Pizza aus Kartoffelteig

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und Zubereitungsarten. Dieses Mal waren ein paar Kartoffeln vom Vortag “schuld”. Ich weiß, dass in Italien öfter Teig mit Kartoffeln, Mehl und Hefe zu Pizza oder Focaccia verarbeitet wird. Das habe ich bislang noch nie als Pizza umgesetzt. Deswegen habe ich die günstige Gelegenheit genutzt, um das zu testen. Das Fazit vorweg, es klappt super und schmeckt auch richtig gut.

Zutaten: 

500 Gramm Kartoffeln egal ob mehlig oder festkochend
500 Gramm Mehl
4 Esslöffel Olivenöl
1/2 Würfel Hefe
300 Milliliter Wasser
Zucker für die Hefe
Salz

Auflage nach Wunsch, oder so wie ich:

Tomatensoße selbst eingekocht (anklicken)
Salami
Zwiebeln
Tomatensoße
Mozzarella 
Grünkraut wie Petersilie, Oregano, Basilikum.

Ich habe mich nicht weiter eingelesen, sondern einfach mal los gemacht. Irgendwann kennt man ja das Ziel und mogelt sich da hin, wie es passt. Bei Kartoffeln kann man auch nur ganz schlecht sagen, wie feucht sie sind und welche Menge Mehl die brauchen, bis sie beim Kneten nicht mehr an den Händen kleben. Das ist nur ein Richtwert im Verhältnis eins zu eins zwischen Kartoffen und Mehl zu arbeiten. Die tatsächliche Wahrheit sagen Euch die Hände, ob die den Teig klebefrei verkneten können. Wenn nein, fehlt noch Mehl

Das ist der Rest Kartoffeln, die noch vom Vortag übrig sind. 

Mit dem Kartoffelstampfer zerkleinern.

Einen halben Würfel Hefe in 100 Millilitern lauwarmem Wasser auflösen, eine Prise Zucker dazu geben und 10 Minuten stehen lassen, bis man die Hefe Sprudeln hören kann.

200 Milliliter Wasser zu den Kartoffeln in die Schüssel kippen.

1 Teelöffel Salz

4 Esslöffel Olivenöl

Dann noch die Hefe in die Schüssel gießen. 

Bevor wir mit dem Kneten anfangen, muss noch Mehl in die Schüssel gegeben werden. 

Mehl auf die Kartoffelmenge abgestimmt, in die Schüssel füllen

Ich habe den ersten Gang beim Vermischen noch mit dem Esslöffel gemacht. 

Dann noch nachmehlen und mit der Hand weiter verkneten, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Danach sollte man den Teig noch eine halbe Stunde, bis eine Stunde gehenlassen. 

Kartoffelteig ist aber eine echte Sau und feuchtet beim Ruhen sofort wieder durch. Ich umgehe das Nachmehlen und Nachkneten indem ich Mehl auf mein Backblech gebe und auch noch ein bisschen Mehl über den Teig gebe, damit der nicht an meiner Teigrolle kleben bleibt. 

Dann wälze ich den Teig noch einmal über das Blech damit er das Mehl aufnimmt und oberflächlich nicht so feucht ist. 

Danach lässt er sich ganz einfach auf dem Backblech ausrollen. Ich mache das tendenziell eher dünn. 

Als Pizzasoße nehme ich meine selbst eingekochte Tomatensoße. (anklicken)

Mit der Rückseite eines Esslöffels auf dem Teig verstreichen

Belag ist scharfe Salami

Champignons

Die kommen natürlich auch auf die Pizza

1 Zwiebel zerkleinern, 4 Tomaten

Alles auf der Pizza verteilen

Salz, Pfeffer, Oregano auf den Zutaten verteilen. 

Nun fehlt noch der Käse. Ich greife gerne zu Mozzarella, um mich hinterher jedes Mal zu ärgern. Der gibt nämlich beim Backen total viel Flüssigkeit ab, deswegen würde ich beim nächsten Versuch einfach Edamer verwenden, oder jeden anderen Käse, der nicht so rumsuppt.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, ich nehme beim Gasofen mit Unterhitze Stufe 6. Eigentlich bin ich ein Freund von mehr Hitze bei Pizza, aber mit der gesammelten Auflage und den Pilzen, braucht die Pizza 20 Minuten im Ofen. Wäre die Pizza dünner belegt, würde ich den Ofen auf Vollgas stellen und in 10 Minuten backen. 

Hier kommt sie nach 20 Minuten aus dem Ofen. 

Die Pizza ist am Boden knusprig gebacken, löst sich mit einem großen Pfannenwender gut vom Blech, ohne dass irgendwas zerreißt

Ich habe hier zur Ansicht mal ein Stück abgeschnitten. Der Teig ist von der Hefe beim Backen gut aufgegangen, macht ein schönes Mundgefühl und schmeckt rund. Es ist nicht so, dass einen sofort jeder ansprechen würde und einem ins Gesicht sagen würde, “oh da hast Du ja Kartoffeln in den Pizzateig eingearbeitet.” Der schmeckt einfach nach einem sehr robusten und rustikalen Pizzateig, bei dem man mal ein paar überflüssige Kartoffeln verarbeiten kann, statt sie am nächsten Tag entsorgen zu müssen. Alleine dadurch ist es schon eine gute Geschichte. 

Sehr lecker! Ich habe das einen Abend mit meiner Frau gegessen und die Kinder haben am nächsten Abend davon klaglos gegessen. Sowas lebt immer vom Belag und den macht Ihr so, wie er Euch am besten schmeckt. 
Weil ich sowieso gerade am experimentieren war, habe ich mit dem restlichen Kartoffelteig noch ein Brot gebacken. 
Das zeige ich Euch auch noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Bis dahin viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit mit meiner Pizza aus Kartoffelteig

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