Senf mit Honig und Zitrone – ohne zu wiegen

Vieles ist beim Kochen keine Atomphysik, sondern oft ist es Gefühl, gepaart mit Erfahrungswerten. Das zeige ich Euch jetzt bei der Senfherstellung. Da weiß man entweder was man möchte, oder tastet sich zur Not langsam heran. Wenn man das ein paar Male gemacht hat, kann man seinem Senf schon ganz gut erzählen, wie er zu schmecken hat. Ich habe einfach ein Glas mit 170 Millilitern Fassungsvermögen genommen. Ihr könnt das auch mit Fingerhüten, oder Bierstiefeln nachspielen.

Zutaten:

130 Milliliter Senfmehl

170 Milliliter Wasser
100 Milliliter Essig
80 Milliliter Rapsöl
Saft einer bio Zitrone
Schalenabrieb einer bio Zitrone
1 Teelöffel Salz
3 Teelöffel Honig
Senfmehl bekommt man im Russensupermarkt, das ist mir aber zu mild, online bei diversen Ölmühlen, oder bei Metro und im gut sortierten Einzelhandel. Man kann natürlich auch Senfkörner in der Kaffeemühle, oder in einer Gewürzmühle selbst mahlen. Da muss man aber aufpassen, dass sich das Senfpulver nicht über 30 Grad erhitzt, weil es sonst bitter schmeckt.
Senfmehl in einen kleinen Topf geben
Wasser löst das Aroma aus den Senfkörnern und macht den Senf scharf
Rapsöl
Öl dämpft die Schärfe und macht den Senf geschmeidig.
Den Saft einer bio Zitrone in den Topf geben.
Zusätzlich reiben wir noch die Zitronenschale ab und die gibt dem Senf ein ganz frisches Aroma
Dafür nehme ich eine Universalreibe    Hier ist der Abrieb

Nun noch Weißweinessig
Essig dämpft ebenfalls die Schärfe im Senf.
Einen Esslöffel Salz


Nun den Senf aufkochen und dabei zusehen, wie das Senfmehl quillt und immer dicker wird. Das Öl setzt sich am Anfang noch ein bisschen ab, vermischt sich aber mit dem Senf in dem Maße, wie das Senfmehl aufgeht. Wenn der Senf am Ende vom Herd kommt, hat er eine schöne Konsistenz.
Im Moment ist der Senf einfach scharf und sauer und schmeckt wie Knüppel auf den Kopf.
3 Teelöffel Honig dazu geben und abschmecken. Einigen von Euch wird vielleicht noch ein Schuss Essig fehlen, ich habe noch eine Prise Salz genommen.
Der Senf wird nach dem Abkühlen auch noch fester und eigentlich soll er drei Tage ruhen, bevor man den isst. Dann verliert er auch noch von seiner Schärfe. Schade eigentlich! So heiß abgefüllt hält er ewig, wird bei Euch aber garantiert nicht alt, weil er so gut schmeckt. Der Senf hat leichte Anflüge von Honigsüße gekontert von der spritzen Zitrone und einer leidlichen Schärfe, die nicht großartig auffällt, wenn man dazu etwas isst.
Was nicht mehr ins Glas passte, habe ich gleich benutzt für meinen Mutti ist nicht da Teller 2.0

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Schließlich sollt Ihr ja auch wissen, wofür man sich die zehn Minuten Arbeit macht. Kann man immer verwenden und schmeckt 1000 Mal besser als gekauft. Viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

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