Gyros aus dem Schweinerücken
Boah, ist Fleisch teuer im Moment. Selbst Schwein und Geflügel. Deswegen war ich froh, dass es im Handelshof einen Schweinerücken im MHD Verkauf für vier Euro das Kilo gab. Davon habe ich knapp 2,5 Kilo mitgenommen und für insgesamt drei Gerichte verbraucht. Den Schweinerücken in Bacon habe ich Euch schon gezeigt, hier kommt nun das leckere Gyros mit selbst gemachtem Krautsalat, Zaziki, selbst gebackenen Teigfladen und Hummus. Ist natürlich ein bisschen Arbeit, aber das lohnt sich immer, weil man das mit jedem Bissen schmeckt.

Zutaten:
Fladenbrot glutenfrei (anklicken)
Hummus mit Petersilie und Minze (anklicken)
Bunter Krautsalat:
200 Gramm Weißkohl
200 Gramm Rotkohl
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
1 Esslöffel Zucker
30 Milliliter Essig
50 Milliliter neutrales Öl
3 Esslöffel gehackte Petersilie
Zaziki (anklicken)
Gyros:
1 Kilogramm Schweinerücken
Zitronensaft einer Zitrone
80 Milliliter Rapsöl
1 Esslöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
2 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
2 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
1 Esslöffel Rosmarin
1 Esslöffel Oregano
1 Esslöffel Basilikum
1 Teelöffel Koriander
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
3 Knoblauchzehen
gehackte Petersilie
4 Zwiebeln
Olivenöl zum Braten

Den Teig für das glutenfreie Fladenbrot habe ich schon an Mittag für abends geknetet und dann dementsprechend lange aufgehen lassen

Teig 150 grammweise abgewogen

Fladen in Mehl gewendet und ausgerollt

Teigfladen unter Leinentüchern aufgehen lassen

Dann mache ich schnell den Hummus mit Minze und Petersilie

Da wird Dein Dönermann blass vor Neid

Ein bunter Krautsalat als Begleitung
Bunter Krautsalat:
200 Gramm Weißkohl
200 Gramm Rotkohl
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
1 Esslöffel Zucker
30 Milliliter Essig
50 Milliliter neutrales Öl
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Schweinerücken in Scheiben schneiden

Scheiben in Streifen schneiden

Streifen nach Geschmack so lassen, oder noch kleiner schneiden

Alles würzen mit
Zitronensaft einer Zitrone
80 Milliliter Rapsöl
1 Esslöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
2 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
2 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
1 Esslöffel Rosmarin
1 Esslöffel Oregano
1 Esslöffel Basilikum
1 Teelöffel Koriander
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
3 Knoblauchzehen

Alles vermischen. Jetzt könnt Ihr das über Nacht in den Kühlschrank stellen, oder gleich weiterverarbeiten.

Pfanne auf dem Herd erhitzen bei Vollgas

Olivenöl in der Pfanne erhitzen

Zwiebeln häuten und in Ringe schneiden

Fleisch in die knallheiße Pfanne geben und alle 3 Minuten wenden

Ich stelle mir dafür einen Timer

Nach 15 Minuten kommen die Zwiebeln hinzu. Herd läuft immer noch Vollgas

Zwiebeln ebenfalls untermischen

In der Zwischenzeit mache ich noch ein Zaziki und die Fladenbrote backen im Ofen

Das Fleisch bekommt eine schöne braune Farbe mit zusätzlichen Röstaromen

Wenn das Fleisch servierfertig ist, wird Petersilie eingestreut

Teigfladen sind auch fertig und nach warm

Man beachte die schöne Krume

Mit Zaziki bestreichen

Hummus auf die andere Seite streichen

Krautsalat

Gyros und noch ein bisschen Hummus, wenn man mag

Das duftet total gut und genau so gut schmeckt es auch.

Deckel drauf und genießen

Das ist sehr frisch, würzig, spritzig, nussig und einfach sowas von lecker.

