Spargel aus der Heißluftfritteuse

Beim Bananen Fred gab es eine 5 Kilo Kiste echt dünnen Spargel zum hundert Euro Einkauf geschenkt und ich habe mir Pfingsten ganz schönen einen Wolf geschält. Die Familie war mit dem Berlinbesuch bei der Wasserskianlage und ich habe mir die Zeit mit kochen vertrieben. Mit den Abschnitten und Schalen des Spargels habe ich eine Spargelsuppe gekocht. Den Spargel habe ich in der Heißluftfritteuse gegart und der Plan war den nicht so tot zu garen, dass er sich wie Schnürsenkel auf dem Teller verhält, sondern noch Biss hat. Dazu gibt es eine Sauce béarnaise und Cordon bleu vom Huhn. Ich kann bissfesten Spargel sehr empfehlen und mag das viel lieber, als wenn Gemüse so totgegart wird. Für viele Leute ist das ja immer noch eine neue Erfahrung.

Zutaten:

1,5 Kilo Spargel
100 Gramm Butter
1 Teelöffel grobes Salz
2 Esslöffel Zucker
1 Bio Zitrone
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Sauce béarnaise (anklicken)

Spargel an den Enden abschneiden und rundherum mir dem Schäler von den Schalen befreien.

Aus allem was “Abfall” ist, koche ich einen Sud für eine Spargelsuppe.

Ich teile den Spargel auf zwei Schubladen der Heißluftfritteuse auf

Eine Zitrone in dünne Scheiben schneiden

Zitrone auf den Spargel legen

Butter

Butter kommt ebenfalls zum Spargel

Grobes Salz und Zucker

Funktion “Air fry” 200 Grad

10 Minuten Garzeit

Zeit ist rum, der ist noch richtig bissig. Wer es weniger “roh” will, kann 15 Minuten garen, oder bis zur Papageienkrankheit mit Röstaromen in 20 Minuten

Da ich noch eine Sauce béarnaise auf dem Wasserbad schlage und Kartoffeln gare, stelle ich den Spargel bei 80 Grad in den Ofen, wo auch schon die Cordon bleu vom Huhn warten. Dann gar nichts nach und es bleibt alles so wie es ist.

Vor dem Servieren noch mit gehackter Petersilie bestreuen

Ich liebe den bissigen und gut gewürzten Spargel sehr. Da geht kein Geschmack im Wasser verloren, sondern der konzentriert sich im Spargel. Diese Zubereitungsart eignet sich auch für Leute, die von sich behaupten lieber grünen Spargel zu mögen, weil der Spargel nicht so faserig wird und einen ganz anderen Charaker bekommt. Das schmeckt schon toll, wenn man einfach den Bratensud aus Butter, Gewürzen und Spargelsaft darüber gibt.

Hier mit der leckeren Sauce béarnaise

Und hier mit dem Cordon bleu. Ich liebe es, wenn ein Plan gelingt

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

20 Kommentare

  • Meerschweinchen

    ich beiß total gerne einfach mal so roh vom spargel ab. Man stirbt davon nicht…
    aber ich ess ja auch pilze, blumenkohl, gepulte erbsen usw leidenschaftlich grad so weg.

  • Haifisch

    Ich dachte, Spargel kann man nicht roh essen.

    Jetzt hab ich schon gelernt, grünen Spargel roh zu essen.
    Das geht problemlos, das leicht Seifige muss man mögen.

    Und jetzt fällt die letzte Bastion:
    weißer Spargel… Der ist auch roh essbar.
    Ich musste echt ziemlich alt werden, um das zu erfahren.
    Der ritualisierte Weg: viel Wasser, lang kochen,
    nur Butter, Salzkartoffeln, Schinken
    und vielleicht Hollandaise dazu,
    das ist also nicht in Stein gemeißelt,
    sondern in die Horizontlinie des Kochs.

    Nur Nierenkranke sollten gut überlegen,
    ob sie sich die Inhaltsstoffe lieber anders “er-essen”.

    Jetzt sind bei mir einige Experimente angesagt.
    Denn eigentlich mag ich Spargel roh oder halbroh nicht.

    Ich muss jetzt noch rausfinden,
    ob Kochen Einfluss auf Nierenverträglichkeit hat.

