Pute mit Enokipilzen
Ich war mit Margarete beim Fruchthaus Hulsberg auf einer Lieferantenmesse. Gegen Ende der Veranstaltung konnte man sich dort an den Ständen bedienen und Obst, Gemüse, Kräuter etc mitnehmen. Margarete hat richtig zugelangt und so bin ich dann zu ein paar außergewöhnlichen Pilzsorten gekommen, die ich sonst nicht auf dem Einkaufszettel habe. Ich hatte ergebnisoffen Geschnetzeltes aus der Putenoberkeule gekauft. Einen Teil habe ich für ein Chili benutzt, das ich Euch auch noch zeigen werden und hier wurde eher asiatisch ausgebaut. Damit es schneller geht als konventionell, habe ich es mit dem Krups Cook 4 me zubereitet. Es geht aber natürlich auch im Schnellkochtopf, oder in der Pfanne.

Zutaten:
1,3 Kilo Putenoberkeule geschnetzelt.
3 Zwiebeln
300 Gramm Enokipilze
60 Milliliter Sojasoße hell
1/2 Teelöffel Chiliflocken
4 Esslöffel Currypulver
250 Milliliter Milch
zum Servieren Sprossen
2 Esslöffel gehackte Petersilie
Beilage
400 Gramm Reis
Zum Verwerten am zweiten Tag
Reis vom Vortag
80 Milliliter Rapsöl
5 Eier
150 Gramm Weißkohl
2 Paprika
1 Zwiebel
1 geschälte Möhre
50 Milliliter Sojasoße
2 Prisen Chiliflocken
nach Geschmack Srirachasoße
Deko Sprossen

Fleisch anbraten bei Vollgas

Pilze zerkleinern in mundgerechte Stücke.

Pilze zum Fleisch geben

Zwiebeln häuten

Zwiebeln zerkleinern

Zwiebeln in den Topf geben

Sojasoße

Weil die salzig ist, nehme ich erstmal kein separates Salz

Sojasoße in den Topf geben

Currypulver

Damit nicht geizig sein

Chiliflocken

Alles vermischen

Ich hatte keine Kokosmilch aber wollte die helle Farbe rauskitzeln, deswegen nehme ich normale Milch

Alles vermischen, mir fehlte noch ein bisschen Curry

Kochzeit unter Druck 10 Minuten

Verriegeln und abwarten

Zehn Minuten Druckkochen später

Das habe ich morgens für abends gemacht. Man könnte es jetzt aber sofort essen.

Abends wärme ich das Gericht in 30 Minuten langsam und schonend wieder an.

Dazu gibt es Reis

Zum Servieren mische ich Radieschensprossen unter, aber es kann auch jede andere Sprossenart sein.

Gehackte Petersilie

Reis in einem tiefen Teller anrichten

Die geschnetzelte Putenoberkeule ebenfalls auf den Teller geben

Das kann alles was ein ausgewogenes Gericht können muss. Gesunde Zutaten, zu einem leckeren Gericht zusammengefügt und handwerklich nachvollziehbar gegart. Das Fleisch ist zart und die Soße schmeckt richtig gut, frische Sprossen geben immer noch den letzten Pfiff.

Am nächsten Tag gibt es das Gericht mit Bratreis. Dann darf ich auch probieren, weil der Reis resistente Stärke gebildet hat und den Blutzucker nicht mehr hochtreibt.

Eier in der trockenen Pfanne stocken lasen

Mit dem Schneebesen verrühren


Öl in die Pfanne geben, wenn das Ei fest ist und leicht bräunen lassen

Reis in die Pfanne geben und 5 Minuten bei Vollgas anrösten

Gemüse zum Reis geben und zwei Minuten mitschwenken

Frische Peperoni und / oder Chiliflocken

Sojasoße

Herd abstellen und Soße unterrühren

Petersilie

Frisch as fuck mit Petersilie!

