Polenta fries aus der Pfanne

Ich habe italienisch anmutende Hamburger serviert und brauchte eine Beilage für acht Personen. Schnöde Pommes frites erschienen mir zu profan und vor allem nicht italienisch genug. Deswegen habe ich gedacht, dass Polenta fries eine coole Alternative wären. Das greift diesen italienischen Vibe auf und es ist raffiniert und um die Ecke gedacht. Damit kann man natürlich auch alles andere begleiten und Polenta kennt man eben international, obwohl es das ebenfalls im Rest der Welt zu essen gibt, wie z.B. in Rumänien.

Zutaten:

400 Gramm Maisgrieß
800 Milliliter Brühe (anklicken)
800 Milliliter Milch
optional Salz
3 Prisen Muskatnuss
80 Gramm Butter
100 Gramm Parmesan

Rapsöl in rauhen Mengen und / Butter zum Ausbacken

Brühe ist bei mir selbst gemacht, Milch gekauft

Milch und Brühe zu gleichen Anteilen in einen Topf gießen und aufkochen lassen

Währenddessen Maisgrieß abwiegen

Der gute Angebermaisgrieß aus Italien

400 Gramm

Mais in die Milch-Brühemischung geben.

Verrühren und in Bewegung halten, damit nichts am Topfboden anbrennt

Butter abwiegen

Butter in den Topf geben

Butter löst sich schnell auf

Beim Rühren merkt man, wie die Masse immer dicker wird. Im Moment läuft der Herd immer noch auf Vollgas

Parmesan

Parmesan gerieben

Hier ist die Polenta schon richtig angezogen. Parmesan unterheben und verrühren

Muskatnuss reiben

Wenn die Polenta Blasen schlägt, dann gehe ich mit der Temperatur auf 50 % runter. Wenn sie sich vom Topfrand löst, ist die gut

Backblech oder Form mit Backpapier auslegen

Polenta aus dem Topf auf ein Blech geben und verstreichen

Abkühlen lassen und gerne übernachten lassen. Dann wird die Polenta schön fest.

Danach erfolgt die Weiterverarbeitung. Polenta in mehr oder minder dünne Streifen schneiden

In Butter / Rapsöl in Kombination ausbacken und nach drei Minuten vorsichtig wenden. Auch hier verwende ich Vollgas.

Warmhalten im Backofen bei 80 Grad, bis die ganze Polentamasse verarbeitet ist.

Das ist ein sehr schönes Zusammenspiel von Röstaromen und zartem Maisgrieß. Geschmacklich toll butterig und salzig. Ich musste wegen der salzigen Brühe nicht nachsalzen, aber das kann bei Euch schon ganz anders sein. Ich habe Polenta fries ebenfalls in der Heißluftfritteuse gemacht. Wenn ich sagen sollte was besser ist, habe ich so eine Radio Eriwanantwort für Euch. In der Pfanne schmeckt es irgendwie edler, aber wenn man nicht so große Mengen Polenta benötigt, dann ist die Heißluftfritteuse einfacher und braucht weniger Fett, bei gleichmäßigerem Ergebnis.

Hier schmeckt man was drin ist. Butter, Muskat, Gewürze, Milch, selbst gemachte Brühe, guter Parmesan.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

11 Kommentare

  • Romann

    Nice; schaut super aus schön – außen knusprig und innen zart
    HLF passt gut – ist ja eh noch Butter drin…
    dann allerdings nicht übereinander legen.

    Ich hab noch nen Trick für Faule – also Leute wie mich, die nicht vom Polenta Rühren nen Tennisarm kriegen wollen.
    Geht einfach so :

    Eine höhere größere Pfanne ( optimal gerader Boden, abgerundeter Rand ) nehmen,
    erst die gewünschte Menge Polenta reinrieseln lassen ( Klumpenbildung ade ), dann die
    benötigte Menge kaltes (!) Wasser dazugeben , Salz und die gewünschten Gewürze
    ( Tip; reichlich Kurkuma – schmeckt passend nussig und bringt ein Bombengelb )
    und dann auf geringer Hitze ( ich: 7 von 9) gaanz langsam erhitzen.

    Da kann man sich Zeit nehmen ( ca 1/2 Stunde oder mehr je nach Menge )
    Ab und an leicht rumrühren ( Ein weicher Silikon Backspatel ist perfekt ).
    Mit der Zeit wird die Masse fester und man kann evtl Wasser dazugeben.
    Wenn es zum ersten mal Blubbs macht, sofort Hitze verringern und Deckel druff,
    ab dann einfach mit den Ohren dabeisein – man hört, wenn es kritisch wird;
    dann rühren und Wasserstand ggf nachfüllen aber es soll nicht zu fest sein; das zieht
    beim Abkühlen noch ordentlich an. Besser etwas flüssiger bleiben als man denkt.
    Jetzt kann man auch noch Dinge wie Käse , ich mag zB geschnibbelte schwarze Oliven
    dazugeben und unterheben.

