Testaroli mit Vollkornmehl

Testaroli sind weder Nudeln noch Pfannkuchen, aber haben von beidem irgendwas. Wie der Name schon sagt, ist das italienische arme Leute Küche und schmeckt deswegen auf jeden Fall. Ich hatte Lust auf Nudeln, aber keine Lust den harten Teig durch die Maschine zu kurbeln, oder mit dem Nudel- oder Wellholz auf dem Brett zu rollen. Testaroli kannte ich nur vom Hörensagen und das erschien mir in der Situation probat für ein leckeres Familienessen. Generell geht es auch recht schnell. Bei mir ist immer ein kleiner Zuschlag, weil ich sechs Leute am Tisch habe und Ihr vielleicht nur für zwei Leute zubereiten müsst.

Zutaten:

Pesto:

4 Möhren
Grün der Möhren
200 Milliliter Rapsöl, oder Olivenöl
200 Gramm Haselnüsse
4 Knoblauchzehen
1/2 Teelöffel Salz als Grundwürze
Reichlich Pfeffer
Saft einer Zitrone

Testaroli:

300 Gramm Weizenmehl optional Vollkorn
150 Gramm Hartweizengrieß
1/2 Teelöffel Salz
250 Milliliter Wasser

Hartkäse zum Reiben

Möhren grob reiben

Möhren in ein großes Litermaß geben

Ich wollte eigentlich Nusscreme für die Kinder machen, aber bin bislang nicht dazu gekommen. Dann nehme ich die Haselnüsse eben für das Pesto.

200 Gramm Nüsse zu den Möhren geben

Den Saft einer Zitrone dazu pressen

200 Milliliter Rapsöl

War mir in dem Moment aber auch noch nicht klar. Ich habe mit 100 Millilitern angefangen und dann beim Zerkleinern festgestellt, dass mir noch Flüssigkeit fehlt, da habe ich dann nochmal 100 Milliliter nachgekippt.

Erste Runde Öl

Frischer Knoblauch

Das Grün der Möhren

Grün mit einem Messer vorab einkürzen

Grün zu den anderen Zutaten in das Litermaß geben

Knoblauchzehen häuten

Knoblauchzehen ebenfalls in das Litermaß geben

Mit dem Pürierstab, oder Zauberstab alle Zutaten zerkleinern und vermischen.

Das war ein zähes Geschäft, deswegen habe ich Öl nachgefüllt.

Ich würde an Eurer Stelle auch nicht sofort 200 Milliliter Öl reingießen. Schaut erst einmal, wie sich die Zutaten beim Pürieren verhalten.

Eine Hausfrau hat das im Gefühl

Sehr schönes Pesto. Sehr frisch, sehr nussig

Salz und Pfeffer fehlen noch. Man hätte auch Hartkäse mit zerkleinern können, aber dann hätten meine Kinder teilweise rumgestresst, also mache ich den Hartkäse erst viel später beim Servieren drüber.

Chiliflocken, oder Pfeffer

Nun kommen die Testeroli. Ich habe bio Weizenmehl verwendet und auch noch Vollkorn, deswegen wird der Teig dunkler, als wenn man reines Weißmehl verwenden würde. Dafür ist das gesünder und gehaltvoller.

300 Gramm Mehl

150 Gramm Hartweizengrieß

Wasser abmessen

1/2 Teelöffel Salz

Alle Zutaten vermischen

Der Teig soll so flüssig sein, wie ein Pfannkuchenteig

Teig 20 bis 30 Minuten ruhen und verbinden lassen

Nach der Ruhezeit eine Pfanne ohne Fett erhitzen

Teig aus der Schüssel holen und in die Pfanne geben

Teig breit verstreichen

Dafür kann man einen Pfannenwender, oder ein Crepeeisen nehmen

Teig umdrehen, wenn er oben abgebunden hat

So oft wiederholen, bis der ganze Teig verbraucht ist

Die Teigfladen sammeln

Teig in Streifen schneiden

Die Streifen in ein paar formfreie Rauten verwandeln

Das ist jetzt eine Zwischenstufe auf dem Weg zu Testaroli

Einen Topf mit kochendem Salzwasser aufsetzen

Ich muss bei meiner Familie auf viele Eventualitäten Rücksicht nehmen. Weil bestimmt irgendwer mit mir rumdummen wird, weil das Möhrenpesto mindestens menschenverachtend und ungenießbar ist, bin ich froh dass ich noch eine über Stunden eingekochte Tomatensoße von meiner Pizza vom Vortag habe.

Die Testaroli für 30 Sekunden ins kochende Wasser geben, die steigen dann auf.

Testaroli mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und zwischenlagern.

Olivenöl erhitzen

Testaroli im Olivenöl schwenken

Hartkäse reiben

Serviert wird im tiefen Teller

Mit Tomatensoße ist es sensationell gut, wenn man gerne Tomatensoße mit ein paar Stunden auf der Uhr mag. Die ist locker drei Stunden eingekocht worden.

Hier werden die Testaroli mit Möhrenpesto vermischt

Käse darüber verstreuen. Schmeckt total irre mit dem frischen Möhrenpesto. Explodiert vor Frische im Mund. Hat einen tollen Biss, mit Nüssen, leichter Säure und viel Geschmack der Möhren und dem Grün.

Ein total neues Geschmackserlebnis und ebenfalls bei meinen Kindern sehr gut angekommen. Natürlich mehr mit Tomatensoße, aber immerhin. Je älter die Esser, desto mehr Verständnis trifft man auch für das Möhrenpesto an.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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