Bratreis auf dem Teller

Putengeschnetzeltes dazu auf den Teller geben

Sprossen für eine frischere Optik

Optional Röstzwiebeln

Sriracha für mehr Tiefe und dann heißt es einfach nur noch genießen. Genau meine Welt und eine sinnvolle Verwendung bei der am Ende nichts übrig bleibt.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
Diese komischen Pilze..
haben die jetzt gar nichts gebracht ausser Masse?
Ich stand letztens vor denen,
bin zurückgezuckt beim Preis,
weil ich keine Ahnung habe,
wie die denn am Ende schmecken.
Holzig? Kann ich nicht leiden.
Wässerig? Nützt mir nix.
Und so weiter 🙂
Kannst Du mal versuche zu beschreiben,
was die können,
ausser sich von Margarete fangen lassen?
Ich finde die Pilze lecker, sie sind fein, schmecken so pilzig wie ich es mag. Die geben dem Gericht Geschmack und Mundgefühl und sie sättigen. Was kosten die, wenn man sie nicht erbeutet?
Preis für Enoki je nachdem: In nem günstigen Asiamarkt bissele über 10.- im
aufgepufften Supermarkt auch mal locker über 25.- pro Kilo.
Ein früher mal engerer Freund ist Koreaner und hat die gesamte Koreaküche total
gut drauf. Einmal gab es für die damalige Dreiergang eine Art Menu mit Enokis:
Erst eine ( für Korea ..) milde und leichte Suppe, und die Enokis haben nur kurz in
dem heißen Schälchen gezogen.
Dann aromatisierten Reis mit kurzgebratenem Gemüse und nur gaanz kurz gebratenen
Enoki so als Bündel mit dem Stielansatz noch unten dran. War sehr lecker und hübsch
anzuschauen.
Der Geschmack ist ziemlich nussig und mild, weil die keinerlei Bitterstoffe haben wie
unsere europäischen Pilze manchmal. In Asien sind sie besonders beliebt wegen
ihren speziellen Mundgefühl – paradoxerweise sowohl knackig als auch weich.
Und was das Zusammenspiel von Texturen beim kauen angeht hat die asiatische
Küche nun mal die Nase meilenweit vorne.
Insofern muss ich es jetzt doch mal schreiben – obwohl ich es mir eigentlich verkneifen
wollte- ( immer hübsch positiv bleiben, gell…) :
Beim ersten Anblick des Rezepts gestern hab ich mir gedacht:
Jetzt wirft der doch tatsächlich diese filigranen Pilzchen in nen Dampfkochtopf !?
Ich glaub ich spinne…
😂
Wenn man nichts dafür zahlt, geht man damit anders um, als wenn es einem ein Loch in die Tasche reißt. War aber lecker.
Das mag ich jetzt ja auch nicht bestreiten. Aber so geschmort bin ich eher bei
den Champignons von neulich. Das steht demnächst mal unbedingt an.
Ich bin da ganz ehrlich und habe nicht gewusst, was das für eine Kostbarkeit ist.
Hey, ist doch egal. Ohne den ollen Moon-Kwan hätte ich das auch nicht gewusst. Und wenn es dir ( euch kann man ja wohl eher nicht
sagen..) geschmeckt hat ist’s doch super.
Wie heißt’s im Volksmund; nem geschenkten Gaul schaut man
nicht ins Maul – sondern schiebt es genüsslich in selbiges.
Apropos: hast du schon mal Pferdefleisch gegessen ? Manche sagen
ja, das sei ziemlich lecker.
Ich habe unfreiwillig auch schon mal Pferdefleisch gegessen. Einmal als schlecht gebratene Steaks bei meiner ersten Schwiegeroma, auf die ich sonst nichts kommenlassen würde. Die hatte in einer Pferdemetzgerei gearbeitet und hatte das immer noch als Bezugsquelle, weil der um die Ecke war. Mich hat das nicht überzeugt. Dann noch einmal Jahre später, als mir das im Sauerbraten untergejubelt wurde. War jetzt nicht so, dass es mir nicht geschmeckt hä#tte, aber ich würde mir kein Pferd irgendwo bestellen. Reine Kopfsache.
