Gulasch mit Rotkohl und Spätzle

Sowas verstehe ich eigentlich als Sonntagsessen, aber manchmal sind die Wochen so hart und doof, dass ich das auch zwischen Montag und Freitag brauche. Kann man machen, dann aber am einfachsten, wenn man sich zwei Abende Zeit nimmt. Den Vorabend zum Fleisch schmoren, für den Rotkohl und wenn man Zeit hat, könnte man auch schon die Spätzle vorbereiten. Egal wie, schafft man sich so in der Woche die Zeit, weit über den täglichen Möglichkeiten zu kochen, die man hat, wenn man hungrig nach Hause kommt und möglichst schnell essen möchte. Hier macht man die Arbeit wenn man schon satt ist und eigentlich läuft das nur nebenher, sobald der Deckel auf der Pfanne, dem Wok, dem Topf liegt.


Zutaten:

1000 Gramm Rindergulasch
1000 Gramm Gemüsezwiebeln
500 Milliliter Rotwein
300 Milliliter Brühe (anklicken)
2 Esslöffel Paprikapulver, edelsüß
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Pfeffer
1 Peperoni
2 Esslöffel Mehl
3 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
1 Esslöffel Schmalz

Rotkohl last Edition 2020 (anklicken)

Spätzle selbst gemacht (anklicken)

Rindergulasch von der Wade zerkleinern.
Schmalz im Wok erhitzen
Wenn der Wok so heiß ist, dass er zischt, kommt das Fleisch hinein.
Gemüsezwiebeln sollen roh das gleiche Gewicht haben, wie das rohe Fleisch. Also 1000 Gramm Fleisch und 1000 Gramm Zwiebeln. Erstmal abziehen
Zerkleinern
Die Zwiebeln lagern wir noch, bis das Fleisch den richtigen Moment vorgibt.
Fleisch brät auf größter Platte bei Vollgas an.
1 Peperoni
Die ist mittelscharf und bringt Tiefe

2 Esslöffel Paprikapulver edelsüß


Pfeffer
Salz
Nach 15 bis 20 Minuten hat das Fleisch schon ein wenig Farbe bekommen und Wasser verloren.
Zwiebeln in den Wok geben und anschwitzen.
Wenn die Zwiebeln braun werden und schon weich werden, kommen zwei Esslöffel Mehl in den Wok.
Verrühren und jetzt drehen wir die Temperatur runter, damit das Mehl nicht verbrennt, sondern anrösten kann.
Wenn Ihr ein paar Röstaromen wahrnehmen könnt, kommt Brühe in den Wok
Jetzt noch was für den Geschmack tun
0,5 Liter Rotwein, gerne trocken. Wer keinen Wein mag, ersetzt den durch Brühe, muss sich aber drüber im Klaren sein, dass es den kompletten Charakter des Gerichts ändert.
So isses mit Rotwein
Kurz aufkochen lassen
Danach mit Deckel auf der kleinsten Flamme, der kleinsten Platte schmoren lassen. 2 Stunden wären mein Minimum.
Rotkohl stelle ich parallel her, kann man aber auch schon einen Tag vorher machen, Hauptsache nicht fertig gekauft.
Gulasch soll nicht sprudelnd kochen, nur leicht simmern.


Nach zwei Stunden schmoren, könnte man es sofort essen. Noch besser schmeckt es allerdings, wenn man Gulasch einmal übernachten lässt.

Jetzt sind wir am nächsten Tag und es soll das Gulasch als Abendessen geben. Gulasch kleinste Platte, kleinste Temperatur zum Aufwärmen verwenden.
Rotkohl erwärmen
Einen Topf mit Wasser erhitzen, um frische Spätzle zu machen.
Spätzleteig ist hier, klickt doch mal auf das Rezept…
Wenn das Wasser kocht, werden die Spätzle durch eine Presse gedrückt, oder vom Brett geschabt.
Presse ist das Mittel meiner Wahl. Sollte jeder haben, auch für Kartoffelpüree
Teig ins Wasser drücken
Umrühren und warten bis die Spätzle aufsteigen.
Zwischen lagern im Sieb
Je nachdem wie lange Zeit zwischen der Spätzlehestellung und dem Servieren liegen, kann man die kalt abschrecken, oder mit Speiseöl verhindern, dass die miteinander verkleben.
Bei mir sollen die gar nicht alt werden, sondern zumindest ein Teil der Spätze kommt gleich auf den Tisch. Den Rest stelle ich im Kühlschrank kalt.
Butter in der Pfanne erhitzen
Spätze durchschwenken und Röstaromen billigend in Kauf nehmen
Wenn die Spätzle gut sind, ist auch der Rotkohl, sowie das Gulasch warm.
Nun schnell servieren
Spätzle
Rotkohl
Gulasch, noch einmal abschmecken in Sachen Salz und Pfeffer
Alles mit ein bisschen Petersilie bestreuen.
Ein großartiges Essen für die kalte Jahreszeit, super zart und lecker, mit selbst gemachten Spätzle, selbst gemachtem Rotkohl. Bei uns war einfach nur Freitag und ich muss zwar am Samstag arbeiten, aber meine Familie hat dann Wochenende. Das sollten sie damit entsprechend einläuten.
So gut, dass man es auch Weihnachten essen könnte.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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