Aioli in zwei Minuten

Hier kommt die universelle mediterrane Soßenbeilage zu Fleisch, Gemüse, Brot, Kartoffeln, oder zum Grillen. Ich habe Aioli online schon in den abstrusesten Versionen mit Quark und anderen Milchprodukten gesehen (wer flüstert sowas irgendwem ein?). Deswegen zur Ehrenrettung dieser Köstlichkeit ein schnelles Rezept., mit dem bisschen das wirklich drin sein sollte. 

Zutaten für eine kleine Runde: 
1 EI
1 Knoblauch
200 Milliliter Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker
1/2 Limette

Wer mehr als vier Personen am Tisch hat, verdoppelt einfach die Mengen.

1 Ei aufschlagen und in einen Mixbecher geben.

1 Knoblauch zerkleinern

Knoblauch in den Mixbecher geben.

Salz, Pfeffer, Zucker

Den Saft einer halben Limette in den Becher pressen.

200 Milliliter Öl in den Mixbecher füllen. Das waren schon alle Zutaten

Und jetzt mal zehn Sekunden im Zeitraffer mit dem Zauberstab von Esge. Volle Pulle 19000 Umdrehungen pro Minuten. Natürlich geht das auch mit anderen Pürierstäben.

Emulgiert sofort

Das Ende, wenn ich den Zauberstab hochziehe kann ich dann einhändig nicht mehr fotografieren.

Von flüssig zu fest in zehn Sekunden!

Jetzt noch schnell probieren, ob genug Salz, Pfeffer und Säure drin sind und eventuell nachwürzen.

Die ganzen Vollpfeifen, die immer solchen Industrieschund zeigen mit der Begründung, ich hatte gerade keine Lust zum Kochen, sollten sich DAS mal anschauen, wie schnell man eine frische tolle Soße zu allem anfertigt. Ohne Quark, ohne Sahne, ohne Joghurt, oder Plaste und Elaste.

Mit frischem selbst gebackenem Toast, schmeckt Aioli wie eine Million. Das kann man nicht kaufen, das muss man selbst herstellen. 

Passt auch hervorragend zu Champignons provenzalischer Art. und Krautsalat mit Aprikosen. 

Schmeckt richtig frisch lecker nach Knoblauch, mit einer leichten Säure und einem runden Abgang vom Olivenöl. So beamt man sich in ein paar Sekunden gefühlt ein paar tausend Kilometer weiter nach Süden. 

Das ist gesund und hält Leib und Seele zusammen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

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46 Kommentare

  • Boooaaaah…da läuft mir direkt der Sabber in der Schnute zusammen!
    Aioli wird hier geliebt! Aber ich gebe zu das wir bis jetzt immer die Kaufversion hatten…und auch da nur eine ganz bestimmte Sorte. Aber selbstgemacht is natürlich nochmal ne ganz andere Hausnummer! 🙂
    Werde ich auf jeden Fall testen!

    Sag mal, wo kaufst du denn deinen Knoblauch?
    Ich finde hier immer nur die mit den einzelnen Zehen, aber deine Sorte wäre mir wesentlich lieber! 😉

    Liebste Grüße, Doris!

    • hallo doris, knoblauch kaufe ich bei netto, kaufland oder metro. diese kompakten gibt es nicht bei lidl, oder aldi. im moment sind die recht teuer. kosteten sonst immer 1,99, zur zeit 2,99 euro. ich hätte nicht gedacht, dass sich das jemand fertig kauft, aber stimmt für irgendwen müssen sie das zeug ja ins regal stellen.

    • Tja…is halt nicht jeder so ein Koch-Guru wie du…aber deshalb bin ich ja hier:Kochen für Doofe! 😉

      Danke für den Tipp, Netto haben wir hier auch im Ort. Dann guck ich da mal!

