Spätzle mit der Maschine

Ich schreibe den Blog jetzt schon seit Mai 2014 und in der Zeit sind es über 2500 Rezepte geworden. Die ganze Zeit habe ich weitestgehend alles mit den Händen gemacht, wofür ich ab 2016 nicht meinen ESGE Zauberstab nutzen konnte, oder wollte. Kürzlich hat meine Frau von Ihrer Freundin Katharina eine abgelegte Bosch MUM4 bekommen. Die hat nur 400 Watt Motorleistung, aber ich habe noch nichts gemacht, was die mit der Leistung nicht geschafft hätte, auch mit einem Kilo Mehl bei Pizzateig. Nun hatte ich ein total geiles Paprikahähnchen in Planung und dazu sollten selbst gemachte Spätzle gereicht werden. Das war für mich ein willkommener Anlass, um mal zu schauen wie gut das mit der Maschine funktioniert.

Zutaten:

750 Gramm Weizenmehl
250 Gramm Hartweizengrieß
12 Eier
200 Milliliter Wasser
1 Esslöffel Salz

Später Wasser für den 6 Liter Kochtopf und 2 Esslöffel Salz

Spätzle aus der Tüte sehen immer so ein bisschen armselig aus und das sieht man auch nie bei Leuten die gut, oder gerne kochen. Die sind ein sicherer Indikator dafür, dass der Rest des Gerichts auch nix kann. Deswegen sollten die immer frisch gemacht sein. Man kann sie auch ein paar Tage im Kühlschrank lagern, oder einfrieren. Auf jeden Fall ist selbst machen so einfach, dass es keinen sachlichen Grund außer Faulheit und Dummheit gibt, die gekauft zu nehmen. Erstmal 250 Gramm Hartweizengrieß abwiegen.

Dazu noch 750 Gramm Weizenmehl in die Schüssel geben.

12 Eier aufschlagen

1 Esslöffel Salz

200 Milliliter Wasser (ich habe einfach 5 x den 40 ML Eichstrich genommen

Alle Zutaten in der Rührschüssel

Das könnt Ihr jetzt mit dem Löffel verrühren und auf den Rest mit der Hand kneten, oder Ihr setzt das Rührelement ein, legt den Arm um und legt den Spritzschutz auf die Schüssel

Spätzleteig soll Blasen schlagen. Ich rühre auf Stufe 1 und 2 und lasse den Teig insgesamt 5 Minuten schlagen. Dann ist er gut vermischt und schlägt Blasen und hängt kompakt am Rührelement. Bis zu der Stelle mit dem fertigen Teig, haben wir 10 Minuten gebraucht.

Rührelement abziehen und den Teig noch 15 Minuten ruhen lassen

Wasser in einen großen Topf geben und salzen.

Wasser aufkochen lassen.

Das ist meine Spätzlepresse, mit der kann man auch Kartoffelpüree machen

Wenn das Wasser kocht, dreht Ihr es runter auf kleinste Flamme.

Teig in die Presse geben.

Presse schließen

Presse über dem Topf platzieren

Fest zudrücken

Der ganze Inhalt der Presse, soll ins heiße Wasser

Dann die Presse vom Topf nehmen, damit man sie gleich erneut mit Teig befüllen kann.

Kurz warten, sagen wir mal 30 Sekunden damit der Teig im heißen Wasser ein bisschen fest werden kann, dann mit dem Pfannenwender, oder einem Kochlöffel umrühren, damit nichts am Topfboden hängen bleibt.

Anschließend warten, bis die Spätzle von alleine an die Wasseroberfläche aufsteigen

Ein Sieb bereithalten.

Nun steigen die Spätzle auf

Mit einem Schaumlöffel abschöpfen

Im Sieb zwischenlagern

Ihr könnte die Spätzle jetzt sofort essen, aber aus den Zutaten macht man um die 2 Kilo Spätzle und ich muss noch ein paar Topfladungen durch die Presse drücken. Egal wie, ist man damit aber auch nach 15 Minuten durch.

Ihr seht, es spricht nichts dagegen das selbst zu machen, weil es einfach geht und schnell, aber eben ganz anders schmeckt. Nur das zählt. Mit meinen 6 Leuten, kann ich damit bestimmt 3 Mahlzeiten bestreiten. Als solitär gegessene Spätzle für Mäkelkinder, Käsespätzle für meine Frau und dann noch zum Paprikahuhn. So wird es noch nicht einmal langweilig.

Wenn alle Spätzle aus dem Topf sind, einmal ins Sieb damit und dann im Topf mit kaltem Wasser abschrecken, damit sich nicht aneinander kleben, wenn man sie später erhitzen, oder anderweitig verarbeiten möchte.

Nach dem Abschrecken wieder ins Sieb geben.

Erste Ladung für Teile der Kinderbande, als sie mittags von der Schule kommen.

Butter und Rapsöl in der Pfanne erhitzen.

Spätzle

Frische Petersilie

Petersilie hacken

Spätzle sind heiß und glänzen dezent geölt und gebuttert, bekommen leichte Röstaromen.

Petersilie einstreuen

Alles vermischen

Ich verteile innerlich immer Links- Rechtskombinationen an den Schädel, wenn ich von Leuten, die niemals irgendwas gescheites zu essen präsentieren, Sätze lese wie “Die einfachen Dinge sind immer die Besten”, gepaart mit diesem “Muss auch mal sein” Gequatsche. Dann sehe ich bei denen aber niemals sowas einfaches selbst gemachtes, sondern nur Fett, Zucker, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker aus der Packung. Das ist einfaches Essen, nicht Packungsfutter in der Mikrowelle erneut zu töten und von allen Garpunkten zu befreien.

Noch ein paar Röstzwiebeln dazu und alle am Tisch finden ihr Mittagessen total o.k und fragen nichtmal nach Ketchup.

Am nächsten Tag habe ich die Spätzle dann zum Paprikahendl serviert. Eines der besten Gerichte, das ich je gegessen haben.

Also dringend Spätzle selbst herstellen und genießen. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und eine guten Appetit.

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