Käsekuchen mit Ricotta und griechischem Joghurt,

Meistens ist mein Kühlschrank das beste Rezeptbuch. Die Vorratslage sagt mir wie der Kuchen wird. Wenn man ein Grundgerüst des Käsekuchens kennt, kann man sich immer wieder daran entlanghangeln. Es gibt natürlich auch immer mehrere, wie die Gretchenfrage, mit oder ohne Boden. Meistens mache ich meinen Käsekuchen ohne Boden, so wie hier auch und dann hat sich als Prinzip durchgesetzt, dass der Käsekuchen weniger quietscht, wenn er nicht zu mager ist, sondern wie hier der Ricotta und der griechische Joghurt nicht irgendwelchen Magerstufen entwachsen.

Zutaten:

500 Gramm Ricotta
300 Gramm griechischer Joghurt 10 % Fett
100 Gramm Mehl
150 Gramm Zucker
4 Eier
60 Milliliter Rapsöl
1 Tüte Backpulver
1 Tüte Vanillin, oder besser
Abrieb einer Zitrone (Bio)
Saft zweier Zitronen
2 Esslöffel Puderzucker zum Bestäuben

Ich habe die Mengen mittlerweile im Kopf. Deswegen wiege ich die Zutaten einfach in die Rührschüssel

Mehl

Zucker

Backpulver

4 Eier aufschlagen

Man könnte auch Eischnee aus dem Eiweiß machen und unterheben, aber Ihr seid ja hier, weil es einfach ist und ohne Umwege

Rapsöl

Griechenjoghurt und Ricotta

Alles in die Rührschüssel geben

Vanillin, oder Tonka, oder Vanille

2 Zitronen

Die sind Bio und ich reibe von einer die Schale ab und gebe sie zum Teig.

Von beiden nehme ich den Saft. Es schadet auch bestimmt nicht, wenn man von beiden die Schale reibt, aber ich wollte es dezent zitronig haben

Saft auspressen und in die Rührschüssel füllen

Teig mit der Maschine oder von Hand rühren

Der Teig wird schon glatt

Teig in eine Backform umfüllen

Bei 160 Grad Umluft für 40 Minuten backen

Kinder wie die Zeit vergeht

Ich messe die Kerntemperatur mit einem Bratenthermometer und weiß ab 93 Grad, dass der Kuchen durchgebacken ist. Außerdem duftet das sehr lecker.

Ich mache meinen Puderzucker selbst aus Kristallzucker und benutze dafür die Gewürzmühle meines ESGE Zauberstabes

Schriiiiiiiiiiing

Man kann den Käsekuchen gleich bestäuben, wenn er noch heiß ist, oder auch wenn er kalt ist.

Wenn man das zwischen heiß und über lauwarm macht, karamellisiert der Kuchen noch ein bisschen mit dem Zucker

Wenn der Kuchen schon kalt wäre, dann würde man den Puderzucker eher als Puder darauf erkennen

Das sieht nach mehr aus, als es faktisch ist

Der Kuchen lässt sich gut schneiden und auch gut aus der Form heben

Sehr cremig, süß mit einer leichten Sauernote von der Zitrone und der Schale. Sehr lecker und gefühlt viel zu selten.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

20 Kommentare

  • peter

    Uiuiui, bein vorletzten Foto war es um mich geschehen…
    Das umwerfend schlichte Stück Käsekuchen auf dem noblen Teller mit fettem
    Gooldrand und dem tiefblauen Kobalt im Muster haben mich sofort an den Außen-
    tisch in einer exzellenten pasticceria in Italien ( bevorzugt an der Piazza del Campo in
    Siena ) gebeamt.
    Da sitze ich dann und beobachte das Treiben der Menschen, während ich in einer
    abgeschiedenen Blase der Entspannung und der tiefen Glückseligkeit so vor mich
    hin dümple. Ommm

    Aber sonne Träumereien helfen einem ja keinen Meter weiter.
    Ich muss halt akzeptieren, dass jetzt auf meine alten Tage der Zeitpunkt gekommen ist,
    an dem ich endlich mal den ersten Kuchen meines Lebens backen muss.
    Das Rezept leuchtet mir von den Aromen und Zuaten absolut ein und trifft meinen
    Geschmack und : hey, das ist kein Hexenwerk.
    Also gibt es ab jetzt keine faulen Ausreden mehr: Ab an die Arbeit !!