Für mich gibt es die teiglose Version auf dem Teller

Gerne auch noch mit ein paar scharfen Peperoni

So schlimm kann Diät sein! Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
Fleisch ist teuer? Das sehen schweinezüchtende Landwirte vermutlich nicht so. Wobei sie i.Allg. sowieso den geringsten Anteil am Verkaufspreis bekommen. Mein Lieblingsfleischer, der auch die Tiere selber aufzieht und die Futtermittel dafür anbaut (also keinen Handel dazwischen hat, außer seinen eigenen), nimmt für einfache Fleischteile vom Schwein 11-14 Euro/Kilo, edlere gehen dann rauf bis 20 Euro oder mehr. Sicher spielt der MHD-Verkauf eine gewisse Rolle bei der Preisbildung und der Original-Preis ist gut überklebt. Aber den Eindruck, dass Fleisch teuer ist, solltest Du überdenken. Zumindest, wenn Tierwohl und damit Qualität eine gewisse Rollen spielen soll.
Teuer ist für mich immer auf mein Budget umgerechnet, wie gut ich für den Preis noch meine Fleischeslust bedienen kann. .Duke of Berkshire kostet regulär auch immer 22 oder 23 Euro netto pro Kilo. Ich kaufe das halt erst, wenn es nur noch einen Bruchteil kostet. Ich bin mehr Lebensmittelretter als Kunde.
okay, bei dem Originalpreis bin ich schon etwas beruhigter. Allerdings darf man m.E. nicht nur das eigene Budget als Referenz nehmen, ob etwas billig oder teuer ist. Wenn man es etwas längerfristig betrachtet (also so ab 1950er/1960er Jahre), hatte sich der Fleischpreis von der allgemeinen Inflation ein wenig abgekoppelt und kaum mitgemacht. Nur in den letzten Jahren holte er ein wenig auf. Sicher: die Schweinefleischproduktion (ich schreibe das bewusst so) ist in der Zeit sehr viel effizienter geworden, oft zu Lasten der Tiere und der Qualität. Mit Tierwohl und guter Aufzucht hat das wenig zu tun.
Heute beim Einkaufen bei einem Discounter habe ich mal ins sonst nicht so interessierende Fleischregal geguckt. Nacken für 12€/kg. Okay, es war schon in Scheiben geschnitten. Aber es sah trotzdem räudig aus. WIR WERDEN NOCH ALLE VERHUNGERN …!!! [kreischend und mit den Armen schwenkend ab]
Kaufe ich nicht. Für zwölf Euro schon gar nicht von so nem Hybridschwein. Das hat vor der Ukraine drei Euro pro Kilo gekostet, dafür zahle ich nicht das Vierfache und ich kaufe das auch nur im MHD Verkauf im Großhandel, wenn es maximal 5 Euro kostet, aber eher zwischen € 1,79 und 4 Euro.
Jörg, Dirk,
ihr bildet beide grade das Problem ab…
Fleisch ist sehr teuer.
Fleisch wird aber gern gegessen.
Die Lösung: billig produziertes Fleisch.
Vielleicht sollte grundsätzlich überdacht werden,
wieviel Fleisch der Mensch braucht,
wieviel Fleisch die Menschen vor 100 Jahren gegessen haben.
Das war viel weniger als heute.
Sonntagsbraten war das Stichwort.
Ich esse auch gern Fleisch. Ja.
Ich bin aber nicht bereit,
tonnenweise Antibiotika zu konsumieren,
und eine völlig unmenschliche Tierhaltung zu akzeptieren.
Zynischerweise mit Aufklebern auf den Packungen,
die einem glückliche Tiere suggerieren.
Erfreulicherweise sinkt seit Jahren der Fleischkonsum.
Somit ist zumindest ein Trend da. Wir reden von etwa 5%.
Die völlig ausgeuferte Fleischfresserei der Elterngeneration,
der Kriegskinder, das wird weniger.
Nun, die sterben auch langsam weg.
Diese Pflanzen-Ersatz-Fleisch-Sachen,
die grade die Kühlregale erobern,
sie aus meiner Sicht schwierig.
Hochverarbeitet, viele Zusatzstoffe.
Aber.. besser als Tonnen von minderwertigem Fleisch.
Ach, was für ein Thema.
Ich mag Fleisch.
Aber nicht für 50 Euro das kg.
Aber das wäre der richtige Gegenwert…
Wenn die Schrebergarten-Oma
20 Euro pro Huhn bekommen würde,
dann wäre ihre Rente wirklich aufgebessert.
Das ist ein weiteres Thema.
Wenn der Mastbetrieb die gleiche Preissteigerung verlangt,
dann werde ich wütend.
