtzeitig wenden

Nun geht es an den Beilagensalat. Einen Eisbergsalat zerlegen.

Braune Blätter aussortieren, so gut wie die Augen sind.

Jetzt kommt das Dressing. Keine Ahnung warum, aber meine Frau wollte einen Salat ohne Zwiebeln. Das ergibt geschmacklich gar keinen Sinn, aber des Menschenwille ist sein Himmelreich. Ich kann mir das ganz gut helfen, aber seht selbst.

Joghurt in einen Mixbecher geben

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Umrühren nicht zu vergessen

Jetzt machen wir aus ordinären Spätzle Käsespätzle

Herd läuft immer noch auf Vollgas. Trockenen Weißwein dazugießen

Der kocht jetzt schnell auf

Währenddessen den Bergkäse in die Pfanne streuen

Alles vermischen und den Käse schmelzen lassen

Sorry, zurück zum Salatdressing

Rapsöl in den Mixbecher gießen

Weißen Balsamicoessig

Heute mal keine Zwiebel! Natürlich mein Schatz! Einen Esslöffel Zwiebelpuölver für das Dressing

Irgendwo muss der Geschmackt doch herkommen

Käse zieht Fäden und bildet unten Röstaromen

Pfeffer aus der Mühle

Petersilie hacken

Dressing über den Salat kippen und Petersilie einstreuen

Knackt und schmeckt wie verrückt.

Käsespätzle sind jetzt gut gebräunt und geschmolzen

Obligate Petersilie zum Dokumentieren der Frische

Alles was die Damenwelt sich wünscht. Kein Fleisch, mit Käse, einen knackigen Salat und hinterher satt bis zur nächsten Hauptmahlzeit. Dazu passt übrigens auch ein Stück Fleisch, wenn Du das lieber magst.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

11 Kommentare

  • Haifisch

    Ich mach das im Backofen.
    frische Spätzle mit deiner alten Presse, der weissen.
    Die war mal ein Notkauf. Und hält.

    Dann nach dem Kochen aufs Backblech.
    Oder eine Auflaufform (wenn mans höher schichten will).
    Muss nicht so gut abgetropft sein,
    das verdampft im Backofen.

    Während die Dinger mit Fett
    (bei mir gern Butter) im Rohr brutzeln,
    schneide ich die Zwiebeln und
    reibe den Käse.

    Rohr auf,
    gemischte Zwiebel-Käse-Masse
    drauf verteilen, würzen.
    Kann auch die Zwiebel-Wein-Käse-Mischung sein,
    dauert dann ein bisschen länger in Rohr.

    Wird bei mir wunderbar knusprig.
    Und ich hab viel Zeit für Salat und Co.

  • Als Schwabe, der ich nicht bin, würde ich ja sagen, dass das Knöpfle sind und keine Spätzle. 😉 Aber ich bin ja kein Schwabe, also halt ich die Klappe. Und bewundere die speichelsturzflutauslösenden Schlussbilder …

  • Ralf

    Als Schwabe, der ich auch nicht bin, aber hier lebe, würde ich sagen, das sieht oberlecker aus. Hier gibt es extra Spätzlesmehl, meist Weizendunst oder eine Mischung aus Dunst und normalem Mehl. Dunst liegt von der Körnung her etwa zwischen griffigem Mehl und Gries.
    Ich habs aber auch schon wie Du gemacht, etwas Gries begemischt.

  • Haifisch

    Tja, und jetzt kommt noch der Haifisch,
    der das ganze dann auch noch
    glutenfrei mit Maismehl hinkriegt.

    Das war ein Theater,
    bis ich den richtigen Mais dafür gefunden hatte.
    Weisser Mais, fein gemahlen mit ein bisschen Grobem drin,
    das wäre dann Polenta.

    Das sieht übrigens hübsch aus,
    weisse Dinger mit gelberen Punkten drin.
    Also weisser Mais mit gelbem Mais.

    Schmeckt fast identisch wie mit Mehl.
    Finde ich nach Jahren der Gewöhnung an glutenfrei.

    • Ich finde Mais hat immer einen Nachgeschmack, verglichen mit Weizenmehl. Ich verwende den auch, aber nur aus Authentizitätsgründen

      • Haifisch

        @Jörg, das stimmt bei fast allen Maissorten.
        Der weisse Mais, den ich verwende,
        ist ein Segen. Er schmeckt fast nach nichts.
        Und damit entfällt der komische Geschmack,
        den die meisten bei Mais eklig finden – ich auch.
        Es ist eine Maissorte,
        die wohl nur regional zu bekommen ist.
        Ich muss das immer bestellen.
        Es fehlt nur das leicht schleimige.
        Das kann Mais nicht, egal welcher.

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