    Die Angabe, Spargel hätte Inulin (Zuckervariante) drin,
    das ist eher für Diabetiker interessant.
    Verifizieren konnte ich es bis jetzt nicht.

    Diese Asparaginsäure im Spargel soll harntreibend sein.
    Somit wäre das bei Nierenschaden gut. Aber ist das wahr?
    Auch hier: verifizieren konnte ich es bis jetzt nicht.

    • Auch davon esse ich nicht so viel, dass mir das irgendwie relevant sein könnte. Ich spatze bei allem immer nur noch so rum. Immerhin habe ich 108000 Kalorien nicht gegessen

    • Meerschweinchen

      Isso; Spargel macht Pipi und zwar relevant, und wenn der “Duft” nicht der letzte Beweis
      dafür ist, dass das Zeug was böses rauschwemmt, weiß ich auch nicht…
      Obacht bei Gicht allerdings – dann noch Weißwein dazu und end over out vor Schmerz.
      – Purin !! das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Sanis fort.

      Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber Spargel regelrecht zu kochen ist dämlich –
      Geschmack flüchtet sich ins Wasser, er wird gerne lappig usw.
      Für Schalenreste natürlich genau richtig, aber ansonsten eigentlich für nix.
      Google mal Spargel mediterran, da findest du massig tolle Rezepte, die man hier eher
      nicht zubereitet. Leckerst finde ich zB lauwarmen Spargelsalat mit gutem Olivenöl,
      gehobeltem Percorino und evtl gehacktem hartgegochten Ei. Endgeil im Frühsommer.

      • Haifisch

        @Meerscheinchen:
        guck mal, die nächsten Lacher sind fixiert…
        Meerschweinchen = Mehrscheinchen..

        Ich glaube, Du hast nicht richtig gelesen,
        und Du kennst meine alte Beiträge nicht.

        Ich koche seit Jahren den Spargel
        in einer gläsernen Kastenform mit Deckel.
        Wenig Wasser und genau richtig Gewürze.
        Aber – eben gekocht im Backofen. Nicht roh.
        Mal Käse drauf, mal nicht. Mal pur, mal nicht.

        Nun. Das Leben wäre fad,
        wenns nicht immer mal wieder was Neues gäbe.

        Pecorino macht sich da sicher gut, ersetzt das Salz.
        Eier sind immer gut dazu, ob als Hollandaise, Bearnaise, gekocht oder sonst wie 🙂
        Nur mit dem Olivenöl werde ich erst vorsichtig experimentieren,
        ich fürchte, das schlägt mir den Spargelgeschmack tot.

        Das mit dem Spargelgeruch
        ist per se jetzt kein Beweis für Nierengesundheit.

        Es beweist nur, dass der Spargel was drin hat,
        das zu dem typischen Geruch umgebaut wird.

        Es beweist nur, dass das Umgebaute im Harn landet.
        Ob die Niere das gut findet, oder auf dem letzten Loch pfeift,
        das geht daraus nicht hervor.

        Übrigens: der typische Geruch ist anscheinend von
        genetischen Umbauvarianten je nach Spargelesser bestimmt.
        Die einen stinken danach, die anderen nicht.
        Ob das einen Einfluss auf die Niere hat ist wieder offen.

        Ich danke für die Anregung,
        mal mediterran Spargel zu googeln.
        Da hab ich nie dran gedacht.
        Scheuklappe auf und immer schön wie immer.
        Nun sind die Scheuklappen ab.
        Mal sehen, was sichtbar wird. 🙂

        Spargel ist ja weltweit mit unendlich vielen Sorten vertreten.
        Das weiss ich seit heute, hab verblüfft gelesen.
        Nicht nur Beelitzer Spargel und Pfälzer oder Badischer Spargel.
        Ne, den gibts Europa-weit und weltweit.
        Und – ach nee – dann gibts wohl jede Menge Varianten,
        den Spargel regional zuzubereiten…

        • Esther

          Auf Formentera, meiner heiß geliebten Insel seit ewigen Zeiten, sind die Bewohner verrückt auf den dort wachsenden wilden Spargel, der deutlich aromatischer ist, als der Weiße.

          Findet jemand eine gute Stelle, behält er das für sich. Selbst die ansässigen Alt-Hippies schweigen sich dann aus.
          Fährt man nach einem Regenschauer mit dem Rad über die Insel, offenbart sich der Kräutergeruch von wildem Thymian und Rosmarin wie ein feiner Zauber.
          Aber auch der dem kargen Boden abgerungene Rotwein ist schwer durch die Tannine, fast schon ungehobelt, aber ich liebe das.