@Peter, danke, das hilft weiter.
der Preis war sogar höher als 25 Euronen.
Deswegen dachte ich dann, ne, muss nicht sein.
Die sehen hübsch aus, aber sonst?
Nussig knackig, ganz kurz
in der Suppe warm machen
oder ganz kurz anbraten.
Das klingt plausibel und
passt zur Optik der Pilze.
Das probiere ich dann mal aus.
Ein koreanisches Rezept dazu
finde sich sicher
bei der Konkurrenz
( 😉 der Wesfood).
So einen Glatzkopp-Pilztopf mach ich
mit banalen Champignons.
Der ist trotzdem saulecker.
Und bei er Saukälte auch richtig zum Wohlfühlen.
Ich bin mehr der Mann für’s Grobe 😉
So als Pilzpäckchen mag ich die Enoki am liebsten.
Wenn es kalt ist, gibt es hier schon mal Bulgogi, und da werden die Pilze ganz kurz am Rand mitgeschmort.
Mit der guten koreanischen Sojasauce, ein Genuß.
Die feine Frau Schieren
@ haifisch;
Nö, der weiß / kann halt auch nicht immer alles, auch wenn er grad so tut als ob..
grad geguckt, da ist ein lausiges und das fand ich nun nicht gerade dolle.
Vielleicht hilft dir das da ( nur auf die schnelle gegoogelt es gibt sicher noch bessere )
gebraten:
https://seonkyounglongest.com/spicy-enoki-mushroom/
suppe:
https://cookionista.com/rezept/soba-bowl-mit-enoki-pilzen-und-koriander/
das kommt so in etwa ganz gut hin.
Aber ich muss zugeben, dass ich die Dinger auch nur ganz selten kaufe. Außer ich
sehe mal welche günstig im Asialaden.. ansonsten total überteuert.
Alles was so ein außergewöhnlichen Pilzen kommt, hat meistens schon die Reise aus Korea hinter sich.
@Peter: super, danke…
wollte den Blog nicht überfrachten.
Hatte Wesfood geschaut, und – na ja.
seine mit Suchfunktion findbaren Enoki
sahen eher nach Resteverwertung aus.
bin gleich in Deinen links 🙂
@Jörg… grrr, spar Die das Tiefstapeln… grrrr
man muss nicht immer Pilz an Sosse mit blabla,
dekoriert mit Streifchen xxy, in Gefäss aus WMF können.
Deine Kocherei ist einfach normal mit Pfiff.
Ich muss so oft grinsen bei den Bildern.
Ich denk, das nimmt Anfängern die Angst,
vor allem die älteren Rezepte 😉
Dich trifft das Leid jedes Praktikers:
Du wirst halt immer geschickter..
Ich finde den Marshmallow-Kuchen zum Brüllen,
auf DIE Idee bin ich noch nicht gekommen.
Die Dinger GRILLEN war schon “Aha?”,
Dann als Brotaufstrich – öhh, ok.
Und jetzt: als Obstkuchendeckung.
Das ist sowas von witzig,
und vermutlich Kinder-freundlich.
Damit hat jede Helikoptermutter was zum Schreien..
Ahhhh, die Zähne, der Zucker, das Fett, der furchtbare Jörg 😉
In Kleinformat versuche ich das mal nachzumachen.
300g Marshmallows, da krieg ich Unterzucker…
Und jetzt an koreanische Pilze,
dann hab ich einkaufstechnisch einen Grund,
zum Asialaden zu fahren…
Ich muss mal wieder zum Orientalen. Ich brauche Paprikapaste. Meine letzte eigene ist bei den letzten Cig Köften draufgegangen. Ich glaube für einen richtigen Asialaden muss ich entweder nach Bremerhaven, oder nach Bremen fahren.
Gutes gelingen und hofentlich guten Apppetit.
Aber eines muss ich noch sagen:
Bitte ignoriert meine etwas bissige Anmerkung zum Herrn W. das war unrecht.
Ich habe nämlich ( jaja ) eine gewisse moralische Erziehung erhalten – wenn
