Braten aus der Hüfte vom Duke of Berkshire Schwein.
So gerne hätte ich mal wieder ein Stück Rind, aber da kostet das Rinderhack schon 12 oder 13 Euro pro Kilogramm und wenn ich stattdessen eine Schweinehüfte vom Duke of Berkshire für € 3,50 pro Kilo im MHD Verkauf statt für 25 Euro bekommen kann, dann nehme ich die natürlich. Besseres Fleisch für das Geld gibt es ja nicht. Jedes Mal wenn ich so einen Preis verkünde, kommt bei Faxenbuch irgendeine Fotze aus einem Erdloch gesprungen und erzählt die Geschichte vom Billigfleisch und von Tierqual und blendet den Rest komplett aus, dass diese Rasse langsamer wächst, dass sie besser gehalten wird, mit mindestens Haltungsform drei und nicht durch die halbe Nation ins Schlachthaus transportiert wird. Es ist so müßig, wenn sich so dumme Leute, die nur auf Schlüsselreize reagieren, aber nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Hüfte dieses Schweins mehr kostet, als das gleiche Stück vom Rind, das schlechter gehalten wird. Das hier ist eine schnelle Zubereitung im Krups cook 4 me, aber man kann das natürlich auch konventionell erledigen. Mein persönlicher Nutzen bei dieser Zubereitung ist, dass ich hier mehr Ergebnis in weniger Kochzeit bekomme und so ebenfalls in der Woche mehr auf den Tisch bringe, als Dinonuggetmütter am Wochenende, inkl. einem revolutionärem Rotkohl und Kartoffelpüree.

Zutaten:
1,4 Kilo Schweinehüfte am Stück
50 Gramm Butterschmalz
1 Knoblauch
3 Esslöffel Mehl
1 Handvoll getrocknete Tomaten
2 Peperoni
500 Gramm rote Zwiebeln
1 Teelöffel Salz
1/4 Teelöffel Chiliflocken
3 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
70 MIlliliter Tomatenmark
300 Milliliter Rotwein
200 Milliliter Wasser
Rotkohl mit Röstaromen (anklicken)
Kartoffelblumenkohlpüree (anklicken)

Ich kann entweder meine Pfanne, meinen Ofen, einen Bräter, oder meinen Krups cook 4 me benutzen. Ich nutze das Druckkochen, weil es schneller geht und man in der Woche besser essen kann, als es der Zeitrahmen eigentlich erlaubt. Eine Möglichkeit wäre natürlich wie meistens, dieses Gericht schon am Vorabend zu kochen und dann wieder anzuwärmen. Ich bin nur meistens kein Freund davon und mag es frisch gekocht. Dann lieber am nächsten Tag die Reste verwenden. Da fehlt einem dann aber nicht schon ein Tag Haltbarkeit, weil es von jetzt ist und nicht schon von gestern. Ich heize das Höllengerät schon einmal vor, als wenn es eine Bratpfanne wäre. Vorteil es spritzt kein Fett in der Gegend rum.

Butterschmalz (icke) Butter, oder Rapsöl zum Anbraten

Fleisch auf der Fettseite anbraten. Die wird dabei reduziert und es hält das Fleisch generell beim Braten saftig. Man muss das Fett nicht essen, sondern nur die Vorteile nutzen, die es bei der Zubereitung hat.

In der Zeit in der das Fleisch anbrät bereitet ich Gemüse vor, das beim Garen für Geschmack sorgt.

1 kompakten Knoblauch abziehen (keine Knollen mit Zehen)

Fleisch nach 8 Minuten wenden

Rote Zwiebeln abziehen, zwei getrocknete Peperoni

Alle Zutaten kommen jetzt zum Fleisch in den Topf

Wir braten immer noch an

Mehl für die Soßenbindung

Fleisch noch einmal wenden

Das Mehl soll sich verteilen und anrösten und der Soße später Bindung und Farbe geben

Salz

Rosmarin

Chiliflocken

Thymian

Tomatenmark

Rotwein trocken

Rotwein und Wasser in den Topf gießen. Das Fleisch soll ungefähr halb bedeckt sein

Jetzt gare ich mit Druck weiter

Deckel zu

Aufhören zu braten

Umstellen auf Druckkochen

20 Minuten einstellen. Dann ist das Fleisch noch nicht durch, aber die Hüfte ist wie beim Steak. Die kann man auch locker medium essen, oder später aufschneiden und langsam in der Soße gehenlassen.

Los geht’s

Aufheizen

Jetzt machen wir das Kartoffel-Blumenkohlpüree

Heizt auf

Jetzt Kochen unter Druck

Pommes in der Heißluftfritteuse, für die die immer nichts mögen.

Jetzt bereite ich meinen Rotkohl mit Röstaromen zu

Fleisch ist jetzt 20 Minuten unter Druck gegart

Ich öffne den Deckel und dann schauen wir uns den Gargrad an

Fleisch auf einem Schneidebrett ablegen

Rotkohl glänzt schön

Schaut mal wie saftig das Fleisch ist.

Ich würde das sofort so essen, aber aber meiner Sippe wäre das zu medium für einen Braten. Deswegen lasse ich den im Topf nach dem Aufschneiden weiter auf Position “warmhalten” in der Soße ziehen. Ihr könntet natürlich auch 30 Minuten Druckkochen einstellen, dann ist er durch durch, wenn Ihr versteht was ich meine.

Das ist die leckere Soße, da lege ich die Fleischscheiben rein und dann bleibt es zart und saftig, aber zieht noch weiter durch.

Das sieht doch seriös aus

Meckerpommes sind fertig

Rotkohl mit Röstaromen ist fertig

Jetzt noch schnell das Kartoffelpüree mit Blumenkohl pressen und stampfen

Dann kann gegessen werden

Für die meisten Leute ist das wohl der Inbegriff eines Sonntagsessens, aber meine Zutaten aus dem MHD Verkauf sind einfach zu hochwertig, um wie Montag bis Freitag zu kochen, wenn es mit Fleisch ist.

Bis mir jemand das Gegenteil davon beweist, dass man nur einmal lebt, finde ich es auch deutlich sinnvoller so oft es geht, so gut wie möglich zu essen. Natürlich behalte ich dabei meinen Abnehmerfolg und meine Blutzuckerwerte im Auge und mäßige meine Portionsgrößen.

Das Fleisch ist wunderbar zart und die Soße würzig-kräuterig und wahrnehmbar mit trockenem Rotwein gekocht. Alles passt gut zusammen und damit kann man nicht nur die Familie, sondern auch Gäste bei Laune halten.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

An das besonders gute Stück Fleisch kam ich nicht heran, trotzdem kochte ich mit dem, was ich ergattern konnte das Rezept eins zu eins nach. Bei der Zeit unter Druck wählte ich 30 Minuten. Die Soße wurde püriert.
Es wurde lecker, morgen oder übermorgen wird der Rest mit Spiralnudeln und viel Soße gegessen.
Bei uns haben sie Duke of Berkshire diese Woche aus dem Programm genommen. Ich habe noch 6 Kilo im Frost, danach gibt es hier mal wieder einen Themenwechsel im Blog