Süßer scharfer Senf

Bei mir gab es Leberkäse und ich hatte keinen klassischen süßen Senf mehr im Fundus. Ich könnte die Konversation mit meiner Frau in solchen Fällen schon seitenweise zu Papier bringen, bevor sie eine Silbe gesprochen hätte. Auf jeden Fall käme darin “in Franken” und “zu Leberkäse gehört” darin vor. Also habe ich schnell für einen frischen süßen, scharfen Senf gesorgt. Das ist so einfach, dass sich die ganze Diskussion so wenig lohnt, wie sich den Senf im Glas fertig zu kaufen. Ich wette mit Euch, dass der süße scharfe Senf besser schmeckt als alles, was Ihr bis jetzt im Handel bekommen habt.

Zutaten:

150 Gramm Senfmehl gelb
100 Gramm Zucker
170 Milliliter Essig
70 Milliliter Rapsöl
110 Milliliter Wasser
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken

Senfmehl abwiegen

Zucker dazu wiegen

Salz

Essig

Essig neutralisiert die Schärfe mit der Säure

Mit dem Wasser das jetzt kommt, wird die Schärfe aus dem Senfmehl gelöst

Öl macht alles cremig

Blubb

Jetzt noch ein bisschen Schärfe, wir sind ja keine Mädchen

Alles mit dem Pürierstab vermischen und prüfen ob es süß genug ist, für einen süßen Senf, oder vielleicht fehlt auch noch Salz? Hier fehlte Zucker.

Danach umfüllen in Gläser

Der Senf hält ungekühlt bis zur nächsten Eiszeit, weil er Panzerplatten durchlöchern kann, während man Zuckerwürfel pinkelt. Was für eine wilde Fahrt. Ganz großes Kino und die Schärfe relativiert sich in dem Moment, wenn man den Senf nicht pur löffelt, sondern wie vorgesehen als Beilage verwendet. Dann ist der Geschmack echt super und rein und so wie Senf tatsächlich schmecken kann, wenn man kein Bauznerplapperer ist, der immer nur wie ein dressiertes Äffchen vor dem Bildschirm wartet, entweder den verwendeten Senf zu bestätigen, oder zu dissen, wenn er z.B von Born ist. Hier ist Glatzkoch!

Der Senf reift täglich weiter und verliert dann ein bisschen an Schärfe und wird immer runder, ohne faktisch alle Ecken und Kanten zu verlieren. Bei mir wird der Senf auch sofort nach dem Rühren benutzt. Ich habe mit diesem Senf ein paar Blindtests gemacht und die Resonanz war tatsächlich überwältigend gut. Man kann den auch für Salatdressing benutzen.

Hier ist das natürliche Einsatzgebiet zu Leberkäse. Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

70 Kommentare

  • peter

    Keine Ahnung wieso eigentlich genau, aber die lange Zeit bei mir häufig vorkommende
    mediterrane Küche hängt mir mittlerweile meilenweitweit zum Hals raus.
    Ich mag’s grad ganz gerne volkstümlich / derb und schrecke auch nicht vor urdeutschen
    Absonderlichkeiten zurück. Meine Gäste sind zwar manchmal etwas erstaunt darüber,
    aber hinterher säufzen sie zufrieden und rülpsend . Mein Gott, wann habe ich das zum
    letzten Mal gegessen….

    Also: Süßen Senf mag ich total gerne – beim Fleischkäse habe ich so gemischte Gefühle,
    was aber daran liegt, dass ich neulich mal plötzlich nen Janker drauf hatte und mir
    ( dumm wie ich bin ) was aus nem Supermarkt besorgt habe. Vorhersehbares
    Resultat > war oberscheisse, Bähigittigitt. Da reißt der gute Senf auch nix mehr.
    Jetzt, wo ich hier diesen Post sehe, habe ich entschieden, das mal selber zu machen.
    Schwer scheint’s ja wohl gar nicht zu sein, mein Esge hat schon bewiesen, dass er
    prima Fleisch zu feinem Brei schnetzeln kann -halt nur in kleinen Mengen auf mehrmals- und ich kann mir munter ausknobeln, wie ich es gerne hätte.
    Die üblichste Konsistenz von so ultradicken Spüllappen mag ich nicht – lieber bissele
    grober und evtl mit noch Oliven und festen Feta oder sowas da. Mal schaun….
    Dazu Bratkartoffeln und Kraut ( für mich lieber als Salat ) nen fetten Batzen Senf und
    eventuell noch Kren und der ” Käs” is gelutscht.

    • Der Westerhase hat das vor Jahren schon mal gemacht. Bei dem findest Du Leberkäse. Ich bekomme den Leberkäse im Handelshof als Rohware und dann backt man den halt im Backofen. Ich will den auch noch dringend selbst machen. So ist es immer nur Lebensmittelrettung im MHD Verkauf

      • peter

        Hihi, habs natürlich gleich gefunden, aaaber – ich sag’s mal maximal hochnäsig –
        ICH habe höherfliegende Pläne. 😎
        Aber die verrate ich natürlich erstmal nix und niemanden. S’ Maul aufreißen kann
        ich dann eventuell hinterher….oder halt Klappe halten.

        • Wenn es gelingt, kommen wir alle zum Testessen.

          • peter

            HAH, auch hierzu habe ich heute ( irgendwie hab ich grad nen Flow)
            hochtrabende Pläne angeknobelt.
            Von wegen Testessen und so blubbert nämlich grad was in meiner
            Hirnsupp. Noch recht unausgegoren, aber ich bleib dran, und das
            könnte schon ne lustige Aktion werden.
            Aber wie immer gilt: erst das Ei legen und dann gackern, gell 🐓

  • Haifisch

    Esge-Fleischkäse…
    Das muss ich mal probieren.

    Dann weiss ich genau,
    was im Käse drin ist.
    Sicher kein weisser Pfeffer.. 🙂

    Ich werde das Fleisch erst durch den Wolf lassen,
    und dann den Esge drüberjagen.
    Das sollte für mich funktoinieren.