auch ohne die gesamten 10 Gebote- aber so habe ich gelernt, dass es nicht
ok ist, wenn man über Personen die gerade nicht anwesend sind was komisches
sagt. Wenn einem was nicht so ganz passt, dann entweder demjenigen direkt und mit offenem Visier oder halt Klappe halten. Das hatte ich mal kurz vergessen.
@ haifisch Viel Erfolg und guten Appetit. Und wenn du eh schon beim Asia
bist: Hol dir noch frische Sojasprossen dazu – passt super.
Und dann noch das billige gute Reismehl zum Andicken usw. und gute Soja-sauce brucht man eh immer.. und getrocknete Shiitake und und und..Reis z.B.
Aber es ist nicht garantiert, dass immer Enokis da sind…😕
@ Peter: ich schätze den Wesfood sehr,
da er MEINE Küche kann – also Asia.
Aber bei den Enokis ist eben nix zu finden,
nur 2 Fundstellen, siehe weiter oben ..
Kicher – hab mich an Deine Kommis
anscheinend tatsächlich gewöhnt.
Mir ist erst aufgefallen, dass Du recht hast
mit deiner Selbstkritik, als ichs nochmal gelesen hab..
Sojasprossen wachsen bei mir auf dem Küchentresen.
Reismehl hab ich eh, ich backe und koche damit.
Sojasauce: Kicher, ich hab mehrere Sorten, das sagt wohl alles.
Shiitake mag ich nicht mehr.
Das ist der Pilz, der mit zu holzig schmeckt.
Reis kaufe ich 20kg-weise.
Enokis sind tatsächlich nicht immer da,
warum, das habe ich noch nie gefragt.
Vielleicht ziehen die die selber im Keller auf Holz,
oder was weiss ich.
Ich hatte gestern noch Enokis gekriegt,
aber das langte nur für Suppe,
nicht die Schlemmervariante aus der Pfanne.
Weil Samstagabend, kriegte ich die für 1 Euro 200g.
Also alle Reste 🙂
Ich finde die Enokis an sich fade,
aber im Biss sehr lecker.
Ich grübel grade, ob die im Keller wachsen würden, kicher…
Kaufe ich wieder…
Ein Euro ist ein echter Schnapper. Die Asiapilze sind nice to have, aber mir reichen auch Champignons und Pfiffeeliunge aus dem näheren Ausland.
ja, ziehe bloß Dein Büßergewand aus. Der Westerhase wird sich schon nicht in den Schlaf geweint haben
Die Barbara (Frau Schieren) und ich waren mal Nachbarinnen in München, sie war damals schon eine begnadete Köchin und ich denke es immer noch so. Sie schaut gerne über den Tellerrand, finde ich super. Durch den Blog sind wir irgendwie auch verbunden.
Liebe Grüße an Dich Barbara.
Ich bin mir sicher, dass sie eine großartige Köchin ist.
Ellen, danke.
Das Attribut fein steht mir eher nicht. Es ergab sich halt, dass als wir uns selbständig machten mit “Food&Stillife” Fotografie, keiner der Kollegen Lust auf die Foodfotografie hatte. Da sind wir reingerutscht und arbeiteten mit vielen Köchen und Foodstylisten. Wenn die merken, dass dein Interesse an ihrem Können echt ist, hast du schnell einen Stein im Brett. Ich durfte in die Küchen, wir wurden zu Events eingeladen und sind in der Zeit auch viel gereist. Und ja, auch um zu essen. Mir schmeckte die Suppe in einer thailändischen Garküche ebenso gut, wie das Lachssouflée in Illhäusern. Beides von Profis gekocht, die wissen was sie da in ihren Töpfen treiben.
Das hat meinen Geschmack gebildet und auch meine Art zu kochen. Wenn ich eine Zutatenliste in DIN A 4 Länge lese, skippe ich, nicht meine Welt.
Ich koche jetzt nur noch für den Mann und mich, und das täglich. Meine Kraft reicht aber nicht mehr für Einladungen. Neue Inspiration hole ich mir auf TikTok, das finde ich einfach toll.
Ab und an bekochen die chinesische Freundin und ich uns gegenseitig. Sie gab mir kürzlich ein köstliches Crispy Chili Oil, ihre Freundin hatte das selbst gemacht, mit den Worten “das ist mir zu scharf, aber du isst das ja”. Mein persönlicher Ritterschlag 🙂 .
Mein Albtraum ist das Pflegeheim, mit dem da servierten Fraß liege ich ganz fix in der Kiste.
Ich wusste echt nicht, dass Du so eine Konifere bist und deswegen freut es mich umso mehr, dass Du hier mitliest. Ich bräuchte noch ein paar Belichtungsvorschläge für die Fotos und für das Motiv
Ich denke wohl eher sie ist eine Koryphäe und keine Konifere ist .🤣🤣🤣
Ach was 😉
Ellen, nicht den Glatzkoch produzieren! Immerhin hat er nicht die Weckstaben verbuchselt. 😉
Eigens für den „Gemeinen Samtfußrübling“ 😉 besuchte ich meinen favorisierten Chinesischen Supermarkt in der Kölner Innenstadt. Seit 30 Jahren kaufe ich hier in Abständen ein. Auf der Packung war kein Verfallsdatum angegeben, was mir nicht gefallen hat. Außerdem war die Folie innen beschlagen. Für 1,10 € / 100 g nahm ich aber 300 g mit.
Heute briet ich ein paar Stiele von dem Pilz an und probierte; einmal, ob er noch bekömmlich ist oder einen Eigengeschmack hat, der mir die Pute verleidet. Aber er war überraschend fein im Geschmack und auch noch knackig. Es war noch 4 %ige Kondensmilch da, die leichte Süße passte. Insgesamt ein Gericht, das exotisch daher kommt, aber nicht schwer umzusetzen ist. Morgen gibt es den Rest.
Im Chinesischen Supermarkt suchte ich nach heller Sojasoße. Auf meine Nachfrage hin zeigte man mir, wo sie steht, auch sie war dunkel. Etwas irritiert sah ich keinen Sinn darin, sie extra zu kaufen.
@ Esther
Lester, kass dich nich wervirren..
Alle Sojasaucen sind dunkel. Die helle ist halt dünnflüssiger und stärker gesalzen –
super für Suppen, Brühen und alles was man gerne eher salzig hat.
Die dunkle ist konzentrierter und hat nen intensiveren Eigengeschmack – perfekt zum
Marineren von Fleisch oder Gemüse usw. und auch an Reis finde ich.
Egal, mehr muss man nicht wissen. Wenn du ne gute dunkle hast ist’s prima.
Da kannst du ggf. weniger nehmen und Salz zugeben und gut is.
Ich empehle da Kikkoman; die ist nach wie vor -trotz Weltmatkt-Führerschaft –
ganz traditionell ohne Zusätze produziert. Das schmeckt man auch.
Aber obacht: in Supermärkten nehmen die dafür Mondpreise.
Aber es ist schon gut beide da zu haben. Die werden auch gerne gemischt.
Danke Dir Peter, nun sehe ich klarer im Dunkel der Sojasoßen. Dann bleibe ich bei Kikkoman und schmecke vorsichtig ab. Teuer ist sie, das ist wohl wahr.
Ich bestelle die hemmungslos bei Amazon 2 Kiter 18 Mäuse. Ich
finde den Preis ok, wenn man beim Asiamarkt für die billige, synthetische
2.- halber Liter bezahlt.
Für ne helle ( thin) empfehle ich healthy boy brand. Die ist super und war früher meine Allzweckwaffe, bis ich das mit der traditionellen Methode der Kokkoman erfahren habe. Ich hatte da nämlich ein frühes Trauma:
Anfang der 80 er kam Muttern aufn Asiakochtrip und hat all die ollen
Grausligkeiten ausprobiert – gebratene Bananen, Krams mit Ananas usw.
Immer wenn ich sah, dass sie zu der Kikkoman griff, wusste ich schon_