      Übrigens hab ich entdeckt das du Aioli schon mal gezeigt hast…damals hat es noch 3 Minuten gedauert! *hehehe*

      http://glatzkoch.blogspot.de/2014/06/aioli-in-drei-minuten.html

    • genau schlaubischlumpf, deswegen heißt die neue ja in ZWEI minuten, weil sie noch schneller geht. wo bin ich denn ein koch guru? nur normales zeug, das jeder mit nix machen kann. ich mache das so, wie es schon immer gemacht wurde, bis die leute es vergessen haben und heute glauben, das geht gar nicht selbst zu machen und man muss das kaufen…

    • wunderbar, das wollte ich schon immer mal selber machen . Aioli esse ich bisher nur beim Mexikaner … Nu aber nicht mehr!

      Danke dafür!

      Liebe grúße anja

    • echt? beim mexikaner? der hat damit ja mal gar nix zu tun. ;-). das geht echt nur in sachsen.

  • Alioli wie bei Muttern……. ich habe andalusische Wurzeln und Dein Alioli sieht fast aus wie bei meiner Mama, die macht die Mayo aber noch in einem Teller, ganz klassisch mit der Gabel und benutzt heimische Zitronen anstelle der Limette; am Ende wird noch ein wenig Wasser eingerührt, je nach dem welche Konsistenz man haben möchte.

    Liebe Grüße,
    Valeriana

  • Eine Krone für den Glatzkoch, bitte.
    Junior hat im Urlaub auf La Palma Aioli schätzen gelernt (ja, der mit Salami und Gouda), das hat mich dazu gebracht, endlich mal dein Rezept auszuprobieren und siehe da: hat geklappt und ist lecker!
    (Unfassbar wie schnell das geht. In zwei Sekunden war das fest!)
    Ganz lieben Gruß an den Rest der coolen Gang!
    Doro

  • Nari

    Also langsam wirst du mein absoluter Held in der Küche!
    Schön simple Rezepte, sogar für Randgruppen (milchallergiker) total gut geeignet und einfach nur saulecker und oberaffengeil zum reinsetzen ?
    LG nadine

    • vielen dank für die blumen. ich hätte da 1700 rezepte zum nachkochen ;-).
      freut mich sehr, wenn es dir gefällt. ich gebe mir auch täglich mühe.

  • Peer

    Moin, was ist mein Problem? Egal ob ich Mayo oder Aioli probiere, egal welches Rezept, ich hab da immer so eine leicht bittere Schärfe, die ich nicht wegbekomme.. habs mit Olivenöl und Sonneblumenöl probiert. Was kann ich tun?

    • hallo peer, da hast du dir ausgerechnet die beiden bittersten öle ausgesucht, die man handelsüblich bekommt. nimm mal rapsöl und wenn du es ganz gut machen willst, ein rapskernöl. das ist sehr nussig. Ganz einfaches Rapsöl, hat auch keine bitterkeit. Von der Ölauswahl abgesehen, würde ich noch ein bisschen mehr Säure von Zitrone, oder Limette an die Mayonnaise, oder aioli geben

      • Peer

        Besten Dank, Rapsöl steht noch im Schrank. Probiere ich dann beim nächsten mal 😀

        • mach mal. wenn du nicht auf das bittere stehst, dann wird dir das gefallen. ich mag ein bisschen bitternote, aber das ist nicht jedermanns sache

          • Peer

            Hab ich gerade. Ist viel “besser” geworden. Noch ein bisschen Feintuning und es passt 😀 Theoretisch kann man die Öle ja auch mischen.. Damit könnte man die Bitterkeit steuern.. Mal testen

          • habe ich letztens bei mayonnaise gemacht, verschiedene öle zu mischen. das ist echt toll.

          • Peer

            Was hast du da eigentlich für einen Stabmixer? Ich finde bei Esge nichts mit 19000 rpm

          • den esge mit 250 watt gibt es nur bei eaw online. dann hat er 19000 umdrehungen. den kann man nicht im laden kaufen, oder auf plattformen. den gibt es nur auf verbrauchermessen, oder beim deutschen vertrieb, der auch die messen macht. http://online.shop-zauberstab.de/

  • Sanna

    Hilfe! Ich habe das gerade ausprobiert, ich habe noch nie Mayonnaise oder Aioli auf deren Basis unfallfrei hingekriegt – bis grade eben. Wouh, ist das gigantisch. Jetzt kann ich mit dem Rezept “spielen”.