    Mal Fleisch in der Kühltruhe suchen.
    Ich finde diese Idee jetzt grade sehr nachahmenswert 🙂

    • peter

      Ei freilich, Herr Raubfisch…hab ich mir auch gedacht.
      Sowas in homemmade ist sicherlich mal ein lohnendes und interessantes Projekt.
      Ich habe mich sogar schon bissele umgetan und weiß schon mal folgendes:
      dass der Esge fein schreddert ist klar, und wenn du sogar nen Fleischwolf hast;
      umso besser – ich hab sowas nicht.
      Aber hier ist ein vielleicht wichtiger Tip. Das Brät darf nie über max 14 grad warm
      werden, sonst wird das wohl nix. Also soll man das Fleisch vor dem Wolfen anfrosten
      und auch beim matschen dann crushed Eis zur Hand haben zur Kühlung.
      Shreddern lieber langsam und beim Esge muss man eh mehrmals ran, also die ersten
      Fuhren ruckzuck innen Kühlschrank hab ich mir mal so gedacht. Safe is besser..
      Und was man dann noch so alles in die Matsche mit reinmacht geht niemanden was an.
      Hauptsache es schmeckt.
      Bei mir wird’s dauern, bis ich dazu komme aber du hast ja wohl alles da.
      Wenn du magst, berichte doch mal wie es geworden ist. Da wäre ich mal gespannt.

      • Haifisch

        Der Raubfisch… kicher…
        Der Name entstand als Alliteration.
        Heisst das so? Ich glaube, das war das falsche Wort.
        Aber lieber Raubfisch als Futterfisch..

        Konkreter: Es gibt Sharp.
        Nicht unbedingt als Adjektiv “scharf”.
        Von sharp zu shark wars nur ein Buchstabe,
        und schon war der Haifisch geboren.
        Mir doch egal, dass das kein Fisch ist 🙂

        Ich hab die Kühltruhe schon angeguckt.
        Ähm, von aussen. Das war kalt genug.

        Aber morgen, besser heute abend,
        geh ich mit Handschuhen runter
        in den Keller und dann finde ich ein Stück Fleisch.

        Den Fleischwolf montiere ich noch heute
        an die Maschine (Werbejingle….),
        sonst vergeht mir morgen schon wieder die Lust.
        Bevor ich angefangen habe…

        Das Fleisch werde ich halbgefroren durchjagen.
        Geht eh besser, ist sonst so eine Schmiererei.

        Das Halbgefrorene
        wird dann in Esge-fähige Portionen geteilt,
        dann im Gefrierfach geparkt.
        Null-Grad geht auch, aber Gefrierfach kühlt wieder runter.

        Dann messe/wiege ich die andern Zutaten ab.
        Alles in den hohen Esge-Topf, und dann zerschreddern.
        1 Zwiebel gross, ohne Waage. Augenmass reicht.
        6 cm frischer geriebener Ingwer. Das dicke Ende.
        2 Knobizehen. Nitritpökelsalz nach Vorgabe Wesfood,
        angepasst an die noch zu findende Fleischmenge.
        Ordentlich Muskat. Thymian, Maioran.
        Ich dosiere das nach Geschmack.
        Wenn das Zeug schon ein bisschen ausgeraucht ist,
        dann mehr, sonst weniger getrocknetes Grünzeug.

        Für die, die Mengen brauchen (Wesfood):
        Für 2kg Fleisch (1:1 Schwein, Rind, nicht zu trocken):
        1 Zwiebel
        4 cm Stück Ingwer
        6 g weißer Pfeffer
        2 Knoblauchzehen
        19 g Nitritpökelsalz
        10 g Kutterhilfsmittel mit Umrötung
        10 g Macis (Muskatblüte)
        10 g getrockneter Thymian
        10 g getrockneter Majoran

        Das ist das Rezept vom Wesfood,
        das meinem so ähnlich ist,
        dass ich Wesfood hier einkopiere.
        Copypaste ist einfacher als meine Rezeptkarte abschreiben.
        (Die ich selber entwickelt habe, .. klopf,klopf auf Schulter)
        Ich nehme Muskatnuss statt Blüte,
        schwarzen statt weissen Pfeffer, und Chili.
        Je nach Laune landet alles mögliche
        sehr klein geschnitten in der Grundmasse.
        Kartoffelstückchen, Möhre, Lauch, Paprika,
        die Auswahl wird nur
        von Vorlieben und Supermarkt begrenzt.
        Ich tu auch immer mal wieder Zucker rein,
        das entscheidet der Geschmack der Brät-Masse.
        Das Umrötungs-Kutter-Zeug habe ich noch nie benutzt.

        Dann hole ich das gewolfte Zeug
        portionsweis aus dem Gefrierfach,
        würze es portionsweise, dann alles schreddern.
        So komme ich um das Eis herum.
        Wenn das gewolfte Zeug zu fest ist, geht das nicht.
        Wenn es zu weich ist, also aufgetaut, dann muss Eis rein.
        Gescheitert bin ich mit “wieder einfrieren” – zu fest.

        Wenn ich die Sauerei mit allen Portionen durch habe,
        dann alle Portionen verrühren (Esge),
        und abschmecken mit Salz, Chili, Pfeffer (SCHWARZ!!).
        Wer will kann noch Paprika oder sonstwas reintun.
        Dann die Masse in eine Form.
        Ich bekomme das Fleisch nie ganz fein,
        das Bild vom Wesfood ist schon das Feinste,
        was ich jemals hinbekommen habe.
        Bei mir ist es meist ein bisschen gröber.
        Aber das stört mich nicht.

        Morgen dann die Geschmacksmeldung 🙂

        Ach ja, mein blöder Reismehl-Sauerteig zickt ziemlich.
        Da werden noch ein paar tage vergehen,
        bis ich den so habe wie ich will…

      • Ich habe einen Fleischwolf und eine Eiswüfelmaschine

  • Kochaddict

    Ich liebe ja Senf, und Selbstgemachten eh 😛 @Jörg haste ne gute Quelle für das Senfmehl?