Die bekommen einfach zuviel pro geschlachtetes Tier,
gemessen daran, was die tun.
Umwelt versauen mit Unmengen Abfall,
Grundwasser versauen, Anabolika füttern,
Tiere wirklich quälen (Stress und Platz),
Antibiotika-Resistenzen züchten.
So viel Fleisch haben wir hier auch gar nicht und vor manchem Wochenende stelle ich fest, dass ich kein Fleisch gekauft habe. Mir fällt auch ohne Fleisch immer etwas zu kochen / essen ein, aber wenn Du jemanden wie Emma am Tisch sitzen hast, die über alles rummäkelt und 30480328 Sorten Gemüse und auch die Beilagen nicht mag und so nicht und so nicht, dann bist Du froh wenn Fleisch ein sicherer Hafen ist und damit sie irgendwas auf dem sich nach unten durchbiegenden Tisch findet, was nicht giftig ist und endlich schmeckt und essbar ist.
Ich versuche immer das Maximum rauszuholen. Möglichst viel Qualität für möglichst wenig Geld. Ich kaufe Fleisch im Supermarkt nur in Form von Biohack, nichts am Stück. Den Rest Fleisch hole ich im Gastrogroßhandel zu 85 %& als MHD Ware und fünf Mal im Jahr gehe ich zum Orientmann, um Huhn zu kaufen, aber ich war dieses Jahr noch keine dreimal da.
So ein bisschen mehr Hilfsstoffe im Fleisch hätten mir gerade geholfen, ich glaube, ich hab mir eine Erkältung eingefangen (und hoffentlich nur das). Aber Antibiotika helfen da ja auch nicht. Also: FÜR MEHR WICK MEDINIGHT IM SCHNITZEL!!! Scherz beiseite. Die Mastbetriebe sind in der Kette fürs Produkt zwar das erste Glied der Kette (was auch nicht stimmt, aber für’s Bild), für’s Geld aber die letzten. Die Monopolisierung bei den Schlachthöfen und die Marktmacht des Handels dürfen nicht übersehen werden.
Wobei gerade letzterer sich über die erwähnten Ersatzprodukte freuen dürfte. Zur Zeit dürften die zusammen mit den Herstellern noch ordentliche Margen einfahren. Preisminimaler Einsatz von Rohstoffen in Kombination mit der Bereitschaft des Verbrauchers, mehr zu zahlen, was will man mehr. An der Stelle muss mir aber auch keiner mit “Entwicklungskosten für die Produkte” kommen. Was ich da bisher gekostet habe, wirkte nicht so, als ob da viel investiert wurde.
Dirk, ich stimme Dir völlig zu…
Das Bohnen-basierte Zeug ist völlig überteuert.
Und schmecken – na ja.
Wer Wurst / Fleisch erwartet, bekommt einen fake.
Und wird zu recht enttäuscht sein.
Wer irgendwas zu den Pommes essen will,
Hauptsache, nicht nur Salat,
der freut sich vielleicht.
Vor allem, wenn er:sie keine Zeit hat.
Muss ja genug Geld verdient werden,
das überteuerte Zeug zu zahlen.
Momo war ihrer Zeit voraus.
Also, der Konsument wird dabei verarscht.
Leider. Oder er verarscht sich sogar selber.
Indem er das alles nicht hinterfragt.
Es musste zwar kein Tier sterben,
aber dafür ist das Bohnenzeug Luxusware.
Immer noch.
Und ob die Produktion von dem Zeug
dann auch noch umwelt-/menschenfreundlich ist,
das glaube ich eher nicht.
Herkunft, Maschinen, Computer, Strom, Abfall.
Bohnen pur sind sicher umweltfreundlicher.
Nur mag die halt (fast) keiner. Schade.
Jörg, ich wollte Dir sicher nicht auf den Schlips treten.
Oder den T-Shirt-Rand.
Ich finde, Du larvierst durch diesen
Dschungel aus must-have, do`nts, usw
so gut wie möglich durch.
Niemand kann sich alleine gegen den Mainstream stellen.
Die Kiddies schon gar nicht.
Du magst halt Fleisch – wie ich.
Also erscheint es in Deiner site.
Es ist sehr teuer geworden,
also suchst Du Auswege. Wie ich.
Die Variante “ich zieh meine Hühner selber”
Nun – meistens hat man dann
sehr schnell das Dorf gegen sich.
Bio endet halt auch da am Preislabel.
Die Herstellung, bitte woanders.
Der Lärm. Der Dreck. Der Geruch.
Dorfromantik bitte nur im Film,
das riecht nicht, hat keine Fliegen.
Sag Jörg,
ist Dir schon mal aufgefallen,
dass die Nationalgerichte, die älteren Kochbücher