    PS: ich mag deine eher schlichten Kuchenrezepte eh total gerne. Sonne Kuchen mag
    ich nämlich viel lieber als irgendwelchen Erdbeer- bisquit Kram, der dann hübsch
    mit ner fetten Schicht Gelatine zugemüllt ist. Brauch ich nicht.
    Dein Oberknaller ist der grüne Ninjakuchen; ich bin halt nun mal kindisch..

    • Esther

      Peter, Du hast noch nie einen Kuchen gebacken? Ich traue Dir viel zu, fast alles….aber das nicht. Keine Bange, das erste Mal tut nicht weh.

      • peter

        @ Hach Esther

        Es ist ja ganz prima, dass du mich so positiv einschätzt, aaaaberrr…………
        Es ist immer besser erstmal unterschätzt zu werden; dann kann man noch punkten, aber wenn man ein Blender ist fliegt’s halt irgendwann auf….

        Es ist ja auch nicht so, dass man nen Kuchen soo schwer hinkriegen könnte,
        aber ich esse halt selten welchen; schon immer so gewesen.
        Muss allerdings zugeben, dass ich schon als mal Gelüste kriege, wenn ich was
        sehe das mir genau passen täte. Z.B finnischen Blaubeerkuchen mit Quark und
        Yoghurt oder Hafer Erdnuss Kekse oder amerikanischen CarrotCake und so.
        Du siehst, ich mag nicht so diese locker luftigen Törtchen, sondern eher das
        Zeugs wo man hinterher auch was im Magen hat. Steht ja nirgedwo geschrieben,
        dass man sich nicht auch mal an Kuchen sattessen darf.
        Wenn die Zutaten gut sind und das Zeug nicht so pappsüß ist, wüsste ich echt
        nix, was dagegenspricht. Ganz im Gegenteil. Hinterher schlaf ich saugut…

        • Kaufe Dir doch ne Muffinform und 18 cm runde Springformen

          • peter

            Melde gehorsamst, Käptn : Manöver Muffinform erfolgreich ab-
            geschlossen.
            Hab sogar eine mit breiteren ( ca 10 cm ) und etwas tieferen Mulden
            ergattert. Ist bestimmt auch super für so pikante kleine Sauereien.
            Und spricht was dagegen so ne Käsekuchenmasse in solche Formen
            zu gießen? Ich stelle mir so ein klenes Küchlein pro Person ganz
            apart auf dem Tellern vor; evtl, noch neckisch ne Beere obenrdauf.
            Vielleicht braucht’s ne kürzere Backzeit, aber das sieht man ja dann.
            Springform in tatsächlich 18 Durchmesser hab ich schon. Sehr
            dufte für deftige Pies, n keines Tepsi Kebab oder sonstige Aufläufe.
            Und zwei kleine Kastenformen für mein Saaten/ Nussbrot hab ich auch. Das reicht ja wohl mal.
            Hast du eigentlich so ein Rezept für saftigen Karottenkuchen mit
            fett Frischkäse und Sahne obendrauf in der Pipeline?
            Ich bin mir sicher, darauf wartet die Community hier schon länger sehnsüchtig.

          • Ich mochte Karotten noch nie so richtig. Ich mag auch kein Gemüse im Kuchen, also lege es nicht darauf an. Einen Schokokucken mit roter Bete habe ich im Blog, ich glaube den Zucchinikuchen nicht, weil mir der gleich zu doof war.

      • Ich bin auch immer wieder erstaunt, aber habe auch ewig und drei Tage keinen Kuchen selbst gebacken. Jetzt weiß ich auch nicht mehr warum.