mist; heute wird’ s scheisse… Damals gab es ja keine andere.. und nach
ihrem Tod habe ich ihre Kochbücher mitgenommen und mir mal mit
meinem heutigen Wissen, dieses verhasste Asiakochbuch vorgeknöpft:
Oh menno, Muttern – da ham se dich aber mal ganz schön drangekriegt:
mit diesen Scheissrezepten kann das ja nix werden. Die arme….
Insgeheim haz sie nämlich schon kapiert, dass das alles nicht soo dolle
war.
wenn sie das Geld nicht wert wäre, würde sie keiner kaufen
ich habe mir gerade wieder zwei Kanister á 5 Liter für je 2 Euro im MHD Verkauf geholt
Ächz… 🤪
So lange die Pilze nicht mehr in DM ausgezeichnet waren, kann nicht viel passieren. Ja, die helle Sojasoße ist dunkel. Muss man nicht verstehen. Nur der Westerhase weiß warum das so ist und er hat es Chuck Norris und Chat GPT verraten.
😁
Mein Asiamarkt hat um die 30 (!!)
verschiedene Sojasossen.
Japan, China, Korea und so weiter.
Hell, dunkel, glutenfrei.
Gensoja-frei, oder mit.
Fisch reingemogelt oder nicht.
Pilz oder nicht.
Abgelagert oder nicht.
Beim erstem Mal stand ich da und dachte:
“Ich will doch nur Sojasosse..”
Ich war total überfordert..
Inzwischen hab ich einige ausprobiert
(alles Literflaschen) –
die kleinen heissen tatsächlich Kikkoman 🙂 –
und bin so nach und nach bei meinen Sossen angelangt.
Ohne Pilz, ohne Austern, ohne Fisch.
Meist die japanischen, die mag ich mehr.
Man sieht: Milliarden Menschen haben
Milliarden Geschmäcker.
Und so finde ich unter 30 Sossen so langsam meine..
Ich kaufe Kikkoman nur wenn ich in Not bin. Ansonsten auch immer Literflaschen, oder 5 Liter Kanister, bei Metro, Handelshof, aus dem Internet. Letztes Mal war ich nackt mit Sojasoße und brauchte welche für Kimchi. Das war ne teuer Nummer im Marktkauf, obwohl es nichts besonderes war. Deswegen habe ich jetzt 15 oder 20 Liter in Kanistern. Ich muss mal genau schauen.
Stimmt, 5l und 10l hat der Asia bei mir auch.
Aber das ist dann doch zuviel,
auch wenn ich sehr viel asiatisch koche,
ich bin kein Asia-Imbiss.
Und – die grossen Gebinde sind eher die
Gen-Soja, Zuckercouleur- und Aroma-Fraktion.
Eben für europäischen Imbiss,
bitte billig und geschmacksfrei,
Geschmack so ähnlich wie Sojasauce reicht schon.
Das tu ich mir nicht an…
Meine Güte, mir fällt grade ein:
Ich habe damals,
beim ersten Anblick des Regals mit Sojasossen,
2 Stunden gebraucht,
bis ich die Inhalte soweit gelesen,
verstanden, verglichen hatte,
dass ich eine passende Sosse kaufen konnte.
Was hab ich in diese 2h über Sojasauce gelernt…
Die grinsende Dame an der Kasse vergesse ich auch nie.
Die hatte mein Herumirren 2h lang beobachtet.
zuerst misstrauisch (klaut der),
dann mit zunehmender Erheiterung.
Und diese Tütchen mit Suppe:
Hach, was hab ich die geliebt.
Heisses Wasser und rein damit.
Schön viel Glutamat und Aromen.
Das ist aber sehr lang her.
Heute vertrage ich die meisten nicht mehr.
Mein Magen mag irgendwas von denen nicht mehr.
Die europäischen Nachbauten
finde ich übrigens grauenhaft.
Das schmeckt wie Maggi mit Würmern…
Tja man könnte halt über alles und jeden ne Diplomarbeit verfassen…
Bei den Sojasaucen ist das sicher recht ergiebig. Aber Hauptsache man findet die, die
einem schmeckt und gut zu handeln ist. Und was das reiche Angebot betrifft,
