Brühreis

Bei Beilagen ist man relativ festgelegt. Kartoffeln, Nudeln, oder Reis, wenn man “normal” kocht. Reis ist ja häufig so spannend wie die mittlere Beamtenlaufbahn und bei den meisten Leuten, jenseits von Asien, nur die Nummer drei in der Beilagenauswahl. Abhilfe schafft man durch wechselnde Zubereitungen und gerne auch ein Augenmerk auf die Flüssigkeit richten, in der der Reis gegart wird. Überall meinen sie irgendwelche kruden Tütenbrühen, wenn sie von Gemüsebrühe reden. Ich rede von selbst gemachter Brühe, die sich nebenbei herstellen lässt, sonst bräuchte ich Euch solche Stunts gar nicht zu zeigen, ich weiß ja was Ihr von mir erwartet.

Zutaten:

300 Gramm Langkornreis
1,5 Liter Gemüsebrühe (anklicken)
30 Gramm Butter
Salz
Pfeffer
Petersilie

Das ist selbst gemachte Brühe, davon lagere ich immer mindestens 20 bis 30 Liter. Wenn ich unter diese Menge rutsche koche ich neue. Letzte Woche habe ich insgesamt 80 Liter im Topf in vier Durchgängen gekocht. Einmal Rinderbrühe und dann Gemüsebrühe.

Reis mit der kalten Brühe in den Topf geben und aufkochen lassen. Dafür nehme ich die ersten 750 Milliliter

Dann mit Deckel auf dem Topf nur leicht köcheln lassen

Wenn die Brühe eingekocht ist, gieße ich die zweiten 750 Milliliter nach

Der Reis ist jetzt nur noch circa 5 Minuten vom richtigen Garpunkt entfernt.

Butter in den Topf geben

Butter auflösen

Petersilie hacken

Wenn der Reis weich genug ist, kommt die Petersilie zum Reis

Jetzt noch den Geschmack abstimmen. Pfeffer aus der Mühle, Salz nach Geschmack. Der Reis schmeckt natürlich viel runder und voller, als wenn man da nur einen Teelöffel Salz zum Würzen gegeben hätte. In der Brühe ist schließlich der konzentrierte Geschmack von ein paar Stunden und vielen Zutaten enthalten.

Dann kann serviert werden

Reis auf den Teller geben.

Dazu gibt es dieses Mal gefüllte Fleischtomaten, aber dazu passen auch gefüllte Paprika, Schmorgerichte aller Art und kurz gebratenes Fleisch.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

13 Kommentare

  • Michl

    Wer keine Angst vor Acrylamid hat, kann den Reis zuvor trocken anrösten. Bringt nochmal Aroma und Charakter.

  • Edith

    Hallöchen ,
    ich bin schon lange stille Leserin .
    Gerne möchte ich eine Reis – Erfahrung von gestern teilen , da war ich zum Mittag in einem Bistro Essen . Die Beilage Reis war mit geröstem Sesam unglaublich aufgewertet . Der Sesam , es war gar nicht mal so viel davon – einfach unter den gegarten Reis gemischt , hat mich mit seiner Würze echt
    überrascht , und wurde -weil so lecker , zum wichtigsten Teil auf dem Teller ♥
    Ich wünsche weiterhin beim Kochen gutes Gelingen ♥
    Edith

    • hallo edith, das hast du total recht. mache ich viel zu selten. habe ich durch stevan paul für die chinanudeln so entdeckt. danke für den tipp, damit auch reis aufzuwerten. super idee

  • peter eitel

    Wiewasjetzt, Jörg, du hast echt nur wegen deiner Fischphobie und weil halt beim
    Spanier ums Eck standardmäßig immer so Schalenzeugs obendrauf liegt noch nie Paella gegessen? Mit Verlaub, das ist schon echt dämlich….

    1. gibts garantiert bei jedem Spanier in Berlin und allen Orten ,die nicht in Küstennähe liegen eh nur TK Zeugs obendrauf, also Mist. und
    2. kann man die ja auch mit allem anderen zubereiten.
    Ich mache die ( weil ich halt auch keinen Bock auf ominöse TK Garnelen habe) gerne mit
    halbierten Hähnchenschenkeln , zB roten Paprika und halt anderem Gemüse, egal was, hauptsache hübsch bunt für die Optik, als Kontrast noch paar entkernte und halbierte
    schwarze Oliven dazu und ich behaupte jetzt mal; deine Kiddies fressen dir das grad so
    weg.
    Aber: Obacht!!! kaufe niemals dafür nen Reis auf dem draufsteht er sei sowohl für Risotto als auch für Paella geeignet. Gibts gar nicht, weil andere Zubereitung.
    Ich bin neulich aus versehen in diese Falle gedappt und hatte ne pampige Paella, die ich
    nur deswegen halt runtergewürgt habe, weil ich das nicht wegwerfen wollte,
    wäre aber eigentlich richtiger gewesen….pfuipfui, kulinarischer Tiefpunkt.

    • ich gehe seit bald 14 jahren nicht mehr essen, es sei denn es ist mal mit der firma. privat nie. und natürlich nur nicht weil ich keinen fisch usw mag. bei meiner letzten paella 2006 war so alles drauf, was mir würgereiz beschert. die hatte meines erachtens aber keinen rundkornreis drauf, sondern langkorn? wäre bei paella nicht auf risottoreis gekommen

      • peter eitel

        Ich war wohl genau solange nicht mehr in Restaurants, und das mit der Reissorte
        habe ich erwähnt, weil halt momentan anscheinend viele Hersteller so ne irreführende Sachen anbieten. Normaler Langkorn passt wunderbar.
        Authentischer Paellareis ist zwar echt eher rund, aber den kriegt man nicht eben so ums Eck. Egal,

        Und was den obligaten Safran angeht:
        Ich sags einfach mal, auch wenn dann manche schlauen Mitleser spontan Schnappatmung bekommen;
        Das Zeug ist schon sehr besonders, arg lecker aber eine sauteure Köstlichkeit.
        Ich verwende den echt nur, wenn ich meine, dass das ohne jetzt nix gescheites wird.
        Paella gehört für mich nicht in diese Kategorie. Probiere das doch einfach mal mit dem Kurkuma, den ich geschickt hatte. Schmeckt anders aber auch nicht übel,
        und die Farbe ist halt voll begeisternder Kindergeburtstag….wirst sehen.
        Und wenn die Reiskonsistenz passt ist das an sich schon so wunderbar, dass die
        Feinheiten – naja – eher nebensächlich sind. Frisst sich grad so weg.

        • so gerne mag ich reis nun auch wieder nicht und die kinder erst recht nicht, dass ich damit eine hauptmahlzeit bestreiten würde, bei der dann alle nicht mitmachen wollen. ist mir zu risky bei der brut. ich muss wieder ingwershots machen, da geht der kurkuma gut dazu.

Antworte auf den Kommentar von DirkNB Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert