Ofenkartoffeln mit resistenter Stärke

Wenn man mit dem Blutzucker zu kämpfen hat, dann muss man ein paar Notausfahrten haben. Eine davon ist resistente Stärke. Die bildet sich nach zwölf Stunden von ganz alleine, wenn man Kartoffeln, Reis, oder Nudeln gekocht hat. Diese stärkehaltigen Lebensmittel treiben nämlich den Blutzucker in schwindelige Höhen, weil Stärke im Körper zu Zucker verarbeitet wird. Wenn sich dahingegen resistente Stärke bildet, dann entfällt dieser Zuckerumbau und die resistente Stärke wird direkt im Darm verstoffwechselt, ohne Einfluß auf den Blutzuckerspiegel zu nehmen. Davon profitieren auch Menschen, die ansonsten nicht auf Ihren Blutzuckerspiegel achten müssen. Die Kartoffeln behalten natürlich Ihre Kalorien und deswegen achte ich dann auch weiterhin darauf, davon keine großen Mengen zu essen, aber so kann man sie zumindest ohne Reue genießen

Zutaten:

5 große Kartoffeln
Paprikaquark mit Peperoni (anklicken)

Pellkartoffeln werden in drei Minuten gekocht. Die dicken Kartoffeln brauchen bestimmt noch eine Minute mehr unter Druck, damit sie durch sind, aber die kommen ja später noch einmal in den Ofen und werden dann innen komplett durchgegart.

Drei Minuten Kochzeit, dann abdampfen

Ich lasse die Kartoffeln übernachten, damit sie resistente Stärke bilden, aber 12 Stunden würden reichen. So ist es halt die ganz sichere Nummer.

Backofen auf 150 Grad Umluft einstellen und die Kartoffeln 35 bis 45 Minuten in den Ofen stellen, je nach Gerät.

In der Zwischenzeit mache ich den Paprikaquark mit Peperoni

Jetzt haben die Kartoffeln eine gesunde Gesichtsfarbe und sind komplett durchgegart.

Nun geht es an den Tisch

Kartoffeln aufschneiden, aber möglichst nicht komplett durchschneiden

Paprikaquark mit Peperoni einfüllen, gerne auch nicht vergessen noch irgendwas grünes darüber zu verstreuen, so wie ich. Es nervt so, dass man das immer erst hinterher auf dem Bild sieht.

Das ist eine sensationelle Beilage, oder auch ein Hauptgericht.

Hier gab es die Ofenkartoffeln mit selbst gemachten Hamburgern, auf selbst gebackenem Toast, drei selbst gerührten Soßen, frisch gekochtem Relish mit Nektarinen und magerem Coleslaw. Ich kenne beschissenere Diäten und der Geschmack einer ordinären mit Quark begleiteten Kartoffel ist wirklich nicht zu verachten. Den muss man auch erstmal kennen. Ich hatte vorhin beim Einkaufen gerade wieder solche Millenials an der Kasse hinter mir stehen, die maximal eine Mikrowelle und eine Heißluftfritteuse bedienen, aber kein richtiges Essen kochen können. Die hatten wirklich alles in der Packung auf dem Band liegen. Hähnchennuggets, Chili-Cheesenuggets, irgendwelche Kartoffelköstlichkeiten mit Palmöl, aber nicht eine einzige frische Zutat.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

3 Kommentare

  • Haifisch

    “Millenials mit Convenience-Food”
    Das ist die Saat von Nestle, die jetzt aufgeht.
    Die Millenials merken gar nicht, was die da tun.
    Die kennen es nicht anders.

    Ich seh das auch sehr oft.
    Das ist irgendwie komisch,
    wenn ich die Einkäufe vergleiche.

    Bei mir fast alles abfallfrei (unverpacktes Zeug),
    bei den anderen alles in Kartons oder Plastik verschweisst.

    Und trotzdem zahle ich oft mehr
    als diese Convenience-Millenials.

    Dafür esse ich sehr wenig Mikroplastik und Weichmacher.
    Nun – hoffentlich sorgt das dafür,
    dass mein Hirn länger nicht-erweicht …..

    • meinen Kindern fällt das schon auf, seit sie ganz kleine sind und die dissen diese Leute dann immer. Papa, guck mal, die kaufen nur Schrott. Das kann man doch nicht essen, wieso können sie nicht kochen?

      • peter

        Tja, da hat der Papa wohl doch mal was gut gemacht, auch wenn er natürlich
        immer für diese oder jene ständig genau das falsche auf den Tisch stellt.😉

Antworte auf den Kommentar von Joerg Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert