Champignons à la bordelaise

Ich feiere schon wieder beim Schreiben, denn ich hatte beim Namen des Gerichts einen lustigen Verschreiber drin. Da stand ursprünglich in der Überschrift á la bordellaise, statt bordelaise. Bordelaise beschreibt die Gewürzmischung aus Petersilie und Knoblauch und dass es sich um ein Rezept aus Bordeaux handelt. Die meisten kennen das sicher von den gruseligen Tiefkühlfischen  aus der Supermarkttruhe. Hier jetzt mal vegetarisch, ach was sage ich, VEGAN mit Champignons

Zutaten:

6 große Champignons (oder mehr. Bei mir war es nur ein Versuch)
4 Esslöffel gehackte Petersilie
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Salatbett aus Romanasalat, ein paar Tropfen Zitrone und Salz

Ich habe am letzten Wochenende einen großen Sack Champignons bei meinem Gemüsehändler für 3 Euro bekommen. Eine gute Gelegenheit ein paar Rezepte mit Pilzen umzusetzen, die mich schon länger aus meinem “großen farbigen Kochbuch” von 1982 angrinsen. Dieses Rezept kommt auch daher und wie alles, was ich bislang daraus umgesetzt habe, hat es mich voll überzeugt. 

Stiele aus den Champignons vorsichtig entfernen. Ofen auf 200 Grad vorheizen

Champignons mit Olivenöl begießen und mit der offenen Seite nach unten legen.

Leicht von der Rückseite salzen und pfeffern. 

Pilze so bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen stellen.

Knoblauch häuten

Knoblauch hacken

Petersilie hacken

Gehackte Petersilie mit dem Knoblauch vermischen.

Nach 15 Minuten die Champignons wieder aus dem Ofen holen. 

Nun müssen die Champignons noch mit der Petersilie und dem Knoblauch gefüllt werden

Noch ein bisschen Salz, Pfeffer und Olivenöl darüber geben, sonst schmeckt es schnell wie eingeschlafene Füsse. 

Danach die Champignons erneut für 15 Minuten in den Ofen stellen. 

In der Zwischenzeit ein Salatbett aus Romanasalat, auf einer Platte zum Anrichten auslegen. Direkt bevor die Champignons darauf abgelegt werden, noch ein wenig Salz und Zitronensaft darüber geben. Ein bisschen versteckte Säure, hebt das Gericht deutlich aus der Mittelmäßigkeit hervor. 

Nach 15 Minuten die Champignons aus dem Ofen holen und auf das Salatbett umziehen lassen. 

Welche Menge Ihr davon macht liegt daran, wie viele Leute Ihr damit bespielen wollt und ob das Vorspeise, oder Beilage zu irgendwas ist. Bei mir war das eine von mehreren Komponenten auf dem Tisch. Weil meine Mäkeltruppe immer irgendwas zu bejammern hat, versuche ich eine größere Auswahl auf dem Tisch zu haben, bei der irgendwas für jeden dabei ist. Nudeln, Kartoffeln, Maiskolben, Salat, vielleicht irgendwas mit Fleisch, aber immer viel Gemüse. 

Die Champignons á la bordelaise sind toll. Gut vom Wasser befreit, nicht gummiartig und würzig mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und der Petersilie. Die macht man nicht nur ein Mal. Wo wir gerade bei Bordeaux sind, fällt mir die Sächsin ein, die die Fluggesellschaft verklagt hat, weil die sie nach Bordeaux gebucht und geflogen hat, als sie glaubte sich am Schalter Tickets nach Porto bestellt zu haben. Wegen des sächsischen Dialekts, kam aber ein Flug nach Bordeaux heraus. Wahre Geschichte, ich habe Tränen gelacht. “Nu, eenmal nach Borddo”

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 

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