spielt glaube ich ein schweizer Sprichwort ne wichtige Rolle:
” Was der Bur nit kennt, das frisst’r nit.” Daher Koreanisch, Japanisch, Chinesisch,
Vietnamesich usw…
Wenn allerdings Fisch, Austern, Pilze usw. dazugemischt werden, da hört bei mir der Spass auf und das Gepansche fängt an..
Quasi maggi für die Schlitzaugen.
Falls du mal so im Ruhestand ein echtes Opus Magnum von über 1000 Seiten
verfassen wolltest, hätte ich nen Tip:
Widme dich mal gründlich den bisweilen 10 laufenden Metern Regale mit den Instant
Nudelsuppen. Locker weit über 100 Sorten – und absolut grauenhaft. Wenn ich da dran
vorbei muss, guck ich immer nur stur geradeaus zum Ende des Gangs.
Allerdings müsstest du für dein Werk etliche Gastvorlesungen in Lebensmittelchemie
besuchen, damit du die jeweiligen Produkte in sensorischer , haptischer und olfak-
torischer Hinsicht präzise und abschließend würdigen kannst, damit die Vergleichs-reihen auch hinlänglich fundiert sind.
Aber da kennen die moderneren / jüngeren Asiaten nun mal nix. Rein damit…
Man sollte aber auch bedenken, dass sich in den Städten nur die wirklich arg Reichen
eine Küche von unseren üblichen Dimensionen leisten können. Wegen der irren Mieten.
In Tokio wäre eine Wohnung in der Größe meiner ( Kleinen aber hübschen ) Küche
normal als gesamtes Heim für zwei Erwachsene….
Eine ” Küche” besteht aus einem Reiskocher ( In dem regelrecht gezaubert wird),
einer Gasflamme und evtl. ner Mikrowelle mit Grillfunktion wenn man Platz hat.
Das war’s. Insofern ist das Instantzeugs auch reine Notwehr.
.. ich bilde mir ein:
früher waren die Tütchen
mit getrockeneten Sachen
(damit meine ich Fleisch, Gemüse, was weiss ich)
und so einer Konzentrat-sosse gefüllt.
Wasser drauf, das wurde verdünnt,
Nudeln weichen ein, und essen.
Heute ist mein Eindruck,
das ist fast nur noch Chemie,
nichts Getrocknetes mehr.
Ausser bei den teuren Tütchen,
dort ist dann noch was Grünes erkennbar.
Stellvertretend für alles,
was früher getrocknet da drin war.
Alles andere salzartig und eine schwarze Sosse.
Nur die Nudeln scheinen mir die gleichen zu sein.
Auch alten weißen Frauen schmecken ab und an diese Asia Nudeln. Ich habe ein paar Lieblinge, die “holen mich übelst ab”. auf TikTok gibt es einen Burschen der die Sorten testet.
Nudeln gekauft, aber den Rest selbst gemacht, mag ich auch. Esse ich wegen der Stärke aber nicht mehr. Die schmecken mir nur frisch gemacht und nicht wieder aufgewärmt.
Jetzt muss ich aber 🙂
doch noch posten…
FRÜHER habe ich einen Unterschied
bei den Tütengeschmäckern gemerkt.
HEUTE nicht mehr.
Ob das wegen Corona ist, oder wegen Alter,
oder wegen vereinheitlichter Rezeptur, keine Ahnung.
Na gut, es gibt welche, die mag ich lieber, und andere nicht.
Also unterschiedet sich der Geschmack wohl schon ein bisschen.
Aber wie oben gesagt, ich ess die fast nie,
der Magen protestiert zu schmerzhaft.
Peter meint, in den Tütchen ist
derselbe Dreck drin wie immer.
Ich hab vermutlich die ganzen 10m Regale vor Jahren durchprobiert.
Und fand einiges, das mir sehr schmeckte,
und anderes, das ich sehr gewöhnungsbedürftig fand.
Deswegen hat Peter teilweise recht:
die ganz billigen schmecken bis auf 2, 3 Sorten alle gleich,
da ist schon immer der gleiche Dreck drin gewesen.
