Fenchel nach Parma Art, ohne Parma

Wieder aus meinen tollen Buch “Zuhause in Europas Küchen” aus dem Jahr 1975 von Franz Maier-Bruck, ein schönes italienisch anmutendes Rezept. Der Titel sagt Parma, aber da kommt gar kein Parmaschinken im geschriebenen Rezept vor. Deswegen relativiere ich das schon gleich im Titel. Wer Parmaschinken hat, kann den nehmen, sollte ihn dann aber erst direkt vor dem Servieren hinzu geben, damit der nicht zerrig wird. So macht man das auch bei der Parmapizza, wenn man Italiener und nicht irgendein dahergelaufener Pizzaimitator aus Takatukaland ist. Ich war mir dessen bewusst und habe leckeren geräucherten Schweinebauch verwendet, also sowas wie Bacon.

Zutaten:

500 Gramm Fenchel
1 Esslöffel Salz
50 Milliliter Zitronensaft
300 Gramm Bauchfleisch geräuchert.
2 Esslöffel Mehl
30 Gramm Butter
500 Milliliter Brühe (anklicken)
100 Gramm Parmesan (Hartkäse zum Reiben)
Grünkraut zum Bestreuen z.B. Petersilie

Fenchel circa 5 Milliliter dick schneiden

Wasser zum Kochen bringen.

1 Esslöffel Salz

Den Saft einer Zitrone ins Kochwasser geben.

Das ist der geräucherte Schweinebauch.

Schweinebauch in Würfel schneiden und langsam auslassen.

Deckel auf die Pfanne, damit Wasser und Fett vom Bauch verschwinden.

Der Fenchel wartet immer noch auf Seinen Einsatz. Fenchel mag ja eigentlich niemand, weil der Tee schon so scheiße schmeckt, aber das ist ein Rezept, um den mögen zu lernen. Das kann ich jetzt schon mal versprechen.

Schweinebauch sieht schon deutlich weniger fett aus und ist dezent gebräunt.

Wenn der eine angenehme Farbe hat, kommt das Mehl in den Wok.

Butter hinzu geben. Nebenan in dem Topf mit Deckel ist jetzt der Fenchel für 8 bis 10 Minuten am dünsten. Der soll nicht weich wie im Altenheim werden. Das Rezept von 1975 sagt weich in 25 Minuten. Den Teufel werde ich tun. Das ist der Grund, warum so viele Leute keinen Fenchel mögen.

Brühe zum Bauchfleisch gießen

Aufkochen lassen.

Mehl klumpenfrei in die Soße reinrühren.

Soße kochen und andicken lassen

Ofen auf 200 Grad aufheizen.

Der Fenchel und die Soße kommen gleich in eine Ofenform.

Fenchel ist auch soweit vorbereitet, der kann abgegossen werden.

Form mit Butter ausstreichen.

Soße ist eingekocht.

Abgetropften Fenchel (der mit der Zitrone total klasse schmeckt) in die Form legen und mit der Soße und dem Bauchspeck begießen.

Parmesan, oder anderen Hartkäse darüber reiben.

20 Minuten in den Ofen stellen bei 200 Grad. Wenn man den Käse brauner will, die letzten Minuten, von oben mit Grillfunktion und 220 Grad bräunen, dann aber auch aufpassen und nicht noch irgendwas anderes machen, was die Form zu Holzkohle werden lässt.

Da kommt der Fenchel schon wieder aus dem Ofen.

Der ist richtig geil. Schmeckt irre mit der Zitrone, ist nicht so lappig wie man den noch nie mochte, toll mit dem Bauchspeck und garantiert auch nicht schlechter, wenn man da dünn und klein gehackten Parmaschinken dazu serviert. Der Parmesan darauf ist der Hit. Kann ich so uneingeschränkt empfehlen.

Schmeckt so geil, wie es eben nur Italiener können. Isso. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

8 Kommentare

  • Matthias

    Nicht irreführen lassen. Der Parmesan leitet sich aus Parma ab, mit dem Schinken hat das nichts zu tun.

  • Matthias

    Ob Pharma oder Parma, das Fenchelgericht ist jedenfalls äusserst schmackhaft.

  • Sascha Wüstemann

    Mit Mehl klumpfrei einrühren habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, daher habe ich mir überlegt, wenn ich schon kalte Flüssigkeit mit Mehl heißmachen möchte, dann kann ich die kalte Flüssigkeit auch in ein Schraubglas geben, Mehl drauf, mit dem Deckel zudrehen und dann kräftig schütteln. Danach heiß machen, rühren und sehen, wie schön das bindet 🙂 und zwar ohne Klümpchen, garantiert!

  • Martina

    Super Seite, bin gleich bei zwei Sachen die ich gesucht habe fündig geworden. Du bist jetzt mein CHEFkoch. 🙂

    • vielen lieben dank. immerhin 2500 rezepte seit mai 2014. wenn du nix findest, frage mich gerne. ich war früher bei der namenswahl häufig nicht so sattelfest. gutes gelingen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.