Focacciabrötchen für Burger

Die Speisenfolge war italienisch anmutend und nach Antipasti mit Focaccia, selbst gerollten Bandnudeln, kam ein italienisch gelesener Burger auf den Tisch. Natürlich ist ein Burger nie besser als das Brötchen das die Fleischscheiben zusammenhält und deswegen ist mir total klar, dass man seine Brötchen selbst backt und das ist auch ganz einfach, versprochen. Merkt Euch einfach nur einen einzigen Kniff und der lautet, den Teig vor dem Aufgehen einzuölen, der ändert alles und dann ist Teig auch nicht mehr klebrig.

Zutaten:

500 Gramm Weizenmehl
1 Tüte Trockenhefe
250 Milliliter Wasser
50 Milliliter Ölivenöl für den Teig
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Zucker
4 Esslöffel Olivenöl zum Gehen, nach dem Kneten

Mehl

Hefe

Grobes Salz

Zucker

Olivenöl

Teig zehn Minuten kneten

Die Zutaten sollen sich klumpenfrei richtig gut miteinander verbinden

Das ist jetzt der Fall

Olivenöl zum Gehen

Öl schön unter der Teigkugel verteilen, damit sich nirgendwo an der Schüssel klebt

Zwei Stunden warten. Ooopsie! ;-). Heute spielen wir für sie das Märchen vom süßen Brei

Bevor ich den Teig aus der Schüssel hole, geb ich nochmal Olivenöl dazu, dann wird der Teig sehr griffig, aber seht selbst.

Teig ausgekippt auf ein Brett

Ich brauche acht Brötchen, also teile ich den Teig durch acht Portionen

Acht Brötchen

Auf Backpapier umziehen

Mit Olivenöl bestreichen

Ich nehme Silikonpinsel

Teig nochmal 15 bis 30 Minuten aufgehen lassen

Backen bei 200 Grad Umluft, aber weil ich die vorbacke und erst später am gleichen Tag serviere, lasse ich mir noch ein bisschen Platz bei der Bräune und beim Crunch. 15 bis 18 Minuten Backzeit nach Ofen. Wenn Ihr direkt danach Burger essen wollt, dann backt durch bis zur Wunschfarbe.

Ich backe die Brötchen später noch einmal auf den Schnittflächen auf.

Und hier kommt ein wahnsinnig geiler italienischer Burger, mit einer veritabel geschärften Soße aus getrockneten Tomaten, einer Knoblauch-Parmesanmayonnaise mit Pinienkernen und knackigem Rucola und Polenta fries. Fick mich, ich bin ein verzauberter Prinz.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

9 Kommentare

  • Haifisch

    “F** mich, ich bin ein verzauberter Prinz”
    Jörg, was war in dem Burger, DEN will ich haben…
    inklusive der Prinzessin mit Goldball,
    um den Satz auszuprobieren…
    Hab grade meinen Kaffee
    wieder in den Becher gespuckt,
    musste so lachen…

    Mir fällt auf, Du wirst beim Brötchenteig immer “fettiger”
    1 Teil Öl zu 5 Teile Wasser, das stimmt nur noch im Rezept.
    So rein nach den Fotos tendiert das eher zu 1:1 Wasser:Öl.

    Ich backe fast ausschließlich Brot.
    Logischerweise Roggenbrot (glutenfrei).

    Für die Korinthenk**, die hier gleich alles besser wissen:
    Roggenbrot ist nach 48h Teigführung fast zu 100% glutenfrei.
    Jeder mit Glutenproblem, der nicht ausgerechnet Zöliakie hat,
    kommt damit dann sehr gut zurecht. Echte Zöliakie ist selten.
    Glutensensitivität mit massiven Probleme ist viel häufiger.
    Exkurs Ende.

    Auf Wunsch mach ich gern einen ähnlichen Exkurs zu
    diesem akuten Thema, die übernachteten Kohlenhydrate.

    Weiter zu Brot und Konsorten:
    Ich backe Brot fettfrei.
    Das funktioniert hervorragend,
    wenn man so geübt ist wie Jörg
    oder auch ich – jeder mit seiner Technik.

    Vermutlich ist es mit Hefe genauso.
    Ich muss Hefe einfrieren, weil ich pro Brot
    1/3-Würfel brauche. Ich backe nicht täglich.
    Der Hefe-Teig (nicht Roggenteig, Weizen für Gäste)
    muss aber länger gehen als bei Jörg.
    Der Geschmack wird anders, weniger säuerlich, hefig.

    Meine Mutter nutzte Zucker als Hefefutter im Brot.
    Mache ich nicht mehr, ist nur nötig,
    wenn es sehr schnell gehen muss.

    Und jetzt zum Öl, oder Fett im Brot.
    Der Teig ist ganz sicher perfekt verarbeitbar,
    die Hände wunderbar gepflegt,
    die Spülmaschine am Wegarbeiten der Ölreste.

    Mich interessiert mehr,
    ob der Teig die Konsistenz ändert.
    So Richtung Kuchen. Also bröckeliger.
    Eigentlich müsste auch der Geschmack sich ändern,
    aber mit Corona-Geschmack-/ Geruchstörung / -veränderung
    bin ich da kein zuverlässiger Messparameter mehr.