  • peter

    Mal so an die Allgemeinheit gerichtet:
    – Beißhemmung giltet nich…
    – Nitritpökelsalz könnte man anscheinend weglassen, wenn man den Klops alsbald verzehrt. Mir persönlich wär’s recht.. Und Kutter-Umrötungszeug kling ja an sich schon
    arg unappetitlich, oder? Feste Paprikapulver reinbatschen und das wird auch rot.
    Oder – obacht Trick 17 – Annattoöl; kann man easy selber machen. Hat keinen
    nennenswerten Geschmack, aber es färbt wie blöde. Z.B. den Cheddar usw.
    – Rezepuren selber entwickeln ist natürlich das schönste an allem, aber ich bin leider
    zu dämlich, mir das gleich zu notieren, wenn mal was dolles gelungen ist…egal.

    Ich sach ma: frischauf zu Berge und feste ran an die baiuwarische Bullette.
    Wäd scho wern. Pfiati.

  • Ellen

    Kann mir bitte jemand sagen unter welcher Bezeichnung ich das Rezept bei Wesfood finde?

  • Haifisch

    https://wesfood.blogspot.com/2015/10/hausgemachter-bayrischer-leberkase-mit.html

    Folge dem link 🙂

    Ich nehme das Pökelsalz, weil ich es habe…
    da gehts mir wie dem Jörg…
    .. war zum Experimentieren gekauft,
    hält ewig und ist ganz nett für Experimente
    und halt eben den Läberkäs…

    Das andere Zeug wollte ich nicht auch noch kaufen.
    Also das Kutter-Zeugs, meist Phosphate,
    ne, zuviel des Guten.

    Und so gibts morgen was für die Speicheldrüsen.
    Ich bin sicher, das wird sehr lecker.

    ein jetzt schon hungriger Haifisch,
    der schon um den Gefrierschrank geschlichen ist.

    Und einen gefrorenen Beutel Fleisch erbeutet hat.
    Inhalt: 500g Schweineschulter, 500g Rinderbeine ohne Knochen.
    Ich hatte tatsächlich noch Läberkäs-Fleisch im Kühler,
    das hab ich total vergessen.

    Jetzt muss ich wieder Fleisch jagen gehen…

    • Pökelsalz ist vor allem echt schwer im Handel zu bekommen, wenn man es nicht online bestellt, oder den Schlachter nicht kennt. Jedes Mal erbt man so nen doofen Spruch, dass man darin seine Ehefrau nicht auflösen darf.

      • Haifisch

        @Jörg: also, auf die Idee ist mein Fleischer nicht gekommen.
        Oder redest Du von den Phosphaten? Also Kutter-Zeug?

        Ich kenn Auflösen eher von HCL oder H2PO4.
        Oder von Cola, die ist auch sehr effizient.

  • Haifisch

    So, nun ist der Fleischkäse im Ofen.

    Spoilerwarnung:
    Der Käse im Fleischkäs-Semmelwagen
    in München oder Wien
    schmeckt total anders!

    Weil ich hier gesagt habe,
    ich berichte “morgen”, also heute,
    hab ich mal beim Machen genauer hingeguckt.

    1) halbgefroren 2x durch den Fleischwolf
    Das Fleisch geht bei mir nicht über -2 Grad.
    Also brauche ich kein Eis.
    Muss aber mit Flüssigkeit aufpassen, auch mal etwas zufügen.
    2) Egal ob mit oder ohne weissen Pfeffer, es schmeckt anders.
    Ich hab bemerkt, ich tu immer noch Schweinefett rein.
    Also dieses weisse Zeug vom Bauch, ungeräuchert, ungepökelt.
    3) Nach 2x wolfen das Zeug nochmal in das Gefrierfach,
    soll grade wieder anfrieren. Dauert so 15-20min.
    Dann den ESGE mit dem Messer bestücken.
    Und feinmahlen das Zeug. Bei mir wieder: Eis nicht nötig,
    es bleibt bei mir am Ende bei etwa 0 Grad.
    Aber Flüssigkeit muss stimmen, es sollte schon fester-breiig sein,
    nicht fest. Wer Eis zufügt. muss auf sowas nicht achten,
    das schmelzende Eis ist die Flüssigkeit…

    Dann eine Form nach Belieben füllen.
    bei 150 Grad 2h in den Ofen (oder je nach Menge andere Zeit)

    Werde in einer Stunde das Machwerk aus dem Ofen nehmen,
    etwas abkühlen und dann mit Senf und Endiviensalat… 🙂

  • Haifisch

    Letzter Kommentar zu diesem Fleischkäse,
    den ich fast original nach Wesfood gemacht habe:
    Konkret habe ich 2 Mischungen gemacht.
    “Meine” und “Wesfood original”.
    Wesfood ganz wenig, wegen weisser Pfeffer,
    der Rest “meine Mischung”.

    Ich mache den nicht nochmal
    genau nach Rezept Wesfood. Weil:
    Ohne mein Schweinefett viel zu trocken.
    Ohne meinen Zucker fehlt was, irgendwie unrund.
    Zuviel grünes Gewürz (Thymian, Majoran) bei Wesfood,
    ich bleibe bei ohne grüne Gewürze wie bisher.
    Die Konsistenz war wie gewohnt gut,
    also 2x Wolf und 1x Esge geht für mich gut.
    Fett ist nie zuviel, Fleischkäse verträgt viel Fett.
    Bei mir 200g auf 400g Fleischmischung (alles Fett abgeschnitten) zusätzlich.
    Ich bleibe auch bei Chili und schwarzem Pfeffer,
    weisser geht (immer) noch nicht. Salzen am Ende.
    Wenn man wenig Sondersalze nimmt,
    dann braucht es normales Salz.

    Ich möchte aber trotzdem
    nochmal darauf hinweisen:

    Egal wie man den Fleisch-/Leberkäse macht,
    genau nach Wesfood oder nicht,
    es kommt kein richtiger Fleischkäse heraus.

    Ich hab da noch nie drüber nachgedacht,
    hab es einfach akzeptiert, wie es ist.