Die wussten schon vor 30 Jahren, wie das geht mit Chemie.
Aussen eine Ente usw,, innen Salz mit Chemie.
Die teureren waren ein bisschen wie getrocknete Suppe.
Auch optisch. Diese Tütchen gibt es auch im teuren Sektor kaum noch.
Ich nehme an, der Markt schreit nach billig.
Der Markt ist so gewöhnt an Chemie,
dass er nicht mehr merkt, was für ein Dreck das ist.
Und wenn keiner mehr merkt,
dass Chemie anders schmeckt wie getrocknet,
dann ist das der Tod von getrocknet…
Die Asianudeln sind schwer selber zu machen.
Mie geht vielleicht noch, weil mit Weizen.
Die komischen Dinger mit Reismehl auch noch.
Aber die mit Tapioka und so exotischem Zeug,
die machen auch die Asiaten nicht selber,
zu kompliziert für die (Mini-)Küche im Alltag.
Ich habe es noch nie probiert, vielleicht.. hmm.
Sojasauce: Ich glaube, die ist teilweise ordentlich verstreckt.
Mit Wasser. Und dann mit allem möglichen wieder auf Kurs gebracht.
Man merkt es, wenn man die Sauce in das Gericht giesst.
Je dünnflüssiger, desto weniger drin.
Oft schmeckt das dann auch nur noch salzig.
Hier wieder: Seit Corona schmecke ich anders.
Kann sein, dass Menschen
mit gesunder Zunge da anders schmecken.
Hier hat Peter dann wieder recht: Maggi der Asiaten.
Wenns nur salzig schmeckt, und irgendwas drin ist,
neben ein bisschen Sojasauce, dann ist das Maggi.
Vermutlich ist das dann
die Umgehung des Reinheitsgebots auf asiatisch:
Sojasauce mit Fisch usw.
Da ist dann alles drin,
nur keine Sojasauce. Oder nur ganz wenig…
Ich hoffe, das interessiert noch jemanden,
denn es ist schon sehr speziell.
Und jetzt höre ich auch auf damit,
bevor mit virtuellen Tüten auf mich geworfen wird.
Ich mag keine Dellen im Kopf, 😉
Ich benutze die Tüten überhaupt nicht und weiß nicht wie die schmecken. Ich kaufe die als MHD Ware für die Kinder und die sitzen an einem Karton, dann mehr als ein Jahr. Ich würde die Nudeln gerne selbst machen können, aber wegen der Stärke wäre das für mich nutzloses Wissen.
Sowas wie die ” früheren” ist beim Asia immernoch genau das. Mie Nudeln, bissele
getrocknetes Grün oder getrocknete Shrimps, Pilze und wasweißich noch allem…
Und n kleines Tütchen mit Würzöl. Trotzdem übel. So mit richtig Soße hab ich das
noch nie gesehen..
Klingt irgendwie nach Kotzwürg next gen.
5 Liter Kokkoman ist schon ok, aber was wäre, wenn die frech gefakt wäre??
Ich sach ma : trau schau wem… 🧐
Wer will beim Handelshof die Soßen fälschen? Das ist eher was für Familienbetriebe mit viel Zeit und noch mehr Leuten.
Ich sach doch extra das ist ok bei ner zuverlässigen Quelle und dann noch wg
MHD, aber so im netz wäre ich skeptisch bei so nem Bombenpreis.
Und gefälscht wird natürlich nicht in Familienresturant, sondern bei nem tricky
Liferanten.
Auf solche Ideen käme ich gar nicht erst, weil ich das selbst nie tun würde.
Hey, die Nudeln Selbermachen ist nutzlos?
Das ist nicht nutzlos,
wenn du Dir das richtige Mehl raussuchst.
Also nicht Weizen oder Reis.
Diese anderen, sehr schwierig herzustellenden,
die müssten sogar für Dich ganz gut sein.
Vielleicht google ich mal..
hab jetzt keine Zeit dafür 🙂
Dann habe ich immer noch zwei linke Daumen. Ich erinnere mich noch mit einem Grausen an den Versuch mal Nudeln selbst mit den Händen zu ziehen, wie die chinesischen Nudelmeister.