        • Ich kenne niemanden, der danach nicht stinkt. Grüner Spargel wird auch mit Olivenöl zubereitet. Meine Erfahrung ist mehr Säure, wenn man nicht so auf Bitter steht.

      • Spargelsalat finde ich auch gut. Ich müsste noch 2 bis 3 Kilo haben für morgen und Freitag. Samstag gibt es wieder neuen

  • Haifisch

    Esther, Du schreibst es.
    Vor allem wilder Spargel wächst anscheinend überall.
    Den habe ich bestimmt schon gegessen, aber garantiert nicht bewusst.
    Also genossen ohne mir Gedanken zu machen, was das grade wirklich ist.

    • Wächst wilder Spargel auch in Deutschland? Ich kenne nur die kilometerlangen Reihen

      • Meerschweinchen

        Eher nur sehr selten; das sind mediterrane Sorten, denen es hier im Winter zu
        kalt wird – aber das ist ja nur ne Frage der Zeit…
        Irgendwann sind die Sandigen Böden im Osten bestimmt perfekt dafür aber ob
        sich der Ertag überhaupt lohnt ist natürlich fraglich.
        Pflanzlinge kann man kaufen aber 1. teuer und 2. wohl eher für was für erfahrene
        Gärtnersleut. Mit Verlaub also nix für dich. 😉

      • Haifisch

        @Jörg: wilder Spargel in Deutschland.
        Ja, der wächst. Von unscheinbarem Unkraut bis essbar.
        Es gibt unglaublich viele Sorten, wie bei Äpfeln oder so.
        Hab ich gestern gelesen. Ich kenne das Zeug auch,
        aber ich hab es nie wahrgenommen. Schau in Wiki,
        da ist ein erstaunlich knapper, aber hilfreicher Artikel.
        Ich denke, als Grossfamilie könnte man den jagen gehen,
        und dann eine grosse Portion zubereiten…
        mehr wird es nicht… auch wenn ale fleissig mitsuchen.

        Geruchsbeweis für Spargelgenuss im Abort:
        Es stimmt aber trotzdem.
        Die einen beweisen, die anderen können mogeln.
        Das sind genetisch verschiedene Abbauwege.
        Es gibt erstaunlich viele, die diesen typischen Geruch nicht kriegen.
        Ich habe früher immer gedacht, das gehört dazu… der Geruch.
        Nun, er gehört ja auch dazu, aber nicht für alle.
        Vielleicht ist das regional verschieden ausgeprägt,
        ich weiß es nicht. Jedenfalls hab ich Leute kennengelernt,
        die sicher nicht gerochen haben. Und schon wieder:
        Ich hab nicht aufgepasst, nie drüber nachgedacht.
        Das kommt grade jetzt im Blog hoch,
        weil ich dann auch noch gegoogelt habe ..
        Eigentlich wollte ich wissen,
        was eine angeschlagene Niere von Spargel hält.
        Und nun sind ganz andere Sachen rausgekommen.

        • Wenn ich etwas esse, dann weil ich Hunger darauf habe. Verdauungsfragen spielen dabei keine Rolle, siehe scharfes Essen, oder so.

        • Meerschweinchen

          Hab gerade mit meinem ältesten Freund Gregor telefoniert; der ist so
          ein Trüffelschwein und absoluter Spezialist in Sachen essbaren Wildpflanzen,Kräutern, Salaten und Wurzeln usw.
          Wohnt in München und Fährt immer mit dem Rad die Isar entlang bis weit vor die Stadt und kennt seine Orte und die Zeiten und sammelt sich sein Zeugs. Total Lecker hab ich da schon gegessen.
          Der sagte eben auf meine Frage ob ihm das schon mal untergekommen ist:
          Nö, hier noch nie aber in Frankreich gäbs den häufiger – is aber kaum was dran allerdings sehr aromatisch.
          Hier sind die Winter noch zu kalt aber in paar jahren wird der sicher über
          die Alpen kommen. Vielleicht gäbe es das manchmal im Rheingraben.

          Und ansonsten: das schöne beim Denken ist ja wohl eindeutig das
          Mäandern auf verschlungenen Wegen.

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