    Eine Auflaufschüssel mit kalten Wasser gut anfeuchten, den gekochten Gries schnell
    reinkippen, glattstreichen und dann mindestens über Nacht gut auskühlen lassen –
    im Winter optimalerweise auf dem Balkon, solange es nicht gefriert.
    Dann wird das perfekt schnittfest und super homogen, Falls mal eine zu flüssig und matschig geraten sein sollte > 2 Tage ziehen lassen ist besser als sich zu ärgern, wenns beim braten / backen bröckelt.

    Noch was zum Wasser. Das ist die wichtigste Zutat beim Polenta machen, weil alles viel besser und leichter von der Hand geht, wenn man immer eine Schale mit kaltem Wasser bereit hat, in der alle Gerätschaften nach jeder Verwendung kurz abgespült werden. Auch die hekühlte Polenta soll man ruhig mit nem nassen Messer schneiden, geht viel flutschiger,
    Wer das vergisst und nicht sofort alles vom Herd wischt und in kaltem Wasser einweicht, weiß am nächsten Tag wie es in der tiefsten Küchenhölle ausschaut.
    Das ist da ganz unten, wo die armseligen Tellerwäscher hausen müssen… 👹

    • Ja, das Zeug ist an Haushaltsgegenständen echt die Hölle. Ich esse Polenta gar nicht wegen des Blutzuckers. Ich probiere nur, ob es schmeckt. Allerdings ballert eine Polenta Fertigmischung den Blutzucker sofort in die Höhe und wenn man groben Maisgrieß nimmt wie ich, dann geht der nur langsam hoch. Mein Erfolgsgeheimnis ist ja, sowas lieber zu umschiffen, als es zu nutzen, deswegen esse ich lieber mehr Fleisch, oder noch mehr Gemüse und lasse Polenta für die Leute übrig, die ohne so eine Thematik leben. Dafür sehe ich jetzt halt wieder unverschämt gut aus.

      • Romann

        Oh du mein Schönster, 😊
        meinst du denn, ich würde dich auf der Straße überhaupt noch erkennen ?
        Ja, bestimmt schon , bei dem markanten Profil, – oder war das jetzt der Schädel…
        oh Mann, ich werde alt. Miste……

        Instant Polenta ist eine kulinarische Missgeburt, die taugt ( aber auch nur in Kriegszeiten ) alllenfalls für so diesen in Rumänien Mamaliga genannten Paps
        der so ähnlich ausschaut wie die italienische Art Polenta zu machen. Brr…
        aber die Italiener essen ja auch unglaublich gerne Risotto.
        Das ist eine Speiseform, die ich leider ums verecken nicht verstehe. Diese Chose
        mit außen schlonzig und innen mit schönem Biß habe ich praktisch noch nie
        irgendwo serviert bekommen ohne dass sie mich an verkochtes Porridge mit
        kleinen Hühneraugen drin erinnert hätte; grauenhaft und all der Weißwein noch.
        Ich brauch sowas echt nicht.

  • Haifisch

    Whow, gibt’s hier schon queere Angebote… 😉

    Nun, dem Abgesang des Polenta muss ich zustimmen.
    Die mir seit Kindheit bekannten Rezepte
    sind gut zum Abnehmen. Schmecken nicht.

    Ich erinnere mich an so ein grauenhaftes Zeug,
    Sonnengelb, griessartig, breiig.
    Sehr verbreitet in der Steiermark, Österreich.
    Es wurde mit Zucker oder auch mit Fleisch gegessen.
    Ich kriege heute noch Brechreiz, wenn ich dran denke.

    Es gibt aber moderne Rezepte,
    die ich durchaus genießbar finde.
    Das Zeug wird aber nie zu meinem Lieblingsessen mutieren.
    Egal, ob es dann eine “an und bei” – Lesung bekommt.

    Wirklich interessant finde ich weißen Mais.
    Der schmeckt anders und ist ein guter Mehlersatz,
    wenn auch ohne der Klebrigkeit.

    Beim Risotto stimme ich voll zu.
    Ich verstehe einfach nicht,
    wie man halbgaren Reis mit Wein
    zum Edelessen erklären kann.
    Es sei denn, selten-Essen ist ein Kriterium für Edelessen…

    • Romann

      Hi, Haifisch, du Zuckerschnitte ….😉

      Zur beruhigung, meine sexuelle Orientierung ist beinhart hetero, aber ich zitiere jetzt mal
      Jörg, der irgenwann in ner schlüfrigen Textpassage geschrieben hat ” alles kann, nix
      muß. ” Auch abseits der Bettzimers oder wasauchimmer man bevorzugt, kann das eine durchaus hilfreiche Einstellung sein.

