Mischbrot schnell gemacht

So schnell wollte ich Euch mein Brot gar nicht zeigen, aber es scheint Interesse daran zu bestehen. Ich hatte am Sonntag Lust auf frisches Brot, aber keine Zeit für lange Teigführung. Ich habe dann einfach nach einem schnellen Brot mit ein bisschen mehr Hefe gesucht, das aber trotzdem optisch und haptisch über dem Niveau von gekauftem Supermarktbrot anzusiedeln ist. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. So ein Brot ist echt super, aber eben kein selbst gezogenes Sauerteigbrot. Dafür ist es so einfach, dass es jeder kann und vielleicht dadurch Lust auf ausgefallenere Projekte bekommt? Dieses Brot wird landläufig als Friss Dich dumm Brot angepriesen, aber den Namen finde ich so blöd, dass ich den nicht verwende, sondern das Brot einfach so benenne, wie es daher kommt, als Mischbrot aus verschiedenen Mehlsorten. Das ist so seriös, wie es schmeckt.

Zutaten:

550 Milliliter Wasser lauwarm bis 37 Grad
450 Gramm Weizenmehl 405
200 Gramm Dinkelmehl Type 630
200 Gramm Roggenmehl Type 1150
3 gestrichene Teelöffel Salz
1 gestrichener Teelöffel Zucker
21 Gramm Frischhefe (halber Würfel), oder 1 Tüte Trockenhefe
Rapsöl zum Ausstreichen der Form
Mehl zum Arbeiten

Ich arbeite mit meiner Haushaltswaage. Und wiege immer nur zu. Die Reihenfolge ist egal, ich habe es so gewogen, wie mir die Tüten in die Hände gefallen sind. 200 Gramm Dinkelmehl

200 Gramm Roggenmehl

450 Gramm Weizenmehl

Ein Blick auf das Mehl in der Schüssel.

Dort kommen jetzt auch noch 3 gestrichene Teelöffel Salz rein.

Ein Teelöffel Zucker

Gerührt nicht geschüttelt, ähm nein gestrichen, nicht gehäuft.

Wasser abmessen, nicht wärmer als 37 Grad

1/2 Würfel Frischhefe. Ich weiß, Hefefetischisten schrubben sich immer einen darauf, wenn Sie nur Hefe in Erbsengröße verwenden, aber ich hatte heute noch was vor und deswegen nehme ich 21 Gramm, damit auch in einer Stunde Ruhezeit was mit dem Teig passiert.

Hefe ins Wasser geben

Hefe mit dem Wasser vermischen

Ich nehme meinen Esge Zauberstab. Mit dem rühre ich auch den Teig, weil ich keine Küchenmaschine habe. Da der nicht viel Drehmoment hat, sondern nur schnell drehen kann, werde ich den Teig von flüssig nach fest rühren. Das könnt Ihr auch mit einem Pürierstab, oder Handrührer machen.

Hier sind die verschiedenen Mehl, Salz, Zucker in einer Schüssel

Wasser mit der aufgelösten Hefe in die Rührschüssel gießen.

Zauberstab mit Knethaken in die Schüssel stellen.

Etappenweise Mehl einkippen und unter die Flüssigkeit rühren.

Schriiiiiiiiiing

Immer das Mehl vom Schüsselrand holen und den Teig kneten

Das klappt super und nun haben wir einen recht feuchten Teig,

Schüssel bemehlen, damit der Teig beim Gehen nicht an der Schüssel festklebt.

Teig in die Schüssel legen

Teig abgedeckt eine Stunde gehen lassen

Einen Bräter, oder einen ungewässerten Römertopf zum Backen verwenden. Ich streiche meinen Bräter von Diepfanne.com mit Rapsöl aus, damit das Brot beim Backen nicht am Bräter festbackt.

Darüber noch ein bisschen Mehl stäuben.

So schön ist der Teig nach einer Stunde Ruhezeit aufgegangen

Nun wird der Teig zehn mal gefaltet und zum einem Brotlaib in Form gebracht.

Der Brotlaib soll eine schöne Form bekommen

Hände in Wasser nass machen und mit den nassen Händen den Teig glätten.

Übung macht den Meister

Sieht gut aus, für meine Verhältnisse.

Teig in den geölten und bemehlten Bräter geben

Mit Deckel abgedeckten Bräter in den kalten Ofen stellen und den Ofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen, wenn der Bräter schon im Ofen steht.

50 Minuten mit Deckel backen und anschließend noch 10 Minuten ohne Deckel, damit das Brot eine schöne Farbe bekommt.

Sensationell, so kommt das Brot nach 50 Minuten abgedeckter Bäckerei aus dem Ofen. Nun noch 10 Minuten ohne Deckel backen.

Dann sieht es so aus.

Ich habe das Brot auskühlen lassen und wir haben in der Zwischenzeit einen Familienausflug gemacht.

Zum Abendessen waren die Kinder dann total aufgeregt und ich musste das Brot aufschneiden.

Die Kruste ist sehr knusprig, die Krume angenehm, nicht zu weich und nicht zu fest. Geschmacklich ist es solide, schmeckt nicht hefig, sondern leicht salzig und ein bisschen nach Roggen und Dinkel, die ja irgendwie mehr Charakter als reines Weizenmehl geben.

Einfacher Frischkäse ist eine schöne Auflagen. Die Kinder haben sich dann noch Salami, oder Käse auflegen können.

Super Kritiken von der Brut, mir gefällt es auch. Für Euch bedeutet das eine Empfehlung das auch zu probieren. Es lohnt sich auf jeden Fall und ist total einfach. Es entstehen lediglich die Wartezeiten zum Ruhen des Teiges und die Stunde im Ofen beim Backen. Der Rest ist einfach. Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • Winne

    “Mischbrot schnell gemacht” habe ich jetzt zweimal gebacken, beide Brote sind lecker geworden. Könnte man dieses Brot auch mit einem höheren Roggenanteil backen und was müsste ich dann beachten?

    Liebe Grüße
    Winne

    • hallo winne, das ist eine gute frage. meine erfahrung mit roggen ist, dass der Teig ziemlich einfällt, wenn man den anteil im vergleich zu weizen, oder dinkel erhöht und auch nicht so gut aufgeht. Deswegen würde ich den bei einem Mischbrot auch nicht erhöhen. da fehlt mir ehrlich gesagt die idee und die erfahrung. um das ausgleichen zu können.

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