    Aber wenn man das Rezept nachmacht,
    und dann noch im Blog gross herumtönt,
    (hier der Haifisch), dann erwartet man ja
    als Ergebnis Fleischkäs wie von der Theke.
    Wenigstens geschmacklich.
    Kuttern kann der normale Hausmann
    sowieso nur angedeutet.

    Ich hab aus gegebenen Anlass
    die Rezepte im Netz durchsucht.
    Das ist alles das Gleiche.
    Fleisch, fein kuttern, würzen, im Ofen backen.
    Grundgewürze Nitrit, Phosphat, Ingwerpulver, Zwiebelpulver,
    Muskat/Macis, Knoblauch und alles andere nach Lust und Laune.

    Insgesamt eher wenig Unterschied zu Wesfood,
    ausser dass die besser wirkenden Rezepte
    extra Fett drin haben, so wie mein Grundrezept.
    Somit zweifle ich ein bisschen daran,
    dass im Netz ein richtiges Fleischkäs/Leberkäs-Rezept zu finden ist.

    Das richtige Rezept ist anscheinend immer noch geheim,
    nicht im Netz zu finden. Zumindest hab ich es nicht gefunden.

    Ich hab nur eine witzige Idee gefunden:
    Das Zeug in so einem Mixer etwas nasser kleinmixen.
    Aus den Bildern wurde das schweinchenrosa Pampe.

    Also, nicht der Mixer mit den 2 Quirlen unten zum reinstecken.
    Sowas wie die Küchenmaschinen als Aufsatz haben.
    Oder diese Stand-alone Geräte mit den riesigen Messern unten drin,
    die alles kleinkriegen, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

    Bin noch gar nicht auf die Idee gekommen,
    aber ja, Fleisch kriegen die anscheinend auch klein.
    Damit könnte ich das Fleisch noch besser mischen,
    und vielleicht wird es feiner als Esge.
    (Auch wenn mir das nicht so wichtig ist,
    es wäre ein Versuch).
    Vielleicht verändert das den Geschmack dann in Richtung
    Theken-Fleischkäse…

    • peter

      Wertester Kollegah Haifisch,
      bitte verzeih mir, dass ich hier gerade belustigt vor mich hin giggle und so komische
      Geräusche mache, aber dein erklärtes Ziel einen Fleischkäse “wie an der Theke” zu
      reproduzieren finde ich einfach köstlich …( ich mag nun mal Absurditäten sehr )
      Genau dieses Zeugs, das ja auch der Jörg auf den Tellern hatte war der Grund, das
      mal andersrum zu versuchen.
      Regelmäßig erwecken die armseligen Verkäuferinnen, die jeden verdammten Tag von
      früh bis spät da rumstehen und scheibenweise das Zeug mit nem Klacks Senf in zwei
      Semmelhälften quetschen und an hungrige Bauarbeiter überreichen müssen mein
      tiefstes Mitleid.
      Sei’s drum; ich wäre auch zufrieden, wenn ich nur nen relativ matschigen aber dennoch
      leckeren Hackbraten hinbekäme. Und was man für die “korrekte” Ware bräuchte hat
      eh keiner hier daheim. Dafür braucht es garantiert riesige Produktionsstraßen mit
      Cuttern so grauslig wie sie sich noch nicht mal der krasseste Serienmörder ausdenken
      könnten, obwohl die ja immer so Problemchen mit der Entsorgung haben….
      Abgesehen davon hatte ich ja geschrieben, dass ich eben genau das Rezept vom Großmeister gerne toppen würde.
      Aber offensichtlich hast du ja deine Ergebnisse schon gekostet und dir gebührt
      höchster Respekt dafür, dass du so unverzüglich zur Tat geschritten bist.

      PS:
      Auch falls du jetzt ein wenig mit dem Herrn W. haderst; guck doch mal geschwind
      noch in seinen Blog.
      Ich meine, ich hätte da heute ein kleines Schmankerl – extra für dich – in den Comments
      platziert… Und falls nicht; – – steht auch alles da drin….
      seinen Blog.

      • Mein Gehirn hat sich schon am frühen Morgen ausgehängt bei Euren abendfüllenden Ergüssen

        • Haifisch

          Och Jörg….
          Wie wäre es mit einer Idee zu LEBERKÄSE ohne Leber, ohne Käse?
          Nicht zu salzig? Lecker, mit deinem Senf (süss) ..

        • peter

          Ich meinerseits bitte hiermit um Verzeihung;
          und muss schon zugeben, dass das gestern Abend richtig arg war…
          Aber es hat Heidenspaß gemacht. Das alles haarklein zu erklären
          erspare ich dir einfach, aber es gab einen klaren roten Faden in der
          gesamten Quasselei. Echt jetzt…
          Zu deiner Beruhigung: zwischenzeitlich haben wir noch nen kleenen Ableger im Wesfoodblog aufgezogen.
          Sein perplexer Kommentar zu diesem Geschehen war allerköstlichst:
          “Habt ihr alle einen Nagel im Kopf? 😉 ”
          Mal in vollem Ernst: sowas nenne ich mir nen gelungenen Abend.

  • Haifisch

    @Peter: Kicher, ich fahre sofort nach Hamburg….
    Das schmeckt dann wenigstens wirklich gut..

    Und, oha, die komischen Geräusche beim Tippen
    manchmal auch beim Lesen..
    jaaaa, die hatte ich auch schon.. heute eher nicht.
    Heute klingt es eher nach Waschstrasse – nach der Sauerei.
    Und nach kochenden Gehirnwindungen
    die einen Ausweg aus dem epic fail suchen..
    bezogen auf FLEISCHKÄSE, nicht Hackbraten.
    Der Mixer rotiert aktuell im Hirn,
    zerschnetzelt das Rezept Wesfood
    und setzt was Neues zusammen.
    Meins war ja immer Hackbraten fein,
    genannt Fleischkäse, sollte nie ..
    wirklich einer werden, weil.. kuttern.. geht nicht..