alle sehr fleischlastig sind?
Ich denke, das hast Du längst gemerkt.
Also könnte man denken,
die haben damals dauernd Fleisch gegessen.
Das passt gar nicht dazu,
das es meist Sonntagsbraten war.
Könnte es sein, dass da der Eindruck verfälscht wird?
Es wird nur das Besondere,
das Schwierige, das Seltene aufgeschrieben?
Wer sich Deinen Blog anschaut weiss,
das Du querbeet alles machst,
aber schon ein bisschen fleischlastig.
Der Blog ist aber nicht die die ganze Wahrheit.
Es sind nur die aufgeschriebenen Sachen…
Ein verfressener Haifisch
Ich fühle mich null angegriffen. Ich schreibe schon ziemlich viel von dem was ich koche, weil es jeden Tag ein neues Rezept geben muss. Was ich nicht aufschreibe sind Dopplungen die ich schon verbloggt habe, wenn keine neuen Erkenntnisse einfließen. Selbst Tiere zu halten kommt für mich nicht in Frage, weil ich dann Vegetarier wäre, bevor auch nur eines von denen geschlachtet würde.
das beruhigt mich, dass Du Dich nicht angegriffen fühlst.
Sollte ja auch kein Angriff sein, werden.
Die Pfanne würze ich anders, mag das aber sehr gern.
Mit Kartoffel-Püree. Und irgendwas grün.
Und ja.
Du hast es so schön in Worte gefallt:
Alles ist ein Geschäft.
Da zerplatzen die Illusionen
wie die Christbaumkugeln am Boden
(wenn die dann nicht aus Plastik sind)
Ich halte auch was aus und bin nicht überempfindlich
Ich finde es generell schwierig wenn am Ende alles irgendwie nur ein Geschäft ist, und dann wenn auch noch ein Leben dranhängt, oder totes Leben, wie man es nimmt. Wie bei allen anderen Geschäften, versuche ich immer das beste für wenig zu bekommen.
Damit baust Du aber auch den “Druck” auf den Handel auf, dass der versucht, nur über den Preis zu verkaufen als über die Qualität. Das “Du” ist dabei natürlich nicht persönlich gemeint. Die Geiz ist geil-Mentalität einer großen Kundenzahl wird uns noch heftigst auf die Füße fallen. Bzw. tut es schon längst.
Glaube ich nicht. Der Handel fickt uns reihum von Hacke bis Nacke. Die probieren bei verschiedenen Produkten auszuloten, was sie maximal aus den Kunden rausquetschen können und wenn sie das wissen und die Leute nicht mehr kaufen, dann geht der Preis wieder runter, aber nie bis auf den Stand vor der Preistreiberrunde. Milchprodukte, Fleisch, Mehl, Öl, Reis, Nudeln, Frischkäse, Bananen, Kartoffeln, Möhren, Salatgurken, Süßigkeiten, Nüsse, Trockenobst fallen mir spontan ein. Das haben sie jetzt bei der Euroeinführung gemacht, wo sie die Gunst der Stunde für ne eins zu eins, statt einer 1/2 Umrechnung genutzt haben, dann bei Corona und massivst beim Ukrainekrieg. Vorher hat keiner gewusst wo die überhaupt liegt und nachdem die Drecksrussen da eingefallen sind, kam plötzlich vom Kabelbaum bis zum Rapsöl alles nur noch von da und war schwupps hier gar nicht mehr erhältlich, oder nur für Puffpreise, siehe Mehl und Öl und Hefe, die ich sechs Monate lang nur noch in Polen, oder Tschechien bekommen konnte, aber in Deutschland nirgendwo mehr im Laden. Der Handel rollt uns, wo er nur kann.
Gyros, Döner, Hamburger und im Grunde auch Pommes – mag ich nicht besonders und esse es kaum. Aber diese schöne Fleischpfanne stach mir ins Auge, und so wurde sie heute zubereitet. Mit Kreuzkümmel und Äthiopischer Würzmischung Berbere war ich nicht zimperlich.
Es war saugut. Dazu das geliebte Bergwurzelbrot und Jörgs Tzaziki aus seiner frühen Entwicklungsphase.
Das ist aber auch ein kulinarischer Feiertag gewesen
Kann es sein, dass hier der Knoblauch fehlt in der Beschreibung?
Auf dem einen Bild sieht es auch so aus, als wäre er dabei.
Ich jedenfalls würde davon etwas dazutun, besser mehr als weniger. 🙂
Ja habe ich vergessen und jetzt nachgesetzt. Vielen Dank für das aufmerksame mitlesen.