    • Ich musste mit dem Backen anfangen, als wir nach Berlin gezogen sind und dann hatte Emma Geburtstag und meine Frau meinte, dass sie keine Zeit zu backen hätte. Vorher hatte ich meine Mutter, die konnte sehr gut backen, auch wenn sie nicht gut kochen konnte. Knappe 15 Jahre später, mache ich die einfachen Sachen mit verbundenen Augen und auf dem Rücken gefesselten Händen. Wage Dich mal ran und benutze ein Kernthermometer

  • Kathi

    Ich lache jetzt so vor mich hin … gerade eben habe ich gedacht: Heute einen kleinen Käsekuchen backen, das hebt die Stimmung bei dem nassen Bähh-Wetter und ich habe auch noch Ricotta im Kühlschrank, der verbraucht werden muss. Und dann lese ich Dein Rezept … ich werde wohl noch etwas Apfelmus (ohne Zucker, die Äpfel haben genug Süße gehabt) druntermischen oder oben draufkleckern. Das schmeckt auch lecker.

  • Haifisch

    .. mein Mascarpone ist genau das Richtige dafür.
    Ich mache es glutenfrei, und ein paar Früchte drunter,
    mal sehen, was der Schrank hergibt.
    Säuerlich ist gut bei Mascarpone mit viel Zucker.
    Ich mach aber die halbe Menge von Jörg.
    Sonst muss man mich aus der Küche rollen….

    Ich tu es in die Muffinformen.
    Mit diesen Papierdingern,
    sonst krieg ich die nicht mehr raus.

    Ich kann Peter nur zustimmen,
    das sieht hübsch aus,
    so ein Muffin-Törtchen,
    pur oder verziert.

    Ich mach das gern in Muffinförmchen,
    da es weniger Sauerei macht.
    (Bei Essen, ich brauche dann keinen Teller).

    Viel Freude uns allen beim digitalen gemeinsamen Verschlingen 😉
    der leckern kleinen Törtchen oder des Kuchens…

    • Es geht nix über einen Creampie mit der Mutti ;-).
      Ich muss wieder Papierformen für Muffins kaufen, wo wir gerade dabei sind. Bei Action gab es letztens keine

    • peter

      @ Haifisch
      Magst du eventuell mal erklären, wie du deinen glutenfreien Käsekuchen machst?
      Ich fände das total interessant, weil ich manchmal mit – süßem- Weißmehlgebäck
      nen mächtigen Aufruhr in Bauch und Gedärms kriege; auch bei Bäckereibrot z.T.
      Am Gluten selber liegt es definitiv nicht, Pasta kann ich fressen wie nur was, aber
      ich vermute mal es sind so Zusätze bei den meistens verwendeten Teigmischungen.

      Sicherlich gibt es massig Rezepte für glutenfreien Cheesecake im netz, aber du weißt
      ja wie das da im netz so ist – gefühlt zu 90% Humbug und Mumpitz. Also frage ich doch
      lieber jemanden vertrauenswürdigen.
      Heute kommt übrigens mein Muffinblech; ich freu mich schon drauf… Ahoi.

      • Ich habe gerade 3 Kilo glutenfreies Mehl im MHD Verkauf gekauft. man kann das eins zu eins ersetzen. Ich habe heute Teigfladenteig gemacht und das Gefühl, als wenn das glutenfreie Mehl mehr Wasser brauchen würde.

      • Haifisch

        @Peter zu glutenfrei
        Es geht wie der Jörg meint,
        einfach 1:1 mit käuflichem free-from-Mehl.
        Mein Problem dabei: Das Mehl ist sauteuer,
        hat was Dubai-Schokolade.
        Aber zum Reintasten ins Thema ist das einfacher.

        Ich mach es ein bisschen nach Gefühl und Laune.
        Bei Käsekuchen geht sehr gut die Mischung von Schär.
        Die für Kuchen. Man merkt fast gar nicht, dass da was anders ist.

        Ich mache es auch mit Stärke und Flohsamen,
        dann wird es ein bisschen Pudding-artig.
        Rezept kann ich noch raussuchen,
        hab ich irgendwo stehen.

        Also:
        3-4 Eier, ein bisschen schauen, es soll nicht zu flüssig sein.
        Lieber mit drei anfangen, schauen ob es ein viertes verträgt.
        500g Mascarpone. Kein Fett, das ist von Haus aus fett genug.
        100-150g Zucker, je nach Wunsch.
        100g Schär. Je nach Eigrösse auch mehr Schär.
        Etwas Salz, etwas echte Vanille.
        Ich nehme gern das Zeug von Demeter.
        Beruhigt mein Gewissen bezüglich Anbau und Gift.
        Säuerliche Früchte, sonst wird das zu süss und fett.