    AAABER: Es gab doch schon vor der Zeit
    der industriellen Kutterstrassen
    Fleisch-/Leberkäse, der rosa und lecker fein war.
    Der Unterschied zur Mortadella-Masse
    oder Fleischwurst ist ja eher marginal.
    Mal kalt, mal heiss, so ungefähr…
    Also sollte ein Fleischkäse möglich sein.
    Ohne allzuviel modernes Gedöns…

    Im Wesfood von heute war nix
    zu Fleischkäse und Dir zu finden 🙂
    Nur sehr lecker Asia, eh eher meins als Fleischkäse..
    oder korrekter: sehr feiner Hackbraten
    mit 2 Sorten Fleisch und viel Fett.

    Das wäre was für die Serie Dexter gewesen:
    Die rückstandlose Verwertung der Leichen als Fleischkäse.
    Die Serie war eklig genug, sie fing gut an und wurde immer widerlicher.
    Menschenverwertung als Fleischkäse hätte sich dort gut eingefügt.

    So, darfst ruhig weiterlachen, jaaaa.
    Der Hackbraten wurde nur angedeutet rosa
    (wegen dem Nitrit) – war ist aber essbar.
    Ich werde den Scheibenweise in den Toaster tun.
    Dann mit Käse überbacken.
    Dann wird es wenigstens wirklich Fleisch-Käse – grrrr

    • peter

      OOps Sergeante H.
      Möglicherweise habe ich mich ja geirrt, aber mein Hinweis zu Herrn W. bezog sich auf
      dieses Konto- Datschi von Anfang der Woche – vielleicht magste da nochmal gucken.
      Da war der Hamburg- Sushi Post noch gar nicht in der pipeline…
      Asiatisch geht immer, aber der Fleischbrät ist halt ne ganz besondere challenge…

      Tatsächlich bin ich übrigens ein großer Freund der gehobenen Kriminalliteratur und
      schätze insbesondere. wenn die Autoren offensichtlich beim Verfassen einen
      ” Mordsappetit” bekommen und dann immer mal wieder liebevoll feine Mahlzeiten
      beschreiben, die genau gelesen eigentlich abgebrühte Kochrezepte sind. Das tun sie
      dann mit der gleichen Hingabe als würden sie hingebungsvoll die Überreste eines
      grausam geschundenen Leichenfunds beschreiben bzw. regelrecht genüsslich
      sezieren. Jaja, so sind se die Menschen..
      Und das war jetzt auch schon die Überleitung zu folgendem:
      Bei Dexter dachte ich zuerst an eine mir bislang unbekannte Krimiserie aus den 80-s.
      Ich mag ja gnadenlos so trash B-movies, aber denkstebächle…. Ich habe ganz fix
      gelernt, dass das was relativ neues und anscheinend sogar gutes ist.
      Tja; und soeben habe ich mir bei Amazon Prime für relativ schmerzfreie 5 Taler die
      erste Staffel zum streamen gekauft.
      Ein Kriminalforensiker mit Hang zur Selbstjustiz klingt mir einfach zu verlockend um
      mir das durch die Lappen gehen zu lassen.
      Und wenn man dann noch bedenkt, dass es ja eigentlich hier um Gehacktes geht,
      ist das doch eine wunderbar runde Wendung.

      • Barbara

        Peter, bin gespannt, wie dir Dexter gefällt. Die 1. Staffel wurde noch ganz herkömmlich auf Film gedreht, die Bilder sind “breathtaking”. Erst dachte man, was, acht Staffeln, wie wollen die die füllen. Haben wir aber weggeext wie nichts. Wir schauen Serie um Serie, und es gibt ja auch viel Gutes,aber Dexter hat uns besonders gut gefallen. Er handelt nach seinem Kodex, ist kein plumper Mörder. Schon seine exzellente Messersammlung zeigt das. Die Serie hat einige der bestgeschriebenen Charaktere überhaupt, und nirgendwo fällt so oft “Fuck” wie da. Nebenbei ist er noch Sozialautist was ihn mir sympathisch macht. Aber sein Leben ist schon verdammt anstrengend.
        Wenn ich mal wieder nöle, das “nix Gescheites läuft” spielt mir der Mann die Titelmelodie vor um mich zu quälen.

        • peter

          @ Barbara
          Nun, was soll ich sagen, außer dass ich dem Haifisch maximal dankbar
          für den Hinweis bin. gestern gleich Staffel1 Folge 1 angeworfen, aber ich
          war so spät am Abend dann echt zu platt, außerdem hatte ich schon Bauchweh vor Lachen. Heute dann in der Früh vollendet. Mit sowas
          durchgeknalltem hab ich immer nen 1A munteren Start in den Tag.
          Mit dem echt guten Hauptdarsteller gibt es noch “six feet under” das soll auch spitze sein, aber selbst bei Amazon prime im stream sackteuer Uiuiui… Jedenfalls wird mir der Dexter gut über über diese vermaledeite
          Vorweihnachtszeit hinweghelfen.
          Da ists mir nämlich immer ganz arg nach nem zünftigen Hackbraten aus
          der gut durchwachsenen Haxe von nem freilaufenden Santa Claus.
          Genial ist übrigens alleine schon der Name: DEXTER klingt für mich so,
          wie ein ultrafieser, brutalster Haushaltsreiniger aus den 80-ern.

          • Barbara

            Freut mich. Du kannst es günstiger auf Netflix anschauen, da kostet das Abo mit (sehr wenig) Werbung € 5 im Monat. Oder auf Paramount+, aktuell auch 5 Öcken.

        • Haifisch

          @ Barbara:
          ach ne, Du kennst den Dexter auch..
          dann weisst, was ich meine:
          Die erste Staffel eher authentisch,
          fast möglich, dann immer abgedrehter.
          Die Situationen, die Morde, die Methoden…
          Ich schau das immer noch, ja.
          Aber ehrlich. die Staffel 1 war gut,
          der Rest.. nun ich gucke es trotzdem…
          (und ja, der Dexter als Figur ist ganz gut durchdacht,
          sein Vater, der ihn kanalisiert, das ist schon gut überlegt).

          @Peter:
          Dexter ist rechts. So wie der Typ voll links überholt 🙂
          Haushaltsreiniger – die Assoziation,
          danke, das war mein Lacher grade..

