Ketchup aus getrockneten Tomaten

Ein leckerer Quicky passend zur Grillsaison, mit ganzjährigen Nutzungsmöglichkeiten. Das spukte schon lange in meinem Kopf herum, ein Ketchup aus getrockneten Tomaten zu kochen.

Zutaten:
200 Gramm getrocknete Tomaten
600 bis 800 Milliliter Wasser, je nachdem was Ihr anstrebt
2 Peperoni
1 Teelöffel Honig
50 Milliliter Rotweinessig
2 Chilischoten, oder Pfeffer
2 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter

Tomaten abwiegen

Tomaten ein Topf legen und den Herd anstellen

Wasser abmessen. Da ich das vorher auch noch nie gemacht habe, musste ich mich an die Wassermenge rantesten. Gestartet bin ich mit 400 Millilitern, aber nehmt ruhig 600 Milliliter.

Getrocknete Tomaten werden mit Salz getrocknet, um denen das Wasser zu entziehen. Salzig genug sind die somit immer und egal was Ihr anstellt, nachsalzen müsst Ihr nicht. Weiterhin können die Tomaten dafür ganz lange am Strauch hängen und müssen nicht schon grün gepflückt werden, damit sie dann bis zum Supermarkt nachreifen können. Die Tomaten sind deswegen sehr geschmackvoll und süß, wenn die gepflückt und anschließend getrocknet werden. Diese Eigenschaften wollen wir jetzt nutzen.

Deckel auf den Topf und eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Wacholderbeeren für den guten Geschmack

Lorbeerblätter aus dem gleichen Grund.

Das Wasser geht zum Großteil wieder in die Tomaten über

Die gehen dann merklich auf

Ich hatte nur 400 Milliliter Wasser im Topf, deswegen musste ich jetzt noch Wasser nachgießen.

Ketchup braucht Säure, deswegen nehmen wir Rotweinessig, bei dieser Grundversion

Hat jemand mitgezählt? Wir haben bislang keinen Zucker von außen zugefügt. Den braucht man bei solchen sonnengereiften Tomaten eigentlich auch nicht. Probiert es einfach mal aus. Um nicht so untätig auszusehen, habe ich einfach einen Teelöffel Honig verwendet, aber wie gesagt, den kann man auch weglassen.

Das glaubt echt kein Mensch wie viel Geschmack ohnehin schon im Topf ist, nur von den paar Zutaten

Kleine scharfe Peperoni, oder Pfeffer

Noch einmal kurz aufkochen

Zu Pürieren fülle ich die Tomaten und die Flüssigkeit in ein Litermaß um.

Dafür nehme ich meinen ESGE Zauberstab. Pürierstab geht natürlich auch.

Damit die Temperatur hoch genug ist, um das Ketchup heiß abzufüllen, kommt es noch mal in den Topf und auf den Herd. Mir war die Konsistenz zu pastig und ich habe dann noch einmal Wasser nachgekippt.

Abfüllen geht einfach mit einem Trichter.

Wer das haltbar machen möchte, bis zur nächsten Eiszeit, kann es konventionell einkochen, oder in Einmachgläsern im Ofen für 30 Minuten bei 130 grad, wenn heiß abgefüllt wird. Bei mir wird sowas nicht alt, deswegen fülle ich nur heiß ab und die Gläser knacken auch beim Öffnen.

Sehr intensives Ketchup. Davon braucht man nur so kleine Mengen, die man nicht mit dem substanzlosen Industriezeug vergleichen kann. Das ist kräftig und pur und urwüchsig. Ein klassisches Basisrezept, das Ihr mit jeder Menge Kräutern und Gewürzen in jede Richtung verändern könnt.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

4 Kommentare

  • Jan Müller

    Kleiner Tipp:
    Wenn Du den Ketchup haltbar machen willst, ohne Einkochen, füge 1 Vol% Grapefruitkernextrakt hinzu.
    Ein natürliche Antiherbizid, gesund für den Darm und in der Dosierung auch geschmacksneutral.

  • Babette

    Ich habe das früher in der Apotheke bestellt, man kann damit auch ganz toll Cremes machen
    Ein paar Tropfen in neutrale Salbe und es wirkt antibakteriell und antimykotisch

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