    Ich frag hier den, der das täglich macht,
    anstatt etwas zu testen,
    das mir dann nicht schmeckt…

    Nebenbei, falls ich es noch nicht gesagt haben sollte:
    Jörg beweist hier täglich, dass Brot backen
    zu recht früher eine Tätigkeit war,
    die in jeder Familie selbst gemacht wurde.
    Es ist einfach, und wenn man
    sich entweder gnadenlos ans Rezept hält
    oder halt backen kann, kriegt das jeder hin.

    Ich hab mir jetzt nicht die Mühe gemacht,
    die Brot / Brötchenrezepte von Jörg zu zählen.
    Ohne die mit Extrazutaten wie Trockentomaten.
    Ich denke, Jörg hat das Feld der Möglichkeiten schon weit abgegrast.

    Ich hab da letztens bei Jörg ein Wort entdeckt:
    Hydratation des Teigs, einfacher ausgedrückt:
    Wassergehalt des Teigs. Das scheint ein neues
    Experimentierfeld zu sein.
    Wieviel Wasser kann man nehmen,
    was macht es mit dem Teig, und wie schmeckt das..

    Meine Mutter fuhr den Teig sehr trocken.
    Das Brot wurde auch recht trocken, aber lecker.
    Ich fahre den Teig recht feucht, im Vergleich dazu.
    Aber die Variante von Jörg, mehr Wasser als Mehl,
    das kann ich nicht testen, weil das ist nur mit Weizen möglich.
    Roggen wird Brei.
    Wenn ich zum Zusammenhalten von
    stark wasserhaltigem von glutenfrei-Teig
    Flohsamen nehmen muss, dann wird das anders.
    Ein bisschen Flummi-artig, als gummiartig.
    Das mag ich dann doch nicht.

    Man merkt vielleicht:
    Man kann auch aus einem einfachen Vorgang eine Wissenschaft machen.

    Habt einen schönen Samstag 🙂

    • Ich habe hier eine 50 er Hydration, weil ich die Brötchen nicht so auseinanderfließen lassen wollte. Dann kommt noch das mit dem Öl hinzu. Italien, Spanien usw, nehmen immer Öl im und um den Teig, bei den Backwaren die man hier auch im Restaurant serviert und mit denen man sich als Gast in den Urlaub versetzt fühlt. Mit der Assoziation spiele ich da, so wie ich versuche bei jedem Gericht eine Geschichte zu erzählen. Hier ist es eben Italien. 100 % Hydration sehe ich nur bei gereiftem Pizzateig aus Angebermehl, mit Apothekermengen an Hefe und mindestens 72 Stunden Ruhezeit. Nicht vom Litermaß täuschen lassen. Ich habe mit dem gleichen Teig die Brötchen und auch noch ein Focaccia gebacken, das nur hier nicht im Rezept erklärt, in der irrigen Annahme, dass sich das sowieso niemand genau anschaut. Das löst sich noch auf, weil ich das große Focaccia noch nicht gezeigt habe. Ich bin leider kein großer Bäcker, ich mache es halt und weil alle in meinem Umfeld noch weniger backen, fällt denen nur auf dass es besser als gekauft ist, aber eben nicht dass da noch handwerklich Platz nach oben ist.

  • Haifisch

    Hey, prima Erklärung…
    Da gabs noch mehr Brot mit dem Öl.
    Dann kommts wieder hin mit 1:4 statt 1:5 oder so..

    “Selbstgebacken besser als gekauft,
    und keiner merkt, dass handwerklich noch Luft nach oben ist :-)”
    Das stimmt – sicher.
    Aber die Konkurrenz ist nicht der Nobelbäcker,
    sondern Du selbst und Deine Bedürfnisse,
    und die der Familie nicht vergessen, die sind am Wichtigsten…
    Und – mir gefällt das Zeug, das Du backst.

    Ich hab schon ein paar mal versucht, Baguette zu backen.
    Es geht nicht.
    Nicht mit normalen Bedingungen in der Küche.
    Somit stellt sich die Frage:
    Was verraten die Baguette-Bäcker nicht?
    Wir reden von normalem Baguette, nicht glutenfrei.

    Genauso ist es mit den meisten Broten.
    Standard findet man im Kochbuch und Internet.
    Alles, was ein bisschen besonders ist,
    ist entweder sehr schwer zu finden oder nicht zugänglich.

    Hier hilft nur Dein Weg, Jörg:
    MACHEN. Backen bis es Dich zufrieden stellt.
    Leider sind meine Fressmaschinen inzwischen erwachsen.
    Sie wollen meine Experimente nicht mehr vertilgen.
    Abgesehen davon, dass sie gar nicht mehr bei mir wohnen.
    Somit muss ich mit unmöglich kleinen Mengen experimentieren,
    die per se schon das Experiment erschweren…

    Bin gespannt aufs Foccacia

    • Haha, ich habe Baguettes gebacken und ich habe sensationelles Knoblauchbrot in der Pipeline. Ich glaube bei den Franzosen ist es die Teigführung beim Baguette und die nehmen mehr als eine Mehlsorte

  • Esther

    @ Haifisch
    Letztens habe ich gute Resultate mit diesem Rezept gemacht, sehr wandelbar, nutzte jedoch nicht den Thermomix. Und es ist eine relativ kleine Menge.
    Hier werde ich mal 1050 Mehl verwenden. Schau: https://www.youtube.com/watch?v=sqwE7tDxs4k

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