  • Andreas

    Meistens klappt das prima, aber manchmal wird es einfach nicht fest. Alle Zutaten haben Zimmer Temperatur. Woran kann das liegen? Ist das noch zu retten?

    Danke & Grüße

    • ja, wichtig ist, dass du genug öl nimmst. du musst über 200 milliliter auf ein vollei nehmen, sonst wird das nicht fest. Die Ölmenge ist entscheidend und ich würde das immer mit pürierstab, oder zauberstab nehmen und in einem zug hochziehen.

  • Anja

    Saulecker!!! 😉 Endlich mal eine Aioli wie in Spanien und nicht so ein Fertigdreck, das den Namen Aioli gar nicht verdient hat

  • Gabi

    So pervers lecker!!
    Hatte je 1/2 Raps- und Olivenöl 😋

  • Jens

    Hallo Jörg, eine blöde Frage: Ich mache Mayonnaise immer per Hand und habe bei irgendeiner Kochsendung diese Sekunden-Nummer mit dem Zauberstab gesehen. Begeistert ausprobiert – nix. Welchen Einsatz (falls das so heißt), nimmst du da? Ich habe einen mit Messer und kleinem Haken, nur Messer und eine Scheibe.

  • Esther

    Es geriet etwas bitter. Ich muß noch herrausfinden, woran das lag. Ansonsten kommt es nahe an die Balearen heran.

  • Susa

    Leider war sie bei mir nach 11 Sekunden noch nicht fest bzw wurde wieder flüssiger hatte ich das Gefühl. Und sie schmeckt bitter. Was kann der Grund sein? Ich würde es auch gerne mal hinbekommen.

  • Christoph

    Moin
    welchen aufsatz nimmst du beim zauberstab?

    12 jahre sind ein wort weiter so mein lieber dein Pizza rezept mit 75% hydration wird alle 2 monate praktiziert

    • Hallo Christoph ich rechne 10 Jahre, weil ich ab Mai 2014 jeden Tag ein Rezept geschrieben habe. Du kannst echt gute Fragen stellen. Mit dem Wissen von heute, würde ich es die Knolauchzehen mit dem Hack- und Rühraufsatz in einem Teil des Öls zerkleinern und dann mit der Schlagscheibe weitergehen. hier habe ich Knoblauch selbst geschnitten und dann die Schlagscheibe genommen. Sei vorsichtig mit dem Olivenöl. Vielen ist das zu bitter, ich mage es genau so. Notfalls Olivenöl durch Pfanzenöl ersetzen. Säure ist auch immer gut gegen bitter.

      • Christoph

        danke dir für die antwort
        das mit dem bitteren teil habe ich weiter oben schon gelesen mal sehen was da rauskommt bei mir
        musste heute erstmal wieder olivenöl nachkaufen
        das geht schnell leer über die feiertage hehe

        • ich brauche alle zwei Wochen eine Flasche. Jedes Mal über zehn Euro. Finde ich echt krass.

          • Christoph

            puh ob ich nicht auf preise schaue ist hier dir frage… manches braucht man und das billigste im regal ist oft nicht das beste leider… auch wenn man das geld nicht zum rauswerfen verdient… beim essen spare ich nicht an qualität

          • Bei mir ist es die pure Masse, die das Geld und vor allem die Zeit verschlingt, wenn man alles immer mal sechs für die Stammbesetzung, plus wechselnde Gästinnen macht.

  • Vivian

    Ich sehe gerade, das Rezept ist schon ein paar Jahre alt. Jörg, kleiner Tipp, vielleicht kannst du auf einem der Fotos beim Einsatz des Zauberstabs zeigen, mit welcher Scheibe/Messer du den jeweiligen Arbeitsschritt ausführst. Ich fände das hilfreich.

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