          Clausen-Hackbraten.
          Stimme leider zu.
          Ausgenommen die Papis,
          die sich von der Meute wegstehlen
          und dann kostümiert wiederkommen.
          Mit einem Sack voll Geschenken,
          die für die Kiddies passend sind.

          Muss mal gucken, geht der Dexter schon wieder weiter??

          • Barbara

            Liebe Dexter Fäns, alle acht Staffeln sind auf Netflix verfügbar.
            Diese Warterei auf eine Folge immer Sonntags ist nervig. Haben wir gerade wieder mit “Landman”, einfach nein.
            Inzwischen haben wir noch Prequel + Sequel zu “Dexter” gesehen.
            Stinkt ab, muss man nicht haben.

        • Ich habe bestimmt 5 Jahre keine Serie mehr geschaut und circa drei Jahre keinen Film mehr. Erst immer arbeiten in Bayern und dann die Renovierung des Hauses. Bei diesem Magenta TV brauche ich schon ein Kind um den Fernseher einzuschalten und meistens fehlt noch ein Kabel weil es irgendwer mit der Playstation mitgenommen hat.

          • Barbara

            Verständlich, da fallen einem vor dem Bildschirm die Augen zu.
            Hier bin ich das Kind. Ich verwalte und buche und kündige das alles. Erstelle Listen und mache all den lästigen Scheiß, der für einen entspannten Abend nötig ist.
            Magenta TV habe ich nicht, ebenso keinen der Sportsender.

  • Esther

    Wie kommt man auf den Namen “Leberkäse”, wenn keiner der Bestandteile drin ist? Nun gut, letztens machte ich einen Isländischen Lavakuchen, darin befindet sich auch keine Schlacke.

  • peter

    Die klare und eindeutige Antwort findet man da :
    Wikipedia > Fleischkäse. —Steht alles genau drin.

    • Haifisch

      @Peter… Schlauberger…

      also: Wiki sagt
      Leber früher drin, heute nicht mehr.
      Käse weil Kas eine essbare Masse bezeichnet (fand ich witzig).
      Und ich hatte sogar recht: Es IST Wurstmasse…
      Also kann man Leberkäse,
      Mortadella und Fleischwurst aus einer Masse machen..

      • peter

        @ Haifisch.
        So scheint es wohl zu sein und das kann man dann sogar “en Masse” machen.
        Echt praktisch sowas da. Wieso nicht gleich nen ganzen Santa besorgen und halt
        einfrieren? Leute, die nachts heimlich durch nen Schorstein in fremde Wohnungen mit Kindern runterkrabbeln haben es echt nicht besser verdient. >💉 🩸 🪓

        Nochmal ausdrücklich an dich: vielen Dank für den köstlichen Hinweis!

  • peter

    Uiuiui; diese Rezeptur petzt ganz ordentlich – zumindest am nächsten Morgen nach
    dem ansetzten in der Frühe auf nem schnöden milden Käsbrot.. 🔥
    Hab mir sowas schon vermutet bei der Flüssigkeitsmenge. Aber lecker war’s trotzdem.

    Heute kam ne fette Lieferung von der empfohlenen Ölmühle Garching: da kann ich nur zustimmen – Topware zu Superpreisen und das Zeug duuuuftet; köstlich.
    Alles regionaler Anbau usw. Was kann man sich da noch besseres wünschen?
    Nur der Versand ist halt dummerweise richtig sackteuer.. damit sich das lohnt, hab ich
    jetzt Senfmehle und Körner für bestimmt eineinhalb Jahre, obwohl ich das meiste eh
    verschenke und mir reicht eigentlich normalerweise ein Glas für mich und dann mag
    ich schon wieder was neues ausprobieren.
    Ich sag’s mal so: wenn man einmal damit angefangen hat, hängt man förmlich an der Nadel weil das so geil ist und halt auch noch ordentlich ballert. mammamia…

  • Ellen

    Bei mir kann die Lieferung gestern. Da Jörg ja richtig hartnäckig bleibt dachte ich jetzt auch ich. Jeder muss mal mit seinem eigenen Senf anfangen.
    Ich werde Euch berichten.

  • Ellen

    Ich hab mich gerade durch Deine Senfgeschichte gelesen und kann auch nur sagen “shame on me”.
    Man kann ja nicht alles haben oder lieber spät als nie.
    Heute steht mal wieder ein Pizzateig im kühlen Flur rum, habe ich auch von Dir gelernt. Nur zu 2. ist das kochen auf Vorrat etwas minimalistischer. Am Ende gibt es aus den Teigresten ein kleines Brot.

    • Ich freue mich, wenn Leute irgendwas für sich persönlich von meiner Seite rausziehen. Ich habe hier immer sechs Leute zu bespaßen und meine Frau sagt immer, dass die längste Zeit rum ist. Da wächst der Blog aber immer mit und vielleicht schrumpft er sich dann auch einfach nur hin? Immerhin gibt es hier schon im zwölften Jahr ein tägliches Rezept und wenn ich mir 2014 anschaue, dann ist da immer Bewegung drin geblieben, nach Einkaufsmöglichkeiten, Geldbeutel, technischen Möglichkeiten, Familiengröße und gesundheitlichen Bedürfnissen.

      • Esther

        Besänftigt saß ich in meiner Sänfte und kostete Senf. – Dass mußte sein, heute ist Freitag. 😉

        Mir erleichtert es ungemein den Alltag, wenn es um Inspiration geht, was auf den Tisch kommen soll. Da meine Familie oft 100 Jahre erreicht, kann mir das auch blühen. So lange, lieber Jörg, mußt Du mindestens durchhalten. Also noch 40 Jahre.

        Es folgen die Themen: Einkaufen mit Rollator. Essen für Zahnlose. Suppe löffeln mit Parkinson.

        • Male bloß nicht den Teufel an die Wand. Ich lasse mich dann immer von meinen Zivi in den Handelshof fahren und rede alle nur noch mit junger Mann und junge Frau an und an der Kasse sage ich, dass ich es passend in bar habe und bau hinter mir ne lange Schlange auf.