      Mir scheint aus deinem Bericht, dass du noch nie echte gebacken / gebratene Polentaschnitten kredenzt bekommen hast ; ist das richtig?
      Achduje, das muss aber nachgeholt werden, du hast ja seit heute das passende Rezept. Das ist eine ganz andere Liga als auch die stairische Variante.
      Grad mal geguckt, was die Ösis da veranstalten . herrje, die nehmen gerne den
      instant paps und viel Milch ( ich lehne die Milch eigentlich ab ); so wird das natürlich
      mal nix und dann mögen sie das auch gerne süß. Die spinnen die Ös….

      Sehr anz herz legen mag ich dir allerdings die sogenannte Polentapizza; das Grundrezept ist gleich nur wird die Masse recht dünn in eine normale Qiucheform
      gestrichen und dannn ebenfalls ausgekühlt.
      Am Folgetag belegt mit allem was man halt mag ( sehr gut kommt einfach nur im
      besten Fall so Ofengegartes Gemüse wie es das hier oft gibt). Ab in den Ofen wie
      eine Quiche und dann hat man ein superleichtes ( weil ohne Milch ) Sommeressen.
      Wer noch grillen mag, soll das ruhig tun, dann reicht das Blech für gut 5 Esser und
      dazu ein Krautsalat mit Yoghurtasuce , Jujgejunge , das wird ein Fest.
      Mir läuft gerade selber das Wasser im Maul zusammen, aber jetzt hab ich schon andere
      Pläne.

      • Haifisch

        Danke, Danke, Zuckerschnute,
        der Haifisch mutiert lieber zum Steak
        als zur Zuckerschnitte.

        In unserem Alter echt empfehlenswerter,
        schon wegen dem Diabetes 😉
        Der Haifisch bevorzugt für derartige Spiele übrigens Aquarien..
        ich sage nur .. das Licht ..
        und die Jagdbedingungen .. 😉

        Ich kenn gebratenen Mais, doch doch …
        Man fange beim Ribl (Vorarlberg) an,
        und höre in Mexiko mit dem Fladen auf..
        und all die Varianten dazwischen, also auch “Fritten”

        Aber es stimmt schon, allzu oft esse ich das nicht.
        Da haben meine tiefen Traumen gut gearbeitet.
        Das was da in den steirischen Bergen .. uff. Ne.

        Die mögen das. Ich nicht.
        Wenn mans ab Krabbelalter inhaliert,
        gewöhnt man sich vielleicht dran. Ich nicht.
        Wer es mag, fein. Ich nicht.

        Polentapizza.
        Mit gelben Mais finde ich es scheußlich.
        Dann lieber Omlett, dick belegt.
        Aber es gibt noch weißen Mais.
        Damit finde ich es sehr lecker.
        Das geht sicher gut im DreamMe.

        • Romann

          Wie wär’s, wir einigen uns auf Frittata?
          Das mag ich sehr gerne mit allem möglichen drin, und das funzt auch im
          Backofen wunderbar. das hat alles was man so mag: knusprig außen,
          innen angenehm weich, knackig durch Gemüse usw. Dieses jahr gabs
          das mal mit kurz angebratenem grünen Spargel; ui, das war fein….

          Übrigens: es wird wohl doch nicht so heiß; der Dreamy lauert schon im Eck
          und säuselt ” nimm mich ” . Ich will jetzt echt mal loslegen und dann kommen auch noch Zubehörtipps, die ich nach langer Suche gefunden habe, da ist auch ne ( mickrige ) Auflaufform dabei. Muss aber erst noch
          eingeweiht werden.

    • Mein Risotto schmeckt für das was es ist echt gut. Ich verzichte wegen Blutzucker

  • Barbara

    Polenta wird im Mund immer mehr, das kann man einfach nicht essen.
    Polentaschnitten dagegen esse ich gerne, knusprig geht ja immer.

    In Italien kippen sie die ewig gerührte Polenta auf ein großes Brett, dann wird mit Ragout und Würsten dekoriert.
    Ich mag italienisches Essen, das aber eher nicht.
    Und Risotto auch nicht.

    • Romann

      Hah, Polantamatsche irgendwo verschmiert und dann den guten Sugo und Salsiccia
      draufgeschmissen . Das gibt’s echt ??
      Anscheinend hat jedes Land so seine versteckelten Kochecken, in denen man gerne
      Schappi in sich reinlöffelt. 😝

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