        Statt Schär 80-100g Stärke (Reis oder Mais),
        2 EL Flohsamen, damit es nicht so Pudding-artig ist.
        Mit Tapioka muss ich es noch testen.

        Wenn der Mascarpone / die Früchte sehr wässerig sind,
        kann auch etwas mehr Mehl nötig sein.

        Bei der ganzen glutenfreien Geschichte
        muss man ein bisschen Freude am Experimentieren haben.
        Gute Seite dazu: https://www.rezepte-glutenfrei.de/
        Das ist inzwischen ziemlich kommerziell geworden,
        aber die Grundrezepte bei Tanja funktionieren gut.

        Viel Freude dabei, und weniger Bauchgrimmen,
        der Haifisch

        • ich habe das Mehl auch von Schär gekauft. Die haben sonst ja immer solche Happy End Preise, aber pro Kilo habe ich nur einen Euro bezahlt. Dafür probiere ich das mal aus.

  • peter

    @ Jörg & Haifisch.
    Hey, danke für die Tips und Rezepte. das ging ja mal fix.
    Hab vorhin die Muffinformen bekommen und scharre schon mit den Füßen…
    Gerade ist wohl der Zeitpunkt gekommen bei dem Thema mal richtig gas zu geben.
    Ich schleiche ja schon lange drumrum,aber irgendwie war mir dann doch nie so sehr
    nach Backen zumute. Und sowieso gilt ja eh immer die Devise – man will ja nicht
    blöd sterben…
    Ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben zitierte gerne den spanischen Philosph
    Ortega y Gasset : Das Scheitern ist die tragische Form des absoluten Gelingens.
    In diesem Sinne und in Gedanken an Rainer mach ich mich bald an die Arbeit….

  • Haifisch

    .. tragische Form des Gelingens..
    .. da bin ich gut – im Scheitern 🙂

    aber trial and error ist nun mal
    der Preis des Experimentierens…

    Ein Haifisch, der grade scheitert..
    ach so, absolut gelingt 😉

  • Esther

    Der Käsekuchen ist locker und schmeckt angenehm nach Zitrone, leicht und fröhlich. Die Masse passt perfekt in eine 22er Form.

    Seit kurzem habe ich einen Zestenreißer, das Teil sah ich in Youtube. Vorher war es mir nicht geläufig. Weil ich schmerzende Hände habe, half mein Mann, die Zitrone zu fleddern. Er unser Reißwolf, denn er zerkleinert gerne Pappe und Papier, damit viel in die Tonne passt, während unsere Nachbarn ganze Kartons reinschmeißen. Manchmal wundere ich mich über vermeintlich kluge Köpfe und bin froh, im Handwerk ausgebildet worden zu sein. Wir bekamen bei Blödheit einen Tritt in den Hintern.

    Haifischs Tipp mit den Papierförmchen hatte ich früher praktiziert und wieder vergessen. Lange suchte ich nach zwei geeigneten Muffinformen, die alten waren abgenutzt, weil ich Freunde zum Kaffee einladen will und die Portugiesische Spezialität „Pasteis de Nata“ machen möchte. Bei dem Aufwand lohnt es sich, die doppelte Menge gleichzeitig zu backen.

    Vor zwei Wochen fanden wir beim Bummeln zwei Muffinformen und gestern die fein gefalzten Förmchen. Die „Pasteis de Nata“ kommen ohne Papier aus, durch den Blätterteig fallen sie fast selber aus der Form.

    Danke Dir Haifisch für die reaktivierte Erinnerung. Jetzt wird wieder mehr gebacken. Mein Mann mag sein Bäuchlein nicht, ich aber schon. Darum wird es weiter gepolstert.

    Da es bei Euch philosophisch zu geht, habe ich auch ein Zitat: „Wer ständig kriecht, kann nicht stolpern.“
    In diesem Sinne hantiere und koche ich, das ist nebenbei gut geeignet, sich Schnorrer vom Leib zu halten.

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