  • peter

    Jörg, mach jetzt bloß kee Ferz….
    Sonne grenzwertig defätistischen Gedangenspiele darüber, wie es an dieser Stelle in Zukunft weitergehen könnte, liest hier keiner gerne. Echt jetzt.

    Es gibt auch noch ein ein wundervolles Leben nachdem die Kinder flügge geworden
    sind. Vielleicht musst du einfach mal wieder Peter Fox hören ( weißt schon welches Stück ) und achte auf die letzte Zeile. Da steht eigentlich alles drin….

    • Peter Fox singt nur darüber und hat nicht tatsächlich erst so spät ernst gemacht, mit dem Kinderzeugen. Wenn ich dran denke, kann ich’s heute kaum erwarten ;-). Dafür müsste ich verdammt alt werden und mir fehlen auch noch 15 Kinder

      • peter

        Hast du etwa immer noch nicht kapiert, dass alle Peters irgendwie Plappermäuler
        sind?
        Und ansonsten ist’s wurst ob 5 oder 20 Kinder gezeugt. Keene Sorgen, das mit
        den Enkelchen kommt schon irgendwann so garantiert wie’s Amen in der Kirche.
        Etliche meiner reprodruktionsfreudigen engen Freunde sind jetzt auch schon in
        dieser Situation und finden das ganz dufte. Einfach mal entspannt abwarten..
        Wird schon. Nur mal so ahnungslos drüber gesungen. 😉

  • peter

    So, Kinderchen…. es ist Zeit für einen Erfahrungsbericht:
    Melde gehorsamst: Kommandosache Fleischkäse hiermit abgeschlossen.

    Da ich ja nur wenige elektrische Küchengeräte habe ( Nur den Esge und nen Mixer ) hab ich improvisiert ( gemischtes Biohack schon fertig gekauft, die fettigste pfälzer Leberwurst für die Prise Matschigkeit ) , reichlich rotfärbende Gewürze und Tomatenmark usw – nicht zimperlich sein..gehackte getrocknete schwarze Oliven für die Optik uswusf. blabla.
    In die Form klatschen und ab innen Ofen ( sachte mal 170 ° Ober- Unterhitze und auf
    ca 75 Grad Kerntemperatur hochgezogen.) Hat schon mal prima ausgesehen..
    Bratkartoffeln und süßer Senf waren bereit, Klops bissele abkühlen lassen und mit fett
    Kohldampf nen dicken Brocken ab ins Maul und runter damit.

    Krkz! Ich bin fast dran erstickt. Das Gelumps war so furztrocken wie ein Sandkuchen vom Finnischen Meerbusen. Heilige Scheisse aber auch !
    Nur rein anstandshalber hab ich der Rest der Scheibe in Unmengen Mayo ersäuft um
    sie halt halbwegs noch runterzuwürgen. Immerhin hatte ich reichlich Kartoffeln. säufz.
    Der Abend und die Nacht waren mal so richtig hübsch verkackt. 😑

    Und jetzt steh ich da und hab ums verrecken keine Idee, was ich mit dem Zeug noch
    anfangen könnte. Ich geradezu Dexterscher Charakterzug in meiner finsteren Seele
    machte folgenden Vorschlag: ” Stopf diese vermaledeite Bolle in so eins von den
    strumpfarigen Zwiebelnetzen, knot’s feste zu und hänge es als Meisenknödel auf den
    Balkon ! ” aber das ging mir dann doch etwas zu weit. Was zum Deibel können denn
    diese putzigen kleinen Vögelchen dafür? Eben, nix ! also: ab in die Tonne….

    Mit Fleischkäse bin ich für alle Zeiten durch. Aber wie ich mich kenne, lauert hinten im
    Hirn schon wieder die nächste Scheissidee. Weiaweia…

    • Höchstwahrscheinlich brauchst Du mehr Fett

      • peter

        Um Gottes Willen bloß nicht !
        Wenn ich jetzt auch noch zunehmen würde, war’s das bei mir mit dem Laufen;
        könnten meine Haxen dann nimmer stemmen…
        Deswegen darf ich ja auch nicht mit dem feste Rauchen aufhören.. 😉

        • Du nicht, aber der Leberkäse. Ich habe mal was von 35 % gelesen. Bauchspeck, oder Speck generell, fein gewolft. Fett macht nicht fett, sondern die Kohlenhydrate

          • peter

            Da hast du natürlich recht, aber weißte was? :
            Der Leberkäse kann mich mal — Es gibt ja noch massenhaft andere
            kulinarischen Absonderlichkeiten zu erforschen.
            Ich fände z.B. mal so ein volkstümlich-derbes spanisches Gericht
            namens “criadillas fritas” sehr reizvoll; ist die traditionelle
            Ehrenspeise für erfolgreiche Toreros. Olé….
            Aber um das genüsslich zu verputzen braucht man halt echt mal
            ordentlich cojones.

  • Haifisch

    @Peter: das tut mir jetzt echt leid für Dich.
    Kochen hat mehr mit Chemie als mit Kunst zu tun.

    Beim Lesen musste ich echt lachen.
    Ja, Dein Geschmackserlebnis deckt sich mit meinem
    wenn man das Ding nach Wesfood macht.
    Staubtrocken.
    Es ist mir ein Rätsel, was der Wesfood gemacht hatte.
    Gelogen hat er sicher nicht,
    und das Foto zeigt sehr groben Leberkäse.

    Mein “Wesfood” ist in Tomatensauce gelandet.
    Gab ein ziemlich leckeres Nudelzubehör.
    Vermutlich hab ich noch nie eine aufwendigere Sosse gemacht.

    Ich werde das nochmal versuchen,
    mit dem Fleischkäse.
    Wegen der Chemie.
    Ich finde das grade spannend.

    Mein Erkenntnisstand aktuell:
    Es kommt nicht auf
    rote Beete an oder so,
    sondern darauf,
    wie die Fleischfasern / Proteine verändert werden.

    Deswegen warte ich jetzt auf billiges Fleisch,
    das ich für den Versuch einsetzen kann.

