Rinderrouladen mit Holunderwein geschmort

Rouladen habe ich seit 2014 nicht mehr für den Blog gemacht, ich denke auch sonst nicht, weil ich eigentlich fast nur für den Blog koche, wenn es über eine Scheibe Brot hinausgeht. Da ist mal wieder eine Auffrischung fällig. Man bleibt ja nicht immer auf der gleichen Stelle stehen. Hier habe ich keinen Rotwein verwendet, sondern Holunderwein. Ich brauchte im Sommer Bügelflaschen für Sirup und die sind so teuer, dass es echt billiger ist, wenn man sich da noch einen gleich den passenden Blindmacher in der Flasche mitkauft. Der musste nun mal weg und schmeckte gar nicht so schlecht, wenn man sonst nicht nur Chateauneuf du Pape trinkt. Beim letzten Versuch habe ich einen Bräter verwendet, hier ganz konventionell meine Pfanne mit Deckel und der Ofen ist gar nicht zum Einsatz gekommen.

Zutaten:

1,2 Kilo Rouladenfleisch vom Rind
Senf (anklicken)
eingelegte Gurken (anklicken)
6 Scheiben Schinken
1 Teelöffel Salz
Pfeffer nach Geschmack

Soße:

4 Zwiebeln
4 Möhren
1 Porree
200 Milliliter Tomatenmark
Wacholderbeeren
Lorbeerblatt
0,7 Liter Holunderwein
1-2 Peperoni

Beilage:

Rosenkohl (anklicken)
1 Kilo Salzkartoffeln
Petersilie

Das Fleisch habe ich beim Mix Markt (russischer Supermarkt) gekauft. Meine Lieblingsanna hat mir das Fleisch da gleich geschnitten, aber viel zu dick, deswegen musste ich das Fleisch noch mal kloppfen und habe mich beim Rollen auch ziemlich gequält. Das geht auf jeden Fall noch besser. Ich weiß nicht, ob die Russen keine Rinderrouladen essen, oder warum die mir so dicke Rouladen geschnitten hat, aber irgendwie bekommt man es auch damit hin. Beim nächsten Mal würde ich darauf hinweisen, dass das Fleisch dünner und gleichmäßiger geschnitten werden muss. Die Rouladen habe ich schon am Abend bevor sie gegessen werden sollen zubereitet und musste sie dann nur noch wieder langsam und ohne Qualitätsverlust erwärmen.
Mit Senf bestreichen.
Mit Schinken belegen.
Saure Gurken darauf ablegen.
Roulade aufrollen und mit einem Zahnstocher gegen Öffnen sichern.
Alles gerollt und gesichert
Butter in einer Pfanne erhitzen
Rouladen anbraten
Die Rouladen werden rundherum angebraten. Das dauert ca 15 Minuten.
Zwiebeln häuten
Zwiebeln grob zerkleinern
Möhren zerkleinern, Porree zerkleinern
  Alles in die Pfanne zu den Rouladen geben. Tomatenmark
Peperoni
0,7 Liter Holunderwein
Alles in die Pfanne geben
Wacholderbeeren, Lorbeerblatt
Deckel auf die Pfanne legen, auf die kleinste Platte umziehen, kleinste Flamme anstellen.
Zwei Stunden langsam schmoren und alle halbe Stunde umdrehen. Das sieht dann so aus und ich kann ins Bett gehen.
Am nächsten Tag wieder auf der kleinsten Platte mit geringster Hitze eine Stunde anwärmen, dann ist die Fleischfaser wieder wie neu.
Als Beilage gibt es Rosenkohl (anklicken)
Das bewährte DDR Rezept aus “Wir kochen gut”
Salzkartoffeln
Butter und Petersilie
Und schon kann serviert werden.
Fleisch, Soße und ein bisschen Schmorgemüse aus der Soße. Mit der Soße habe ich nichts mehr angestellt, außer dem Tomatenmark zum Andicken, das schon seit dem Schmoren in der Pfanne ist.
Salzkartoffeln
Rosenkohl dezent bissfest.
Das ist recht klassisch und traditionell, von der Wahl des Holunderweines in der Soße abgesehen, der aber einen ganz tollen Geschmack an die Soße zaubert. Wert wurde vor allem darauf gelegt, dass das Fleisch ruhig und sinnig schmoren konnte und super zart wird, die Soße ist lecker und voll, der Rosenkohl bissfest und die Kartoffeln gesalzen und sättigend. Mehr kann man an Weihnachten nicht erwarten, aber es geht eben auch von Montag bis Freitag, wenn man die Zeit am Abend vorher genutzt hat, damit die Rouladen schon mal fertig sind.
Ich mochte sowas lange nicht mehr, nachdem ich das von Mutter, Oma und Großtante immer eher mäßig zubereitet bekommen habe, aber so lasse ich mir das wirklich gefallen.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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