Kartoffelpuffer Evolution

Kartoffelpuffer durchlaufen wie so viele andere potenzielle Lieblingsspeisen, ebenfalls eine dauernde Evolution. Die ersten sind lappig von Oma und Mutter, weil sie die immer nur so halbwarm, mit unzureichender Ölmenge durch die Pfanne schieben. Bei denen vom Jahrmarkt fragt man sich dann, wieso die das so kross können und so lecker? Die nächsten kommen aus der Tiefkühlung und danach aus dem Eimer mit Fertigteig. Jetzt kommt es nur noch darauf an, irgendwann die Sinnlichkeit von Handarbeit und die Kochlogik für sich zu entdecken, um dann nie wieder stehen zu bleiben. Die Arbeit fängt jetzt erst an. Grob oder fein reiben? Welche Kartoffelsorten verwenden? Mehlig, oder festkochend? süß oder pikant, zu Fleisch, zu Fisch, zu Quark? Hier gibt es von allem was.

Zutaten:

2 Kilo Kartoffeln Belana festkochend
2 süße Zwiebeln
4 Eier
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
5 Esslöffel Mehl
1 Prise Muskatnuss
1 Liter Rapsöl zum Braten

Quark / Sourcreme

500 Gramm Quark
250 Gramm Schmand
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
Zitronensaft einer Zitrone
1 Zwiebel
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Gurkensalat (anklicken)

Kartoffeln waschen, weil ich die Schale nicht vorher entfernen werde

Das erste Kilo jage ich durch die grobe Scheibe, danach wechsel ich auf die ganz feine Pufferscheibe meiner Maschine

Schon jage ich das nächste Kilo Kartoffeln durch. Das geht echt schnell

Das ist nur ganz feine Späne

Zwei Zwiebeln häuten

Zwiebeln halbieren, damit sie durch die Maschine passen

Für die Zwiebeln habe ich wieder eine grobere Scheibe verbaut

Mehl und Eier, Muskatnuss reiben und dann den Teig verkneten

Schnell einen Gurkensalat machen

Öl in der Pfanne daumenhoch und sprudelnd erhitzen

So sieht der Kartoffelpufferteig aus

Mit zwei Esslöffeln nehme ich den Teig aus der Schale. Einen Von unten, der andere drücke von oben flach

Ab in die Pfanne und bei Vollgas 3 Minuten pro Seite ausbacken

Schnell einen leckeren Kräuterquark, bzw Sourcreme rühren

Quark und Schmand

Petersilie und Zitronensaft, eine gehackte Zwiebel, Salz,Pfeffer und umrühren

Kartoffelpuffer nach drei Minuten wenden

Rückseite erneut drei Minuten ausbacken

Margarete war schon auf dem Sprung und wollte gleich los, also hat sie sie erste Portion bekommen.

Die weiteren Durchgänge der Pufferproduktion habe ich im Backofen bei 80 Grad Umluft gelagert, bis der ganze Kartoffelteig verbacken war. Sieht doch lecker aus, oder?

Für ganz Vergnügungssüchtige gab die die Kartoffelpuffer mit Currywurst, Rezept folgt.

Und jetzt kommt’s. Das was ich hinterher noch von den Puffern übrig hatte, habe ich am nächsten Tag für einen als Alpenburger gelesenen MC Seppl benutzt. Bei MC Doof gibt es sowas ja immer mit so einem Plastikrösti auf der Tiefkühlung.

Da schau her

Die Puffer sind super lecker, geschmackvoll, würzig, knusprig und sehr beliebt in Kinderkreisen, wenn man sie mit Apfelmus paart, gerne auch selbst gekocht.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

6 Kommentare

  • Esther

    Die Kartoffelpuffer sehen super aus, die Bilder sind ja schon Quälerei, ich möchte sofort Welche! 😉
    Jörg, hast Du mal versucht, sie mit Rübernkraut zu essen? Im Rheinland mag man das, den Spagat zwischen deftig und süß.

  • Katinka

    Tut mir leid, aber jetzt reichts mir. Die erste Zeile, dass die von Oma und Mutter nur lappig waren. Ich bin am 26.12.1944 geboren, die Wohnung vor voller Leute , ca. 8 mussten immer verköstigt werden und es gab die leckersten, knusprigsten Kartoffelpuffer der Welt. Kartoffeln wurden zentnerweise bestellt und noch heute werde ich nervös wenn ich nicht ausreichende Mengen Kartoffeln im Haus habe. Da du ja oft erzählst, dass dein Vater jeden Tag Fleisch brauchte, ja dann kann man ja keine gescheiten Puffer machen. Muss das sein, immer die Abwertung von Oma und Mutter.
    Und tut mir leid, deine Puffer sehen soooo toll nicht aus. Aber das ist ja nur meine Meinung.

    • Meine Puffer halten mit jedem auf dem Jahrmarkt mit. Meine Oma hatte einen Herd der mit Holz geheizt und nachdem sie 1971 einen elektrischen bekommen hat, kochte sie damit auch immer noch wie mit dem Holzofen. Mehr kann ich Dir dazu auch nicht sagen.

  • Esther

    Meine beiden Großmütter machten tolle Reibekuchen. Sie wurden nicht von Jörg abgewertet, er spricht von den Kochkünsten seiner Familie und was er als Kind auf den Tisch bekam. Er macht seine Leute auch nicht als Personen schlecht. Kochen ist ein Handwerk, das nicht jedem liegt.

    • Meine beiden Großmütter konnten es nicht und die Oma meiner ersten Ehefrau wusste davon auch nichts. Die Reihe lässt sich nahtlos mit meiner Mutter, Tante Anna und sonstwem fortsetzen. Das was ich auf Bildern bei Facebook sehe, deckt sich auch damit. Nicht genug Öl, nicht genug Hitze und so weiter und sofort.

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