Mac’n cheese
Ich hatte schon gerade das roadkilled Huhn in doppelter Ausführung im Ofen und dann bekam ich eine Nachricht von Margarete auf dem Handy. “Papa, machst du Mac’n cheese?” Ist schon ein bisschen her und beim letzten Mal da waren wir noch in Berlin und ich habe damals mit Sahne statt mit Mehlschwitze gearbeitet, also sprach auch aus Sicht es Blogs nichts dagegen, das Projekt zwar auf den Folgetag zu verlegen aber generell zuzustimmen, obwohl ich das Zeug so gerne mag wie eine Wurzelbehandlung. Ursprünglich aus den USA kommend, ist das aktuell eine Trendbeilage bei Burgerbuden, BBQ Anbietern und Schnitzelverhunzern. Somit erscheint es auf dem Radar der Jugend und natürlich erfülle ich deren Essenswunsch gerne, damit sie anschließend eine Referenz haben. Deswegen kommen hier und jetzt Mac’n cheese nach allen Regeln der guten Hausfrau.

Zutaten:
80 Gramm Butter
3 Esslöffel Mehl
2 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
1 Teelöffel Salz
Chiliflocken oder Pfeffer aus der Mühle
2 Prisen Muskatnuss
optional Kurkuma für die Farbe
400 Gramm Käse z.B. Cheddar, Gouda usw.
1 Liter Milch
500 Gramm kurze Makkaroni, oder Hörnernudeln

Butter auflösen, Mehl dazugeben und KEINE Röstaromen erzeugen

Milch angießen

Mehlschwitze mit der Milch verrühren

Dann den Rest des Liters eingießen und aufkochen lassen

Wacholderbeeren und Lorbeerblätter

Die geben später der Soße einen guten Geschmack

Salz


Muskatnuss reiben


Weil häufig Leute unqualifiziert rumsingen, weil ihnen die Industrie farben bei Lebensmitteln suggeriet, nehme ich ein bisschen Kurkuma, damit die Soße insgesamt gelber wird. Käse ist ja häufig gelb.

Ich habe hier puren Cheddar

Einrühren und auflösen

Hier kocht schon das Nudelwasser

An dem Tag gab es extra gekaufte Hörnernudeln, am nächsten Tag habe ich es gleich nochmal kochen müssen, da habe ich Makkaroni verwendet.

Die Nudeln mussten nur 5 Minuten kochen

Anschließend kommen die Nudeln in eine geölte, oder gebutterte Auflaufform

Soße in der Form verteilen und mit den Nudeln vermischen

Darauf noch den Rest der Käsemenge aus dem Rezept verteilen

Den Backofen auf 200 Grad Umluft aufheizen und dann kommen die Nudeln für zehn bis zwölf Minuten in den Ofen, bis der Käse schmilzt

Jetzt geht’s loooooooooooos

Hier kommen die Nudeln schon wieder zurück aus dem Ofen

Noch ein bisschen frische Petersilie darüber verstreuen und je nach Lust und Laune vielleicht noch Röstzwiebeln darauf verteilen

Die Kinder und meine Frau haben das vertilgt als wenn es kein Morgen gäbe und Maga hat es sogar für Ihre Freund*innen fotografiert und denen live vom Tisch gepostet, damit sie neidisch werden. Kein Mensch weiß warum, die hätten ja einfach nur zu uns kommen müssen.

Ich freue mich, dass es allen geschmeckt hat und wie gesagt, am nächsten Tag musste ich das deswegen gleich noch einmal kochen.

Das hat also Leibgerichtqualitäten und wenn Ihr Kinder habt, dann könnt Ihr damit sicher punkten, oder wenn Ihr Burger, Steaks, oder Schnitzel für ältere Semester zubereitet und dazu eine weitgereiste Geschichte auftischt.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Auch wenn die Schwaben mich wahrscheinlich erschlagen würden, für das Kommende, ich hau’ es trotzdem raus:
Die Nudeln muten mich wie Spätzle an.
Wird gemacht, vermutlich diese Woche noch, ich freu’ mich drauf.
Die Nudeln sind hohl, Spätzle sind massiv und nicht aus der Nudelmatritze. Ansonsten guten Appetit
Ich weiß, darum werden Diese besser sein, sowieso als mein kürzlicher Versuch, bei dem ich Kaugummi im Mund hatte. Das war vielleicht ein Klumpen! Das war schon Schwabenschändung.
Die Soße ist jedenfalls sehr einfach zu machen.
Eben gemacht, das Fazit: ein gnadenlos gutes Zeug.
Freut mich sehr, dass ich das scheinbar gut kochen kann. Ich mochte dieses Gericht noch nie und mich verunsichert ein bisschen, dass ich in letzter Zeit bei so vielen Rezepten schreibe, dass ich darauf überhaupt keinen Bock habe, oder es nichtmal probiere, weil mir das voll auf den Zünder geht, wie diese ganze Süßkartoffelei, Indisch und sowas. Immerhin scheint meine Kochlogik noch zu funktionieren. Im Moment bleibe ich meistens bei Gemüse hängen, oder es gibt mal gescheites Fleisch, ist mir aber gerade meistens zu teuer.