    Ich werde wieder 1:1 Rind-Schwein einsetzen.
    Wie immer Fett dazu, weil es mir dann besser schmeckt.
    Wenig Würze, also Salz, Zucker, Zwiebel, Ingwer, Knobi.
    Pfeffer. Vielleicht Chili. Nitrit, na ja, ich habe es.
    Es kann also auch rein. Phosphat hab ich nicht.
    Hatte ich noch nie. Aber, vielleicht kaufe ich beim Fleischer
    eine Handvoll von dem Zeug, aus Versuchsgründen.
    Nicht dass genau das der Grund ist, dass es bei mir
    eher Hackbraten als Fleischkäse wurde.

    Ich werde das Hauptaugenmerk des Versuchs
    auf die Zerstörung des Fleisches legen.

    Wolfen 2x. Eiskalt. Also halbgefroren.
    Dann Esge, mit eiskalter Flüssigkeit dazu,
    ich werde bei Versuch 1 sehr kaltes Wasser nehmen.
    Das Ergebnis soll schon fliessen können.

    Je nach Ergebnis werde ich dann
    noch den Mixaufsatz auf die Maschine tun.
    Und die Pampe schreddern, bis sie
    die kritische Temperatur erreicht.
    Also LANGE schreddern, wenns geht, solls kalt bleiben.
    Also immer schön eiskaltes Wasser dazu.
    Eiswürfel tu ich meinen Mixermessern nicht an.
    Ich habe den Verdacht,
    wenns zu warm wird,
    wird es krümelig.

    Dann sollte die Fleischstruktur endgültig hinüber sein,
    und genug Wasser drin sein, sodass
    sich das wirklich wie Pudding verhält.

    Zur Erinnerung: wenig Stärke macht viel Wasser fest…

    Wen man Fleischkäse eindrückt,
    springt er zurück. Gummiartig.
    Das tut Pudding auch…
    Also vermute ich einen Zusammenhang.

    Je nach Ergebnis gibt das wieder
    Tomatensosse oder Fleisch-Käse.
    Also Fail mit Käse überbacken,
    das schmeckt auch ganz gut…

    Im Idealfall Fleischkäse mit Senf.
    Daran glaube ich aber erst,
    wenn es mir gelungen ist.

    • peter

      100 % Zustimmung meinerseits. Sowohl, daß die dahinterstehende Theorie total
      spannend ist, als auch bezüglich deiner Lösungsansätze.
      Ich habe absolutes Vetrauen, daß du die Mission erfolgreich zuende bringen wirst.
      Es ist keinesfalls so, dass ich so schnell aufgebe, aber ohne gescheites Werkzeug ist’s
      halt mit vielem schwierig. Apropos: hat dein Esge eigentlich gut mitgespielt?
      Meiner hat bei dem angefrosteten Hackfleisch aber sowas von aus dem letzten Koch
      gepfiffen, daß mir schon Angst und Bange wurde.
      Der fail mit dem Fleischköse juckt mich nicht die Bohne, aber wenn der gute Stock
      dabei abgequalmt wäre, hätt mich der heilige Zorn gepackt.

      • Haifisch

        @Peter: Der Esge lebt.
        Es ist aber der mit dem starken Motor.
        Mir ist der erste nämlich abgeraucht,
        nach 10 Jahren Überlastung.
        Der neue hält mehr aus, und dreht mehr.
        Beides hilft beim Schreddern.

        Halbgefroren geht gut durch den Fleischwolf,
        weil das Fleisch da nicht mehr fest, aber kompakt ist,
        also sozusagen Sollbruchstellen hat.
        Es ist also grade soweit aufgetaut,
        dass man es irgendwie geschnitten kriegt.

        Der Esge braucht mehr Wasser,
        als der Wolf, sonst raucht er ab,
        oder er funktioniert einfach nicht,
        weil das Zeug an einem Fleck bleibt.

        Deswegen wird das Zeug beim Versuch 1(oder 2, je nach Lesart)
        1) entweder mit genug Wasser in Esge geschreddert
        2) oder durch den Mixaufsatz mit genug Wasser geschreddert
        3) oder beide Varianten nacheinander, je nach Konsistenz.

        Das Ziel muss ganz feine, puddingartige Pampe sein..

        Nun, wenn es interessiert, werde ich berichten,
        sobald ich Fleisch erjagt habe…

        • peter

          Ich bitte ausdrücklich um weiteren Rapport.
          Bei mir heißt ja abgehakt nicht zwingend, dass mich die generelle Thematik
          nicht mehr weiter interessiert. Aber ich bin hierbei dann jetzt mal weg.
          Die Welt ist groß, das Leben endlich; es gibt noch reichlich köstliche
          Blüten, an denen man schnüffeln kann. 💐🌸🌹🌺🌻🌼🌷🥀
          Summsummsumm…..

  • Haifisch

    PS: Ich hab schon lange nicht mehr
    so viel Spass am Experimentieren gehabt.

    Daran ist Peter Schuld. Danke dafür.

    Es gibt sicher Fleischkäse für den Hausgebrauch.
    Ich glaube da dran.
    Es kann aber sein,
    dann ich nach dem ersten wirklich gelungenen Dings
    das als zu aufwendig abhake und nie wieder mache.

    • peter

      Ich bekenne mich in allen Punkten gerne für schuldig.
      Genauso wird’s bestimmt sein:
      Kniffelaufgabe gelöst > Zack > abhaken > Nächstes…das ist nun mal zutiefst menschlich.

      Ich verweise mal auf den großartigen Satz Friedrich Schillers:
      „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ ( Zitat aus seinen Briefen Über die ästhetische Erziehung des Menschen ). Die Anthropologie spricht da vom Homo ludens.
      Klugscheisseralarm beendet, aber diese Theorie stimmt absolut. Habs jedenfalls sofort
      kapiert, als ich den Satz zum ersten mal las. Ich fühlte mich so komplett durchschaut.
      Irgendwie blöd sowas ; selbst verträumte Serienkiller schätzen das nicht so arg…..

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